News GPU-Stromversorgung: Asus will künftig 250 Watt aus dem PCIe-Slot ziehen

highwind01 schrieb:
Das Board würde wohl 99% der „Selberbauer“ problemlos ausreichen, aber in „der Szene“ herrscht halt die Meinung vor, es sei sinnvoll 200€ für überbestücke ATX/E-ATX Boards zu zahlen, von denen dann idR 80% der teuer bezahlten Anschlüsse/Erweiterungsslot über die gesamte Nutzungsdauer unbenutzt bleiben…

Für mich ist es in den letzten 15+ Jahren nach AM2 und 1155 jetzt das dritte mATX System in Folge und obwohl ich die Plattformen entsprechend lange nutze (5+ Jahre) fehlte mir zu keinem Zeitpunkt etwas, was ein ATX Board geboten hätte…


Ich nutze immer noch normale ATX-Boards. Denn ich nutze noch eine Soundkarte und recht große Kühler. Da ist MAXT zu klein für. Auch hab ich noch einige SATA-Laufwerke, da würde sich der Kühler der Karte mit den SATA-Leitungen beißen.

Außerdem ist es praktisch beim basteln mehr Platz zu haben.
 
0xffffffff schrieb:
Wilde Idee: Den 30 jahre alten ATX-Standard mal Herstellerübergreifend runderneuern. (Ja ich weiß, dass es BTX gibt/gab und daraus nix wurde)

Aber hinsichtlich allgemeiner Energieversorgung, Leistungsaufnahme und die benötigte Kühlleistung hat sich in den vergangenen 30 Jahren so viel getan, dass das alles einfach nur noch planlose Symptombehandlung ist. Die GPU schaufelt mittlerweile 300+ W Abwärme in den CPU-Intake, die RAM-Riegel streiten sich mit dem CPU-Kühler um Platz während sie komplett quer im Luftstrom stehen und man weiß nicht wohin mit den ganzen Kabeln.
Vollkommen richtig. Zumal das ganze Design inzwischen Quatsch ist: Damals brauchte man noch mehrere Einbauplätze für Festplatten, CD-Laufwerke usw., und der Hauptstromverbraucher war die CPU bei ca. 20-30 W. Die elektrische Leistungsaufnahme war viel gleichmäßiger auf zahlreiche Bauteile verteilt. Als sich das zuungunsten der CPU änderte, wurde BTX erfunden, woran vor allem Dell lange festgehalten hat.

Ich denke, die Hersteller machen nur deshalb damit weiter, weil es inzwischen egal ist, wie lange der Kram hält. Fünf Jahre scheinen schon zu lange zu sein.
 
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Mit 48V und 4mm^2 Kabel könnte man ganz einfach 1000Watt übertragen.
Und da man nur ein Ader Paar benötigt, wäre es sehr sicher.
 
MichaG schrieb:
Asus erweist sich weiterhin erfinderisch auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um auf Stromkabel bei Grafikkarten künftig verzichten zu können. Ein neues Konzept sieht verstärkte Pins an Stecker und Slot vor. Damit sollen bis zu 250 Watt statt bisher maximal 75 Watt für eine Grafikkarte bereitgestellt werden.

Zur News: GPU-Stromversorgung: Asus will künftig 250 Watt aus dem PCIe-Slot ziehen
Moin Leute,

Dieser Post geht in die Kategorie: Ungefragte Erklärungen.

Ich möchte einen Optimierungsvorschlag für den Artikel einbringen (und vielleicht auch etwas Klugscheißen), auf die Gefahr hin, dass es für die meisten Leser*innen irrelevant oder zu spezifisch, technisch ist. 🙃

Mir geht es um die Verwendung des Begriffs „Leitfähigkeit“. Denn es handelt sich hier um die „Stromtragfähigkeit“.

Sowohl Leitfähigkeit und Stromtragfähigkeit spielen zusammen eine Rolle beim Leiten von Strom, doch in diesem Artikel geht es um die Stromtragfähigkeit.

Durch die breitere Pinfläche (im Leiterplattenlayout) und die dickere Kupferlage (In der Leiterplattenfertigung) erhöht sich der Leiterquerschnitt der Pins. Dieser höhere Querschnitt erhöht die Stromtragfähigkeit der Schnittstelle.

Für die, deren Interesse ich geweckt habe, hier etwas mehr:

- die elektrische Leitfähigkeit ist ein stoffspezifischer Wert und gibt an, wie sehr ein Stoff zum Leiten von Strom geeignet ist. Dieser ändert sich nicht mit Form oder Maße, weil es eine Konstante ist. Wie vermutlich alle wissen, ist Kupfer ein guter Leiter. Aluminium ist z.B. auch ein guter Leiter. Im Übrigen ist die elektrische nicht mit der thermischen Leitfähigkeit zu verwechseln, obwohl gilt, dass gute elektrische Leiter auch oft gute thermische Leiter sind, und umgekehrt.

- die Stromtragfähigkeit ist dagegen abhängig von Form, Maße, Stoff (elektrische Leitfähigkeit), Umgebungsbedingungen und setzt sich aus diesen Größen zusammen. So bestimmt der Leitwert den Leitungswiderstand, die Maße & Form den Querschnitt, die Umgebungsbedingungen und die Isolation die Temperatur. Und alles wirkt sich schlussendlich darauf aus, wie viel Strom der Leiter in Dauerlast maximal tragend darf. Übrigens, kurzzeitige Stromspitzen können und dürfen oft größer ausfallen, als der Maximalwert bei Dauerlast, weil die thermische Belastung auf die kurze Zeit den Leiter nicht stresst. Aber das führt hier zu weit. 😅

Ähm, tja.

Ich hoffe, ich habe meinen unaufgeforderten Lehrauftrag erfüllt die nicht vorhandene Unklarheit über „Leitfähigkeit“ aufgelöst. 😬

Grüße an alle Augenrollende und sonst,
Shin
 
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Alphanerd schrieb:
Wie teuer sollen solche Boards denn werden?
Und wie viele Pins würde so eine GPU brauchen? Zweite Frage ist nicht rhetorisch.
Ergänzung ()


Wenn wir es schon überarbeiten, warum nicht direkt auf 48V oder gar 60V? Sind doch beides noch für den Hobbybereich ungefährliche Spannungen, nur wären die Ströme viel niedriger.

Der letzte Aufschlag waren bei RTX 90 33% von 450w auf 600w. Nochmal 33% drauf und wir sind bei 800w. Bei 12V wir dann bei annähernd 70A.
Es wird doch billiger wenn man Synergien nutzt...

Na die Anzahl der Pins kann ja auch der Sockel vorgeben...
 
marsipulami schrieb:
Das ist der Knackpunkt, und Du hast vollkommen recht.

Wo soll die Reise denn letztendlich hingehen in der "Zukunft", wenn man einmal die mehr als die berechtigte Frage stellt, dass man dann etwa irgendwann mit einem 3 KW Netzteil vorlieb nehmen sollte?

Endlich ist diesbezüglich mal jemand meiner Meinung, danke! :)
Ganz oft muss ich hier bei CB lesen dass man sich halt damit abfinden muss dass leistungsstärkere Hardware mehr Energie braucht, aber das sehe ich nicht ein! Technischer Fortschritt kann nicht heißen, einen 50% größeren Chip mit 50% mehr Shader mit 50% mehr Energieverbrauch zu bauen! Technischer Fortschritt kann nicht heißen, einfach immer nur mehr und größer zu bauen! Das ist in Zeiten von Energieproblemen und Klimawandel auch einfach nicht mehr zeitgemäß.

Deshalb habe ich meine GTX 1080 auch erst geupradet, als eine Karte heraus gekommen ist die den doppelten Speicher, mehr als die doppelte Leistung und deutlich mehr und modernere Features für exakt den gleichen Verbauch von 180 Watt lieferte: Das war die RTX 5060 Ti 16GB. Sie kostete sogar gleich viel wie damals meine alte GTX 1080. DAS ist technischer Fortschritt! Mehr Leistung für den gleichen Preis (oder gleiche Leistung günstiger).
 
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Die nächsten Grafikkarten haben einfach hinten neben den HDMI/DisplayPort anschlüssen dann noch nen zusätzlichen Anschluss für nen Schuko Stecker. Problem gelöst. Bei 4 Slot Breite ist ja genug Platz für so nen Stecker vorhanden.

RTX 6090 dann so:
RTX 6090.jpg
 
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D0m1n4t0r schrieb:
RTX 6090 dann so:
[IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/rtx-6090-jpg.1658925/[/IMG]
Müsste eher das männliche Gegenstück (Stecker) dran sein, außer man will der Grafikkarte Strom entnehmen.

Aber Enermax hat schon ATX3.3-Netzteile für die übernächte Nvidia-Generation (RTX 70xx ?) in Entwicklung, die roten Buchsen sind 48 V zur Versorgung der Grafikkarten. Wie man sieht, spart man sich wieder Pins wegen der niedrigeren Ströme, entweder zur Versorgung von 2 Grafikkarten oder einer RTX 7090(?). :evillol:
ATX3-Netzteil.jpg
 
Die Ladekabel für die RTX 9090 sind auch schon da:

images.jpg
 
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BeQuiet 10000 Watt 80+ Titanium 96% Dauerlast, mit 8 Steckern und 8000 Watt die GPU mit Strom versorgen und nicht übers Mainboard die GPU ist dann im Tiefkühler eingebaut im Vakuum sowie der Videospeicher von 1 TB.
Ergänzung ()

anexX schrieb:
Die Ladekabel für die RTX 9090 sind auch schon da:

Anhang anzeigen 1658940
Kann man die auch schon jetzt bei der Versicherung anmelden wegen Hausbrand?
 
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Vindoriel schrieb:
Ich wäre dann für höhere Versorgungsspannungen für CPU(-Spannungswandler) und Grafik, 24 V (ist Industriestandard) oder gar 48 V vom Netzteil.
230v ins Mainboard und alle Umwandlungen direkt lokal am Board machen👌🏻
 
aid0nex schrieb:
Deshalb habe ich meine GTX 1080 auch erst geupradet, als eine Karte heraus gekommen ist die den doppelten Speicher, mehr als die doppelte Leistung und deutlich mehr und modernere Features für exakt den gleichen Verbauch von 180 Watt lieferte: Das war die RTX 5060 Ti 16GB. Sie kostete sogar gleich viel wie damals meine alte GTX 1080. DAS ist technischer Fortschritt! Mehr Leistung für den gleichen Preis (oder gleiche Leistung günstiger).

100% Zustimmung, genau so und nicht anders.
 
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highwind01 schrieb:
Ist aber auch vollkommen unerheblich, jeder der grundlegende Ahnung von der Materie hat und/oder zumindest eine simple (Preis-)Suchmaschine bedienen kann, weiß, dass deine Aussage bzgl. mATX Boards und Anzahl der PCIe/RAM Slots einfach nur kompletter Unsinn ist
Wo habe ich was bezüglich µATX und Anzahl der PCIe- und RAM-Steckplätze geschrieben? Von mir kam der ursprüngliche Einsatz für µATX (Fertig-PCs vom Discounter / Elektronikmarkt usw.).

Es gilt auch (insbesonders) für Dich:
highwind01 schrieb:
Mach vielleicht mal n Realitätscheck bevor du in die Tasten haust und auf "antworten" drückst...

Mit Verständnis für "Hardware nie auf Signaturen verweisen" sollte eigentlich jeder haben, der noch halbwegs funktionierenden Verstand hat und etwas weiter denken kann. ;)
 
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-MK schrieb:
230v ins Mainboard und alle Umwandlungen direkt lokal am Board machen👌🏻
https://www.microchip.com/en-us/development-tool/EV18H47A

Man nutzt längts vielfältig die 48V Technik für Boards, hier zur Motoransteuerung bis 300 Watt / 12V bis 48V variabel.
12V ist heute nur noch Zwischenspannung, früher bis 3,5" Harddrive noch tatsächliche 12V Motoren.
Ansonsten, CPU, APUs und GPU's als Steckkarten müssen viel tiefer als 12V und auch 5V die Bauteile versorgen.

5V wird vielfach benötigt, wie USB, dies via Netzteil und Kabel zu liefern macht aber Sinn.
Ansonsten eben 48V, je 8A Steckverbinder >350 Watt machbar. Also bei 2 Verbinder Vorder- und Rückseite der Platine hätte man >700 Watt mechanisch ultrastabil zugeführt.
 
Man könnte halt ein externes NT nutzen. Wie manche kleine Boards. da Geht auch von außen ein Stecker ran und gut.

Man würde den Schrottstecker entlasten und nichts übers Board schicken!

Wir reden doch sowieso von einem stationären PC. Wozu so ein Krampf?

Stellt euch vor man müsste nicht ein noch stärkeres Netzteil kaufen für die nächste Graka, sondern hätte einfach ein extra Netzteil je nach Graka außen am Rechner.
 
Wir haben doch aktuell Trölfzehn Phasen auf den Grafikkarten, speist diese sich endlich mit 24V oder besser 48V vom Netzteil!

Dann hat sich das Problem mit den hohen Strömen doch direkt erledigt.

Verstehe einfach nicht wie die Hersteller so stur sein können und sich mit aller Gewalt an den 12V festbeißen.
 
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