tochan01 schrieb:
die neuen konsolen sind draußen mit 8GB die frei verteilt werden können.... somit wird es bald multiplatform titel geben bei denen die verteilung der größe nicht bei 4GB CPU und 4 GB GPU steht sonder mehr richtung GPU.
Ich habe keine genauen Zahlen oder Quellen parat, aber nach allem was ich so gelesen hab, geht die RAM-Verteilung bei Konsolenspielen eher in Richtung ca. 6GB RAM (für OS, Treiber, Hintergrundprozesse usw. und dem Spiel selbst) und ca. 2GB VRAM. Wobei bei shared Memory die Grenzen natürlich fließend sind. Der Entwickler eines Konsolenspieles muss sich keine Gedanken machen, ob er auf Vorrat abgelegte Daten ins RAM oder VRAM packt. Ist eh alles das selbe. Dummerweise wird das halt doch wieder relevant, wenn es an die PC-Portierung geht. So kommen dann Spiele zustande, die ganze Videosequenzen, die nur gelegentlich im Hintergrund von Menüs abgespielt werden, dauerhaft im VRAM ablegen.
Es kann mir keiner erzählen, dass sowas und ähnliche Fälle von VRAM-Missbrauch als Zwischenspeicher, nötig oder auch nur sinnvoll sind und es trägt auch kein bisschen zu besserer Bildqualität bei.
Ich bleibe dabei, dass der hohe VRAM-Bedarf einiger weniger Titel zu allergrößten Teil einfach nur schlampige Portierung ist und nichts damit zu tun hat, moderne Grafikkarten besser auszunutzen und für bessere Bildqualität zu sorgen. Klar kann man sowas mit einem Overkill an VRAM als "Hardware-Bugfix" kompensieren, aber ich kann mich einfach nicht dazu überwinden, das als gute Lösung zu akzeptieren.
Und ich sehe es auch nicht so, dass 3-4GB VRAM aktuelle High-End-GPUs grundsätzlich limitieren, nur weil man es in bestimmten Spielen mit bestimmten Einstellungen hinbekommen kann, dass eine etwas schwächere Karte mit mehr VRAM mehr FPS schafft oder Nachladeruckler vermeidet.
Auch die Anhänger der VRAM-Krüppel-Theorie betonen ja immer wieder, dass VRAM-Bedarf nicht in einem direkten Zusammenhang mit GPU-Leistung steht. Man kann auch bei niedriger Auflösung und runtergeschraubeten Qualitätseinstellungen, so dass sich jede Low-End-GPU langweilt, jedes beliebig große VRAM volllaufen lassen. (Sei es durch brsagte Schlamperei oder einfach nur durch unkomprimierte 4K-Texturen auf jedem 3-Pixel-großen Objekt.)
Umgekehrt kann man aber auch bei einer Karte mit realtiv wenig VRAM hoche Auflösungen und extreme Qualittäseinstellungen fahren, wenn man es nur bei den Textureinstellungen nicht übertreibt und unterm Strich kann dabei durchaus ein wesentlich besseres Spielerlebnis heraus kommen, als bei einem VRAM-Monster mit schwächerer GPU.
AMD und Nvidia sind außerdem auch nicht dumm. Die wissen schon ganz gut, wie viel VRAM sinnvoll ist. Die haben ne Menge hochqualifizierter Spezialisten, die sich genau mit solchen Fragen beschäftigen. Ich bin auch kein Aluhut-Träger, der an eine bösartige Verschwörung glaubt, nach der Grafikkarten bewusst verkrüppelt werden, um irgendwelche nicht ersichtlichen Ziele zu erreichen. (Weder Nvidia noch AMD hätten irgendwas davon, dem PC-Gaming zu schaden.)
Es bleibt dabei, dass ich keinerlei Sorge habe, dass meine 780Ti nicht noch viele Jahre locker ausreicht, trotz "nur" 3GB VRAM. Und wenn es irgendwann soweit ist, dass ich sie austauschen will, dann ziemlich sicher auch nicht wegen zu wenig VRAM, sondern wegen der GPU-Leistung. So wie es bisher immer war, bei allen Grafikkarten, die ich in den letzten über 20 Jahren gehabt habe.