Also ich bin mit Sicherheit kein Experte für Elektrotechnik, aber als Physikstudent lehne ich mich einfach mal so weit aus dem Fenster zu behaupten, ein klein wenig Ahnug habe ich schon von Widerständen und so Krams.
Der Widerstand eines Kabels ändert sich nicht sonderlich, solange man Kupfer mit Kupfer vergleicht... Elemente haben meist die Eigenschaft unter gleichen Bedingungen immer gleich zu sein, egal aus welcher Fabrik sie kommen und ein Reinheitsunterschied von 99,92% auf 99,99% macht sich allenfalls mit hochempfindlichen Messgeräten bemerkbar, aber allein die Schwankung der Luftfeuchtigkeit, der Zimmertemperatur oder ein kleiner Windstoß auf den LS haben wohl einen größeren Einfluss auf Bewegung der Membran, als eine so geringe Änderung des Widerstands bei den üblichen Kabellängen.
In dem 2. von mir geposteten Link wird das ganze übrigens nochmal sehr gut ohne viele Formeln und auch für Laien verständlich erklärt.
Wir können an dieser Stelle noch ewig über technische Hintergründe diskutieren, diese Diskussion hat schon unzählige Male stattgefunden. Ergebnis: Es gibt vom wissenschaftlich Standpunkt keinen Grund zu Annahme, dass ein 2000€-Kabel mit ultrareinem Kupfer aus den 1950er Jahren und allerlei spezialbehandlungen nicht
exakt das gleiche Signal an den LS liefert, wie ein Kupferkabel für 1€/m, mit eventuell etwas anderem Querschnitt. Messungen mit Osziallatoren, Blindtests und die Gesetze der Physik bestärken diese Theorie.
PS: Wer wirklich tiefer ins Thema einsteigen will und dabei auch ein wenig Zeitaufwand und Diagramme mit Formeln nicht scheut, arbeitet diese Seite mal komplett durch:
http://www.elektronikinfo.de/audio/hifi.htm#Allgemeines
CD vs LP, Abtastfrequenz, Verstärkerklang, Kabelklang, Wattangaben, PMPO... wird alles sehr ausführlich erklärt und wie so oft bei den guten Erklärungen, die länger sind als das bloße Nennen eines physikalischen Phänomens ohne jede Quantisierung desselben, fällt das Fazit vernichtend für audiophile High-Ender und Voodoo-Anhänger aus.