Glasfaser: Welche Kabel sind nötig?

.olli

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Hallo zusammen,

wir bekommen in unserer Firma in naher Zukunft einen Glasfaseranschluss, das Kabel liegt bereits. Nun sind die Gegebenheiten hier so, dass der Hausübergabepunkt (HÜP) mitten in einer Fertigungshalle liegt und ich deshalb gerne so viel Infrastruktur wie möglich in meinen Serverraum verlegen möchte.

Wenn ich das richtig sehe, gehört zu einem Glasfaseranschluss ja nicht nur ein HÜP und ein Modem, sondern auch eine NT-Dose, die beide Komponenten miteinander verbindet. Ich gehe davon aus, dass die Telekom die HÜP-Dose noch in der Fertigungshalle setzen wird/muss, ich aber NT-Dose sowie Modem auch erst weiter hinten (nämlich in meinem Serverraum) platzieren kann. Liege ich damit richtig oder sollte/muss die NT-Dose in die Nähe des HÜP (Distanz zum Serverraum sind ca. 50 m)? Wie sieht das Kabel aus, das HÜP und NT-Dose miteinander verbindet und welches Kabel kommt dann zwischen NT-Dose und Modem zum Einsatz? Wenn ich das wüsste, könnte ich nämlich die entsprechenden Strippen schon mal vom Serverraum zum HÜP ziehen lassen.

VG
Olli
 
Am besten die Telekom fragen!? Mit den Informationen können die dann ggf. auch gleich andere Technik verschrauben, die dir bei deinem Anliegen wieder weiterhelfen kann, das alles ordentlich im Serverraum zu verstauen.
 
Glasfaser heißt du bekommst (in der Regel, aber nicht immer, abhängig vom Anbieter) zwei "Kästchen".

Der ersten Kasten ist der HÜP (Hausübergabepunkt). Da rein läuft das Glasfaserkabel. Das Ding braucht keinen Strom, denn da drin ist nur ein wenig Kabel aufgerollt, quasi als "Reserve".
Dieser dient nur als Trennstelle zwischen "bis ins Gebäude" und "im Gebäude". Der kommt da hin, wo das Glasfaserkabel jetzt liegt.
Da drin werden einfach nur zwei Glasfaserkabel mit einem Stecker verbunden.

Von da aus geht es mit einem Glasfaserkabel in den zweiten Kasten, den NT (Network Termination, Netzabschluss).
Das Ding braucht Strom, denn das ist das Glasfaser-Modem, dass die Glasfaser auf Ethernet umsetzt.
Von da aus gehst du mit einem normalen Ethernetkabel in den Router oder woran das Internet eben angeschlossen ist in der Firma.

Ob es eine Längenbeschränkung des Glasfaserkabels zwischen HÜP und NT gibt, weiß ich nicht, ist abhängig davon was der Anbieter vorschreibt.
Ich könnte mir aber vorstellen das 50m zu lang sind.
Beim Ethernetkabel zwischen NT und Router ist die Länge vermutlich völlig egal.

Bei manchen Glasfaser-Anbietern sind HÜP und NT auch in einem einzelnen Kasten vereint.
Ob du als gewerblicher Kunde da andere Möglichkeiten hast, musst du mit dem Anbieter klären.
Bis zum NT gehört der Salat dem Anbieter, für alles hinter dem NT bist du verantwortlich.

Merke:
HÜP (Hausübergabepunkt): Passiv. Glasfaser rein, Glasfaser raus. Mehr nicht. Nur eine Steckverbindung, um die interne Leitung vom öffentlichen Netz trennen zu können.
NT (Network Termination, Netzabschluss): Das ist das Modem. Aktiv. Braucht Strom. Glasfaser rein, Ethernet raus.

Telekom sagt: Max. 20m zwischen HÜP und NT. Deutsche Glasfaser sagt auch max. 20m.
Ich würde HÜP und NT direkt nebeneinander montieren lassen, vorausgesetzt du hast an dieser Stelle eine Steckdose.
Und dann mit einem Ethernetkabel wohin du willst...
 
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Also wenn das Glasfasermodem nicht am HÜP stehen soll, wird uns von der Telekom bei den DeutschlandLAN Connect IP (DCIP) Anschlüssen immer gesagt, dass ein LWL Inhouseverlegekabel vom Typ IDH 1x12E9/125 0,45F5/0,38H21 verwendet werden soll. Info ist allerdings auch von Ende 2018.
 

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Danke für die zahl- und hilfreichen Antworten. Ich werde die NT-Dose dann direkt neben dem HÜP montieren lassen und von dort per Cat-6a-Kabel zum Serverraum/Router gehen.
 
Das klingt vernünftig.
 
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