untot
Lt. Commander
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Und ich habe das Bedürfnisprinzip nie infrage gestellt. Ich befürworte den freien Erwerb für alle nicht.Incanus schrieb:Keine Ahnung, was Du mit dem mehrfachen Ansprechen von Holz- bzw. Kunststoffschaft meinst. Die Unterscheidung interessiert mich auch nicht.
Hier in dieser Diskussion ging es im Moment darum, ob man als Privatmensch einfach so in ein Geschäft gehen und eine (Lang)-Waffe erstehen können soll. Und da bin ich der Meinung, dass das nicht möglich sein sollte.
Die aktuelle von der SPD gestartete Diskussion um das generelle Verbot von halbautomatischen Waffen dreht sich mal wieder um Gewehre, die "böse aussehen", also die sogenannten Anscheinswaffen, die 2003 erst von Rot/Grün erlaubt wurden. Funktional identische aber optisch harmlosere Waffen sollen nach dem aktuellen Entwurf nicht verboten werden, obwohl es sich in beiden Fällen um Waffen für den zivilen Markt handelt. In Deutschland dürfen die zivilen Versionen nicht bis auf wenige Bauteile identisch zu den Behördenversionen sein, auch wenn sie sich optisch nicht sonderlich unterscheiden.
Ich bin nur der Meinung, dass weitere Verschärfungen in Deutschland nichts bringen, weil die Gefahr nicht von Legalwaffenbesitzern ausgeht. Die vorhandenen Instrumente reichen auch, um Extremisten zu entwaffnen, wenn etwas bekannt ist/wird. Wir müssen die Waffenbehörden besser ausstatten und die Kommunikation zwischen Waffenbehörden und anderen Behörden deutlich verbessern, damit geltendes Recht besser angewandt werden kann. Weitere Verschärfungen bringen nichts, wenn daran nicht grundlegend etwas geändert wird.