grundlegende Fragen zum Overclocking

FSX

Ensign
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Ich überlege mir gerade, ob ich vielleicht meinen C2D E6600 etwas (maximal 3,0 GHz, aber mehr würden mein MB und mein Kühler - siehe unten - wohl eh nicht mitmachen) übertakten soll. Ich kannte mich mit Übertakten nicht so gut aus, habe mir aber gründlich "[How To] Intel übertakten" durchgelesen und auch die Suchfunktion benutzt und weiß jetzt schon mehr ;). Trotzdem habe ich noch offene Fragen, weil ich zu manchen Sachen nichts oder Widersprüchliches gefunden habe.


1. Wie viel bringt Übertakten (für mich) wirklich?

allgemein: Rein theoretisch müsste es ja so sein, dass mir das Übertakten meines E6600 von 2,4GHz um 0,6GHz auf 3,0GHz (bei voller Auslastung) eine Leistungssteigerung von 0,6/2,4 = 25% bringt. Hier im Forum habe ich aber irgendwo gelesen, dass die Leistungssteigerung tatsächlich geringer ausfällt. Stimmt das und wenn ja, warum ist das so?

speziell für mich: Ich verwende meinen PC hauptsächlich zum Spielen, wobei ja mehr die Grafikkarte (8800GTS) gefordert ist. In dem Test der 8800GTS steht aber, dass in 1280*1024 - in dieser Auflösung spiele ich - die CPU (im Test wurde ein FX-60 verwendet) limitiert. Manche im Forum schreiben, das sei Quatsch, andere schreiben, dass alle Prozessoren außer dem X6800 die G80-Karten limitieren. Was davon stimmt denn nun?


2. Wie hoch sind die Risiken und wodurch werden sie bestimmt?

Dass Overclocking die Lebensdauer der CPU verkürzt, ist klar. Aber welcher Faktor bestimmt, wie stark das Overclocking der CPU schadet: die Temperatur, der nötige VCore oder eine Mischung aus beidem?
Ich weiß zwar, dass jede CPU unterschiedlich ist, aber kann man ungefähr eine Abschätzung geben, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein auf 3,0GHz übertakteter E6600 innerhalb der nächsten 1-2 Jahre den Geist aufgibt?


3. Wenn ja, wie übertakte ich am besten - im BIOS, mit ClockGen oder über A.I. NOS?

Fast alle hier bevorzugen die Einstellung im BIOS. Auch in "[How To] Intel übertakten" wird das stillschweigend vorausgesetzt ohne auf die anderen Varianten einzugehen. Das Übertakten mit ClockGen kommt zwar für mich sowieso nicht in Frage, da das Programm meinen Chipsatz nicht unterstützt. Trotzdem würde mich interessieren, was denn gegen ClockGen spricht (vielleicht wird ja mein Chipsatz irgendwann unterstützt).

Zu A.I. NOS finde ich Sachen wie

4. A.I. NOS ist totaler Schrott (habe es auf 3 Asus Boards getestet)
(natürlich ohne Erklärung, warum es "totaler Schrott" ist), aber auch

Ich hab AI N.O.S. [...], ist eine tolle Sache

Dass man mit A.I. NOS nicht das Maximum aus seiner CPU holen kann, weiß ich - aber das will ich ja auch gar nicht. Was haltet ihr von A.I. NOS und warum (nicht vergessen: mit A.I. NOS verliert man seine Garantie nicht :cool_alt: ) ?


Vielen Dank im Voraus für eure Antworten
 
zu 1) Bei CPU-lastigen Anwendungen kommst Du nahe an die 25 % dran, aber nur da, beim zocken hängt es vom Spiel ab

ein E6600@3,0 GHz passt gut zu einer GTS...;)

zu 2) Mischung aus beidem, aber abschätzen kann man das nicht

zu 3) Für Dauerbetrieb eindeutig BIOS, alles andere bringt nichts
 
Zur 2) Wennde deinen E6600 auf 3,0 Ghz übertaktest und ne waKü benutzt ( ich denke man kann deinem Sys ansehen das du das Kleingeld dazu bestimmt hast ;-) ), dann dürfte sich die Lebensdauer eig gar nicht bis sehr gering verkürzen. Natürlich kann man das nicht voraussehen, aber auf jedenfall ist ne WaKü besser zum OC'en geeignet als ne Luftkühlung, da die CPU einfach Kühler bleibt.
 
die lebensdauer geht zumeist dann runter wenn man die Vcore hochdreht.
takt alleine macht nicht viel aus.

zu 1.)
dass die Leistungssteigerung tatsächlich geringer ausfällt
wie bereits gesagt bei extrem CPU lastigen anwendungen kommste nahe an die 25%.
bei allem andren musst du bedenken, dass auch das MoBo, die GraKa und das RAM arbeiten müssen.
daher bleibt dort die leistung hängen.
und das windoof frisst auch :D

cYa
 
zu 2) was verkürzt beim oc eigentlich die lebensdauer: eigenbtlich doch nur eine evtl überhöhte temperatur, oder?
 
Lebensdauer hin oder her - die Verkürzung dieser ist so marginal, dass es zu vernachlässigen ist. Erstens mal verschleissen integrierte Schaltkreise garnicht bis kaum und zum anderen gehe ich stark davon aus, dass du deine CPU nicht unbedingt Jahrzehnte lang behalten und somit noch den ehrenamtlichen Tod dieser erleben wirst. CPUs und ähnliches sterben meistens wegen unsachgemäem Gebrauch, wo eigentlich mechanische Einwirkung, zu hohe Spannung + Temp und diverses inbegriffen sind.

Wenn die Spannung für den 65nm Chip und dessen Temperatur in annehmbaren Bereich bleibt kann eigentlich kaum mehr passieren als wenn er auf Standard Takten mit Standard Spannung läuft. Und Kühlung ist das a und o: Wenn ein Chip kühler läuft, braucht er im allgemeinen weniger Spannung für eine bestimmte Frequenz. Man hat mit guter Kühlung also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Zum anderen wirst du die 25% nie erreichen. Die Pro-Takt Leistung des Conroes nimmt mit zunehmendem Takt ab. Wenn du ihn angenommen erstmal auf 4Ghz hast und dann noch auf 4,5 raufgehst (Theorie!) wirst du davon um einiges weniger merken als von einem Sprung 2Ghz->2,5Ghz. Nicht nur was das Verhältnis betrifft, sondern auch die theoretische Gesamtleistung. Ist gut an Super-Pi Durchläufen zu veranschaulichen.

Und Übertakten sollte man sowieso nur im BIOS. Stell dir vor, dein Rechner startet mit Standard Takten - plötzlich startet ein Windows und dein System wird mit Spannung- und Takterhöhungen vergewaltigt. Sowas ist nicht unbedingt gut .. auch Grafikkarten würde ich per BIOS übertakten.
 
das kling irgenwie logisch:D

2,0 -> 2,5 25%
4,0 -> 4,5 12,5%

oder net:evillol: :evillol:
 
1. Übertakten bringt genausoviel mehr CPU Leistung wie du übertaktest. Ob du die CPU Leistung dann auch in Nutzen umsetzet ist eine andere Frage.

3. Per BIOS, also "von Hand". Wenn Clockgen geht würd ich das mal probieren.

Ich persönlich bin ein Freund von bedachtem übertakten.. Ich würde vom C2D nicht wesentlich mehr als 3Ghz erwarten... und nur kalte settings laufen lassen:)
 
m_tree schrieb:
Die Pro-Takt Leistung des Conroes nimmt mit zunehmendem Takt ab. Wenn du ihn angenommen erstmal auf 4Ghz hast und dann noch auf 4,5 raufgehst (Theorie!) wirst du davon um einiges weniger merken als von einem Sprung 2Ghz->2,5Ghz. Nicht nur was das Verhältnis betrifft, sondern auch die theoretische Gesamtleistung.

replikant0815 schrieb:
1. Übertakten bringt genausoviel mehr CPU Leistung wie du übertaktest.

Das widerspricht sich jetzt aber, oder?!
 
Also ich sehe keinen Grund wieso die CPU Leistung nicht linear zum Takt steigen sollte.

Die Leistung des Gesamtsystems hängt natürlich von zig anderen Faktoren ab, da kann die Graka oder die Festplatte den Flaschenhals darstellen und eine schnellere CPU bringt 0%.
 
replikant0815 schrieb:
Also ich sehe keinen Grund wieso die CPU Leistung nicht linear zum Takt steigen sollte.

Die Leistung des Gesamtsystems hängt natürlich von zig anderen Faktoren ab, da kann die Graka oder die Festplatte den Flaschenhals darstellen und eine schnellere CPU bringt 0%.

eher die festplatte;)
 
Ai N.O.S hab ich schon getestet.

Wenn ich auf max übertaktung(20%) gehe dann kann es passieren das der Prozzi zu wenig Vcore bekommt. Die kann man aber dann manuell berichtigen. Dann läufts problemlos.

Bei meinem alten P4 hatte ich sogar mehr punkte beim Aqua3bench mit Ai N.O.S@20% als manuell mit 3,8Ghz. Keine Ahnung warum??

Ai N.O.S taktet auch irgendwie erst mit Windoof hoch,verstehe zwar nicht wie das geht aber is so. Ob das schädlich ist oder nicht keine Ahnung?

greetz
 
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