GTX 1080ti Löten

applebirne schrieb:
Hat jemand eine Ahnung ob die Wattzahl / Belastbarkeit hier eine Rolle spielt?
Ja, spielt eine Rolle. Du solltest auf jeden Fall gleich viel oder mehr Watt Belastbarkeit haben, als der originale Widerstand. Mit 3W solltest du auf der sicheren Seite sein.

Und ergänzend noch, wenn du den C83 wirklich nicht mehr hast, dann miss zumindest den Wert von C80. Auch wenn C83 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den gleichen Wert wie C80 hat, wird er vermutlich nicht weit davon entfernt sein. Den gleichen Wert für C83 herzunehmen ist vermutlich besser, als C83 ganz weg zu lassen. Ich nehme jetzt einfach einmal an, dass C83 für Decoupling, Smoothing oder als Reservoir gedacht ist und nicht Teil von irgend einer Oszillator-Schaltung oder so etwas ist. Denn dann ist der Wert von C83 nicht ganz so wichtig.

Gruß
BlackMark
 
Darkscream schrieb:
Natürlich den Power Mod.
Ich hab den PowerMod direkt durchgeführt als ich die Karte neu bekommen hab, hab also keinen vorher nachher vergleich. Ich war aber sehr zufrieden mit der Leistung.
Dass die Mehrleistung nicht im Verhältnis zum Risiko steht sollte natürlich klar sein.
 
Der zu verbauende Widerstand sollte die selbe Leistung haben, bei identischem Package sehr wahrscheinlich.
Der fehlende Kondensator sollte mit identischem Wert ersetzt werden. Leider haben Keramik Kondensatoren keinen Aufdruck, da hilft nur nachmessen.
Wenn du den alten noch hast geht das mit einem entsprechenden Messgerät.
Willst du ihn auf einer anderen, baugleichen Karte ausmessen, solltest du ihn dafür vorher auslöten. Im eingebauten Zustand kann es durch parallel liegende Komponenten zu erheblichen Verfälschungen kommen.
Löten ist mit dem richtigen Equipment kein Problem. Heute wird in der Industrie nur noch Bleifreies Lot verwendet. Das braucht höhere Temperaturen und verbindet sich schlecht mit Bleihaltigen Lot. Du solltest die Lötstellen vorher gut von dem alten Lot befreien.

Edit
Ich hätte nicht zwischendurch Essen gehen sollen.
Wurde ja schon alles geschrieben 😁
 
Sooo, kleines Update...
Das paket mit den Widerständen ist heute angekommen, hab mich also direkt ans löten gemacht...
Nach einer weile rumprobieren bin ich dann zu dem Schluss gekommen dass das Lötzinn nicht haftet da, wie @macmat erwähnt hat, auf den Lötstellen noch eine hauchdünne schicht vom alten, Industriellen Lötzinn ist. (bekommt ich nicht mit Entlötlitze ab)
Hab dann probiert das ganze mit Schleifpapier zu entfernen, aber schnell aufgegeben, weil ich so ziemlich alles andere außer der Lötstelle abgeschliffen hab :rolleyes::D. (Bild)
Habe jetzt erstmal auf Amazon einen Glasfaserstift zum reinigen der Lötstelle bestellt, in der Hoffnung dass ich die Karte noch nicht ruiniert hab. - was meint ihr?
 
Gib die doch ab & lasse es machen... bevor du die komplett zerstörst. Die ca. 20 Euro...;)
 
PRAXED schrieb:
Gib die doch ab & lasse es machen... bevor du die komplett zerstörst. Die ca. 20 Euro...;)
Es geht mir eigentlich nicht um die 20€, sondern darum dass ich als Schüler ohne Auto und Führerschein 2x jeweils zwei Stunden hin und zwei stunden zurück mit den öffentlichen in die Stadt juckeln muss. Außerdem ist es ne ganz gute Übung sowas auch mal selber zu machen, jetzt weiß ich ja schon besser bescheid für's nächste mal.
Wenn es Morgen trotzdem nicht klappt, werd ich natürlich nicht drum herumkommen das irgendwo löten zu lassen.
 
Die Karte sieht schon ziemlich ramponiert aus, muss aber noch nicht ruiniert sein.
Es macht nicht viel Sinn die Lötstelle mit einem Glasfaserpinsel oder sogar mit Schleifpapier zu bearbeiten.
Du hast ja stellenweise schon bis auf´s blanke Kupfer geschliffen, das lässt sich auch nicht gut löten.
Versuche erst mal folgendes:
Den Lötkolben auf eine hohe Temperatur, mindestens 300°C einstellen und die Pads erst mal erhitzen (2-3 Sek.), dann während die Lötspitze noch auf dem Pad ist, mit dem Lötzinn an Pad und Lötspitze gehen.
Das Zinn sollte sich jetzt gleichmäßig über das Pad verteilen. Lot und Lötkolben vom Pad entfernen.
Der Vorgang sollte nicht länger als 5 Sekunden dauern, sonst kann sich das Pad von der Leiterplatte lösen.
Um das neue mit dem alten Lötzinn zu entfernen, die Entlötlitze auf das Pad legen und mit der Lötspitze auf die Entlötlitze drücken, bis das Lot sich verflüssigt und von der Litze aufgesaugt wird.
Das Pad sollte dann vom Lötzinnrest befreit sein, es bleibt aber trotzdem silbrig, muss so sein.
Wenn alle Pads gesäubert sind, auf einer Seite wieder etwas Lötzinn auftragen und ruhig abkühlen lassen.
Dann das Bauteil auflegen, eine Seite steht dann etwas hoch von dem Lötzinn.
Die Lötspitze an die Stelle zwischen Bauteil und Lötzinn halten und dabei von oben leicht auf das Bauteil drücken.
Wenn das Lötzinn jetzt schmilzt, legt sich das Bauteil in richtige Position, festhalten, Lötkolben entfernen und warten bis das Lot erstarrt ist.
Jetzt die andere Seite verlöten, auch hier erst den Lötkolben an den Übergang Bauteil/Pad halten, dann mit dem Lot an diese Stelle gehe, Lot wegnehmen, Lötkolben wegnehmen.

Viel Erfolg!
 
Nein. Die arme Karte. :heul:
Warum hast du nicht vorher nachgefragt, bevor du auf die unglaublich dumme Idee gekommen bist, mit Schleifpapier das PCB zu zerstören?!
Dein Problem ist nicht das bleifreie Lot, sondern deine Löttechnik. Du hast einfach nur was falsch gemacht. Ergänzend zu @macmat seiner Anleitung, schau dir noch dieses Video an: How to Solder properly || Through-hole (THT) & Surface-mount (SMD)

Vergiss den Glasfaserstift auch sofort wieder. Den einzigen Stift, den du verwenden kannst, obwohl das überhaupt nicht notwendig ist, ist ein Flux Stift.

Nimm die richtige Technik, dann hast du auch keine Probleme diesen riesigen SMD Widerstand anzulöten.

Gruß
BlackMark
 
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