Grundstück Pacht kündigen ohne Vertrag

Kobe

Lieutenant
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Aug. 2006
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Hallo an alle,

meine Mama hat noch einen Acker/Wiese in ihrer Geburtsstadt. Dieser wurde damals von der Mutter meiner Mama an jemanden verpachtet/überlassen zum bewirtschaften (schriftlich haben wir nichts). Wir möchten den jetzt selbst bzw. jemanden anderem verpachten (dort dann natürlich auch Pacht erhalten). Wir haben jetzt rausgefunden, wer den Acker bewirtschaftet. Reicht da ein Schreiben bzw. müssen wir was beachten? Wir selbst haben nichts mit dem Herrn abgeschlossen.
 
Kommt auf die Zahlweise der Pacht an.
jährliche Zahlung = Jahresfrist für Kündigung
monatliche Zahlung = monatliche Kündigungsfrist
 
Wir erhalten ja seit 20 oder 25 Jahren keine Pacht, da der Acker von der verstorbenen Mutter meiner Mama verpachtet wurde, ohne Geld dafür bekommen zu haben.
 
Jep, die Dokumente haben wir. Bei der Berufsgenossenschaft ist er bei uns auch drin. Wir mussten aber Landwirte in der Nähe fragen, wo der Acker genau ist + wer diesen bewirtschaftet.
 
Naja wenn es keine schriftliche Vereinbarung gibt würde ich freundlich mit dem aktuell Nutzer reden. Und einen realistischen Zeitrahmen zur Übergabe ausmachen (ggf. wachsen da noch Pflanzen etc die geerntet werden müssen). Wenn er sich querstellt kommt ihr um einen Anwalt eh nicht rum.
 
Laut meiner Mutter wurde es mündlich verpachtet ohne Pachtgebühren. Geerntet ist alles, da der Acker jetzt eine Wiese ist und mähen vorbei ist. Telefonisch hat man ihn schon vor ein paar Monaten angerufen und ihm mitgeteilt, das der Acker selbst benutzt werden möchte. Hier hat er gemeint, man soll es noch einmal überlegen. Diese Überlegung habe ich jetzt gemacht und wollte es telefonisch durchgeben. Leider nimmt er jetzt nicht mehr das Telefon ab.
 
mündlicher Vertrag = wird behandelt wie Jahresfrist
 
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Und im Zweifel kann er ja versuchen etwas einzuklagen wenn er sich unrecht behandelt fühlt.
 
Wie groß ist denn die Fläche? Durchaus möglich, dass er nicht nur die Fläche umsonst nutzen konnte, sondern auch noch über Jahre Zahlungsansprüche für die Fläche bekommen hat.
 
Es sind ca. 26 ar. Pacht liegt bei rund 17 €.
 
Ok, das ist dann ja eine kleine Fläche. Bei Wiese/Acker dachte eher in Richtung 1-2 ha. Dann hält sich der Pachtverlust über die letzten 20 Jahre immerhin in Grenzen.
 
Kobe schrieb:
Wir möchten den jetzt selbst bzw. jemanden anderem verpachten (dort dann natürlich auch Pacht erhalten).
Weil ihr dem anderen einen Gefallen tun wollt, oder weil ihr Pacht dafür verlangen wollt?
Evtl. ist auch der aktuelle Nutzer bereit euch Pacht zu bezahlen.

Generell würde ich erstmal mit dem bestehenden Pächter/Nutzer REDEN, evtl. hat der auch gar nicht so das große Interesse da dran und verzichtet ab sofort drauf, dann musst du dich nicht mit Fristen rumplagen.
 
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Dem wo ichs eventuell geben will, bewirtschaftet schon andere Wiesen (Baumwiesen möchten Landwirte nicht gerne mähen) von uns. Das spart mir Arbeit. Pacht würde der andere jetzt auch bezahlen. Was mir auch ein bisschen sauer aufstößt, der wo es jetzt bewirtschaftet wollte es nächstes Jahr an jemanden weiter verpachten. Logisch möchte er es nicht abgeben bzw. hat daran kein Interesse. Man erreicht ihn momentan nicht, da muss ich mal rüber fahren und klingeln. Da findet sich bestimmt eine Lösung.
 
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