Ironbutt schrieb:
Eben nicht! wir haben Anbieter die ihre Plattform möglichst so "optimieren", dass die "Nutzer möglichst lange mit ihr interagieren", sehen und gesehen werden. Das junge Menschen darauf besonders reagieren wissen die auch, wieso hätte Meta sonst eine Studie, welche auf negative Folgen hindeutete, sofort eingestellt und versucht das Ergebnis unter den Teppich zu kehren.
Zu einem gewissen Grad stimmt das natürlich durchaus, aber das ist ja überall so, nicht mur bei Social Media.
Das fängt schon bei Softdrinks, Fruchtzwergen und Frucht-Quetschies an, und geht bei bei Printmedien und beim Linearen Fernsehen weiter. Das ist doch genau das Gleiche!
Ironbutt schrieb:
Es wird immer so getan, als würde man die jungen Leute aus dem Internet ausschließen, das besteht aber noch aus mehr als nur Insta und Snapchat.
So funktioniert das aber nicht, denn das wäre so, als würde man:
Getränkeherstellern verbieten Softdrinks in den Geschmacksrichtungen Limette, Orange, Waldbeere und Cola herzustellen und stattdessen nur noch die Geschmacksrichtungen Holunder, Litschi, Malve und Gurkenwasser erlauben.
Zeitungskiosten den Verkau von Bild, B.Z. und tz verbieten und nur noch F.A.Z., Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt erlauben.
Kabelnetzbetreibern und IP-TV Anbietern die Einspeisung von RTL, RTL2, Pro7, Sat1 und sogar n-tv und N24 verbieten und stattdessen nur noch ARD, ZDF, 3sat, arte und Phoenix erlauben.
Ich glaub das würde auch nicht funktionieren, sondern dann würden die meisten Leute entweder auf Schwarzimporte oder Schwarzempang setzen, oder aber gleich komplett drauf verzichten.
Ironbutt schrieb:
Vielleicht hat Micha ja interesse an Computern, soll er/sie doch zu uns auf Computerbase kommen. Gibts hier Knalltüten? Na klar! Aber der grundsätzliche Ton ist freundlich und wir haben eine engagierte Moderation, welche die Ausreißer baden schickt.
Täusch dich da mal nicht, auch in Foren, das betrifft nicht nur Computerbase, sondern alle Foren zu allen möglichen Themen, ist der Umgangston heute deutlich rauer als er noch vor so 15 Jahren um 2010 rum war.
Früher gab es es überall verschiedene Ansichten die gegenseitig respektiert wurden.
Heute gibt es in jedem Forum ein paar Forumsenioren die durchaus kompetent sind, aber eben auch ihre Sichtweise die zwar für ihren Bereich richtig ist, als Generalweisheit allen aufdrücken wollen.
Hier auf Computerbase sind vorallem die "Eine Grafikkarte muss mindestens 16GB VRAM haben" und die "eine SSD muss TLC seind und darf keinesfalls QLC sein" Fraktionen ziemlich rabiat und ich würde sogar sagen schon fast militant geworden.
Und bei der "Kaufberatung für einen 3.000€ bis 5.000€ PC" und "Welche GeForce RTX 5090 ist die Beste?" Fraktionen denke ich das wahrscheinlich auch nur 10-30% der User ein ernsthaftes Kaufinteresse haben, und es bei 70-90% nur Posing ist.
Boimler schrieb:
Wer "keine Lust" hat sich zu legitimieren, soll deshalb keine Legitimation brauchen? Nach der Logik bräuchte man ja nicht mal für Verbrechen im realen Leben gefälschte Ausweise. Wer sich nicht ausweisen möchte, braucht auch kein Instagram, würde ich sagen. Mal abgesehen von der schreienden Ironie, sich auf den Datenschutz beim Ausweis zu berufen, um dann sein Leben in sozialen Medien wie die Unterwäsche an der Wäscheleine aufzuhängen.
In bestimmten Bereichen macht eine Legitimation natürlich schon Sinn, egal ob Online oder Offline.
Aber man draf es eben einfach nicht übertreiben.
Stellen wir uns mal vor im Offline Leben müsste man sich bei dem Betreten jedes Restaurants selbst wenn man keinerlei Alkohol bestellen möchte mit einem Ausweis legitimieren.
Ausserdem dürfte man an den normalen Sitzplätzen nur zur Kosumentation + 20 Minuten sitzen bleiben und nicht länger verweilen.
Wer länger verweilen möchte müsste in einem abgetrennten Stammtisch-Bereich setzen, wo ann aber an jedem Tisch ein uniformierter Polizist oder Polizistin sitzen würde.
Wer würde unter solchen Umständen noch in ein Restaurant gehen? Da könnten >95% aller Restaurants dann gleich ganz schliessen.