Gastherme verkaufen.. Wo?

von Keks

Lt. Commander
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Moin..

Wir bekommen eine Wärmepumpe und wollen nun unsere fast neuwertige Gastherme verkaufen. Sie ist knapp 4,5 Jahre alt und wurde immer vom Kundendienst gewartet, aber das was man inzwischen an Gasabschlag zahlen muss ist pervers.

Die Frage ist wo man sowas am besten veräußert? Der Monteur würde sie "kostenlos entsorgen", aber das ist ja Blödsinn, da er sie sicherlich selber verkaufen wird. Fand er nicht so lustig das wir die behalten wollten. :)

Ist Kleinanzeigen ein passender Ort oder gibt es da was besseres von Ratiopharm..

Grüße und nen schönen Restsonntag..
 
Tatsächlich Richtung Kleinanzeigen. Das Ding muss ja auch passen und wird nur bei Defekt der eigenen gebraucht. Schwierig. Ich würde das an seiner Stelle auch entsorgen.
 
Ich bin Heizungsbauer. Bei uns kommen alte Gasthermen in den Schrottcontainer.

Geräte die wirklich nur ein Paar Jahren alt sind werden manchmal bei Kleinanzeigen reingestell für ganz kleines Geld; 200- €300. Und das natürlich nur mit der Einverständnis des Eigentümers.

Das dein Heizungsbauer das nicht gut fand ist ein schlechtes Zeichen, finde ich. Die Therme ist schliesslich DEIN Eigentum!
 
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@PriestFan So wenig? Uiuiui.. Das Ding hat vor 4,5 Jahren knappe 9,5k gekostet.. Ich dachte da so an die Region 2k.. :D

%Weil die ist ja nicht alt.. die riecht noch neu..
 
Ist doch kaum zu gebrauchen.
Ein Unternehmen wird die sicher nicht einbauen und Bastler dürfen auch nicht an Gas rummachen.

Bleiben also nur Gas Installateure die das bei sich selber einbauen oder Export.

Aber auch da: wer will eine gebrauchte therme aus dem Ausland?
 
von Keks schrieb:
Das Ding hat vor 4,5 Jahren knappe 9,5k gekostet.. Ich dachte da so an die Region 2k.. :D
Ich würde sagen, vor 4,5 Jahren die falsche Entscheidung getroffen.
Klimawandel ist ja kein neues Phänomen.

Abseits davon, wer will denn aktuell überhaupt eine Gasheizung? Selbst wenn die Konflikte in absehbarer Zeit enden sollten, wird die Co2 Steuer es zunehmend unattraktiver machen.
 
Kleinanzeigen und der Verkaufspreis richtet sich nach der Marktlage, also den anderen baugleichen Gasthermen mit rund 4,5 Jahren. Wenn es eine kleine für ein EFH ist, dann eher in Richtung 1000€ aus Erfahrung. Leute mit solcher Anlage kaufen sich gerne eine zweite für kleines Geld als Ersatzteilvorsorge oder im Falle eines großen Defektes der eigenen um baugleichem Total-Ersatz dann.

Am meisten kann man rausholen, wenn man die Therme selber zerlegt und die Ersatzteile einzeln anbietet. Dafür wird Dir aber wahrscheinlich das know how fehlen.

Ebay geht auch noch und dort hat man den großen Vorteil, sich verkaufte baugleiche Geräte zu suchen, um den Marktpreis zu finden.
 
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Mach's doch einfach und stelle es in Kleinanzeigen rein und dann siehst du ja ob sich jemand meldet.
Und wenn ja dann am besten mit einem entsprechenden Kaufvertrag.
 
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RedPanda05 schrieb:
Ich würde sagen, vor 4,5 Jahren die falsche Entscheidung getroffen.
Klimawandel ist ja kein neues Phänomen.

Abseits davon, wer will denn aktuell überhaupt eine Gasheizung? Selbst wenn die Konflikte in absehbarer Zeit enden sollten, wird die Co2 Steuer es zunehmend unattraktiver machen.

@RedPanda05 Das weiß ich jetzt auch, aber als wir das Haus vor 5 Jahren gekauft und saniert haben, hat uns jeder Installateur von einer reinen Wärmepumpe abgeraten, nur einer wollte auf ein Hybridmodell gehen.

Ja, das ist etwas Lehrgeld gewesen :)
 
von Keks schrieb:
Die Frage ist wo man sowas am besten veräußert? Der Monteur würde sie "kostenlos entsorgen", aber das ist ja Blödsinn, da er sie sicherlich selber verkaufen wird.
Wir waren in einer ähnlichen Situation. Die neue Gasheizung ist jetzt ca. 5,5 Jahre alt. Bei uns ging es nur um den Austausch des Speichers in ein Modell mit Heizstab, aber da sollte auch nur der Schrotti angerufen werden. Sein Argument, Legionellen sobald man den Speicher aus dem System nimmt.
Aber ich denke, das sich kein Monteur den Einbau einer gebrauchten Heizung antun möchte.
RedPanda05 schrieb:
Ich würde sagen, vor 4,5 Jahren die falsche Entscheidung getroffen.
Uns ist vor 5,5 Jahren an Heiligabend die alte Heizung abgeraucht. Kein angefragter Monteur hatte Erfahrungen mit Wärmepumpen die damals etwa viermal soviel gekostet hätte. Es ist nicht immer die eigene Entscheidung wenn Du innerhalb weniger Tage für Ersatz sorgen musst. Heute würde das Anders laufen.
 
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Genau, allen denen die Heizungsanlage spontan in der Heizperiode kaputt gegangen ist, hatten damals
a) meist keine Möglichkeit kurzfristig einen vorgeschriebenen Energieberater für eine Antragstellung zu finden
b) keine Zeit bis zu 6 Monate auf eine Förderzusage der BAFA zu warten
c) Probleme, überhaupt lieferfähige förderfähige Anlagen zu bekommen (es gab z. Teil Lieferfristen von 24 Monaten)
c) keine Zeit, auf Auszahlung der Fördermittel zu warten (=Vorfinanzierung der Gesamtkosten).

Im Einfamilienhaus kann man mit viel Selbstaufopferung oft auch mal mit einem Kamin oder Elektroheizung heizen, sobald Mieter ins Spiel kommen, zählen allein Geschwindig- und Verfügbarkeit sowie stets auch die Finanzierbarkeit. Bei mir in der Gegend gab es keinen Heizungsbauer, der den Leuten das selber vorfinanziert hätte.
 
Warum genau muß man eine so neue Heizung austauschen und wegschmeißen? Ist das so wirtschaftlich?
 
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User 37650 schrieb:
Ist das so wirtschaftlich?

Auf längere Sicht schon. Neben dem immer weiter steigenden CO2 Preis kann / wird auch Gas immer teurer. Irgendwann ist der Punkt erreicht wo diese beiden Sachen den Wert der Anschaffung der neuen Wärmepumpe übersteigt. Da der TE sicherlich noch einige Jahrzehnte in dem Haus wohnen wird / will (und ggf. sogar weiter vererbt) wird es sich also rechnen.
 
@User 37650 Wir zahlen seit diesem Jahr einen Gasabschlag von 320 €.. Abschlag.. Wir sind ein 7 Personen.. 3 Erwachsene (Frau, meine Mutter und ich und 4 Kinder, 2 kamen relativ unverhofft in ein Dauerpflegeverhältnis zu uns).

Das ist das aktuelle Jahr:

1779126904206.png


Logisch kommen jetzt die Monate wo keine Heizung mehr läuft und nur Warmwasser produziert wird, da sinkt das auf ein paar Euro im Monat, aber gegen Ende des Jahres geht es wieder hart nach oben.

Wir bekommen die Grundförderung weil wir A) zu viel verdienen und B) die Heizung quasi neu ist. Dann bleiben knappe 24k übrig. 10k stecken wir aus eigener Tasche rein und 15k lassen wir von der LBS finanzieren., da gibt es so einen Spezialkredit von einmalig 20k. Da zahl ich knapp die Hälfte vom Gasabschlag.

Strom haben wir dank 26kw-PV-Anlage genug, laut Berechnung müssten wir ca. 1500 kw/k dazukaufen, das macht im Monat mit WP-Tarif knappe 32 €. Ich komme so auf ca. 210 - 220 € pro Monat, also locker einen 1ooer weniger.

Gas wird immer teurer und teurer. Also wir vor 5 Jahren das Haus gekauft haben lag der Gaspreis bei ca. 7 ct, jetzt bei etwas über 11 ct die kw/h. Das ist in meinen Augen schon wirtschaflich die auszutauschen.

Und ja, schade das "alte" Ding eventuell auf den Schrott zu packen.
 
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@von Keks
Wir werden vermutlich noch etwas mit dem Austausch warten, da der Austausch für uns aktuell noch nicht wirtschaftlich ist. Wir (4P, EFH, Bj. 1890) zahlen auch nur die Hälfte Eures Abschlages, hauptsächlich weil wir das OG schon letzes Jahr auf Klimaanlagen umgerüstet haben, PV vorhanden.
Aber unsere Gasheizung wird dann auch weit vor ihrer eigentlichen Zeit ausgetauscht werden. Ich gehe davon aus das WP ingesamt günstiger werden, wie sich das mit der Förderung entwickelt kann aber niemand vorhersagen. Das mit dem Kredit bei der LBS kannte ich z.B. noch nicht.
 
@Buttkiss Den kann man einmal beantragen für ein Bauvorhaben / Sanierung. Die wollen halt wissen was und von wem das gemacht wird. Du kannst das auch selber machen und halt eine Firma angeben mit der Du mal zusammen was gemacht hast, das ist denen wumpe.

Das wird aber im Gespräch alles erläutert.

Wenn das "nur" 200 € Abschlag wären hätte ich auch nichts gesagt und vor knapp 5 Jahren wollte die keiner einbauen, zumal die Lieferzeiten pervers waren und die Kosten enorm.

Habe nochmal in den Angeboten geschaut. Wir hätten damals fast an die 50k für die Wärmepumpe bezahlt, heuer ist es minus Förderung die Hälfte.

Nächstes Jahr wird das Haus eingepackt, da sinkt der Bedarf auch nochmal. Unser ist von 1958, aber wir haben da so saniert das es von innen auf dem neusten Stand ist. Hab mal grob überschagen, dafür hätte man fast 2 Fertighäuser bekommen was wir reingesteckt haben, aber das Grundstück was wir haben ist unbezahlbar. Knappe 2500 qm jetzt, das ist ein Traum in grün :). Waren ursprünglich 1900, aber die Stadt hat uns einen Teil geschenkt, damit diese das nicht mehr pflegen muss. Das ist eine Win-Win-Situation.
 
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