Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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Das mag für dich stimmen. Für den 0815 Studenten der nur seine Praxissemster hat trifft das aber nicht zu.

@Onkelhitman : Im übrigen steht der Master noch über dem Bachelor und darüber sind die Doktoren.;) Und Ingenieur ist kein Abschluss sondern ein Beruf.

An sich ist es einfach ein Fakt, dass der Bachelor ein deutlich breiteres theoretisches Wissen aufzuweisen hat, allerdings hat er noch keine richtige Berufserfahrung so wie ein Meister oder ein Techniker. Es kann sogar manchmal sein, dass die jungen Berufseinsteiger einem Techniker unterstellt sind.

Letztendlich zählt nur die Erfahrung. Ein Berufserfahrener Techniker wird wohl eher bevorzugt als ein blutjunger Bachelor der erst eingearbeitet werden muss.

Was wohl auch ein Problem sein soll ist, dass die ehemaligen Studenten auf einem ziemlich hohen Ross sitzen und denken sie sind sonst wer, weil sie ja nun einen hohen Abschluss haben.

Gut, aber damit drifte ich etwas vom Thema ab.

Ich will damit nur sagen, dass der Meister auch seine Qualitäten mitbringt und er damit einen gewissen "Rang" hat.
 
Onkelhitman schrieb:
...Damit soll ja nicht der Meister z.B. mit einem Bachelor von der Qualifikation gleichgesetzt werden. Sondern nur in der Art der Besoldung/bezahlung und evtl. Wissensstand Vergleichbarkeit. ...

Es soll keine Gleichsetzung in der Qualifikation sein, dafür aber Gleichsetzung in Bezahlung und Gleichsetzung in Wissensstand?

Wissensstand würde ich mit Quali gleichsetzen (http://de.wikipedia.org/wiki/Qualifikation_(Personalwesen)) und die Bezahlung als ein Ergebnis dessen ansehen.
 
phil. schrieb:
Umgekehrt dito. Hat sich einer von euch Möchtegernakademiker einmal die Ausbildung zum Handwerksmeister genauer angesehen? Die meisten von euch würden scheitern. Abitur ist nicht alles, eigentlich nichts. Hat der Bachelor Betriebsführung gelernt? Kennt er sich mit Ausbildung und Personalführung aus?

Ja habe ich. Ich stand vor der Entscheidung, ob normale Ausbildung oder Studium. Dass das Abitur nicht viel Wert ist ist mir klar. Aber in meinem Beitrag ging es um die Zeit, nicht um den Wert. Betriesbsführung ist hier etwas ungenau dargestellt. Was heißt Betrieb für dich? Ist es ein Unternehmen mit 3-20 Mitarbeitern?
Soetwas lernt man sicherlich nicht in einem Studium, aber sicherlich, wie ein Unternehmen mit über 100 Menschen aufgebaut ist und wie man sie führen sollte. Sogar in einem Studium mit der Fachrichtung als Informatik!
Ich sage nicht, dass jeder der einen Bachelor hat auch das handwerkliche können dazu hätte einen Meister zu werden.
Fakt ist aber man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Aus diesem Grund bin ich strikt gegen ein solches Ranking!

relam 75 schrieb:
Wunderbar da zeigt sich wieder das theoretische Wissen unserer heutigen Jungend, klar hast du nun den wuderbaren Titel welcher dir ein theoretisches Wissen nachweist aber ob du zwei linke "Pfoten" hast mußst du nicht beweisen .
Kannst ja alles auswendig lernen in deinem ach so streßigen Studentenleben,aber in der Praxis mußt du es noch beweisen .
Den Meistertitel hier so herabzuwürdigen mit deinen Aussagen ist mehr als fragwürdig, und zeugt von einer recht "beschränkten " Sichtweise .
Ich hab neben der Arbeit 3 Jahre die Meisterschule besucht und weiß um was es geht .

MFG

Ich werte den Meistertitel garantiert nicht herab. Schließlich braucht man auch eine Art von Können dafür. Aber wenn es um den theoretischen Stoff geht ist es sicherlicht so anspruchsvolll wie ein Bachelor Studium.
Zudem, ich bin nocht nicht fertig, aber arbeite nebenbei uns muss sagen, es ist zeitlich sehr fordernd beides parallel zu tun. Meine linken Hände beschränken sich auf Tastatur, allein daher ist das schon wenig vergleichbar. Aber KFZ Mechatroniker hätte ich sicher auch werden können. Davon bin ich zu 100% überzeugt.
 
Bourn_out91 schrieb:
Letztendlich zählt nur die Erfahrung. Ein Berufserfahrener Techniker wird wohl eher bevorzugt als ein blutjunger Bachelor der erst eingearbeitet werden muss. (...) Ich will damit nur sagen, dass der Meister auch seine Qualitäten mitbringt und er damit einen gewissen "Rang" hat.

Natürlich hat der Meistertitel das. Ich würde auch nie die Qualität des Meistertitels herabwürdigen. Ich spreche hier ja nicht davon, dass jeder einen Meistertitel ohne weiteres bekommt.

Es ist nur halt Tatsache, dass z.B. MaschBau-Bachelor mehrere Praktika erledigen müssen, wo sie Praxiserfahrungen sammeln, wie beispielsweise Schweißen.
Sie studieren sicher nicht MaschBau, weil sie 2 linke Hände haben und sie lernen ja, wie gesagt, auch Praxisumgang mit Maschinen/Werkzeugen/...

Im Vergleich zum Meister ist der MaschBau-Bachelor dem ja, was das theoretische angeht, meilenweit überlegen.

D.h. das einzige, was dann noch bleibt, ist die Praxiserfahrung. ABER, wenn es nunmal ein technisch veranlagter Mensch ist, der also keine 2 linken Hände haben wird, dann wird der ja wohl in aller Regel ohne weiteres Praxiserfahrung sammeln können?!

Und damit sind wir wieder bei meinem letzten Statement: Hat man keine 2 linken Hände, dann ist Praxiserfahrung -nichts- anderes als eine Frage der ZEIT und NICHT eine Frage des Könnens.

Somit könnte jeder MaschBau-Bachelor, der keine 2 linken Hände hat, was ja wie gesagt die meisten sein dürften, ohne Probleme, ein paar Jahre Praxiserfahrung, einen Meister machen.

Andersherum ist theoretisches Wissen aber SEHR WOHL eine Frage des Könnens und das könnten -definitiv- nur die wenigsten Meister.

Da liegt doch der Hund begraben...

Leute mit 2 linken Händen brauch man hier wohl nicht anführen, denn die würden weder den Meister schaffen noch würden sie sich für etwas technisches wie MaschBau als Studium interessieren.


NuminousDestiny schrieb:
Fakt ist aber man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Aus diesem Grund bin ich strikt gegen ein solches Ranking!

Jap.
 
phil. schrieb:
Denn nur darum geht es in diesem Ranking. Warum hat der (angehende) Bachelor nur ein Problem damit?

Suggestivfrage? Warum hat der angehende Meister ein Problem mit dem bisherigen Status gehabt, dass sein Titel weniger wert ist, als der des Bachelors.
Jeder möchte Wertschätzung und Wertschätzung ist nur etwas wert, wenn man mehr davon erhält als andere.
 
@ascer, du hast den Thread eröffnet. Geht es um eine allgemeine Diskussion oder möchtest du für deinen tollen "MaschBau-Bachelor" werben.
@Jace, ich habe nirgends gelesen das der Meister ein Problem mit seinem Status (gehabt) hat.
 
phil. schrieb:
@ascer, du hast den Thread eröffnet. Geht es um eine allgemeine Diskussion oder möchtest du für deinen tollen "MaschBau-Bachelor" werben.

Es geht um eine allgemeine Diskussion, im Zuge derer ich veranschaulichen wollte, dass sicherlich so gut wie jeder MaschBau-Bachelor einen technischen Meister in einer Branche, die ihm liegt, schaffen würde.

Umgekehrt aber die wenigsten Meister in der Lage wären, einen Bachelor in MaschBau zu machen..

Was, so finde ich, ja schon einiges über die Qualifikationsunterschiede aussagt.


Im übrigen habe ich MaschBau, wie bereits mehrmals erwähnt, nur angeführt, weil MaschBau sicherlich einer der schwierigeren Studiengänge ist und noch dazu einer, von dem ich persönlich weiß, dass der Zeitaufwand enorm ist.

Ich persönlich studiere übrigens nicht MaschBau, ich studiere Physik & Mathematik.


phil. schrieb:
@Jace, ich habe nirgends gelesen das der Meister ein Problem mit seinem Status (gehabt) hat.

Wenn es kein Problem mit dem Status des Meisters gab, warum herrschte dann Handlungsbedarf? Warum musste der Meister dann "aufgewertet" werden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder, der die Entscheidung, den Bachelor mit dem Meistertitel gleichzusetzen verteidigt, scheint doch im Nachhinein nicht glücklich mit dem ursprünglichen Zustand gewesen zu sein. Sonst müsste man nicht die Aufwertung des Meisters so befürworten.
Auch wenn jetzt kein Meister auf die Straße gegangen ist um für seine Rechte und Anerkennung zu kämpfen. O_o
 
phil. schrieb:
[...]
Für mich ist dieses Schmalspurdiplom eventuell noch eine bessere Technikerausbildung aber keinen Deut mehr Wert als eine solider Handwerksmeister!
[...]
Bei allem Respekt, so eine undifferentierte Aussage (Bachelor = Schmalspurdiplom) hätte ich von dir nun allerdings nicht erwartet.;)
 
Also der Meister scheint wirklich von vielen unterbewertet und nicht ernst genommen zu werden:

der Meister
...bescheinigt dem Inhaber umfassende fachtechnische und kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie praktisches Können in seinem Meister-Beruf. Der Meister besitzt durch seine Ausbildung die benötigten Fachkenntnisse zur Führung eines Betriebes und zur betrieblichen Ausbildung von Auszubildenden.

Das möchte ich mal bei den meisten Bacheloretten sehen.

Die Prüfung zum Meister im jeweiligen Gewerbe gliedert sich in mehrere Prüfungsteile:
fachrichtungsübergreifende Teile: Betriebswirtschaft, Buchführung und Recht
fachrichtungsübergreifende Teile: Berufspädagogik, Arbeitspädagogik
fachrichtungsspezifische Teile: Theoretisches Fachwissen
fachrichtungsspezifische Teile: Praktisches Fachwissen
fachrichtungsspezifischer Teil: Meisterarbeit (Konzept, Entwurf und Kalkulation)
fachrichtungsspezifischer Teil: Meisterwerk (Anfertigung des Meisterstücks)

Nicht übel, IMO steht der Meister dem Bachelor in nichts nach.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ja, Fu Manchu, wie gesagt, natürlich nicht direkt nach Studienabschluss, aber mit 2,3 Jahren Praxiserfahrung kann so gut wie jeder Bachelor dasselbe, da, vorrausgesetzt man ist eben halt gut in der Branche aufgehoben (was ein Meister ebenso wie ein Bachelor definitiv ist), die Erfahrung/Praxis nur von der Zeit abhängt, nicht mehr vom können, da das bei Meister und Bachelor zur Genüge vorhanden ist.

Das theoretische jedoch, um eben über diese Fertigkeiten hinauszugehen, ist keine Frage der Zeit, sondern sehr wohl des Könnens und das können die Bachelorabsolventen eben und die meisten Meister, nicht.
 
ascer schrieb:
aber mit 2,3 Jahren Praxiserfahrung kann so gut wie jeder Bachelor dasselbe, da, vorrausgesetzt man ist eben halt gut in der Branche aufgehoben (was ein Meister ebenso wie ein Bachelor definitiv ist), die Erfahrung/Praxis nur von der Zeit abhängt, nicht mehr vom können, da das bei Meister und Bachelor zur Genüge vorhanden ist.

Mit Sicherheit nicht, das praktische Wissen welches der Bachelor durch seine Praktika hat, ist ja nichtmal dem gleich zu setzen welchen ein Geselle aufweisen kann, das ist in den 2-3 Jahren sicher gut aufzuholen bzw. zu topen .
Aber ich bezweifel doch ganz stark das mit 2-3 Jahren Praxis und keinerlei weiteren Lehrgängen ein Meisterstück abgeliefert werden kann .

ascer schrieb:
Das theoretische jedoch, um eben über diese Fertigkeiten hinauszugehen, ist keine Frage der Zeit, sondern sehr wohl des Könnens und das können die Bachelorabsolventen eben und die meisten Meister, nicht.

Wie kommst du nur darauf, warum sollte sich ein Meister nicht weiterhin theoretisches Wissen aneignen können bzw.müssen, (da kommt man ohnehin nicht herum neue Fertigungstechniken,Verarbeitungsrichtlinien ...) .
Was für mich eben kein Inditz ist für Können sondern eher fürs lernen. ;)

MFG
 
ascer schrieb:
Es geht um eine allgemeine Diskussion, im Zuge derer ich veranschaulichen wollte, dass sicherlich so gut wie jeder MaschBau-Bachelor einen technischen Meister in einer Branche, die ihm liegt, schaffen würde.
[...]

Bist du dir da wirklich sicher? Wenn ich an die vielen Leute denke die ich im Studium kennengelernt habe zurückdenke, dann waren aber so einige dabei, die handwerklich vollkommen unbegabt waren (da helfen auch ggf. die paar Praktika nicht). Das macht m.E. aber auch nichts, da diese Fähigkeiten perse erstmal nicht gefragt sind, wenngleich auch das natuerlich in der Praxis zu Problemen führen kann.
Die theoretischen Teile wird vermutlich jeder Student auf die Reihe kriegen, aber bei der praktischen Arbeit habe ich da allergrösste Zweifel. Das ist ein Talent was man imho nicht lernen kann.

Warum man 2 Abschlüsse von Ausbildungen mit vollkommen verschiedenen Zielen gleich einstufen will verstehe ich auch nicht. Das habe ich mich aber auch schon beim Bolognaprozess gefragt als FH- und Uniabschlüsse gleich bewertet wurden (und damit will ich jetzt nicht sagen, dass ein FH-Abschluss schlechter ist).
 
Ganz blöde Frage, wo in der Liste steht Diplom? Gilt er immer noch höher als Master, oder ist er mittlerweile gleichgezogen oder vllt. gar schon niedriger?
 
relam 75 schrieb:
Mit Sicherheit nicht, das praktische Wissen welches der Bachelor durch seine Praktika hat, ist ja nichtmal dem gleich zu setzen welchen ein Geselle aufweisen kann, das ist in den 2-3 Jahren sicher gut aufzuholen bzw. zu topen .
Aber ich bezweifel doch ganz stark das mit 2-3 Jahren Praxis und keinerlei weiteren Lehrgängen ein Meisterstück abgeliefert werden kann .

Ich hab ja auch nicht gesagt, dass der Bachelor nach 2-3 Jahren sein "Meisterstück abliefert".

Ich sagte, wer beispielsweise MaschBau studiert, der wird sich für Technik stark interessieren und definitiv keine 2 linken Hände in technischen Sachen haben.

Dieser Bachelor in MaschBau, der wird, da der theoretische Teil eines Meisters -viel- einfacher ist als ein MaschBau-Studium, den theoretischen Teil ohne Probleme und sofort bewältigen können.
Für den praktischen brauch er vielleicht 2-3 Jahre Praxiserfahrung -und dann- könnte er mit seinem Meister beginnen, also direkt anfangen ihn zu machen oder nochmal bissl lernen/vorbereiten und im Anschluss machen.

Meine Aussage war also lediglich: Ein MaschBau-Bachelor interessiert sich für Technik, die wenigsten MaschBau-Bachelor werden 2 linke Hände haben, so gut wie alle MaschBau-Bachelor wären in der Lage, nach angemessener Praxiszeit, einen Meister in einem technischen Bereich zu absolvieren.

Das sie nach ihrem Abschluss natürlich erstmal Praxiserfahrung bräuchten, bevor sie überhaupt anfangen könnten mit 'nem Meister, also rein theoretisch, ist vollkommen klar.

Aber das läuft halt, wie gesagt, darauf hinaus, dass es für einen MaschBau-Bachelor in einer Technikbranche keine Frage des Könnens, sondern eine Frage der Zeit ist.



Umgekehrt siehts aber anders aus. Die eben aufgezählten theoretischen Geistesfertigkeiten -müssen- einfach gegeben sein, ansonsten wird es mit einem so schwierigen Studiengang wie z.B. MaschBau nichts - egal wie viel man lernt.
Und das ist eben etwas, was dann darauf hinausläuft, dass man geistig zu dieser theoretischen Leistung in der Lage sein muss, was eben die wenigsten sind und was eben sicherlich auch nicht viele Meister wären...



relam 75 schrieb:
Wie kommst du nur darauf, warum sollte sich ein Meister nicht weiterhin theoretisches Wissen aneignen können bzw.müssen, (da kommt man ohnehin nicht herum neue Fertigungstechniken,Verarbeitungsrichtlinien ...) .
Was für mich eben kein Inditz ist für Können sondern eher fürs lernen. ;)

Nur das es bei theoretischem Wissen auf Uni-Niveau es eben um Thermodynamik geht, Höhere Mathematik, Komplexe Schaltungen und dergleichen etc. pp. und das ist eben nicht mit lernen oder fleiß getan, dafür ist, gerade bei Maschinenbau, schon ein gewisser IQ, ein gewisses Interesse am Thema, ein gewisses mathematisches Denkvermögen, ein gewisses Abstraktionsvermögen, etc. pp. von Nöten.
 
Der Master ist höher als das Diplom.
So wirds zumindest überall gehandhabt.
Zumal man nach dem Diplom noch den Master machen kann.
 
Also ich hab letztes Wintersemester mit Diplom angefangen und jetzt fürs Sommersemester wird auch noch Diplom angeboten. Was für Sinn hat es nach dem Diplom noch den Master zu machen, wenn man auch gleich promovieren kann?
 
Nach Wikipedia ist der akademische Grad Diplom zwischen Bachelor und Master einzuordnen.
Für den Master benötigt man nach Bachelor oder Diplom noch 1-2 Jahre, für die Promovierung (Dr. Titel) sind 2-5 Jahre, mit Einschränkungen notwendig.
 
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