Großveranstaltung (Gamescom) - Warum keine Taschenkontrolle?

Der Hauptgrund ist vermutlich, dass der Veranstalter nicht gross an Essen/Getraenke Verkauf verdient. Das ist imho der Hauptgrund fuer Taschenkontrollen bei sonstigen Grossveranstaltungen. Damit man ja nicht noch Essen und Bier mitnehmen kann, das soll man bitte gefaelligst innen fuer gutes Geld kaufen.

Nur die Menschenansammlung ist eben nicht wirklich ein Grund bzw. wenn zuend ich halt die Bombe in der Warteschlange zur Sicherheitskontrolle. Es gibt auch jeden Morgen soviel Gedraenge an Ubahn Stationen.

@Krafty:
Es gab auch schon Anschlaege im Nahverkehr in Spanien...
 
Wieso gehen wir hier allgemein von Terrorismus aus? Für eine Veranstaltung a la Gamescom reicht doch schon ein Verrückter um jede Menge Schaden anzurichten.
 
@linkser:
Meinst du son ETA Anschlag? Inwiefern könnten die selben Leute hier sowas planen?

@Fellor:
Wenn jemand was von Sprengstoff erzählt, dann ist nunmal die erste Assoziation Terrorismus.
Aber die Verrückten bedienen sich ja glücklicherweise eher herkömmlicher Mittel wie Messer und Schusswaffen, was in dem Umfeld zu deutlich weniger Betroffenen führen sollte.
 
Naja eine Bombe kann man sich mit Material aus dem Baumarkt basteln.
Letztendlich ist die Art der Bedrohung nur mit dem Ausmaß zusammenhängend. Es reicht ja schon ein kleiner Vorfall um eine Debatte auszulösen.
 
Als die letzten das versucht haben, war die Mitarbeiterin im Baumarkt sehr aufmerksam (auch wenn sich der BfV/Inneres das gerne aufs Fähnchen schreiben würden).
 
Nicht jeder ist so blöd und kauft alles in einem Baumarkt. Spätestens wenn man Breaking Bad gesehen hat, weiß man das ;)
 
Taschenkontrolle werden nicht wegen Sprengstoff gemacht, sondern eher um Randale zu verhindern. Da wird bspw nach Gasflaschen, Messer und Co geschaut.
Gegen ein Bombenanschlag hilft das alles nicht.
Im Gegensatz zu einem Fußball Spiel sind aber auf der Gamescom keine Ausschreitungen zu erwarten, also kann man sich die Taschenkontrolle sparen.

Btw Taschenkontrollen dienen sicher nicht dazu mehr Getränke zu verkaufen. Solange alles in Plastik Flaschen ist, können die es nicht einfach einkassieren. Ich kam zumindest überall bisher rein mit Plastik Flaschen. Außer mal im Kino, die wollten noch abzocken. Ging letztendlich aber doch...
 
Die einzige Randale auf der Gamecom richtet sich wohl gegen RTL-Mitarbeiter :evillol:

Fakt ist: Wer Schaden anrichten will, der wird das auch tun. Egal ob Kontrolle oder nicht.
 
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du der erste sein wirst, der sich über die Dauer Taschenkontrollen aufregen würde. Ich versichere dir, du und das Security-Personal werden grundverschiedene Auffassungen haben. Ich habe nicht nur eine Diskussion mitbekommen, ob das Deospray der Dame nun lebensotwendig ist oder eine potentielle Gefahr darstellt.

PS: Man kommt auf Festivals ohne Probleme mit Butterflymessern durch die Kontrolle. Man muss die nichtmal verstecken.
 
B_Montana schrieb:
....Hat nix mit Überwachungsstaat zu tun wenn man mal kurz in die Taschen der Leute reinschaut. Es ist nun mal Fakt das es Terroristen gibt die Sprengstoffanschläge verüben wollen und auch teilweise Erfolg haben.

Klar gibt es nie eine 100%ige Sicherheit. Und das Szenario mit dem Auto wie du es beschrieben hast kann auch passieren. Aber bei dem Menschenandrang in der Halle ist es sehr sehr schlecht ohne Taschenkontrolle. Muss ja kein Sprengstoff sein, kann ja auch eine Biologische Waffe oder irgendwelche Krankheitserreger sein. Die würden sich in Windeseile ausbreiten.
.....

Du gehst vermutlich davon aus, dass dann in einem Rucksack ein paar zusammengeklebte Dynamitstangen mit tickendem Wecker vornedran gefunden werden? Oder ein Paket auf dem fett C4 draufsteht? Das wäre nur die Filmvariante für ganz Doofe.

Wenn Du wirklich Sprengstoff oder irgendeine ABC Waffe auf so eine Veranstaltung bringen willst, dann findet die keine Kontrolle, die auch nur annähernd zeitnah durchzuführen ist. Abgesehen von Metalldetektoren und/oder der berühmten Taschenkontrolle (ein schneller Blick von einer Aushilfskraft, na super..).
Da kommen so viele Freaks in irren Outfits aus den verrücktesten Materialien... wer soll da entscheiden, dass das ungefährlich ist. Abgesehen davon ist es kinderleicht sich als eben diese Aushilfskraft anstellen zu lassen und dann schmuggelst du dich quasi selbst hinein. Kabumm.... das wars
 
Sieh es positiv, auch wenn es makaber klingt: Viele Menschen = Viele Fleischschilde, falls doch mal was hochgehen könnte. Problematischer sehe ich Chemikalien in der Belüftungsanlage.
 
Ylem schrieb:
PS: Man kommt auf Festivals ohne Probleme mit Butterflymessern durch die Kontrolle. Man muss die nichtmal verstecken.

Dann haben wir wohl unterschiedliche Festivals besucht. ;) Auf keinem je von mir besuchten Festival kam ich ohne Kontrolle auf das Festivalgelände (bitte nicht mit dem Campinggelände verwechseln!).
 
Die Taschenkontrolle auf Festivals ist oft nur sehr oberflächlich. Jeden wirklich zu filzen würde auch viel zu lange dauern.
 
Ja, es ist auch verboten sich in Menschenmengen in die Luft zu sprengen...
 
Egal, wie man es dreht oder wendet, wenn man auf eine Art zum Beispiel durch gründliche Kontrollen, Anschläge verhindert, dann können diese auf andere Arten geschehen. Wer das nicht akzeptiert, der sollte zu Hause im Bett bleiben; obwohl, das ist auch gefährlich, denn zwei Drittel aller Menschen sterben im Bett !:evillol:
 
Für das, was der TE da fordert, gibt es übrigens auch einen Fachbegriff: Security Theater

Das sind Maßnahmen, die keinen wesentlichen Sicherheitsgewinn bringen, aber die Menschen beruhigen sollen, es werde doch etwas für ihre Sicherheit getan.
 
Knecht_Ruprecht schrieb:
Butterflymesser? Redest du von deutschen Festivals?

Selbstverständlich rede ich von deutschen Festivals. Und nicht von 400 Leuten-Nischenfestivals, sondern den ganz großen. Die Scurity wird von Dritten rekrutiert und zeichnet sich in der Linie durch Unkenntnis von allem möglichen aus. Die können das Ding sehen und du sagst denen, das wäre ein Zollstock und du darfst. Juckt die nicht. Stattdessen gibt es besagte Diskussionen um Deosprays, Labellos (gemeingefährliche Wurfgeschosse) und was weiß ich nicht noch was ich alles mitbekommen durfte, während man in der Schlange stand und da minutenlang über irgendwelche Kinkerlitzchen debattiert wurde. Das würde auf der Gamescom nicht anders aussehen. Zumal es dort durch Cosplay sehr viel mehr "indirekte" Gefahren geben dürfte als prinzipiell schnell und einfach identifizierbare Messer.
 
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