generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Smartin schrieb:
Ja das mit den Elektroautos mag ein Grund sein. Ich finde es trotzdem saugefährlich.

Da sind wir schon 2. Wobei ich nicht denjenigen meine der 100 fährt - das ist sicher nicht die gefährliche Komponente. Kommt aber jemand mit der doppelten Geschwindigkeit auf jemanden der 100 fährt, siehts anders aus.
 
@DerOlf
Mir ging es da um die Lobbyarbeit, die du mal wieder angeführt hast. Deshalb auch die Spitze mit der olfschen Verschwörung. Was das Konsumverhalten anbelangt. Zum Glück kann der Kunde frei entscheiden, was er haben will und was nicht. Dementsprechend kauft er oder eben auch nicht. Vor 30 Jahren sah es zudem auch noch etwas anders aus auf den Strassen, was die Verkehrsdichte betrifft.

Vielleicht hätte dein Alkomat mit Wegfahrsperre heute eine ganz andere Akzeptanz, als er es damals hatte. Denk mal nur an die Gurtpflicht zurück. Gurte wollte auch kaum einer anlegen, obwohl sie Leben retten konnten. Heute ist es ganz normal, daß man angeschnallt ist. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Es geht ums Tempolimit.
 
@Smartin
war wohl etwas überreagiert, sorry dazu - werde dir nie wieder ohne Rücksprache beipflichten ;)

@hallo7
im allgemeinen sieht man denjenigen, bzw. sollte man vom 100er erwarten dürfen dass auch dieser nicht träumend einfach heraus zieht, schon passiert nichts dergleichen - Menschen die vermeintlich im Recht sind neigen aber dazu ihren Standpunkt gegen jeden Verstand und Selbsterhaltungstrieb vertreten zu müssen - sicherlich sind 130 zu 100 nicht viel, aber auch da kann es eng werden und wenn man schnellere per se ausblendet passiert sowas halt noch öfter als im gelobten Autobahnland wo die bösen Raser dauerhaft präsent sind

DerOlf schrieb:
Wenn sich Leute totfahren, weil sie es eben wollten (das unangepasste Fahren), dann ist das für mich OK ... auch mir geht es nur um den Schutz der Anderen ... es ist in dem Moment nicht mehr OK, wenn die fahrt eben in einem unschuldigen Menschen endet.
"wollen" werden die wenigsten, im allgemeinen sind die Menschen aber mit der Situation überfordert, Selbstüberschätzung ist halt auch ein Kriterium, wer aber nie an die Grenzen geht erkennt diese halt auch nicht oder zu spät, fehlende Praxis würde ich sagen
meine Erfahrungen sind halt in DE das die Mehrzahl der augenscheinlich unsicheren Fahrer noch besser zu weg sind als in so manchen Ländern mit Tempolimit - da ist es an der Tagesordnung das jemand ohne Vorwarnung einfach kurzentschlossen herauszieht (was sind schon 20km/h unter Freunden) Abstand hat man natürlich auch nicht gelassen entsprechend ist dann Rechts auch quasi schon besetzt und schon kann jeder das Weiße in den Augen des Anderen sehen

DerOlf schrieb:
Das geiche gilt für Fussgänger, die über eine rote Ampel gehen, und dabei umgefahren werden odereinen anderen Unfall provozieren ... da ist dann mMn auch kein anderer Schuld, als der Fussgänger ... ich würde dem Autofahrer aber auch eine Mitschuld zuweisen wollen, WENN der die Situation auch anders, als durch einen Unfall hätte auflösen können.
Meiner Meinung nach verhalten sich Menschen die wissen wie sich ein Fahrzeug bewegt einfach anders
das Problem ist doch, als Führerscheininhaber kann man den Lappen verlieren wenn man zu Fuß über eine rote Ampel geht (sagen wir mal es ist frei), die schon keinen mehr haben werden was ... genau garnix -- warum sollten die also die Regeln nicht großzügig auslegen und da kann es halt auch mal enger werden als es gesund ist, oder jemand der praktisch garkeinen Kontakt zu Fahrzeugen hat, das bisschen Verkehrserziehung aus dem Kindergarten ist bald vergessen
daher würde ich es schon begrüßen wenn die Unmotorisierten nicht direkt Gesundheit und Leben verlieren sondern zuerst halt doch erst mal per saftigem Bußgeld Verstand eingebläut bekommen
 
Zuletzt bearbeitet: (Namen verwechselt)
Smartin schrieb:
Und auf der gleichen Strecke 2x von Freigegeben auf 80km runter für ca. 200m (das ohne Anlass (Baustelle war wahrscheinlich schon fertig) und dann wieder freigegeben. Alles waren, wie meine Mutter als Beifahrerin anmerkte, augenscheinlich Haushaltsbeschaffungsmaßnahmen, insbesondere wenn diese Orte mit Blitzern versehen sind.
Ja, das ist selten dämlich. Als hier die Umgehungs bzw Verbindungsautobahn 448 gebaut worden ist, hat auch jemand nicht nachgedacht. 80-100-80-100 etc. das wechselt sich nervigeweise recht häufig ab, gefühlt an jeder Auf/Abfahrt.
Smartin schrieb:
4. schaffen es halt auch nicht alle. Es gibt genug neue SUV s, die halt locker 50m brauchen
Hmm, BMW X5 33,8m, Audi Q7 34,9m.
Smartin schrieb:
können die wenigsten Fahrer eine Vollbremsung
Ja, das ist in meinen Augen ein Problem, jeder sollte das mal mit seinem Auto irgendwo geübt haben.


hallo7 schrieb:
Wobei ich nicht denjenigen meine der 100 fährt - das ist sicher nicht die gefährliche Komponente. Kommt aber jemand mit der doppelten Geschwindigkeit auf jemanden der 100 fährt
Naja, wenn der mit 100 einfach ohne zu gucken raus zieht, ist aber schon nen Problem. Und das passiert ja gerne mal in aller Regelmäßigkeit.
 
DerOlf schrieb:
@Smartin:
Ich nehme seit über 40 Jahren täglich am Strassenverkehr teil (der besteht nämlich NICHT nur aus Autos).
In wiefern ist dein KO-Argument (hast ja keinen lappen, also sei still) irgendwie stichhaltig?

Strafe bemessen am Fahrzeug-Neupreis: Überleg dir mal, ob du noch wissentlich falsch paken würdest, wenn dich das z.B. 2.500,- kosten kann ... oder auch noch mehr.
An den Toleranzregelungen würde ich nebenbei nicht drehen, gerade weil ich weiß, wie leicht man durch Unachtsamkeit zu schnell werden kann.


Den Teil mit den "Anderen" hat entweder von euch keiner gelesen, oder ihr habt es einfach nicht verstanden.
Ich versuche mal diesen Teil zu erklären.

Als Radfahrer, rege ich mich über Fussgänger und Autofahrer auf, aber auch über andere Radler ... das geht fast allen Radfahrern so.
Als Fussgänger ärgere ich mich über Fahradfahrer und Autofahrer, aber auch über andere Fussgänger ... und auch das geht vielen genauso.
Sobald ich in einem Auto sitze ... dann sind wieder die anderen Schuld ... da ärgere ich mich dann über Radfahrer, Autofahrer und Fussgänger.
Das tolle ist wohl, ich muss das gefährt nicht selbst steuern, um zu sehen, dass die Behinderung IMMER von den anderen ausgeht ... "Behinderung" ist nämlich äusserst subjektiv.

Subjektivität ... das ist einfach kein objektives Problem ... und daher sehe ich eine Möglichkeit darin, die "Streithähne" einfach zu trennen.
Eine Zone für Autos, eine Für Fahrräder und eine für Fussgänger ... voneinander getrennt.
Ist teurer, als die deutsche Lösung ... wir malen einfach was an, und nennen es "Radweg" ... billiger gehts halt nicht, und da ist Deutschland immer dabei.
Ja ist ja schön, wenn Du seit 40 Jahren am Straßenverkehr teilnimmst. Aber wie willst Du als Radfahrer oder als Fußgänger beurteilen, wie schnell man versehentlich zu schnell ist?
Du tust wie immer, als gäbe es nur Böses in der Welt. Alle sind böse Raser, alle parken vorsätzlich falsch etc. Wenn Du kein Auto hast, kannst Du halt auch nicht einschätzen, wie schnell es passiert, dass man die Parkzeit des Tickets überschreitet, weil man zB in einer fremden Stadt sein Auto nicht gleich findet, oder doch im Termin länger festhängt als ursprünglich geplant? Oder das Parkenverbotenschild umgedreht und deswegen nicht sichtbar war? Oder es einfach menschlich passiert ist, dass man das Schild übersehen hat. Oder ein mobiles Parkenverbotenschild nachträglich hingestellt wurde und , und , und. Oder man trotz 30 min Suche immer noch nichts zum Parken gefunden hat, weil schlichtweg kein Parkplatzangebot da ist? Deswegen kannst Du ja auch total außer Verhältnis stehende 2500 Eur Buße fordern, weil es DICH ja nicht betrifft.
Wie wäre es, wenn ein Radfahrer 5000 Eur bei Rotlichtverstoß zahlen müsste? oder 4000 Eur weil er ohne Licht fährt? oder 4000 Eur, weil er auf der falschen Straßenseite fährt? Oder 3000 Eur, weil er nicht vorschriftsmäßig den Radweg benutzt, sondern auf dem Gehweg fährt oder auf der Straße, weil der Radweg voll mit rutschigem Herbstlaub ist? (das sind zu 99% sogar echte Vorsatzdelikte).

Ich bin auch alles, Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Öffinutzer.
Mit Abstand am schlimmsten sind die Radfahrer. Bei obengenanntem Strafenkatalog, würden 80% der Radler demnächst Privatinsolvenz anmelden, zumindest in Berlin. Als Berliner lernt man, Radfahrer zu hassen und das tun alle, die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.

DerOlf schrieb:
Insgesamt ist es natürlich ein Problem, dass zu wenig geahndet wird ... allein schon die Tatsache, dass unsere lieben Parkraumkontrolleure (Politessen) nicht sofort jedem Auto ein Knöllchen verpassen, was zu nahe an einer Kreuzung geparkt wurde ... das ist hier Standard (aufgrund akuten Parkplatzmangels natürlich), wird aber so gut wie nie geahndet.
Komisch, ich habe immer eher den Eindruck, dass die Politessen schon regelrecht warten, dass sie Tickets verteilen können, was vielleicht auch daran liegt, dass sie eine Prämie bekommen. :freak:
https://www.focus.de/magazin/archiv/politessen-knoellchen-praemie_aid_152564.html


DerOlf schrieb:
Manchmal frage ich mich, ob mein Vater Glaser gewesen ist. z.B. wenn ich zwischen einer Schlange STEHENDER Autos eine Strasse passiere, und der Wagen, vor dem ich gerade entlanggehe, dann losfährt ... als hätte er den Menschen vor seiner Motorhaube garnicht bemerkt.

Bevor man 2t in Bewegung setzt, sollte man sich vergewissern, dass wenigstens in seinem DIREKTEN Bickfeld niemand ist.
hm liegt vielleicht daran, dass Du verkehrswidrig über die Straße gehst und vielleicht gerade nicht den vorgesehenen Übergang mit Ampel benutzt? Auf der Straße hat grundsätzlich das Auto erstmal Vorrang. Stell Dir vor alle würden einfach über die Straßen laufen, wie ihnen lustig ist, selbst wenn der Verkehr steht. Da würde nie ein Verkehrsfluss zustande kommen.

DerOlf schrieb:
Wie gesagt, es wäre sicherer für Fussgänger und Radfahrer und definitiv weniger stressig für die Autofahrer, wenn man sich im Verkehr NICHT ständig begegnen MÜSSTE.
Schön und gut, lässt sich aber aus räumlichen Gründen in den seltensten Fällen verwirklichen, zumindest nicht in der Großstadt.
Ergänzung ()

Findus schrieb:
@Smartin
war wohl etwas überreagiert, sorry dazu - werde dir nie wieder ohne Rücksprache beipflichten ;)
passt schon, ich glaube wir haben was unterschiedliches gemeint und "an einander vorbei gesprochen" oder ich hab Dich einfach falsch verstanden.
Ergänzung ()

hallo7 schrieb:
Da sind wir schon 2. Wobei ich nicht denjenigen meine der 100 fährt - das ist sicher nicht die gefährliche Komponente. Kommt aber jemand mit der doppelten Geschwindigkeit auf jemanden der 100 fährt, siehts anders aus.
Darin sehe ich erstmal auch keine Gefahr, solange der 100 fahrende in den Spiegel schaut und nicht einfach rausfährt.
;)
 
Findus schrieb:
daher würde ich es schon begrüßen wenn die Unmotorisierten nicht direkt Gesundheit und Leben verlieren sondern zuerst halt doch erst mal per saftigem Bußgeld Verstand eingebläut bekommen
Da bin ich sofort dabei ... auch wenn ich zu diesen Unmotorisierten gehöre.

Ich weiß einfach, wie man Bußgelder vermeidet ... man vermeidet das Verhaltenm, welches zu einem bußgeld führen kann, wenn es der "falsche" beobachtet ... der Trick ist dabei nicht, vor einem Verstoß nach der Polizei Ausschau zu halten, bevor man das Verhalten zeigt, sondern das Verhalten generell zu unterlassen ... dann passiert einem nämlich auch nichts, wenn eine Hundertschaft drum herum steht.

Verkehrsdelkte können nebenbei auch bei Leuten ohne Fahrerlaubnis zu einer Führerscheinsperre führen ... aber ich glaube, dafür muss man es schon ganz schön wild treiben UND oft erwischt werden.

Das mit dem Aufprall bei 30km/h habe ich dann einfaczh falsch verstanden. Ich bezog das auf den Fahradfahrer und dachte, "ja wer ist denn so blöd und ballert ungebremst in einen Baum?".
Von der Aufprallenergie her ist es natürlich klar ich habe nur die Grundannahmen nicht erkannt. Mein Fehler.

Vielleicht sehe ich es auch etwas krasser, weil meine Verkehrserziehung eben nicht nur aus ein paar netten Polizistenbesuchen in KiGa und Grundschule bestanden ... an der Schule, wo ich war, ist das im Grunde auf jeder Stufe mindestens einmal Thema gewesen .. sicherlich nicht zuletzt, weil es eine Versuchsschule war, die ein 5mal so großes Einzugsgebiet hatte, als jede normale Schule hier.
Die mussten eine gute Verlehrserziehung anbieten, einfach weil sie wollten, dass die Kinder den Schulweg unbeschadet überstehen.
Bei mir hats gefruchtet, ich warte noch immer an jeder roten Ampel ... auch wenn wirklich niemand kommt und es von daher egentlich egal ist.
Ich denke halt, "das sind eben unsere Regeln" ... und beim Schach ziehe ich einen Bauer ja auch nicht wie einen Springer, nur weil der Gegenspieler gerade nicht hinseht (falls der Vergleich irgendwie verständlich ist).
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheitel schrieb:
Naja, wenn der mit 100 einfach ohne zu gucken raus zieht, ist aber schon nen Problem. Und das passiert ja gerne mal in aller Regelmäßigkeit.

Die Frage ist allerdings ob da wirklich immer das langsamere Auto Schuld hat.
Beispiel: Auto A fährt 100 km/h hinter LKW, zweites Auto B fährt mit 200 km/h.

Der Abstand für Auto A um überholen zu dürfen liegt bei min. gut 500m würd ich sagen. Über Rückspiegel und Innenspiegel kann man unter Umständen auch nicht viel weiter sehen (bei Kurven z.B.).

Auto A setzt also zu dem Zeitpunkt den Blinker wie es sich gehört, wartet bis 3 mal geblinkt wurde (also ca. 6 Sekunden) und fährt rüber (nochmal 5-6 Sekunden). Rate mal was Auto B denken wird? Der ist vor mir rausgezogen. Der Abstand ist nämlich in diesen 12 Sekunden auf 150m geschrumpft und da dürfte man mit 200 dann die Bremse betätigen müssen.

Das der Überholvorgang mit dem Setzen des Blinkers beginnt und Auto B bereits zu dem Zeitpunkt die Geschwindigkeit anpassen müsste aber häufig nicht tut verschärft diese Situation. Im Gegenteil, manche Fahrer drücken noch aufs Gas wenn sie jemanden Blinken sehen um ihn vom Spurwechsel abzuhalten, statt die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Ich denke das da beide Seiten häufig Fehler machen und es dadurch Probleme gibt. Probleme die es mit kleinerem Geschwindigkeitsunterschied weniger stark gibt.
Alternativ wäre eine konsequente Kontrolle davon sicher nicht schlecht. Abstandsmesser gibt es ja bereits.

Wenn ich ein Auto hinter einem LKW sehe, dann nehm ich übrigens automatisch an das der wechseln will oder wird und fahre entsprechend, auch wenn das nicht immer zutrifft.
 
Scheitel schrieb:
Es gibt auch andere Fahrzeuge, sogar "Sportwagen"
zB
http://www.autobild.de/bilder/brems-versager-die-schlechtesten-bremser-1239539.html#bild41
Morgan 4x4 Roadster 59,8m (viel Spaß beim Winken)
oder halt Suvs :(
IVECO SUV 54,3m
Landrover Defender 53,5m
Lada Niva 48,6m
Suzuki Jimny 48,3
selbst die GKlasse braucht 47,1m
und die Liste fortsetzend gibt es einige, die nicht mal die 40m schaffen (selbst viele Kleinwagen nicht)

Scheitel schrieb:
Ja, das ist in meinen Augen ein Problem, jeder sollte das mal mit seinem Auto irgendwo geübt haben.
ja sollte man, aber die Praxis zieht leider anders aus.
https://rp-online.de/leben/auto/ratgeber/so-geht-eine-vollbremsung_aid-12688139
 
@Smartin:
Als Beifahrer schaue ich natürlich ab und zu mal auf den Tacho ... und ich merke, wie völlig entspannte Fahrer plötzlich sagen "ups ... naja 70 ist innerorts dann doch etwas viel" ... mir selbst fällt ohne Blick auf den Tacho auch nicht auf, wie schnell der Wagen gerade ist ... und einigen Fahrern geht es da sicherlich nicht anders.

hm liegt vielleicht daran, dass Du verkehrswidrig über die Straße gehst und vielleicht gerade nicht den vorgesehenen Übergang mit Ampel benutzt?
Du setzt sehr leicht vorraus, dass ich verkehrswidrig handle ... bei der beschriebenen Situation ist an der Strasse (über die komplette Länge) keine einzige Ampel, weder eine für Autos, noch eine für Fussgänger ... da gilt "rechts vor links" genau deswegen staut sich das da im Feierabendverkehr.

An der Stelle MUSS man mMn damit rechnen, dass Fussgänger die Strasse überqueren wollen ... und die haben auch keine andere Möglichkeit, als zwischen den wartenden Autos hindurch zu gehen.
Wenn es da eine Ampel gäbe, hätte ich die auch benutzt ... es gibt aber halt keine (bis zur nächsten sind es gut 1,5km).

Der Mensch der da einfach losgefahren ist, hat gepennt, oder alles zwischen sich und der Stoßstange des Vordermannes ausgeblendet. der hatte sogar seine ganze Familie im Auto ... und er hätte mich erwischt, wenn ich nicht einen sehr großen Schritt gemacht hätte ... zum Glück habe ich noch gehört, wie er Gas gibt.

Wenn ich in der Situation etwas falsch gemacht habe, dann war das, dass ich eben nicht bis zum letzten Auto der Schlange gelaufen bin, um die Strasse HINTER ihm zu überqueren.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo7 schrieb:
Die Frage ist allerdings ob da wirklich immer das langsamere Auto Schuld hat.
Beispiel: Auto A fährt 100 km/h hinter LKW, zweites Auto B fährt mit 200 km/h.

Der Abstand für Auto A um überholen zu dürfen liegt bei min. gut 500m würd ich sagen.
:o:rolleyes:
Auto A sollte vielleicht 60m hinter dem LKW sein und theoretisch auf min 120 beschleunigen um überhaupt an überholen zu denken, andernfalls fährt im der LKW beim nächsten Gefälle sowieso davon, da geht es schon los (LKW 85 == Auto 100)
wenn man dann schon schleichend überholen muss, sollte man wenigstens den Anstand haben den Blinker zeitig zu werfen (~2s, dabei die Abstände zu nachfolgenden mehrfach prüfen) und Leitlinienkontakt herzustellen um unbedingte Entschlossenheit zu signalisieren hilft ungemein, wenn Auto B dann auf 300m keine Bremsung mehr hinbekommt darf er gerne die Schuld erhalten

Anständig von Auto A wäre in dem Fall halt Auto B noch gewähren zu lassen weil ersterer nur kurz vom Gas gehen muss, während Auto B ziemlich rein treten muss was natürlich deutlich problembehafteter ist

Die meist kritisierte aber zu oft erlebte Variante ist aber diese dritte: Auto A fährt hinter LKW, hält sich mittig, zieht dann (angesprochene 500m) vor dem LKW unvermittelt auf die linke(re) Spur (blinkt bestenfalls noch beim Lenkrad einschlagen) und Auto B versuch 600m hinter dem LKW (das nur 100m vor ihm herumtaumelnde) Auto A nicht zu treffen
 
@DerOlf
hm naja ich sag mal so, vielleicht liegt es daran, dass Du Dich verkehrswidrig verhältst? Hm soviel zu 40 Jahren Verkehrsteilnehmer. Grundsätzlich hat halt auf der Straße bzw im geraden Verkehr erstmal das Auto Vorrang und nicht der Fußgänger. Anders sieht es aus, wenn das Fahrzeug abbiegt und Du als Fußgänger parallel zum ursprünglichen Fahrtweg des Autos läufst (sprich, das KFZ kreuzt, dann hast Du Vorang). Und wenn Du die Straße überqueren willst, musst Du Dich nach den Autos richten und nicht andersrum.
Hier noch mal ausführlich
https://www.frag-den-fahrlehrer.de/2016/01/27/muss-ich-den-fußgänger-durchlassen-oder-nicht/
Klar kann man sagen aus Gebot der Rücksichtnahme, dass ich als stehendes KFZ auch einen Fußgänger rüber lasse, einen Anspruch darauf hast Du aber nicht.
https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-10/strassenverkehrsordnung-fussgaenger-vorrang-autofahrer

In Berlin erlebt man immer mehr, die meinen, die Autofahrer erziehen zu müssen einfach wild über die Straße laufen, nach dem Motto der Arsch im Auto wird schon bremsen. Kann man nur hoffen, dass sich dieses Motto dann auch wirklich verwirklicht.

EDIT und Du sagst es selbst, der Mensch hat gepennt. Du aber genauso, denn Du hättest sehen können, dass der Verkehr weiter geht und Du Dir gerade den Vorrang "erpresst".
 
Zuletzt bearbeitet:
Smartin schrieb:
Klar kann man sagen aus Gebot der Rücksichtnahme, dass ich als stehendes KFZ auch einen Fußgänger rüber lasse, einen Anspruch darauf hast Du aber nicht.
Genauso wenig, wie der stehende Autofahrer ein Recht darauf hat, dass sich Fussgänger vor seinem KFZ in dem moment auflösen, wo er geruht sich in Bewegung zu setzen.
Genauso kannst du nicht mit deinem guten Recht argumentieren, wenn du (als STEHENDES Fahrzeug) einen Fussgänger seine begonnende Strassenquerung NICHT vollenden lässt ... genau das ist in dem Fall passiert.

https://www.adac.de/der-adac/rechts...ger-radfahrer/verkehrsverstoesse-fussgaenger/
Bitte mal den Abschnitt zu den Zebrastreifen genau lesen ... vor allem die Passage mit der "Absichtsanzeige".

Zumutbarkeit spielt eine gewichtige Rolle (steht nicht im adac-link ist aber Rechtssprechungspraxis) ... wenn es einen Fussgängerüberweg (einen ausgewiesenen) gibt, so ist dieser zu nutzen ... solange es eben keinen großen Umweg bedeutet (in dem Fall wäre der Umweg ca. 3km lang gewesen ... und das hat bisher noch kein Richter für zumutbar gehalten).
Smartin schrieb:
EDIT und Du sagst es selbst, der Mensch hat gepennt. Du aber genauso, denn Du hättest sehen können, dass der Verkehr weiter geht und Du Dir gerade den Vorrang "erpresst".
Wenn ich gepennt HÄTTE, dann hätte es geknallt. und ich bin sehr zügig zwischen den Autos durch, weil mir klar war, dass es zumindest theoretisch jederzeit weitergehen kann. Ich gebe mir Mühe, eine Störung durch mich so gering wie möglich zu halten ... als ich meine Überquerung begann, stand der Verkehr (nicht s ging) ... ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass es dann doch so schnell weitergehen würde. Da hast du recht, da habe ich gepennt.

Aber es ist eben so ... ich lasse Autos nun den Vorrang (immer und überall ... sogar bei Zebrastreifen ... viele haben den Teil in der Fahrschule offensichtlich verpennt) ... nicht aus Gründen der Regelkonformität, sondern einfach aus Liebe zu Leben und Gesundheit ... und weil ich echt ungern angehupt werde während, ich grüne Fussgängerampeln oder Zebrastreifen benutze.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Findus
Für einen Überholvorgang reicht 10km/h Geschwindigkeitsdifferenz. Die Gerichte haben ca. 30 Sekunden als "zu lange" für einen Überholvorgang befunden - die Faustregel sind unter 10 Sekunden, dann ist es gut (auf Landstraßen z.B. sehr wichtig).
 
@hallo7
Auto A hat grundsätzlich Vorfahrt zu gewähren gegenüber B. Er hat nicht rüberzuziehen, da kann er blinken bis er schwarz wird, er hat zu warten, bis er durch das rüberziehen B weder behindert noch gefährdet. Sollte er dadurch bremsen müssen, dann ist das so. Auch dues gibt ihm nicht das Recht auszuscheren.
 
DerOlf schrieb:
Genauso wenig, wie der stehende Autofahrer ein Recht darauf hat, dass sich Fussgänger vor seinem KFZ in dem moment auflösen, wo er geruht sich in Bewegung zu setzen.
Genauso kannst du nicht mit deinem guten Recht argumentieren, wenn du einen Fussgänger seine begonnende Strassenquerung NICHT vollenden lässt ... genau das ist in dem Fall passiert.

https://www.adac.de/der-adac/rechts...ger-radfahrer/verkehrsverstoesse-fussgaenger/
Bitte mal den Abschnitt zu den Zebrastreifen genau lesen ... vor allem die Passage mit der "Absichtsanzeige".

Zumutbarkeit spielt eine gewichtige Rolle (steht nicht im adac-link ist aber Rechtssprechungspraxis) ... wenn es einen Fussgängerüberweg (einen ausgewiesenen) gibt, so ist dieser zu nutzen ... solange es eben keinen großen Umweg bedeutet (in dem Fall wäre der Umweg ca. 3km lang gewesen ... und das hat bisher noch kein Richter für zumutbar gehalten).

Wenn ich gepennt HÄTTE, dann hätte es geknallt. und ich bin sehr zügig zwischen den Autos durch, weil mir klar war, dass es zumindest theoretisch jederzeit weitergehen kann. Ich gebe mir Mühe, eine Störung durch mich so gering wie möglich zu halten ... als ich meine Überquerung begann, stand der Verkehr (nicht s ging) ... ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass es dann doch so schnell weitergehen würde. Da hast du recht, da habe ich gepennt.

Aber es ist eben so ... ich lasse Autos nun den Vorrang (immer und überall ... sogar bei Zebrastreifen ... viele haben den Teil in der Fahrschule offensichtlich verpennt) ... nicht aus Gründen der Regelkonformität, sondern einfach aus Liebe zu Leben und Gesundheit ... und weil ich echt ungern angehupt werde während, ich grüne Fussgängerampeln oder Zebrastreifen benutze.
Ähm doch weil der Autofahrer Vorfahrt hat ganz einfach. Du kannst doch nicht mit Argument kommen, der Fußgänger nimmt (rechtswidrig) Vorfahrt, also muss er auch sein rechtwidriges Verhalten beenden dürfen? :freak:
Und was hat das mit einem Zebrastreifen zu tun? War da jetzt auf einmal ein Zebrastreifen oder wie? :evillol::rolleyes:

Edit: nur weil kein Fußgängerüberweg oder eine Ampel in der Nähe ist, heißt es noch lange nicht, dass Du einfach über die Straße gehen darfst.
Edit2: und selbst beim Zebrastreifen, muss man sich als Fußgänger versichern, dass das Auto einen gesehen hat. Ja aber hier hast Du sogar Vorrang und hier muss der Autofahren bremsen, wenn er schon erkennen kann, dass Du die Querungsabsicht hast, also entweder entschlossen auf den Zebrastreifen zugehst oder dort stehst und erkennbar ist, dass Du rübergehen willst. Das hat aber alles nichts mit dem normalen Kreuzen einer Straße zu tun. Da musst Du immer warten bzw. musst Dich unterordnen, weil die anderen Vorrang haben.
 
@Mustis:
Kurz, der schnellere hat IMMER Vorrang?

Ich würde in beiden Fällen auf den Verstand setzen ...
Der Fahrer von Auto A sollte genug Grips haben, um damit zu rechnen, dass der vor ihm blinkende rüberzieht.
Der Fahrer von Auto B sollte in etwa einschätzen, OB sein Überholvorgang B zu einem Bremsmanöver zwingt.
Ist das der Fall, dann sollte er es eventuell lassen und warten, bis B vorbei ist ... nicht weil irgendein komisches Gesetz das sagt, sondern einfach weil es so für alle weniger Stress bedeutet.

Beide sollten ihr Gehirn einschalten, und nicht einfach nur "dejure.de" bemühen.

@Smartin:
nein da war KEIN Zebrastreifen ... in dem speziellen Fall gilt aber:
Fußgänger müssen den vorrangigen Verkehr beachten und wenn möglich Fußgängerüberwege oder Ampeln nutzen.
So etwas gab es da nicht, also:
Wenn es die Verkehrslage erfordert, muss die Straße an Kreuzungen oder Einmündungen überquert werden. Ampeln oder Markierungen sind zu beachten
Und genau das habe ich bei stehendem Verkehr gemacht.
Der "Penner" ist trotzdem losgefahren, als mein Knie gerade auf höhe seines Kennzeichens war ... er hatte JEDE Möglichkeit mich zu sehen ... er sah mich (offensichtlich) nicht, und deswegen hat er auch nicht noch die halbe Sekunde warten können, bis ich vorbei gewesen bin.

Wie gesagt, Ampeln, Überwege oder derartiges gibt es dort nicht ... aber dadurch, dass diese Strasse zu den Angestelltenparkplätzen eines der größten Krankenhäuser sowie mehrerer Industriebetriebe hier führt, ist es eben zu Feierabend/Schichtwechsel immer etwas voller.
Ist halt einfach doof geregelt an der Stelle, eigentlich müsste es da eine Ampel geben oder wenigstens einen Zebrastreifen.
Die entsprechende Anwohnerinitiative ist nun schon 30 Jahre alt ... es passiert exakt nichts ... nur der Verkehr wird immer dichter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht wegen der geschwindigkeit. Sondern der spurwechsler hat Vorfahrt zu gewähren. Punkt. Das sagt die stgvo. Obs dir passt oder wie so oft halt nicht. Man kann sich auch einfach mal an gesetzte halten statt vermeintlich clever zu agieren und zu denken man kanns besser. Meistens agiert man nämlich nur aus der eigenen sicht heraus clever. Die meisten können sich ja schon nicht mal simple regeln im verkehr merken, sollen dann situationsbedingt aber clever und vorrausshauend handeln. Widerspricht sich irgendwie.
 
@Mustis

Nein, in dem Szenario nicht. "weder behindert noch gefährdet" bedeutet nicht, dass Auto B seine Geschwindikgeit nicht anpassen muss oder warten muss.
Das tritt nur ein wenn wir von 200m oder weniger beim reinziehen sprechen.

Auf die Bremse zu steigen ist keine Behinderung und auch keine Gefährdung. Genauer - das gefahrlose Bremsen muss möglich sein. Seh ich als gegeben.

Die StVO sagt, dass man nicht überholen darf, wenn man überholt wird. Auto B überholt hier aber Auto A noch nicht, ist ja genügend Abstand. Auto A darf also selber Überholen und sobald dieser Vorgang gestartet wird, darf Auto B nicht überholen.
Theoretisch muss Auto B ja auch auf die rechte Spur nach einem Überholvorgang ;) Das Überholen von mehreren Fahrzeugen nacheinander wird nur geduldet, steht aber nirgendwo.

Kurz nachgeschaut - in der StVO steht doch nur Gefährdung.

Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist falsch! Die vorfahrt wurde genommen, wenn der auf der vorfahrtberechtigten spur seine geschwindigkeit merklich verringern muss obwohl der spurwechsler hätte sehen können, dass dies für diesen notwendig werden würde. Das sehe ich bei 500m und dem geschwindigkeitunterschied als gegeben auf grader strecke. In einer kurve ist dies natürlich nicht gegeben. Mit deiner begründung kann ich auf jede vorfahrtstrasse einbiegeb sofern der andere bremsen kann.
 
Siehe mein Edit.

Solange ich niemanden Gefährde darf ich selber überholen.

Er darf hinüberfahren, wenn er sich mit dem herannahenden Fahrzeugführer verständigt oder wenn dieser noch so weit entfernt ist, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Eine Behinderung des anderen in der Weise, dass dieser seine Fahrt verlangsamen muss, ist zulässig, wenn diese Behinderung beim legalen Überholen unvermeidbar ist; vgl. die Begründung zu Abs. 4. Es gibt kein Vorrecht des schnelleren Überholers gegenüber dem weniger schnellen. Wer auf dem Überholfahrstreifen der Autobahn ein vor ihm befindliches Fahrzeug, das den Überholfahrstreifen unter Verletzung des Rechtsfahrgebots benutzt, überholen will, braucht nicht zugunsten eines überholwilligen Hintermannes auf den (freien) rechten Fahrstreifen auszuweichen.

http://fachanwaltskanzlei-verkehrsrecht-hamburg.de/start/bussgeld/pkw-kraftraeder/ueberholen/
 
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