Commodus89 schrieb:
Prinzipiell ist das alles ja sehr lobenswert, nur muss man es auch umsetzen. Es hat sich aber gerade in der jüngeren Vergangenheit wieder gezeigt, dass die ÖR weder von der Politik unabhängig sind, noch eine seriöse und möglichst wahrheitsgetreue Berichterstattung bieten.
Mal Hand aufs Herz: Wenn Du alle reinen
Informationssendungen (Nachrichten etc) der ÖR anschaust - wie viel Prozent
aller gesendeten Nachrichten und Sendungen sind da mit
bewusst "falschen" oder "unseriösen" Meldungen gelaufen?
Ein alter Journalistenspruch sagt: "Deine Nachricht ist immer nur so gut wie deine Quellen..."
Ein Beispiel: Die jüngste Berichterstattung über den Luftangriff in Afghanistan. Natürlich müssen sich die Journalisten auf die Aussagen der Politiker bis zu einem gewissen Grad "verlassen". Sie können versuchen (und das haben sie auch getan) trotzdem weitere Infos darüber zu bekommen. Plötzlich hieß es "nein das ist ja gar nicht so, sondern so gewesen".
Liegt das jetzt an den Medien oder an den Quellen (in dem Fall Politiker) das es zuvor eine "falsche" Meldung gegeben hat? Leider bekommen solche Sachen immer öfter die Medien in die Schuhe geschoben...bis hin zu total bekloppten Verschwörungstheorien --> "die stecken ja eh alle unter einer Decke"

Und natürlich gibt es eine Abhängigkeit der Medien von der Politik - wir sind ja schließlich auf ihre Informationen angewiesen.
Meine beschriebene Unabhängigkeit bezieht sich darauf, dass zB der Tagesthemen-Moderator nicht mit Geld gelockt wird um besonders toll über die SPD oder BMW zu berichten...
@Verschwörungstheoretiker: Nein sowas gibt es da tatsächlich nicht...
Von Parteien oder Unternehmen beeinflusste Sendungen gibt es bei den Privaten schon
häufiger...
Um mal einen Punkt zu machen: Ich denke letztlich kann man so eine Diskussion hier noch Jahre weiterführen.
Wer glauben will, der tut es einfach - wer wissen will, der muss dafür etwas tun...oder bezahlen.
