Großveranstaltung (Gamescom) - Warum keine Taschenkontrolle?

Galen Erso

Lieutenant
Registriert
Aug. 2012
Beiträge
677
Hallo zusammen,

ich war gestern auf der Gamescom, wir hatten in unserer Gruppe 2 Leute mit Rucksäcken. Am Eingang wurde aber NIEMAND von uns Kontrolliert. Im Internet habe ich gelesen das das bei anderen Leuten auch so war.

Es wurde nicht mal in die Taschen reingeschaut, geschweige denn die Karten wurden Kontrolliert. (Die Karten musste man nur an einem Elekrischen Durchgang Scannen lassen damit man rein kommt).

Wenn ich mir die ganzen Menschenmassen auf der Messe dann angeschaut habe fand ich es schon extrem fragwürdig. Wir hätten ohne Probleme mehrere KG Sprengstoff (soviel wie halt in eine oder mehrere Taschen passen) oder sonst was reinschmuggeln können. Es hat niemanden Interessiert. Und wenn ich mir dann teilweise die Menschenmassen auf einem Fleck anschaue hätte ein Anschlag böse enden können:
11807642_10153010534409109_3481925007932981631_o.jpg

Wieso werden Taschen bei so Großveranstaltungen nicht Kontrolliert? Ist das nicht grob Fahrlässig vom Veranstalter? Klar in der Regel macht niemand was. Aber verrückte gibt es immer, und da habe ich schon ein Ungutes Gefühl wenn die einfach so ohne Kontrolle reinkommen.
 
Man sollte es auch nicht übertreiben mit dem "BIG Brother"; klar, natürlich kann überall etwas passieren, aber wenn nicht auf diese Weise, dann eben auf eine andere ! Eine 100-prozentige Sicherheit kann es nicht geben; und wenn ein Attentäter wegen Kontrollen nicht in die Veranstaltung käme, dann könnte er immer noch draußen mit einem sprengstoffbeladenen Auto in die zuströmenden Massen rasen.

Die Kehrseite wäre ansonsten der totale Überwachungsstaat - dem sei Gott vor !
 
B_Montana schrieb:
Wieso werden Taschen bei so Großveranstaltungen nicht Kontrolliert?
Weil der Einlass dann doppelt oder dreifach so lange dauern würde.

B_Montana schrieb:
und da habe ich schon ein Ungutes Gefühl wenn die einfach so ohne Kontrolle reinkommen.
Dann solltest du zu Hause bleiben und diese sichere Zuflucht nicht verlassen. Nicht auszudenken was dir alles auf offener Straße passieren kann... :freak:
 
Weil der Einlass sonst wahrscheinlich stunden dauern würde, bei dieser Anzahl von Menschen.
Das Gelände ist an manchen Stellen nur von Zäunen begrenzt. Wenn jemand Schaden anrichten will, dann kann man ihn ohnehin nicht aufhalten.
 
Ich hoffe das so etwas nie passiert aber man muss halt sagen; "Das Leben isdt kein Ponyhof." Und Risiken ist man immer ausgesetzt. Da stimme ich meinem Vorredner zu, lieber das Risiko "Leben" so nehmen wie es ist anstatt die totale Überwachung.
 
de la Cruz schrieb:
Die Kehrseite wäre ansonsten der totale Überwachungsstaat - dem sei Gott vor !

Hat nix mit Überwachungsstaat zu tun wenn man mal kurz in die Taschen der Leute reinschaut. Es ist nun mal Fakt das es Terroristen gibt die Sprengstoffanschläge verüben wollen und auch teilweise Erfolg haben.

Klar gibt es nie eine 100%ige Sicherheit. Und das Szenario mit dem Auto wie du es beschrieben hast kann auch passieren. Aber bei dem Menschenandrang in der Halle ist es sehr sehr schlecht ohne Taschenkontrolle. Muss ja kein Sprengstoff sein, kann ja auch eine Biologische Waffe oder irgendwelche Krankheitserreger sein. Die würden sich in Windeseile ausbreiten.
Ergänzung ()

crashbandicot schrieb:
Dann solltest du zu Hause bleiben und diese sichere Zuflucht nicht verlassen. Nicht auszudenken was dir alles auf offener Straße passieren kann... :freak:

Klar auf den Straßen gibt es ja auch Sprengstoffanschläge (siehe Boston). Man kann ja auch mehr Personal einstellen und mehr Eingänge als Einlass bereitstellen damit die Leute Zügig reinkommen. Wir waren bei einem Besucherandrang mit reingegangen und waren nach 2 Minuten drinnen. Wenn es dann 5 Minuten dauert bricht sich IMHO auch niemand einen ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn jemand einen Bombengürtel unter der Jacke versteckt? Dann bringt die Taschenkontrolle auch nichts.
Wenn man Sicherheit will, muss man konsequent sein. Und das ist bei einer Veranstaltung dieser Größe leider fast unmöglich.
 
B_Montana schrieb:
Muss ja kein Sprengstoff sein, kann ja auch eine Biologische Waffe oder irgendwelche Krankheitserreger sein. Die würden sich in Windeseile ausbreiten.

Eben ! Hätte doch etwas mit einem totalen Überwachungsstaat zu tun; bevor man die Daddler kontrolliert, müsste man beispielsweise jeden Tag den gesamten ÖPNV kontrollieren und keinen in einen Bus oder die Bahn steigen lassen, dessen Taschen man nicht gefilzt hätte ! Und vieles, vieles mehr ! Es gibt tausende Gelegenheiten, wo man immer noch Anschläge durchführen könnte, selbst wenn fast alles überall kontrolliert würde !

Wo sollte das hinführen, insbesondere bei uns, wo Anschläge in der aktuellen Situation und Vergangenheit ohnedies bisher kein Problem waren.
 
Sind solche Taschenkontrollen überhaupt zulässig? Müsste das dann evt. vor dem Verkauf der Tickets schon bekannt gegeben werden und man dem vorher zustimmen?

Ich bin mit einer Kontrolle (egal wo) grundsätzlich erst mal nicht einverstanden. Egal um was es sich handelt. Mich regt das Pseudo Sicherheitsgetue am Flughafen schon immer total auf.
 
B_Montana schrieb:
Wir waren bei einem Besucherandrang mit reingegangen und waren nach 2 Minuten drinnen. Wenn es dann 5 Minuten dauert bricht sich IMHO auch niemand einen ab.

Und was ist mit einer Ganzkörperkontrolle? Immerhin kann ich auch einen Sprengstoffgürtel tragen, das Zeug in meinen Schuhen verstecken oder in den Laptop eingebaut mit aufs Gelände schmuggeln.
 
Naja was ist den wenn es wirklich mal dort zu einem Anschlag kommt und viele Menschen sterben? Wird man dann auch sagen: Selbst schuld ihr hättet ja nicht hingehen müssen.
 
Das sind Gefahren mit denen man leben muss. Wenn man das nicht will, muss man sich zu Hause einschließen.
 
crashbandicot schrieb:
Das sind Gefahren mit denen man leben muss. Wenn man das nicht will, muss man sich zu Hause einschließen.

Sehe ich anders, der Veranstalter nimmt viel Geld ein und er hat die Verantwortung für die Sicherheit der Leute. Wenn dann nichtmal ein Minimum an Sicherheit (100%ige Sicherheit kann man nicht gewährleisten) gegeben ist dann ist es doch befremdlich.

Angenommen es passiert ein Anschlag, dann würde doch niemand mehr je auf eine Gamescom gehen wollen. Das wäre IMHO ein viel größerer Einschnitt als eine etwas schärfere Sicherheitskontrolle.
 
Sobald du morgens dein Bett verlässt, bist du den Gefahren der Umwelt ausgesetzt. Theoretisch kann jeder Tag dein letzter sein. Wenn man sich das allerdings dauerhaft im Kopf behält, wird man letztendlich paranoid. Einfach nicht weiter drüber nachdenken.

Angenommen es passiert tatsächlich was auf der Gamecom. Dann wird sich das ähnlich abspielen wie der Vorfall in Duisburg damals. Irgendwer bekommt die Schuld zugeschoben.
 
Sicherheit ist eine Illusion.
Egal wie sicher das System erscheint, es gibt immer unberechenbare Variablen die das komplette System hinfällig machen.
 
B_Montana schrieb:
[...]Angenommen es passiert ein Anschlag, dann würde doch niemand mehr je auf eine Gamescom gehen wollen. Das wäre IMHO ein viel größerer Einschnitt als eine etwas schärfere Sicherheitskontrolle.
In London, Japan, Moskau wird weiterhin die Ubahn benutzt,auch Flugzeuge fliegen noch und Hotels werden noch gebucht, das Oktoberfest gibt es auch noch, Filme werden noch in Kinos geschaut, etc.. Das nur mal als Gegenbeispiele, das waren alles Orte an denen es Terroranschläge mit vielen Opfern gab. Und für mich wären Sicherheitskontrollen an alles diesen Orten schon ein erheblicher Einschnitt in meine persönliche Freiheit.
 
Es gab schon Anschläge auf U-Bahnen, Flugzeuge, ja sogar auf's Oktoberfest und trotzdem werden diese weiterhin benutzt und besucht.
Die Angst darf nicht unser tägliches Leben bestimmen.
Theoretisch müsste man jeden Bürger kontrollieren nachdem er das Haus verlässt.
 
Fellor schrieb:
[...]Die Angst darf nicht unser tägliches Leben bestimmen. [...]
Genau. Auch wenn immer wieder versucht wird diese Angst in unseren Köpfen fest zu setzen. Klappt in Deutschland glücklicherweise nicht so gut wie in anderen Ländern.

Ich verlinke mal und reiße ein Zitat raus: http://www.n-tv.de/politik/Die-Angst-vor-Terror-ist-paradox-article14870751.html
[...] Die Wahrscheinlichkeit in einem europäischen Staat Opfer eines Terroranschlags zu werden, liegt Renns Untersuchungen zufolge aber nur bei 0,002 Prozent. [...]

In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit sogar noch geringer.
Nach Angaben des Innenministeriums kam es nach dem Anschlag auf das World Trade Center 2001 in der Bundesrepublik zu zehn Anschlagsversuchen von Islamisten. Einer dieser Versuche gelang. Im März starben zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen. Die Bilanz: zwei Tote in 14 Jahren.[...]

Zum Vergleich: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sterben jedes Jahr zwischen zehn und vierzig Menschen an den Folgen eines Wespenstiches. Den Tod durch einen Wespenstich, der um ein vielfaches wahrscheinlicher ist als der Tod durch Terrorismus, fürchtet trotzdem kaum jemand. Und bisher ist auch noch kein Politiker auf die Idee gekommen, Millionen zu investieren, um Menschen vor Wespen zu schützen.[...]
Ich habe die Quelle nicht überprüft. Genauso gibt es keine aussagekräftigen Zahlen über die Anzahl der tatsächlich verhinderten Anschläge auf Grund der gesteigerten Überwachungsmaßnahmen. Meist liest man nur, dass die Wirksamkeit angezweifelt wird. Eben weil es auch keine belstbaren Zahlen dazu gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
B_Montana schrieb:
Klar auf den Straßen gibt es ja auch Sprengstoffanschläge (siehe Boston).

Wäre mir ja neu, dass Boston in Deutschland liegt.
Wieso versuchst du das Gefahrenpotential, das mglw. in weit entfernten Gegenden vorherrscht und an dem diese alles andere als unschuldig sind, hier zu instrumentalisieren?

Glaubst du etwas wirklich an die Mär vom Internationalen (islamistischen) Terror hier bei uns?
 
Zurück
Oben