News Google Street View: Jedermann kann Fotos mit dem Smartphone einreichen

2000:
Microsoft: "Hey, Leute, wir würden euch Geld dafür bezahlen, wenn wir euch überwachen dürfen"
Leute: "Hä? Sockenschuss?"

2020:
google: "Wie wär´s? Ihr spitzelt euch selbst aus und wir verdienen ne Menge Kohle damit?"
Leute: "Au ja, wie geil ist das denn!"
 
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Piranha771 schrieb:
Oh ich hoffe man wird sich dann doch noch das "alte Streetview" anschauen können.
Kann man immer, wenn es zeitlich mehrere Datensätze gibt:
streetview.JPG

Ein zufällig reingezoomter Ort in Kalifornien (der zufälliger Weise Knights Landing heißt^^)
 
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Spannend. Ich habe einen Privatweg der an meinem Garten vorbeiführt, in dem mehrere Skulpturen stehen. Alles Privatgelände. Und nun hat Google einen Kniff gefunden, dass sie dies alles, jedermann im Netz zeigen können - bis ich einen Löschantrag stelle - und sind selbst nicht für die Erstellung der Aufnahmen verantwortlich.
Toller Kniff, um an Bildmaterial zu kommen, welches auf dem bisherigen Weg nie möglich gewesen wäre.
Ein Opt-Out für jeden mit privaten Grundstücken. Ungefragt.

(Mich persönlich juckt das nicht... Es gibt aber genügend Szenarien, in denen ich das als problematisch ansehen würde. Die Google-Autos sind nur auf öffentlichen Strassen gefahren - und mussten sich an Regeln halten. Das werden die Leute, die da jetzt entgeltlos Material hochladen aber nicht unbedingt.)
 
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Es läuft wie immer: Irgendwann in ein Paar Jahren kommen dann Gesetzesentwürfe die das ganze vernünftig regeln sollen. Sprich das hochladen von Aufnahmen privaten Geländes verbieten etc, was aber letztendlich nur darauf hinaus läuft, das ganze zu legalisieren.

Viel Spaß das "Recht auf vergessen" bei Facebook und Co durch zu setzen.. traurig.
 
Faust II schrieb:
Es läuft wie immer: Irgendwann in ein Paar Jahren kommen dann Gesetzesentwürfe die das ganze vernünftig regeln sollen. Sprich das hochladen von Aufnahmen privaten Geländes verbieten etc, was aber letztendlich nur darauf hinaus läuft, das ganze zu legalisieren.

Viel Spaß das "Recht auf vergessen" bei Facebook und Co durch zu setzen.. traurig.

Naja... soweit ich weiss, ist das schon geregelt - das Personlichkeitsrecht, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie etc. - sind ja vorhanden.

Die Problematik ergibt sich nun allerdings dadurch, dass man, durchaus anonym, nun wohl Aufnahmen bei Google hochladen kann - welche zuerst einmal ungeprüft übernommen werden.
Gelöscht - oder öffentlich unsichtbar gemacht - werden diese auf Antrag sicherlich.
Aber dort liegt der Knackpunkt.
Es wird nicht im Vorfeld geprüft, ob diese Aufnahmen legitim sind - sondern der Betroffene muss erst reagieren.
Und der Ersteller der Aufnahmen, bleibt - das ist natürlich toll für Google - vermutlich anonym.

Die Frage ist nun - ob es möglich ist, sich direkt dagegen zu verwehren. Im Vorfeld. Quasi eine Unterlassung erwirken, dass gewisse, als privat getaggte Koordinaten, auch tatsächlich nicht bei Google photografisch auftauchen.

Wie zuvor schon erwähnt - im Falle meines Gartens, wäre es mir egal.
Aber wie schaut es mit Betriebsgeländen aus? Oder - mal hardcore gesprochen - mit militärischen Einrichtungen? Dank lustigen Kameradrohnen aus dem Baumarkt, hilft ja nichtmal mehr ein Zaun.

Weiss hier jemand mehr?
 
Micha Go. schrieb:
Die Frage ist nun - ob es möglich ist, sich direkt dagegen zu verwehren.
Eigentlich ist es das ja. Niemand darf dich z.B. einfach Filmen und dann im TV übertragen, er muss dich vorher um Erlaubnis fragen, so sehe ich das auch bei privaten Gelände. (Mal davon ab dass dieses ja auch betreten werden muss und es ebenfalls nicht einfach so darf). - Aber das wird hiermit einfach ignoriert.

Auf älteren Google Earth Aufnahmen waren tatsächlich sogar noch Privat-Inseln und Militärische Einrichtungen zu sehen, die wurden nach und nach erst raus editiert. (Nachträglich, also ganz im Sinne von feindlichen Militär die sich die Aufnahmen vorher gesichert haben.)

Die Verantwortung wird von Google auf irgendwelche Unbekannte übertragen. Damit schlagen sie mehrere Fliegen mit nur einer Klatsche. Ich will gar nicht wissen was alles (teilweise unwirksames) in den AGBs steht. Die kommen und kamen damit letztlich auch nur durch weil es eben Google ist.

Opt-Ins statt Opt-Out wird es wohl leider nie geben, das wäre eigentlich das einzige wirklich richtige: Eine gesetzliche Regelung bei den ganzen Zirkus (genauso wie bei Tracker Cookies/Meta-Daten) erst im nach hinein mitmachen wollen zu können. Daran sieht man auch gut wie sehr Firmen die Regierungen im Griff haben.

Ob diese nachträgliche Anfrage auf Löschung/Retuschierung schon vorsorglich greifen kann.. joar.. müsste ein Anwalt wissen, nach meinen Rechtsverständnis wohl leider nicht, denn man kann sich ja erst Beschweren wenn etwas da ist, also einen Streit-Punkt überhaupt gibt.
 
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Hier wird schon wieder diskutiert als wäre das Feature für Deutschland schon gesetzt und würde in 2 Wochen freigeschaltet werden...

Ich glaube das wird in Deutschland sowieso nicht freigeschaltet nach dem Debakel mit Street View in 2008/2009.
 
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