Gast erschießt Räuber - wie ist eure Meinung dazu?

untot schrieb:
Da sind wir aber wieder beim Vollzugsdefizit. Das Waffenrecht sieht bereits unangekündigte Kontrollen der Aufbewahrung vor. Leider fehlt bei viele Waffenbehörden das Personal um diese regelmäßig durchzuführen. Es scheitert also auch da nicht an fehlenden Gesetzen sondern an der mangelhaften Umsetzung.
In unserem Landkreis mit ca. 170.000 Einwohneren gibt es im Wesentlichen EINE zuständige Person für Waffen. Die hat mit dem Papierkram mehr als genug zu tun und keine Zeit für Kontrollen.

Wobei es ansich kein Problem wäre eine Steuer auf Waffen größer/stärker Kaliber 22(lr) Einzellader zu erheben. Damit könnte man wiederrum eine zusätzliche Stelle auf dem Landratsamt finanzieren, die widerrum die Kontrolle durchführt.
Zudem könnte so eine Steuer sicher beim ein oder anderen zum Verzicht auf mehrere Großkaliberwaffen führen. Ggf. auch gestaffelt mit steigenden Abgaben, je mehr Waffen jemand hat. Wird bei der Hundesteuer ja teilweise auch so gemacht. Erster Hund 150€/Jahr, zweiter Hund zusätzliche 240€/Jahr.
 
h00bi schrieb:
Erster Hund 150€/Jahr, zweiter Hund zusätzliche 240€/Jahr.
Dann könnte man an der Hundesteuer ja auch eine Null dranhängen, damit endlich mal alle nichtangemeldeten Hunde erfasst werden und die Wildscheisser, Freiläufer und Bescheisserei bei der Rasseangabe endlich rangezogen werden. Da habe ich grade auch eine brillante Idee mit Radfahrern....E-Scootern usw.

Bei deinem Vorschlag finde ich keinen Zusammenhang mit dem eigentlichen Problem von Schusswaffen die zum töten/morden benutzt werden. Und zwar die Illegalen.
 
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h00bi schrieb:
Wobei es ansich kein Problem wäre eine Steuer auf Waffen größer/stärker Kaliber 22(lr) Einzellader zu erheben. Damit könnte man wiederrum eine zusätzliche Stelle auf dem Landratsamt finanzieren, die widerrum die Kontrolle durchführt.
Zudem könnte so eine Steuer sicher beim ein oder anderen zum Verzicht auf mehrere Großkaliberwaffen führen. Ggf. auch gestaffelt mit steigenden Abgaben, je mehr Waffen jemand hat. Wird bei der Hundesteuer ja teilweise auch so gemacht. Erster Hund 150€/Jahr, zweiter Hund zusätzliche 240€/Jahr.
Es gibt Bundesländer in denen man für die unangemeldeten Kontrollen bereits eine Rechnung gestellt bekommt, das Geld wird aber nicht in bessere Kontrollstrukuren investiert. Abgesehen davon... warum gerade für Großkaliber-Waffen?
Für KK-Waffen gelten die gleichen Aufbewahrungsvorschriften und einem Jäger helfen KK-Waffen herzlich wenig. Ich zahle für meinen ausgebildeten Jagdhund übrigens gar keine Steuer.

Edit: Wie über mir bereits geschrieben... Die völlig überzogenen Steuersätze für Listenhunde haben nur dazu geführt, dass plötzlich mehr "Labrador-Boxer Mischlinge" angemeldet wurden, oder eben gleich gar kein Hund.
 
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untot schrieb:
warum gerade für Großkaliber-Waffen?
Weil Sportschießen mit KK Waffen problemlos möglich ist.
Hier ist keine Durchschlagskraft oder (Mann-)Stoppwirkung erforderlich.
Großkaliberwaffen bei Sportschützen sind "bock auf Ballern".
Kein Vorwurf, mach ich selbst manchmal gerne. Ich versuche schon ewig die Möglichkeit auf Vorderladerschießen zu bekommen.
KK-Waffen mit Magazin sind außer für einige wenige Disziplinen (am bekanntesten vermutlich Biathlon) auch nicht notwendig.
Auch ein Jäger braucht nicht mehr als 2 Langwaffen, insbesondere wenn eins davon ein Zwilling oder Drilling ist.
Das wird ja aber alleine schon anhand der WBK unterschieden und kann daher auch anders besteuert werden., also bei Jägern erst ab der dritten Langwaffe.
 
Aber gerade da ist der Knackpunkt:
Ob du eine KK-Repetierbüchse oder 10 Großkaliber SL-Büchsen im Schrank hast, die Regelung und der Aufwand für die Kontrolle sind identisch und damit auch die Kosten für diese Aufbewahrungskontrollen, mal davon abgesehen, dass man bei 10 Waffen vielleicht 10 Minuten braucht und für eine eben eine reicht. Besonders in Bundesländern, wo diese Kontrollen dem Besitzer sowieso in Rechnung gestellt werden.

Als Jäger kann ich dir für jede Waffe, die hier steht erklären, "warum" ich die brauche und das sind mehr als 2. Wer aktiv zur Jagd geht und das vielleicht auch nicht immer im gleichen Revier hat kein Problem ein Bedürfnis für 10+ Langwaffen zu erklären und das ist übrigens auch von den geltenden Gesetzen so abgedeckt. Die häusliche Regierung dürfte da in vielen Fällen schwieriger zu überzeugen sein. Das Bedürfnis für die dritte Kurzwaffe ist auch einfach, sofern man Fallenjagd ausübt.
 
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Eine .22 LFB ist KK, da sind wir uns einig.
Eine .22 Hornet? .222 Remington? Ist doch auch nur um 6mm?
Und ich werde nicht müde zu erwähnen: Die legalen Waffen sind nicht "unser" Problem.

Der Schießstand wo ich früher hingepilgert bin war das Durchschnitts Kaliber .357 , Vereinswaffen .44
Vorstand hatte .454 Casull. Das sind nicht die typischen Mordwaffen. Die machen höchstens Mordsradau.
Die Kleinen Kaliber, und vor allem unter 333 m/sek auf kurze Distanz. Das sind typische Mordwaffen.
Ich mein ja nur. :rolleyes:
h00bi schrieb:
Großkaliberwaffen bei Sportschützen sind "bock auf Ballern".
Es gibt ja nicht nur 18m Disziplinen. Ich gebe dir sogar recht. Aber warum auch nicht?
Mir scheint du hast Ängste, Sportschützen, Sammler und Jäger könnten besser bewaffnet sein.
Dem ist nicht so. Du bekommst keine MP oder G3 Deviat zugelassen- die aber schon.
Ist im Straßenverkehr doch nicht anders? Die meisten Dicken Bikes sind stärker als ne Bullen-BMW.
Nur können die halt echt gut fahren^^
Oder PKWs. Ab jetzt darf man nurnoch Autos mit Leistungsgewicht X oder 75PS fahren, weil sie Streifenwagen im Schnitt 150 haben und sonst nicht hinterherkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Joker (AC) schrieb:
Oder PKWs. Ab jetzt darf man nurnoch Autos mit Leistungsgewicht X oder 75PS fahren, weil sie Streifenwagen im Schnitt 150 haben und sonst nicht hinterherkommen.
Ist in Japan seit langem die Realität. Die Höchstgeschwindkeit muss abgeriegelt sein bei 180 km/h - die Polizei hat schnellere Autos.

Ändert nichts an illegalem Tuning, aber wenn sie das Auto anhalten, dann ist es sehr einfach es aus dem Verkehr zu ziehen.
Das selbe seh ich auch bei Waffen. Natürlich nützt ein strenges Gesetz nicht direkt gegen illegal besorgte Waffen, aber man kann sie einfacher aus dem Verkehr ziehen und der Erwerb wird aufwendiger. Wenn man bei einer Kontrolle nicht gleich weiß ob legal oder illegal, ist halt blöd - wie es in den USA eben der Fall ist. Im Zweifel geschieht dann erstmal nichts.
 
In Deutschland kann jede legale Waffe genau zugeordnet werden. Ähnlich KFZ Abfrage.
Das werden die wohl auch tun, sollte bei Verkehrskontrolle ein Waffenkoffer auffallen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit gefälschter WBK weit kommst in Kontrolle.
Und anhand der wenigen "Unfälle" gehe ich erstmal davon aus, das es so OK ist.
Ich habe jetzt noch nicht von Schießereien zwischen Polizei vs Sportschützen gehört.
(Das heißt jetzt nichts)

hallo7 schrieb:
aber man kann sie einfacher aus dem Verkehr ziehen und der Erwerb wird aufwendiger
Warum sollte man das tun? Irgendwie bin ich schwer von Begriff?
Wo ist das Problem bei den Waffen/Kaliber Größen von WBK Inhabern?
Oder gibt es Zahlen über riesen Mengen gestohlene Waffen in BRD die dann illegal sind?
Hauptsächlich ist das Problem der Schmuggel und Darknet, oder?

Oder reden wir grade von USA? Da kommt es darauf an wo du wohnst.
Im Zweifel wird kassiert.....im Verdacht Straftat wird kassiert.
Verdeckt, wird kassiert. Wie gesagt, kommt darauf an wo du bist.
 
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Ich meinte hier einen theoretisch lockereren Umgang mit den Waffen bei uns.

In den USA kommt es natürlich auf den Bundesstaat an und teilweise auch aufs County. Ist dort aber schwierig, weil man teilweise nur in den nächsten Bundesstaat fahren muss um erheblich einfacher Waffen kaufen zu können.
 
Ok, so war es gemeint.
Ich bin auch nicht für Lockerung. Eigentlich finde ich es iO wie es ist.
Waffenschein sowieso nahezu nur Polizei und Co.
Die WBK ist immer noch schwer und teuer genug, so das nicht jeder gleich in Bierlaune eine Karte bekommt.
Ist aber eih Verein am Start und sportliche Motivation, warum nicht.
 
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Auf Gefahr, nochmal restlos ins OT abzudriften will ich die unsinnige These aufgreifen, warum Armbrust und Bogen ja/nein Sportgerät oder gar Waffen sind.
Mir ist immer noch unverständlich warum ein Bogen in Deutschland als Sportgerät und nicht als Waffe zählt. Ich glaube vielen ist gar nicht bewusst, dass ein moderner Compoundbogen mindestens genauso gefährlich wie eine scharfe Pistole ist.
Bogen 40-140Joule
40 haben schon die kleinsten der Kleinen (Flobert) KK Waffen, .22 lfb das doppelte vom Compoundbogen.
übliche Jagdpatrone .308 >3500 Joule V0
Soviel zu den üblichen urbanen Legenden.

Recurvebogen, um 40 lbs, Scheibenpfeil 22 Gramm , V-0 um 200fps (Fuß per Second) 219Km/h= 40Joule
Compound, 70lbs, Pfeil 300er Spine 30 Gramm, 300-350 fps, leichter Pfeil 400fps möglich =125-150 Joule
Jagdpfeile werden idR schwerer gebaut, bedeutet Pfeil wird langsamer.
Die Kombination aus geträumt hoher Geschwindigkeit und extrem schweren Pfeil gibt es nicht. Es geht nur um Physik, Effizienz (Bogen) und daraus gezogene Geschwindigkeit, also was man mit zB 40-60lbs in Bewegung umwandeln kann.

Gegensatz dazu:
.22 Flobert=,42 Joule, heiß geladene .22LFB über 250 Joule
9X19= um 500 Joule (Polizei P99)
Übliche Gewehrpatronen über 1000 bis in 10k

Bei "scharfer Pistole" fällt mir dann die durchschnittliche Polizei Pistole ein mit 500Joule.
Ist vielleicht doch oft geschönte Realität von Youtubern, die gerne Abos und Klicks mitnehmen.

Edit: Dann nimmt man mal einen 500er Benz E230, der mit 200 durch die Großstadt ballert, >30 Millionen Joule
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wage mal zu behaupten, weil: Bogen ist sehr unhandlich/groß und lässt sich daher nicht vernünftig mitführen, ohne dass es sofort jeder sieht.
Armbrust in normaler Größe das gleiche.
Pistolenarmbrust geht noch, allerdings ist die Kraft da auch wieder deutlich geringer (Mit Stahlkugeln ggf. aber immer noch tödlich), allerdings ist die Schussrate sehr gering, da du immer neu spannen musst.
Eine Handfeuerwaffe wie eine Glock kann viel Munition in kurzer Zeit abfeuern, ist auch dann noch schnell nachzuladen und sie ist natürlich super zu verstecken.

Allerdings kann man natürlich fragen, warum dann z.B. Jagdgewehre einem Waffenschein unterliegen, aber eine normale Armbrust nicht. Ein Doppellader braucht auch seine Zeit zum nachladen, würde vermuten ähnlich wie ein guter Armbrustschütze mit einer geeigneten Armbrust. Aber so weit bin ich auch nicht im Thema.
 
Joker (AC) schrieb:
Auf Gefahr, nochmal restlos ins OT abzudriften will ich die unsinnige These aufgreifen, warum Armbrust und Bogen ja/nein Sportgerät oder gar Waffen sind.
Ich verstehe, was Du meinst, aber wenn mich der Pfeil tödlich getroffen hat, ist es mir aber auch egal, ob die Pistolenkugel noch höhere Energie gehabt hätte.
Und man könnte die Rechnung ja auch umdrehen. Wenn also schon Bogen und Armbrust so verheerende Wirkung zeigen, müssen die vielfach wirksameren Schusswaffen ja erst recht komplett verboten werden ;).
 
Snowi schrieb:
Ich wage mal zu behaupten, weil: Bogen ist sehr unhandlich/groß und lässt sich daher nicht vernünftig mitführen, ohne dass es sofort jeder sieht.
Armbrust in normaler Größe das gleiche.
um es mal rechtlich zu beantworten:
Weil beides nicht durch einen Lauf schießt. Das Waffenrecht ist explizit so formuliert.
Selbstladearmbrüste sind in D (nach meinem letzten Kenntnissstand) illegal.

untot schrieb:
Als Jäger kann ich dir für jede Waffe, die hier steht erklären, "warum" ich die brauche und das sind mehr als 2.
Das ist doch bei Sportschützen nichts anders. Die lassen sich vom Verein dann einfach im entsprechenden Verband anmelden, der eine entsprechende Disziplin hat. Es gibt Schützenvereine mit 50+ Großkaliberschützen, von denen kein einziger Liga schießt. Mit viel Glück gehen 2 davon zur Kreismeisterschaft, wenn sie an dem Termin grade nichts besseres zu tun haben.
Das ist für mich kein "echtes" Bedürfnis.
Ein KK-Einzellader ist eine "echte" Sportwaffe, daher würde ich diese von einer Steuer ausnehmen.
Damits nicht unfair ist für die Jäger ebenfalls eine Langwaffe.
 
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h00bi schrieb:
um es mal rechtlich zu beantworten:
Weil beides nicht durch einen Lauf schießt. Das Waffenrecht ist explizit so formuliert.
Selbstladearmbrüste sind in D (nach meinem letzten Kenntnissstand) illegal.

Bei der Armbrust weil sie nicht durch einen Lauf das Geschoss beschleunigt.

Beim Bogen kommt noch hinzu: Weil die eingebrachte Kraft nicht gespeichert werden kann, was bei der Armbrust der fall ist.
 
Incanus schrieb:
Ich verstehe, was Du meinst, aber wenn mich der Pfeil tödlich getroffen hat, ist es mir aber auch egal, ob die Pistolenkugel noch höhere Energie gehabt hätte.
So geht es bestimmt auch den Unfallopfern, die von Autos erwischt werden/wurden. Egal ob Amokfahrt, Straßenrennen oder Alkohol/Drogen.
Wollen wir Autos verbieten? Für den Planeten wäre es jedenfalls besser und scheinbar auch für Bürger.
2022 : 29.000 Verletzte, 2.568 Tote (11 Monate, trotz Corona u Homeoffice)
 
Um Autos geht es hier aber gar nicht, sondern (seit langem nur noch) um Waffen.
 
Und eigentlich darum auch nicht, weil die Fallzahlen sind ja schon genannt worden sind.
Bliebe also nur die Diskussion, wie man denn nun die Illegalen Waffen denn jetzt von der Straße bekommt und den weiteren Handel/Schmuggel verhindert.
 
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Das sollte der Hauptfokus sein, denn ich wage zu bezweifeln, dass die legalen Waffen in DE das Problem sind. Leider hat unsere Innenministerin etwas besseres zu tun, z.B. zum X-ten mal die Vorratsdatenspeicherung aus dem Mülleimer des EuGH zu holen.
 
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CharlieBraun12 schrieb:
Wie ist eure Meinung dazu?
Ich bin kein Jurist. Das ist nur meine Meinung.
CharlieBraun12 schrieb:
Ist es richtig, den Gast nicht zu bestrafen?
JA! Wenn ich mich als Täter unter Gewaltandrohung freiwillig in so eine Situation begebe, dann muss ich mit Allem rechnen. (Speziell mit gewaltsamen Gegenmaßnahmen gegen mich selbst.) Zwischen "alles nach Plan" und "tot" ist alles möglich. Etwas Restrisiko ist immer dabei.

Wenn man in ein Hornissennest greift, dann wurdert man sich doch auch nicht über die Stiche?! Ok, der Gesetzgeber vielleicht schon. Deswegen muss man Jura auch erstmal studieren, um die Gesetze zu verstehen.
 
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