große Downloads zusätzlich per BitTorrent

Ich möchte (große) Downloads per BitTorrent laden:

  • Ja

    Stimmen: 31 73,8%
  • Nein

    Stimmen: 11 26,2%

  • Umfrageteilnehmer
    42

jackhammer2k

Cadet 4th Year
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
113
Hallo!
Bei dem aktuellen Download von der FEAR 2 Demo ist mir wiedermal aufgefallen, wie praktisch es wäre, wenn Computerbase solch große Downloads auch als Torrent-Download anbieten würde.

Hab danach mal im Archiv gekramt und nen Thread von Ende 2005 gefunden, wo das Thema schonmal aufkam, aber abgelehnt wurde. Die Hauptsächlichen Gründe dafür waren scheinbar, dass BitTorrent oft mit illegalen Downloads verbunden wird und die Computerbase Kapazitäten vollkommen ausreichend sind.
Der 1. Grund dürfte heute ziemlich relativiert worden sein, nachdem auch große seriöse Download-Portale, World of Warcraft sowie so ziemlich alle Linux-Anbieter erfolgreich auf das Protokoll setzen.
Zum 2. Grund kann ich nicht viel sagen, außer ich beim FEAR 2 Demo Download gleich mal in einer recht langen Warteschlange gelandet bin (und das sicher auch vielen anderen so geht). ;)

Hier mal ein paar Gründe, die FÜR das BitTorrent-Protokoll sprechen:

  • deutlich fortschrittlicheres Protokoll für Datenverteilung als FTP
  • momentan so ziemlich das beste Protokoll, um große Datenmengen schnell an viele Empfänger zu verteilen (FTP dabei um ein x-faches überlegen)
  • Entlastung für den initialen Sender
  • (in den meisten Fällen) schnellere Downloads für die Empfänger
  • durch die Lastbalancierug deutlich weniger Engpässe bei der Bereitstellung von Downloads (siehe Warteschlangen wegen FEAR 2 Demo und Windows 7 Beta)
  • Daten werden gehasht, d.h. die Daten werden automatisch während/nach dem Download auf Korrektheit geprüft (sehr wichtig für sowas wie ServicePacks)
  • ausgereifte effiziente Software (Clients sowie Tracker)
  • Standalone-Geräte wie NAS, etc. bieten BitTorrent-Downloader, d.h. der PC muss nicht mehr laufen und potentiell werden solche Geräte mehr seeden
  • kann parallel zu FTP angeboten werden und kann dabei die gleichen Daten verwenden (d.h. kein doppelter Speicherplatzverbrauch)

Dagegen:
- fällt mir ehrlichgesagt nichts ein, außer, dass die Computerbase-Admins ein wenig Aufwand haben das ganze einzuführen
- lohnt sich nicht für kleine Downloads (schadet aber auch nicht ;) )
 
Zuletzt bearbeitet: (Punkt hinzugefügt)
Ich hab auch für "Ja" gestimmt. Übrindends hab ich erst vor kurzem in den Kommentaren einer News das Thema gesehen, ein Offizieller meinte dann, dass es schon auf der To-Do List steht. :)

(Ich bin nicht 100% sicher, da ich den Thread nicht mehr finde.)
 
Naja, Bittorrent und Edonkey haben halt noch immer einen illegalen Beigeschmack. Außerdem kommt es wahrscheinlich auch darauf an, ob der Erzeuger einer Datei (sei es nun Microsoft für Windows Isos der Betaversion oder wer auch immer) der Verbreitung auf diese Weise stattgegeben hat.

Ansonsten spricht ja eigentlich nichts dagegen, außer dass die Leitungen der Provider mit zusätzlichem Upload belastet werden.

@Work, an Unis und Schulen sollte man ja eh keine Downloads fahren - Bittorrent bzw. allgemein Filesharing dort zu betreiben, wäre tödlich :-) ---
 
Das ist jetzt keine Absage oder so, nur ein paar eigene Gedanken dazu: Um effektiv arbeiten zu können muss bei Torrents eine kritische Masse erreicht werden, die dann auch aktiv seedet. Um in Schwung zu kommen, braucht ein Torrent auch nicht unerheblich Zeit, selbst wenn der Original-Seeder eine relativ schnelle Anbindung besitzt. Wenn 500 Leute sich nahezu gleichzeitig auf den Download stürzen, dann ist es zunächst mal fast egal ob Torrent oder normaler FTP. Hinten raus hilft es dann sicherlich einiges abzufedern und Bandbreite zu sparen. Speziell wenn genug Mirror angeboten werden, bleibt es aber schon fraglich ob ein weiterer Torrent (neben den drei vier anderen im Netz) dann noch vernünftig funktioniert. Im Idealfall kann BitTorrent sicherlich helfen.

Derzeit kommt alle Jubeljahre mal ein größerer Download, der die Warteschlange dann auslöst. Ob man dafür dann zusätzlichen administrativen Aufwand treibt, ist halt die Frage. Aber wie gesagt, sind nur meine Gedanken dazu, nichts offizielles, ich muss es auch nicht entscheiden. ;)
 
Ein Nachteil und ein Vorteil sind mir noch eingefallen:

Nachteil: Es wäre nicht mehr möglich den Download auf registrierte User zu begrenzen, da der Torrent beliebig weitergegeben werden könnte.

Vorteil: Bei Verbindungsabbrüchen müsste nicht neu geladen werden. Außerdem würden fehlerhafte Downloads, die dann nicht funktionieren (z.B. Windows 7) nicht mehr auftreten, da ein Download per BitTorrent nach Beendigung überprüft wird.
 
Natürlich kann man die Torrents auf registrierte User beschränken.
Irgendwie müssen doch diese privaten Tracker das auch regeln, sonst wären die ja sinnlos.
 
@Moros:
Wie schon von meph!sto erwähnt unterstützen Torrent-Tracker auch Benutzerauthentifikation.
Und dein "weiterer Vorteil" ist genau das hier: ;)
jackhammer2k schrieb:
  • Daten werden gehasht, d.h. die Daten werden automatisch während/nach dem Download auf Korrektheit geprüft (sehr wichtig für sowas wie ServicePacks)

@CoNk3r
Auf die Warteschlange von Computerbase hatte ich keine Lust, also rate mal, woher ich die Demo grade beziehe! ;)
Aber danke für den Hinweis! :)

HappyMutant schrieb:
[...]Um effektiv arbeiten zu können muss bei Torrents eine kritische Masse erreicht werden, die dann auch aktiv seedet. Um in Schwung zu kommen, braucht ein Torrent auch nicht unerheblich Zeit, selbst wenn der Original-Seeder eine relativ schnelle Anbindung besitzt. Wenn 500 Leute sich nahezu gleichzeitig auf den Download stürzen, dann ist es zunächst mal fast egal ob Torrent oder normaler FTP.[...]
Das ist so nicht ganz korrekt. Schauen wir uns mal ein REIN THEORETISCHES Beispiel an:
Nehmen wir beispielsweise an ein Original-Seeder will eine 1GB-Datei verteilen und hat 10MB/s Upload. Nehmen wir an, dass 100 Leute die Datei runterladen und jeder 50KB/s Upload hat.

Also:
Jeder Client kann vom Seeder mit 10000/100=100KB/s downloaden. Da BitTorrent die Daten so verteilt, dass jeder Client möglichst verschiedene Stücken der Datei runterlädt, wird also nach kurzer Zeit jeder Client selbst auch noch mit 50KB/s andere Clients mit Daten versorgen.

Jeder Client downloaded per BitTorrent also mit 100+50=150KB/s und braucht somit 1000000/150/60=111min.
Per FTP würden die Clients mit 100KB/s downloaden und brauchen damit 100000/100/60=166min.

Man brauchst also nur noch 2/3 der Zeit und der Unterschied wird immer größer, wenn der initiale Seeder weniger Upload hat (oder bereit stellen kann), die Clients mehr Upload haben, es mehr Clients/Seeder gibt oder die Datei größer ist.

Das Beispiel ist stark vereinfacht und entspricht nicht 100%ig dem BitTorrent-Protokoll, aber es sollte den Effekt widerspiegeln, den BitTorrent mit sich bringt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ihr könntet nur als Probe Windows 7 als torrent anbieten.
 
CoolHandLuke schrieb:
Naja, Bittorrent und Edonkey haben halt noch immer einen illegalen Beigeschmack. Außerdem kommt es wahrscheinlich auch darauf an, ob der Erzeuger einer Datei (sei es nun Microsoft für Windows Isos der Betaversion oder wer auch immer) der Verbreitung auf diese Weise stattgegeben hat.

Für mich ist das eher ein Grund, gerade deswegen Downloads über Bittorrent anzubieten. Der "illegale Beigeschmack" ist nämlich Unsinn, deshalb sollten legale Angebote das Gegenteil demonstrieren, um diese falschen Assoziationen aus den Köpfen zu vertreiben.

Und wenn ein Urheber, die Datei nur selbst anbieten möchte, dann dürfte CB die Datei auch nicht selbst hosten. Wenn der Urheber (warum auch immer :freak: ) darauf bestehen sollte, dass seine Dateien nicht per Bittorrent angeboten aber durchaus über konventionellem Weg von anderen Servern gehostet werden dürfen, dann kann man für den Download die Bittorrent-Option ja auch einfach weglassen.

Aber anscheinend ist das Ganze ohnehin schon geplant. Danke Steffen! :)
 
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