Grundverständnis: 1 Lüfter vs. 2 Lüfter

S

Schnitzlhuber

Gast
Hallo zusammen,

momentan beschäftige ich mich mit dem Thema Rechnerzusammenstellung und dabei logischerweise auch mit dem Thema CPU-Kühler. Da gibt es ja Varianten mit einem und welche mit zwei Lüftern. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es sinniger ist, zu einer Variante mit zwei Lüftern zu greifen, als zu einem Kühler mit nur einem Lüfter. Ich verstehe es so, dass sich die Lüfter gegenseitig entlasten und somit weniger stark hochdrehen müssen; folglich unterstützen sie ein leiseres Arbeitsumfeld, was nicht ganz unwichtig wäre. Was spricht also noch für Kühler mit einem Lüfter?

Konkret habe ich den Mugen 4 PCGH-Edition für einen anstehenden Rechner (i7 4790k, i6700k, ... die Größenordnung) ins Auge gefasst. Zu diesem Modell gibts – auch hier in Forum – vergleichsweise wenig Informationen.

Besten Dank für eure Antworten.
 
Hast so schon recht.
Der Luftstrom ist linearer bzw. besser zwischen den Kühllamellen geführt. Somit sollte die Kühlleistung auch besser sein und die Lüfter langsamer drehen können.

Die negativen Seiten sind auch klar. Evtl. teurer, größer, mehr bewegliche Teile.

Die Frage ist wohl einfach, ob das noch Sinn macht. Habe einen Macho mit einem Lüfter und den höre ich im Idle auch nicht ;) Aber der Aufbau mit zwei Lüftern ist technisch gesehen besser.
 
Naja, was den Preis angeht: die 45€ die o.g. kosten würde, wäre ich bereit zu investieren. Viel mehr muss auch nicht sein, aber ca. 50€ sind ein Betrag, die ich bereit wäre, für den CPU-Kühler auszugeben.
 
Bei Doppelturmkühlern stimmt es, bei Kühlern wie dem Mugen hat es praktisch 0 Effekt. Die PCGH Versionen sind besonders schlecht weil nicht regelbar und auf 800rpm festgestellt. Kauf einen normalen Mugen.
 
Für Varianten mit einem Lüfter spricht der niedrigere Anschaffungspreis und ggf. die besseren Platzverhältnisse im Gehäuse bzw. weniger Komplikationen mit eventuell hohen Spannungswandlerkühlern auf dem Mainboard.

Ansonsten ist deine Vermutung soweit richtig. Es gab mal einen entsprechenden Test (ich glaube sogar hier bei CB) von einem der großen Noctua Kühler. Vielleicht auch für mehrere Kühler im Vergleich das weiß ich nicht mehr. Da wurde verglichen wie der Kühler sich bei einem und zwei Lüftern verhällt. Dabei zeigte sich das bei zwei montierten Lüftern diese weniger hoch drehen mussten um die selbe Temperatur zu halten und somit über den erreichbaren Temperaturbereich jeweils langsamer drehten und dadurch zusammen leiser waren als ein einzelner (oder umgekehrt, bei gleicher Lautstärke eine geringere Temperatur). Nur die maximale Lautstärke bei 100% Umdrehungen war natürlich lauter, bei dafür etwas weniger Temperatur.
 
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Zunächst steht ja erstmal die Frage, was willst du herunter Kühlen. Willst du dein System bis an die Grenzen übertakten?

Wenn man sich anschaut mit was boxed CPUs (früher) mit Lüftern ausgeliefert worden, dann wird ein Mugen Kühler spielend mit einer normal getakteten CPU fertig, auch wenn da nur ein Lüfter dreht. Ich behaupte einfach mal den Lüfter kannst du da auf mininmals Drehzahlen problemlos laufen lassen (so das dieser aus dem Stand noch anläuft).

Ich schleife seit Jahren (Angefangen mit einer Core2Duo CPU) einen Noktua Kühler (Anschaffungspreis 80€, der sich aber schon lange bezahlt hat) durch, betrieben mit einem Lüfter an einer Lüftersteuerung. Aktuell ein System mit I5 - 3570. Im Sommer übersteigt es selten die 45 Grad Grenze (bei Last) bei 600 U/Min. Im Idle sind es zwischen 30 und 40 Grad. Also weit unter Werten, wo es überhaupt kritisch wird.

In diesem Szenario sehe ich 2 Lüfter eher überflüssig.

Beim Übertakten sieht das sicherlich dann anderes aus. Dazu kann ich dir aber nichts sagen, da ich es bei meinen System grundsätzlich auf dem Standard lasse.
 
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Ansonsten ist deine Vermutung soweit richtig. Es gab mal einen entsprechenden Test (ich glaube sogar hier bei CB) von einem der großen Noctua Kühler.

Das war nicht zufällig ein Doppelturmkühler wie der NH-D14? die werden sehr oft mit nur einem Lüfter getestet und da gibts auch Unterschiede. Ältere Mugen wurden auch schon mit Doppellüfter getestet, da wars im Rahmen der Messungenauigkeit.
Zudem kann man diese Kühler auch mit einem kaufen und einen zweiten Lüfter nachrüsten. Wenn du ~45€ ausgeben willst, ist ein HR-02 sofern ins Gehäuse passend deutlich besser als 2 Lüfter. Größe ist bei Kühlern entscheidend.
 
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Naja so pauschal würde ich das nicht sagen, da spielen mehrere Faktoren mit rein:

Grundsätzlich:
Ja, bei zwei Lüftern kann mehr/linearer Luft bewegt werden -> Gleicher Kühleffekt bei weniger Drehzahl ABER dafür zwei Geräuschquellen -> Es kommt als auf die Lüfter an sich an, wie leise sie in welchen Lastbereichen sind.

Dann spielt aber auch sehr stark der Kühlkörper mit rein. Viel Fläche brauch logischer weiße weniger Luftstrom zur gleichen Wärmeabfuhr bis irgendwann die Fläche so groß ist, dass der durch die Thermik entstehende Luftstrom ausreichend ist = passiv = leise da keine bewegten Teile.



Insgesamt fährt man meistens mit einem qualitativ hochwertigen (leisen) Lüfter besser. Viele Lüfter machen z.B. bei einer WaKü mehr Sinn, da hier eine relativ große Fläche mit recht konstanten Temperaturen gekühlt wird. (Konstant soll heißen, dass das Wasser bei Lastwechseln viel mehr Zeit benötigt um seine Temperatur zu ändern im vgl. zu Towerkühlern, die ja in Sekunden die Hitze von der CPU in relativ wenig Masse verteilen müssen)
 
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Umso schneller der Lüfter dreht, umso mehr Luft fliegt vorbei, die sich erwärmen kann, bzw. das Metall kühlt. Mit zwei Lüftern geht die Luft aber nicht schneller (vor allem nicht bei kleineren Drehzahlen) durch die Lamellen. Wenn man den gesamten Luftstrom durch die Lamellen leiten wollte, wäre ein kleiner Plastikkasten um den Kühlkörper herum sinnvoller, daher denke ich, dass es dabei nur um cooles Aussehen geht.
 
Ich habe den normalen Mugen4 und einen zweiten 120er selbst nachmontiert, gekühlt wird ein 4790K.
Temps mit einem Lüfter unter Last 67Grad mit zwei Lüftern bei gleicher Drehzahl 61 Grad und bei 400 Umin 65 Grad wobei ich den absaugenden Lüfter ca 50 bis 100 Umdrehungen schneller laufen lasse.

Insgesamt ging es mir dabei um leiseres sowie gleichzeitig kühleres Gehäuse.
 
Meiner Meinung nach wird die Cpu-Kühlung überbewertet weil einerseits Sicherheitsmechanismen vorhanden sind und andererseits die Funktion auch bei höheren Temperaturen Sichergestellt wird, es sei dem es wird massiv übertaktet (overvoltet).

Ist ja nich so das die CPU ständig Vollgas läuft sondern meistens bei 5% rumdümpelt, außerdem machen 100 Grad der CPU rein gar nichts aus, ist ja kein Wasser drin das kochen kann, oder?

Die Message ist, die CPU ist das Lezte Bauteil das den Hitzetod stirbt.

Also, warum darf eine CPU nicht mit einem Propeller Gekühlt werden oder wärmer werden?
 
Leobald schrieb:
Meiner Meinung nach wird die Cpu-Kühlung überbewertet weil einerseits Sicherheitsmechanismen vorhanden sind und andererseits die Funktion auch bei höheren Temperaturen Sichergestellt wird, es sei dem es wird massiv übertaktet (overvoltet).

Ist ja nich so das die CPU ständig Vollgas läuft sondern meistens bei 5% rumdümpelt, außerdem machen 100 Grad der CPU rein gar nichts aus, ist ja kein Wasser drin das kochen kann, oder?

Naja ganz so ist das nicht.
Ja, die CPU überlebt hohe Temperaturen sehr lange, aber:

Hitze bedeutet auch bei nicht bewegten Bauteilen eine mechanische Beanspruchung (Hitze = Bewegung auf molekularer Ebene = Abnutzung).
Daher wird die Lebensdauer mit steigenden Temperaturen auch exponentiell geringer.
Ob da nun aus 50Jahren 20 Jahre werden oder aus 10Jahren 1Jahr kann wohl keiner sagen, hängt auch immer vom einzelnen Chip ab.
 
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