Generelle Frage bzgl. Backups von System, digital Home Office und Kundendaten

blue.chilli

Cadet 4th Year
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Wenn auch etwas spät, frohes neues 8).

Eines meiner neuen Vorsätze für das neue Jahr ist eine grundlegende Einführung von Backups.

Da ich bisher nicht wirklich aktiv in diesem Forum war, nutze ich die Gelegenheit und hole etwas aus um mich einmal vorzustellen:

Ich heiße Dennis, bin aktuell noch 41 Jahre alt und komme aus NRW. Informationselektronik interessiert mich seitdem ich reden kann und meine anfängliche Unsicherheit der grundlegenden, schon fast akribischen Detail Verliebtheit für technische Daten und den Drang zu verstehen, warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert haben mich früh zur Anlaufstelle für Familie, Verwandte und Nachbarschaft gemacht.

Da ich mich zeitnah selbständig machen möchte tritt das Thema Backup signifikant in den Vordergrund.
Mir ist bewusst das egal wie stark ich versuchen würde, Backups an unterschiedlichen Stellen, Medien und Intervallen anfertigen zu lassen, es nie sicher und gestreut genug sein wird würde ich gerne wissen, welcher Umfang noch als "normal Sterblich" vertretbar gilt und ab welchem Punkt ich umgangssprachlich mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen würde.


Back to Topic:

Ich brauche im Prinzip 3 verschiedene Arten von Backups:

1. automatische, regelmäßige Backups von meinem System. Reicht dafür eine Backup Software wie z.B. Aomei Backup?
2. Ich bin dabei meinen ganzen Papierkram zu digitalisieren, sprich digital Home Office. Ich suche eine effektive Software, die mindestens automatisch Änderungen an meiner Ordnerstruktur innerhalb des Home Office erkennt und Änderungen einer nativen Variante des Home Office automatisch bei Anschluss von externen HDDs, USB Sticks synchronisiert.
3. da mit einer eingehenden Selbstständigkeit auch das Thema Kundendaten und Backup ein Thema wird stellt sich spätestens jetzt die Frage, wenn ich eh viele Backups tätige, wäre ein NAS die beste Wahl zzgl. MDISC, USB Sticks und externe HDD?

Wenn ja, welches Anbieter (Synology, Qnap, Asustech, neuer Anbieter dessen Name mir gerade nicht einfallen mag)

Da ich manchmal den Überblick verliere und bisher meine Belange mit der KI beantwortet bekommen habe würde ich bei diesem Thema doch einmal die Community zu Rate ziehen da ich wirklich nicht weiß wo der effektive, rationale Sweetspot liegt für meine Bedürfnisse.

Um Feedback mit Begründung wird gebeten.

Freue mich auf regen Austausch.

MfG


Dennis aka dbX ( kann leider den aktuellen Nickname erst 2026 ändern ) :sadge:
 
As always bei dieser Thematik / diesen Thematiken :]

💾 Generelles zur Thematik "Backup(s)":

# Häufige Fehler bei Backups vermeiden Guide (Beitrag @Dr. McCoy)
# 3-2-1-Backup-Regel: Was ist das und warum sollte man sich daran halten? (proton.me-Blog)
# Backup-FAQ - So wird die Datensicherung zum Kinderspiel (Update 2025) (sponsored Content @ HWL)
# Datensicherung und Datenverlust (bsi.bund.de)
# Datensicherung – wie geht das? (bsi.bund.de)
# Back-up: Doppelt gesichert hält besser (bsi.bund.de)
# So richten Sie mit wenigen Klicks eine Datensicherung ein (verbraucherzentrale.de)
 
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Ich danke dir, Shame auf mein Haupt, ich lese erstmal, bei Fragen stelle ich Sie hier. Tee wirkt wohl noch nicht ^^
 
Bei Kundendaten und Geschäftsdaten kommt es auch noch drauf an, ob diese z.B. revisionssicher abgelegt sein müssen
 
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@hendrik. Nein, Papier einscannen ist keine Digitalisierung sondern Digitisierung.
 
Hersteller einen Wählen, der auch nen Vor-Ort Service und wenige Stunden bis Tage Reaktionszeit hat, Konsumerhardware fällt da meist heraus.
 
blue.chilli schrieb:
1. automatische, regelmäßige Backups von meinem System. Reicht dafür eine Backup Software wie z.B. Aomei Backup?
IdR schon, würde aber schauen, dass ich was mit Cloudspeicher bekomme. Sprich z.B. Acronis.
blue.chilli schrieb:
2. Ich bin dabei meinen ganzen Papierkram zu digitalisieren, sprich digital Home Office. Ich suche eine effektive Software, die mindestens automatisch Änderungen an meiner Ordnerstruktur innerhalb des Home Office erkennt und Änderungen einer nativen Variante des Home Office automatisch bei Anschluss von externen HDDs, USB Sticks synchronisiert.
Das ist kein Homeoffice, Homeoffice heisst nur, dass man von zuhause arbeitet. Du mischt hier ganz ganz viel Sachen und das hat alles nicht miteinander zu tun. Und du hast die Chance das ganze sauber zu machen, weil du nichts an Altlasten hast und auf einer grünen Wiese startest, das macht vieles soviel einfacher.


Also erstmal muss du damit anfangen festzustellen, was du denn da für Daten hast/haben wirst und wie du diese organisieren und schützen musst.
Dann ist die Frage wie die Daten auf deine Systeme kommen und diese verlassen, z.B. sollte man nicht einfach jeden wilden USB-Stick anstecken und man sollte auch nicht auf jeden Stick einfach "alles" synchronisieren.

Beschreibe doch bitte, welche Daten du grob bekommen wirst und wie du die zwischen dir und möglichen Kunden transferierst.


Einfach ein Speicher hinstellen, irgendwas irgendwie synchronisieren ist nicht die Lösung.
blue.chilli schrieb:
3. da mit einer eingehenden Selbstständigkeit auch das Thema Kundendaten und Backup ein Thema wird stellt sich spätestens jetzt die Frage, wenn ich eh viele Backups tätige, wäre ein NAS die beste Wahl zzgl. MDISC, USB Sticks und externe HDD?
Siehe Post von midwed
 
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blue.chilli schrieb:
1. automatische, regelmäßige Backups von meinem System. Reicht dafür eine Backup Software wie z.B. Aomei Backup?
Wäre zwar nicht meine erste Wahl - aber ja, sie tut ihren Job.
blue.chilli schrieb:
2. Ich bin dabei meinen ganzen Papierkram zu digitalisieren, sprich digital Home Office. Ich suche eine effektive Software, die mindestens automatisch Änderungen an meiner Ordnerstruktur innerhalb des Home Office erkennt und Änderungen einer nativen Variante des Home Office automatisch bei Anschluss von externen HDDs, USB Sticks synchronisiert.
Als da hätten wir freefilesync.
blue.chilli schrieb:
3. da mit einer eingehenden Selbstständigkeit auch das Thema Kundendaten und Backup ein Thema wird stellt sich spätestens jetzt die Frage, wenn ich eh viele Backups tätige, wäre ein NAS die beste Wahl zzgl. MDISC, USB Sticks und externe HDD?
Preisleistung: HDD
Möglichst lange Haltbarkeit: Mutmaßlich MDISC (Obschon da nach wie vor verlässliche Langzeitmesswerte fehlen)
Bequemlichkeit: NAS

Meine Empfehlung: Ein NAS mit HDDs
Bitte das Volumen und/oder Backup selbst verschlüsseln, da Du personenbezogene Daten speicherst.
 
blue.chilli schrieb:
Da ich mich zeitnah selbständig machen möchte
in wie weit dürfen sich privat und geschäftlich denn überschneiden?
Nutzt du unterschiedliche Systeme?
Hast du einen zweiten Standort und zwei schnelle Internetanbindeungen zur Verfügung um die Backups gegenseitig zu übertragen?
 
blue.chilli schrieb:
Da ich mich zeitnah selbständig machen möchte tritt das Thema Backup signifikant in den Vordergrund.
Ich wünsche Dir erst einmal viel Erfolg bei dem Vorhaben. Auch wenn Backup natürlich ein sehr wichtiges Thema ist, ist es bei Deiner IT Planung erst der zweite Schritt.
Als erstes musst Du festlegen, welche "Geschäftsprozesse" überlebenswichtig für Dein Business sind, und wie Du sie möglichst ausfallsicher realisiert.
Mindestens 50% aller Kleinunternehmen scheitern in den ersten Jahren, und davon zum größten Teil an mangelnden Cashflow, sprich ihnen geht das Geld aus. Das kann an schlechter Auftragslage liegen, aber leider auch oft daran, dass zwar genügend Aufträge da sind, aber Rechnungen nicht zeitnah gestellt werden, Forderungen nicht eingetrieben werden, oder Kunden eben auch Rechnungen anfechten, weil entweder Arbeitsleistungen unzureichend dokumentiert wurden oder es ein Uneinigkeit mit dem Kunden über den Inhalt und Umfang eines Werk- oder Kaufvertrages gibt.

Vieles davon hängt nicht alleine von Deinen IT Systeme ab, denn ob Du klar definierte Angebote machst, sich im Projekt ergebende Änderungen sorgfältig dokumentierst, ist erst mal Deiner Sorgfalt auf diesem Gebiet geschuldet. Aber eine Chaos IT bei der z.B. Arbeitsnachweise verloren gehen, oder z.B. Dokumentversionen nicht mehr nachvollziehbar sind (typisches Beispiel: Angebot in Excel mit Autosave..) können einem sehr im Weg stehen.

Du musst auch daran denken, dass Du mit der Wartung Deiner eigenen Systeme kein Geld verdienst, daher sollte alles so einfach wie möglich sein.

Der Zentrale Prozess bei den meisten Unternehmen (egal ob 1-Mann oder Großkonzern) hat in Englisch den griffigen Namen "Order to Cash", d.h. der Pfad von der Auftragserteilung bis zur Bezahlung durch den Kunden. Dieser Prozess muss laufen, d.h. Du musst z.B. Deine Rechnungen zeitnah stellen können, und deren Bezahlung überwachen. Wie realisierst Du das? Schreibst Du Rechnungen in Word/Excel (davon möchte ich dringend abraten...) oder hast Du dafür eine spezialisierte Software? Wie realisierst Du Deine Buchhaltung (selber, Steuerberater, mix aus beiden).

Für so lebenswichtige zentrale Prozesse muss man sich überlegen ob man sie auf eigener IT oder in der Cloud realisiert. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die meisten KMUs mit einer Cloud Lösung sicherer und besser fahren, aber hier wird sicher auch Widerspruch kommen.

Ausfallen können beide Varianten, subjektiv haben viele, gerade IT affine, Leute den Eindruck, dass sie bei der In-House Lösung mehr Kontrolle über die Wiederherstellung haben. Das ist aber eben in der Regel subjektiv. Die Frage ist am Ende halt wie häufig tritt ein Ausfall auf, ist er zu 100% reversibel (sprich gehen Daten verloren), und wie lange dauert die Wiederherstellung.

Ich habe meine eigene Firma (mit zuletzt 20 Mitarbeitern) von 1996 bis 2006 betrieben, bevor wir mit einem größeren Unternehmen fusioniert sind. Damals haben wir noch fast alles in-House gemacht, vor größeren Desastern sind wie verschont geblieben, aber ich habe mir viele Wochenenden und Nächte mit der Wartung unserer System um die Ohren gehauen, und gerade Backup war immer eine besondere Herausforderung (vor allem weil man damals noch viel mit Tapes gearbeitet hat, und alles was vor LTO (QIC, DAT, usw.) war chronisch unzuverlässig).

Würde ich heute noch mal eine Firma gründen, würde ich die zentralen Prozesse in der Cloud realisieren.

blue.chilli schrieb:
Informationselektronik interessiert mich seitdem ich reden kann und meine anfängliche Unsicherheit der grundlegenden, schon fast akribischen Detail Verliebtheit für technische Daten und den Drang zu verstehen, warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert haben mich früh zur Anlaufstelle für Familie, Verwandte und Nachbarschaft gemacht.
Für mich klingt das etwas danach, dass Du Deine Leidenschaft zum Beruf machen möchtest, oder täuscht dass, dass Du dich in Wirklichkeit mit was ganz anderem selbstständig machst.
Egal wie: Wenn Du Geld verdienen willst, musst Du es effektiv machen. "Akribische Detailverliebheit" ist oft das Gegenteil. Praktisch ausgedrückt: Der Kunde erwartet von Dir in der Regel eine Arbeit mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis. Die Arbeit muss also gut genug sein, um die Qualitätsansprüche des Kunden zu befriedigen, aber eben auch nicht mehr. Eine Regel, die ich z.B. auch mal schmerzhaft lernen musste: Alles was man liefert, unterliegt der Gewährleistung, natürlich auch die Dinge, die vom Kunden urspünglich garnicht explizit gefordert wurden. Wenn ich also z.B. in eine Software eine zusätzliche Funktion einbaue, die garnicht Bestandteil des Plfichtenheftes war, die ich aber persönlich gut finde, dann ist auch diese Funktion Bestandteil des Paketes und muss funktionieren, bzw. ich muss später Mängel daran beseitigen.

blue.chilli schrieb:
Mir ist bewusst das egal wie stark ich versuchen würde, Backups an unterschiedlichen Stellen, Medien und Intervallen anfertigen zu lassen, es nie sicher und gestreut genug sein wird würde ich gerne wissen, welcher Umfang noch als "normal Sterblich" vertretbar gilt und ab welchem Punkt ich umgangssprachlich mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen würde.
Auch wenn, wie gesagt, Backup der zweite Schritt ist:

Bei einem Unternehmen ist vor allem Aktualität des Backups extrem wichtig, das primäre Backup (also quasi der erste Stufe) sollte mindestens täglich erfolgen. Es kann sogar Anforderungen geben, wo noch häufiger besser ist.
Wichtige Daten sollten daher möglichst auch nicht auf den Endgeräten liegen (bzw. nicht dort alleine). Eine Lösung für lokale Dokumente sind die heute üblichen Sync-Lösungen die also Verzeichnisse synchron mit einem Cloud Speicher halten. Das muss nicht die Public-Cloud eines US Hyperscalers sein (wie etwa OneDrive) sondern kann auch eine EU/DE Cloud wie IONOS HiDrive oder eine "private Cloud" sein. Praktisch daran ist, dass man z.B. auch seine aktuellen Dokumente über mehrere Geräte synchron halten kann.
Die "Private Cloud" auf einem NAS kann man dann mit den dortigen Mitteln sichern, dabei sollte auch die erste Stufe den Schwerpunkt auf Aktualität setzen (z.B. Sicherung auf eine permanent angeschlossene USB-HDD), die folgenden Stufen sichern dann andere Risiken ab (z.B. Off-Line Backups gegen Ramsonware Angriffe und off-site Backups gegen Elementarschäden).

Auch Public-Clouds haben verschieden Datenverlust Risiken, daher sollte man die dortigen Inhalte sichern. Meine (private) Lösung dafür ist Synology CloudSync (spiegelt die Public-Clouds auf mein NAS) zusammen mit Hyperbackup um für das Backup.

Backup sollte systematisch sein: so einfach wie möglich, aber so aufwändig wie nötig. Wichtig bei DSGVO relevanten personenbezogenen Daten: Backups davon gehören nicht bei Freunden und Verwandten gelagert. Selbst verschlüsselt würde ich das eher nicht empfehlen, weil das rechtlich einfach auf wackeligen Füßen steht. Du musst bei personenbezogenen Daten auch im Zweifelsfall die Kontrolle darüber haben, wieviele Kopien irgendwo existieren, damit Du sie auch löschen kann. Eine Sammelsurium von Dutzenden USB Medien die irgendwo rumfliegen, eventuell nicht ordentlich beschriftet, ist das Gegenteil von Kontrolle.

Sorry der Post war jetzt recht lang, und auch eventuell etwas zu umfassend, aber vielleicht hilft er ja trotzdem.
 
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TomH22 schrieb:
Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die meisten KMUs mit einer Cloud Lösung sicherer und besser fahren, aber hier wird sicher auch Widerspruch kommen
Jep, der kommt immer, weil haben wir ja immer so gemacht ;) und das kriegt man schlecht aus den Leuten raus. Aber noch hat er ja alle Möglichkeiten das frisch und unbelastet zu starten, auch wenn die reine Erwähnung von irgendwelchen Daten auf USB-Sticks einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt.
TomH22 schrieb:
Ausfallen können beide Varianten, subjektiv haben viele, gerade IT affine, Leute den Eindruck, dass sie bei der In-House Lösung mehr Kontrolle über die Wiederherstellung haben.
Und die sehen die eigenen Kosten selbst nicht, wenn man nächtelang irgendwo fummelt. Sich keine Gedanken machen zu müssen und entspannt Zeit mit der Familie/Feierabend zu haben sind wichtiger als auf dem Papier den letzten Euro zu sparen, weil man es selber gemacht hat. Noch dazu ist man ja typischerweise betriebsblind und kennt nicht alle Alternativen oder Herangehensweisen.

TomH22 schrieb:
Sorry der Post war jetzt recht lang, und auch eventuell etwas zu umfassend, aber vielleicht hilft er ja trotzdem.
Kleiner Rundumschlag mit vielen wichtigen Punkten fernab von ein wenig Backup und Datenkram.
Ergänzung ()

blue.chilli schrieb:
Ich bin dabei meinen ganzen Papierkram zu digitalisieren,
Bitte nirgends mit den Firmendaten mischen, macht dir das Leben massiv einfacher, wenn man das immer sauber trennt.
 
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TomH22 schrieb:
Egal wie: Wenn Du Geld verdienen willst, musst Du es effektiv machen. "Akribische Detailverliebheit" ist oft das Gegenteil. Praktisch ausgedrückt: Der Kunde erwartet von Dir in der Regel eine Arbeit mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis. Die Arbeit muss also gut genug sein, um die Qualitätsansprüche des Kunden zu befriedigen, aber eben auch nicht mehr. Eine Regel, die ich z.B. auch mal schmerzhaft lernen musste: Alles was man liefert, unterliegt der Gewährleistung, natürlich auch die Dinge, die vom Kunden urspünglich garnicht explizit gefordert wurden. Wenn ich also z.B. in eine Software eine zusätzliche Funktion einbaue, die garnicht Bestandteil des Plfichtenheftes war, die ich aber persönlich gut finde, dann ist auch diese Funktion Bestandteil des Paketes und muss funktionieren, bzw. ich muss später Mängel daran beseitigen.
Hi, auch wenn OT, von mir noch folgendes dazu.
Wenn ein Kunde von dir MEHR haben möchte als er ursprünglich wollte:
- Diese Mehrleistungen zeitlich und finanziell vorher anbieten - UND genehmigen lassen.
Nicht vorher anfangen. Dauert schließlich länger (End-Termin!?) und kostet mehr.
Alle Absprachen schriftlich dokumentieren.
Gerade als Anfänger geht man da sehr blauäugig und euphorisch ran.
Edit: Manchmal muss euch der Einkauf des Kunden (Techniker) die Mehrleistung erst genehmigen.

Schon oft miterlebt das eine Kunde ein "Auto" haben möchte und ein Golf angeboten wurde.
Später noch Alufelgen, Metalliclackierung, stärker Motor, usw. und am Ende kam eine S-Klasse raus.
- Der Kunde wollte davon nichts wissen ist ja schließlich ein Auto...
Selbst eine Kollegin die ich vor einem Kunden gewarnt hatte, ist darauf "reingefallen".

Nochwas, wenn man weis das eine Kunde einen Rabatt erwartet - preist man den vorher mit ein.
Oder Zeitnachweise kürzt - beim Schreiben mit berücksichtigen.

Viel Erfolg!
 
Zuletzt bearbeitet:
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Helmut-H schrieb:
Nochwas, wenn man weis das eine Kunde einen Rabatt erwartet - preist man den vorher mit ein.
Dann ist der nicht ein Kunde, weil man macht sich so unglaubwürdig, wenn da immer Spiel im Preis ist. Von Anfang an vernünftige Preise aufrufen und dann klappt das schon.

"Können Sie noch was am Preis machen?" "Ja, die Nullen ausmalen."
 
Guten Abend,

ich beantworte mal der Reihe nach:

@midwed Die von dir gepostete Übersicht speichere ich mir ab, jedoch ist Inhaltlich nicht viel was mir neu ist bzw. weiterhilft. Bis auf die 3:2:1 Regelung beim Backup die ich definitv berücksichtigen werde.

TorenAltair schrieb:
Bei Kundendaten und Geschäftsdaten kommt es auch noch drauf an, ob diese z.B. revisionssicher abgelegt sein müssen
Ich melde einen Gewerbebetrieb als Einzelunternehmen gemäß § 14 GewO an, der nicht kaufmännisch im Sinne der §§ 1–2 HGB geführt wird. Die Besteuerung erfolgt nach § 15 EStG mit Gewinnermittlung per § 4 Abs. 3 EStG (EÜR). Sofern die Umsatzgrenzen eingehalten werden, nutze ich die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG.

Laut KI :
Ja – geschäftliche Unterlagen müssen aufbewahrt und vor Verlust geschützt werden.
Nein – für ein Kleingewerbe ist kein „revisionssicheres Archivsystem“ Pflicht.


hendrik. schrieb:
Hast du auch ein ~ Budget für all deine Anforderungen?
Da ich keine Rücklagen habe wäre eine Lösung Sinnvoll die einerseits Preis/Leistung beinhaltet und eine gewisse Flexibilität. Ich glaube um eine NAS Lösung komme ich nicht herum. Fragt sich nur, ist ein Synology System den Aufpreis wirklich wert? Wenn ein 2Bay Nas? Und wie groß sollte ich die HDD wählen? reichen 2x2TB?

Zwecks der Digitisierung habe ich mir einen Ricoh IX2500 gegönnt der ngx beherrscht bzw. die Software dafür ausgelegt ist. Auch hierfür wäre ja ein NAS Sinnvoll

Fujiyama schrieb:
Hersteller einen Wählen, der auch nen Vor-Ort Service und wenige Stunden bis Tage Reaktionszeit hat, Konsumerhardware fällt da meist heraus.
Da ich klein anfange und keinen großen Auflagen unterliege gehe ich davon aus das ein Synology NAS ausreicht?

VDC schrieb:
IdR schon, würde aber schauen, dass ich was mit Cloudspeicher bekomme. Sprich z.B. Acronis.
So nett und angenehm eine Cloud basierte Lösung auch sein mag, ich vertraue keinem Unternehmen meine Daten an.
Solange es sich zu einem wirtschaftlichen Preis realisieren lässt bleiben meine Daten in meinem Netzwerk.
Daher fällt für mich persöhnlich jede Cloud Variante weg.

AAS schrieb:
Nein, Papier einscannen ist keine Digitalisierung sondern Digitisierung.
@mchawk777 Danke für die Klarstellung. ;) Dann bereite ich meine Privatunterlagen digital auf und archiviere sie elektronisch.

VDC schrieb:
IdR schon, würde aber schauen, dass ich was mit Cloudspeicher bekomme. Sprich z.B. Acronis.
@mchawk777 Welcher Hersteller wäre denn deiner Meinung nach Aomei Backup vorzuziehen. Und vor allem warum? Top 3 Argumente reichen mir :).

mchawk777 schrieb:
Ich danke dir, schau ich mir genauer an.

mchawk777 schrieb:
Meine Empfehlung: Ein NAS mit HDDs
Bitte das Volumen und/oder Backup selbst verschlüsseln, da Du personenbezogene Daten speicherst.
Verschlüsselung wäre dann VeraCrypt AES?
Danke für die Bestärkung eines NAS.

h00bi schrieb:
In wie weit dürfen sich privat und geschäftlich denn überschneiden?
Nutzt du unterschiedliche Systeme?
Vorerst nur 1 privater Standort. Und auch nur 1 System: Windows. Wille und technisches Interesse für Linux vorhanden, mir fehlt aber aktuell die Zeit um mich da rein zu fuchsen. Hab wichtigere Baustellen. Da ich jedoch etwaige, zukünftige Kundendaten genauso wichtig ansehe wie meine eigenen, darf es ruhig eine Überschneidung geben.


@TomH22 Danke für den Einblick und das Teilhaben deiner Erfahrungen.
Aus deiner Sicht kann ich das Argument Cloud nachvollziehen.

Ich habe das gerade beim lesen innerlich gegengeprüft und das was ich vorhabe, ist primär erstmal als kleiner Zuverdienst gedacht. Da ich Grundsicherung beziehe habe ich dort auch noch ein Termin vor mir welche mir Auflagen geben.

Bevor ich einen Zahlungseingang habe der monatlich ~1000€ übersteigt mit dem Hintergrund dass ich Erwerbsgemindert bin mit der Auflage max 3h/Tag arbeiten sollte dieser Kontext mehr die Rahmenbedingungen und meine Notwendigkeit der Anforderungen zu Tage bringen.

somit sehe ich den Aufwand für ein zentrales NAS gering gegenüber einer Cloud.
Und nein, deine Ausführung war nicht zu genau sondern gibt mir wichtige Impulse die ich in meinen Denkvorgang einfließen lasse. War genau richtig, Danke nochmal. :volllol::daumen:


VDC schrieb:
Jep, der kommt immer, weil haben wir ja immer so gemacht ;) und das kriegt man schlecht aus den Leuten raus. Aber noch hat er ja alle Möglichkeiten das frisch und unbelastet zu starten, auch wenn die reine Erwähnung von irgendwelchen Daten auf USB-Sticks einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt.
Backups auf USB Sticks fühlt sich auch nicht richtig an, genauso wie auf SSD's.

Jedoch merke ich dass die von dir und auch TomH22 genannten Faktoren durchaus zu berücksichtigen sind.

Da ich jedoch ein 1 Mann Betrieb werde und auch vorerst auf unbestimmte Zukunft es so bleiben wird stellt sich die Frage schon, welche Art von Backup bei vorerst geringem Einkommen Sinn ergibt.

lediglich mit privatem Cloud Server könnte ich mich anfreunden. Ich weiß selber nicht woher dieses Gefühl von Unsicherheit kommt. Sollte mir vielleicht mal aktuelle Cloud Dienste genauer ansehen und Tests dazu.


@Helmut-H

Auch dieser Hinweis wird mir helfen.
Danke fürs teilen. Ich werde das mal alles auf mich wirken lassen und mich mal grundlegender mit den Cloud Diensten beschäftigen.

Soweit erstmal Danke an alle.
 
blue.chilli schrieb:
Ich habe das gerade beim lesen innerlich gegengeprüft und das was ich vorhabe, ist primär erstmal als kleiner Zuverdienst gedacht.
Ok, wenn das in so kleinem Rahmen bleibt, dann sind die Anforderungen an die business continuity (sorry, da ich in einem englischsprachigen Unternehmen arbeite, sind mir mittlerweile manche deutschen Begriffe nicht mehr geläufig, google Translate hat eben etwas unbeholfen in "Geschäftskontinuität" übersetzt...) deutlich geringer. Faktisch musst Du Dir halt einfach Gedanken darüber machen, wie lange Du ohne Deine Daten und IT Systeme auskommst: Einen Tag, eine Woche, einen Monat?
Und daran musst Du festmachen, wie Du Dich absichern musst. Du musst Dir also im Kopf überlegen, "was mache ich wenn Ereignis X eintritt"?

Wenn Du z.B. nur einen Tag ohne Deinen PC auskommst, dann brauchst Du eigentlich dringend einen Ersatz PC (notfalls einen Refurbished Laptop), den Du regelmässig auf einem aktuellen Stand hältst. Denn wenn Dein PC von jetzt auf gleich kaputtgeht, hast Du keinen mehr, und dann ist auch Dein NAS und Dein Backup komplett nutzlos...

Zwei PCs, die ihre Daten z.b. über Synology Drive (nur als Beispiel, gibt 1000 andere Lösungen) oder eine Cloud App synchronisieren, sind zwar kein 3-2-1 Backup, aber helfen dir schon dabei, das größte Risiko (PC geht kaputt) abzufangen.

Nutzt Du eine "private Cloud" auf den NAS, musst Du noch ein Backup des NAS einrichten, dann hast Du schon sehr viel erreicht. Off-Site Backup usw. ist dann noch der letzte Schritt gegen Feuer, Wasser, usw.

Aber auch da stellt sich die Frage: Was machst Du, wenn Du zwar eine HDD mit Deinem Backup hast, aber keinen PC, kein Netzwerk und kein NAS mehr?

Ich selber nutze für OffSite Backup Synology C2 Storage in der Cloud (mir reichen 300GB, die kosten 30EUR / Jahr. Das Backup wird Clientseitig verschlüsselt (den Schlüssel bzw. das Passwort muss man natürlich sicher aufbewahren). Mit dem Synology Backup Explorer kann man das Backup im Ernstfall auch im Browser öffnen, d.h sofern ich meine Zugangsdaten habe, kann ich notfalls von meinen Smartphone auf meine Daten zugreifen.
Wie gesagt, das mit Synology ist ein Beispiel, es geht sicher auch mit QNAP, hoffentlich auch mit UGREEN, oder alternativ gibt es auch etliche Open Source Lösungen. Mit einer Hersteller Lösung wie Synology ist man natürlich von dem Hersteller abhängig, und gerade Synology ist in der Gunst der Nutzer in 2025 sehr gesunken (hauptsächlich wegen der zwischenzeitlichen Beschränkung auf Synology HDDs bei der beliebten DS+ Serie). Aber wenn man eine einfache Lösung "aus einer Hand" haben möchte, die man an einem Tag eingerichtet bekommt, ist es meines Erachtens immer noch eine Überlegung wert.

Bei der Variante Public Cloud bietet es sich an, diese zunächst auf das NAS zu synchronisieren und von dort das Backup zu machen

Image Backups vom kompletten PC (z.B. Acronis, usw.) finde ich relativ ineffektiv und sie dienen mehr der Ergänzung, um ggf. einen PC schneller wieder aufsetzen zu können. Bei uns in der Firma haben wir das nie gemacht, privat mache ich so ein Backup alle paar Monate mal, dann aber auf eine externe SSD, auf mein NAS ist mir das zu lahm...

Besser ist es, man hat eine Dokumentation wie man den PC und alle nötigen Anwendungen wieder komplett einrichtet, meist sind das nur ein paar Stunden Arbeit. Die wirklich "wertvollen" Daten auf dem PC sind ja die Dateien die unter Dokumente/Bildern/ usw. liegen, und die sollte man eben mit einer Cloud Sync Lösung mehr oder weniger in Echtzeit sichern.

blue.chilli schrieb:
Da ich jedoch ein 1 Mann Betrieb werde und auch vorerst auf unbestimmte Zukunft es so bleiben wird stellt sich die Frage schon, welche Art von Backup bei vorerst geringem Einkommen Sinn ergibt.

Wie gesagt, wenn die finanziellen Resourcen knapp sind, solltest Du Dich zuerst auf die wahrscheinlichsten Risiken fokussieren und diese pragmatisch angehen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Fehlenden Halbsatz ergänzt)
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Also mit den Einschränkungen und Budget auf lange Sicht solltest du versuchen das ganze so günstig und ordentlich wie nötig hin zu bekommen. Nicht dass das nicht immer das Ziel wäre, aber oft ist halt richtig machen auch richtig teuer.


blue.chilli schrieb:
Fragt sich nur, ist ein Synology System den Aufpreis wirklich wert? Wenn ein 2Bay Nas?
Die grundsätzliche Frage ist ja, was für Daten hast du da überhaupt? Oder habe ich das irgendwo übersehen? Wenn du magst gerne auch einfach mal dein Geschäft beschreiben.
Beispiel:
Wenn du am Tag 50 MB Konstruktionszeichnungen per Mail bekommst, diese für 2 Tage Produktion brauchst und dann wegwerfen kannst, haben die lokalen Daten ja dann keinen Wert und sind schon doppelt aufbewahrt. dann macht z.B. ein Lexware Office als Cloudlösung für den Rest in Sachen Buchhaltung, Belegmanagement und co schon Sinn und du musst dich nur hier und da mal um ein Backup kümmern.

Ein 2-Bay Nas hilft dir halt nur, wenn eine Platte ausfällt, damit du dann weiterhin auf die Daten zugreifen kannst und nicht gegen alle anderen Eventualitäten. Du gibst also "viel" Geld für eine einzige Problematik aus.
blue.chilli schrieb:
So nett und angenehm eine Cloud basierte Lösung auch sein mag, ich vertraue keinem Unternehmen meine Daten an.
Die bekommen ja auch nur Datenmüll beim Backup von dir, ohne passenden Schlüssel können die da nicht lesen und das ist nur ein Backupstufe und nicht die Einzige. Und ja, auch der Spaß kostet leider ein wenig, weshalb das wahrscheinlich erstmal keine Option für dich ist.

blue.chilli schrieb:
Verschlüsselung wäre dann VeraCrypt AES?
Du willst es nicht hören, aber irgendwas ist die Antwort. Das NAS kann entweder selbst die Datenträger verschlüsseln oder z.B. die Backupsoftware. Eine Containerbasierte Lösung wie Veracrypt würde ich eher weniger bevorzugen.
blue.chilli schrieb:
Bevor ich einen Zahlungseingang habe der monatlich ~1000€ übersteigt mit dem Hintergrund dass ich Erwerbsgemindert bin mit der Auflage max 3h/Tag arbeiten
Moment, mit 3h am Tag biste bei 60h im Monat für eine 5 Tage Woche und da biste Mindestlohn schon bei 840€ brutto. Also da sollte schon mehr rauskommen für ein unternehmerisches Risiko, auch bei nur einem Zuverdienst.


blue.chilli schrieb:
Vorerst nur 1 privater Standort. Und auch nur 1 System: Windows. Wille und technisches Interesse für Linux vorhanden, mir fehlt aber aktuell die Zeit um mich da rein zu fuchsen. Hab wichtigere Baustellen. Da ich jedoch etwaige, zukünftige Kundendaten genauso wichtig ansehe wie meine eigenen, darf es ruhig eine Überschneidung geben.
Und genau da darf es halt keine Überschneidung geben. Das ist eins der einfachen Dinge, die man auch mit knappem Budget machen kann. Das man mal den Scanner an den anderen Rechner steckt und was einscannt ist gar kein Ding, genauso wenn man mal was privates aus dem Drucker druckt, aber mehr Vermischung zwischen Privat und Geschäft sollte es nicht geben. Und du hast 0 komma gar nix an anderer Hardware vor Ort? Irgendwas altes an Rechner, was man mit ein wenig Speicher ausstatten könnte? Muss erstmal keine Rakete sein, sondern nur vorhanden.
Das wichtige an dem ganzen ist halt:
Sauber und organisiert starten, jetzt hast du halt alle Varianten offen es richtig zu machen und alleine die Nachfrage zeigt ja schon, dass du daran Interesse hast. Wenn man schon ein Jahr irgendwie rumgebekommen hat, wird man bald irgendwann von den Versäumnissen eingeholt.
blue.chilli schrieb:
Da ich jedoch ein 1 Mann Betrieb werde und auch vorerst auf unbestimmte Zukunft es so bleiben wird stellt sich die Frage schon, welche Art von Backup bei vorerst geringem Einkommen Sinn ergibt.
Außer das der ganze Lohn und MA-Spaß fehlt ist der Unterschied gering, ob du jetzt alleine oder mit mehreren bist.
 
VDC schrieb:
Moment, mit 3h am Tag biste bei 60h im Monat für eine 5 Tage Woche und da biste Mindestlohn schon bei 840€ brutto. Also da sollte schon mehr rauskommen für ein unternehmerisches Risiko, auch bei nur einem Zuverdienst.
Andererseits hat man dann immerhin überhaupt was zu tun, was ja manchmal auch ein wichtiger Punkt ist.
 
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