Händler und deren Umgang mit der Gewährleistung/Sachmänglehaftung

Hat sich der Händler nach mehr als 6 Monaten auf die Beweislastumkehr berufen?

  • Amazon hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 25 83,3%
  • Amazon hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 1 3,3%
  • Alternate/Mix hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 5 16,7%
  • Alternate/Mix hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 8 26,7%
  • Mindfactory & Co hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 3 10,0%
  • Mindfactory & Co hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 9 30,0%
  • Notebooksbilliger hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 2 6,7%
  • Notebooksbilliger hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 1 3,3%
  • Cyberport hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 3 10,0%
  • Cyberport hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 4 13,3%
  • Caseking hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 3 10,0%
  • Caseking hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 1 3,3%
  • Thomann hat sich NICHT auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 2 6,7%
  • Thomann hat sich auf die Beweislastumkehr berufen.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    30
Du hast die AGBs mit keinem Wort erwähnt "...."? Du hast doch mich angesprochen; ich ging darum davon aus, dass du auf meine Wort Bezug genommen hast, sry dafür :p

Genauso wie auch meine "nicht stimmende Aussage" nur in Verbindung mit dem vorhergehenden Beitrag sinnvoll zu verstehen ist.
 
wo habe ich in Beitrag #13 auf dich geantwortet? Du hast auf mich reagiert und dort mit AGBs angefangen. Mein Ursprungsbeitrag enthält keine Aussage bezüglich AGBs. Wenn du schon eine Argumentationskette siehst, warum fängt diese erst bei dir mit Post # 15 an statt mit meinem Post 13#?

Davon abgesehen: AGBs sind in DE sofort unwirksam, sofern sie den Kunden schlechter stellen. Wir soll sich ein Händler damit also bessere Rechte gönnen können? Das ist defacto unmöglich. Er kann gern da sowas reinschreiben, es hat keinerlei rechtliche Bedeutung/Relevanz. Deine Aussage ist somit schlicht populistisch/polemisch.
 
Du beziehst dich in #16 doch auf das, was ich in #15 schreibe, oder nicht? Darin schreibe ich ua von AGB. Die habe ich bewusst in die Diskussion eingeführt. Darf man das nicht?

Wie schon gesagt, geht es mir ohnehin nicht um das Gesetz, sondern um die Einstellung aus dem vorhergehenden Beitrag, auf den ich Bezug genommen habe, dh also gerade nicht um die rechtliche Bedeutung, sondern die faktische (oder psychologische). Der böse Verbraucher möchte nun überall so viel Service wie bei Amazon. Mein Kommentar dazu ist, dass sich Unternehmer ebenfalls so viel nehmen, wie sie kriegen können. Sowohl in Form von Preishöhe als auch von möglichst vorteilhaften AGB. Eine mögliche Unwirksamkeit ändert an der trotzdem bestehenden Hörigkeit (neulich doch wieder am Beispiel Garantiebedingungen gesehen) unmittelbar nichts.

Davon abgesehen dass deine Aussage über AGB in dieser Absolutheit nicht stimmt. Wozu sonst werden AGB denn verwendet, wenn nicht zwecks möglichst vorteilhafter einseitiger Regelung? Dass dem seitens der Gesetzgeberin Grenzen gesetzt sind, kommt nicht von ungefähr.
 
AGBs werden selten nur für einen MArkt geschrieben sondern in aller Regel gern übersetzt eben weil sie bestehendes Gesetz nicht unwirksam werden lassen und es dadurch vollkommen irrelevant ist, wenn bestimmte Inhalte auf einigen Märkten nicht mehr von Relevanz sind. . Deine Aussage ist und bleibt eine Behauptung deinerseits, die du nicht belegst. Nur weil ich aufgrund des Kontextes hier eher die Seite des Kunden aufgegriffen habe heißt es nicht, dass im Umkehrschluss der Händler besser gestellt gehört oder nicht oder eine Seite gut oder schlecht ist wie du es hier immer wieder darstellen willst. Für beide Seiten gilt die Rechtsgrundlage und wenn einige Händler nach 6 Monaten auch einen BEweis sehen wollen, andere jedoch nicht, macht das erstere nicht kundenunfreundlicher, wie es hier durchklang. Nur darum ging es und nicht um eine Relativierung der anderen Seite. Nur weil man (ich) etwas nicht explizit ausschließe, erwähne oder erläutere heißt es nicht, dass dies gutheiße, kritisiere oder sonst etwas sondern zunächst ausschließlich, dass ich dazu grade nichts zu sagen oder zu erwähnen habe.


Im hier konkreten Falle sehe ich den Kunden kritisch, der Kulanz einiger als Regel, gar Gesetz betrachtet und es entsprechend erwartet, gar einfordert. Ebenso wären, wie von dir unterstellt, Händler zu kritisieren, die tatsächlich von dir formulierte Vorwürfe versucht in der Praxis umzusetzen. Aber da du dazu keinerlei konkrete Beispiele nennen könntest/wolltest, ist es eben eine reine theoretische Behauptung deinerseits.
 
Ich wollte dir nicht unterstellen, einseitig Position zu beziehen. Vielleicht ist das irgendwo falsch angekommen (oder von mir falsch losgeschickt worden). Genauso wie aus meiner einseitigen Kommentierung keine falschen Schlüsse gezogen werden sollten; ich brauche für Händler hier nur deshalb keine Partei zu ergreifen, weil das erstens andere bereits getan haben und zweitens es mir ja gerade nur um eine Stellungnahme zu einem einzelnen Beitrag ging.

Irrelevante AGB sind abmahnfähig. Und Beispiele für Versuche von Händlern, AGB möglichst zu ihren Gunsten zu gestalten, aufzuzählen, ist ja wohl mehr als unnötig - man schaue nur auf die zahlreichen AGB, welche vor den Gerichten nicht standhielten.
 
Mustis schrieb:
Für beide Seiten gilt die Rechtsgrundlage und wenn einige Händler nach 6 Monaten auch einen BEweis sehen wollen, andere jedoch nicht, macht das erstere nicht kundenunfreundlicher, wie es hier durchklang.
Doch, das finde ich schon. Ein Händler der kulant ist und auf einen Beweis verzichtet ist kundenfreundlich. Ein Händler der einen Beweis einfordert ist kundenunfreundlicher, was denn sonst?

Mustis schrieb:
Im hier konkreten Falle sehe ich den Kunden kritisch, der Kulanz einiger als Regel, gar Gesetz betrachtet und es entsprechend erwartet, gar einfordert.
Aber es betrachtet doch keiner Kulanz als Regel oder Gesetz und fordert es ein. Es geht nur darum, dass man als Kunde natürlich am liebsten da einkauft, wo man noch König ist.

Abgesehen davon war es eigentlich nicht Sinn des Threads auszudiskutieren ob Händler die nicht kulant sind nun schlechter sind als andere oder Kunden die dies möchten. Ich persönlich halte es für Symptomatik der Wegwerfgesellschaft, dass Händler nicht die vollen 24 Monate für ihre Ware einstehen wollen, eben weil sie oftmals so billig ist und die Zeit nicht durchhält.

Ich denke auch, dass die anderen Händler sich ob der Marktmacht von Amazon durchaus verständlicherweise beklagen. Allerdings könnten Sie selbst Ihre Kunden zufriedener machen (und solch ein Kunde kommt wieder), indem Sie ihren Service verbessern. Nicht umsonst sagt man manchmal Servicewüste Deutschland, oder?
 
nebulein schrieb:
Genau das ist ein großes Problem, vor allem für uns kleinere Händler, weil den Service von Amazon viele Kunden als "Ihr" Recht interpretieren und als kleiner Händler kann man nun mal nicht ganz diesen Service bieten und wie Amazon in Gewährleistungsfällen handeln. Ein einfaches Beispiel ist da der Fall, dass der Kunde den falschen Artikel bestellt hat, dieser nicht passt und dann erwartet das man den Rückversand etc. übernimmt für ein von ihm falsch bestelltes Produkt, weil er das bei Amazon ja kriegt.
Man darf aber nicht außer Acht lassen das gerade im PC Hardwaresektor viele Hersteller dem Händler eine Garantie gewähren, wie z.B Asus, Msi usw, jedoch keine Endkundengarantie bzw Endkundensupport und wenn der Händler sich in derartigen Fällen auf die Beweislastumkehr beruft, darf man sich als Kunde zurecht hintergangen fühlen
 
Mustis schrieb:
dass nach 6 Monaten ein Beweis erbracht werden muss, ist vollkommen rechtens und ich finde es extrem merkwürdig, dass Läden, die sich darauf berufen, als kundenunfreundlich bezeichnet werden

Mir als Kunde sind die Rechten und Pflichten erstmal völlig egal.
Ich habe einen Schmerz, deswegen wende ich mich an den Support.
Wenn mein Schmerz unkompliziert beseitigt wird, dann ist der Laden Kundenfreundlich.
 
Problematisch wird es doch nur dann, wenn ein Händler den Kunden mit einer lächerlichen Erstattung abzuspeisen versucht, während er gleichzeitig das Produkt über die Herstellergarantie 1:1 oder sogar in ein neueres, höherwertigeres Produkt tauschen lässt.

Mein Prinzip ist, dass ich bei der Mindfactory-Gruppe nach Möglichkeiten nur derartige Ware einkaufe, die über eine sehr gute Händlergarantie verfügt (z. B. Corsair, EVGA etc.).

Bevorzugt bestelle ich jedoch bei Amazon und Caseking. Caseking musste ich zwar einmal motivieren, der Fall war aber auch verfahren (Lieferschwierigkeiten 1080 + individuell zugesicherte Eigenschaft seitens Caseking) und hat sich letztlich gut geklärt.

Alternate ist dazwischen - dort hatte ich gute und schlechte Erlebnisse. Offenbar ist man dort jedoch juristisch nicht so gut beraten, weshalb ich das zwar Dritten nicht empfehlen kann, für mich aber nutzen.

Mit Thomann hatte ich bisher erst einen Fall: Eine Box hat überhitzt. Thomann hat ausgetauscht, wollte dann aber wissen, welche der beiden Boxen das war. Ich habe auf den angebrachten Zettel verwiesen und nichts mehr gehört. Da die vorherige Beratung hervorragend war, ich mit dem Produkt zufrieden bin und die Gewährleistung für mich kostenneutral verlief, kann ich Thomann nur empfehlen und werde meine nächste Anlage ebenfalls wieder dort kaufen. Unabhängig davon, wie viel ich andernorts sparen könnte.
 
Wer amazon für kundenfreundlich hält, hat das prinzip nicht verstanden. Amazon tut dies weniger aus kulanzgründen sondern vielmehr aus berechnung. Es hat dazu gedient amazon zu dem riesen zu machen, der sie sind und oftmals ist es preisgünstiger für sie. Das es oft kulant auf den kunden wirkt, ist eher nebensache. Wieso ich drauf komme? Schon mal versucht bei amazon ein produkt zu tauschen, was defekt war, ihr aber eigentlich wolltet? Sprich amazon nur hätte nachbessern müssen? Das sieht amazon gar nicht mehr vor. Rekla heisst dort gutschrift des kaufbetrages und bestenfalls das man das gleiche nochmal bestellt. Warum? Weil es für amazon effizienter ist, nicht weil es immer dem Kunden dient. Zudem erzeugt dieses verfahren umsatz, damit wachstum und das war und ist erklärtes ziel von amazon, nicht unbedingt gewinn...

Für mich ist kundenfreundlichkeit etwas, was der händler nicht tut, weil es in sein konzept besser passt und zufälligerweise oft kundenfreunlich rüberkommt sondern etwas was er tut weil ihm der kunde wirklich wichtig ist und es ihm in dem moment nicht primär darum geht, ein effizientes system für sich zu schaffen und die konsequenzen daraus anderen kunden aufhalst in dem er kaum zwischen retournierter und tatsächlicher neuware mehr differenziert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und dennoch ist das Ergebnis für den Kunden in vielen Fällen "positiv", also kundenfreundlich. Mit entsprechender schriftlichen Aufforderung habe ich für eine Bekannte auch schon bei Amazon Produkte getauscht bekommen. Das ist in diesem Sonderfall dann tatsächlich Aufwand.
 
Eben und keineswegs kundenfreundlich. Amazon hat es nur verstanden, ihr system vordergründig als kundenfreundlich zu vermarkten. Ob amazon dies aufrecht erhält wenn es dann doch statt primär wachstum gewinn ins auge fast bezweifele ich. Die marktmacht ist in vielen märkten gigantisch mit allen daraus sich ergebenden konsequenzen. Ich sehe auch weniger das problem in der nutzung amazons sondern primär die verklärung ihrer markstrategie zu kundenfreundlichem verhalten was eben bestenfalls ein nebeneffekt ist, der nur vordergründig bestand hat.
 
Die Motivation ist für den Kunden wohl egal, so lange das gewünschte Ergebnis entsteht.
 
Mustis schrieb:
Eben und keineswegs kundenfreundlich. Amazon hat es nur verstanden, ihr system vordergründig als kundenfreundlich zu vermarkten.

Zumindest so lange, bis sie einen sperren, weil man die "kundenfreundlichkeit" übertrieben hat. Solche Menschen gibt es nämlich auch.
 
@Idon
Das sehe ich eben ein wenig anders. Ich habe lieber Sein als Schein und eine zufällig (ggf. temporäre) teilweise Überschneidung der Kundeninteressen mit Amazons Interesse an Wachstum verkläre ich mir nicht als Kundenfreundlichkeit. Immer nur das Ergebnis zu betrachten kann zu trügerischen Schlüssen führen.
 
Stand jetzt ist das verdammt kundenfreundlich.
wie das ganze in 2-3 Jahren aussieht? wer weiß, lass uns dann nochmal drüber reden.
 
Ich habe bis jetzt immer sehr gute Erfahrungen mit Amazon.de gemacht, aber leider auch schon mal schlechte mit Mindfactory.

Da mir Mindfactory auch zu umständlich ist mit dem Bestellvorgang (Vorkasse, Midnightshopping) bestelle ich fast nur noch über Amazon.
 
Droitteur schrieb:
Ich wollte dir nicht unterstellen, einseitig Position zu beziehen. Vielleicht ist das irgendwo falsch angekommen (oder von mir falsch losgeschickt worden). Genauso wie aus meiner einseitigen Kommentierung keine falschen Schlüsse gezogen werden sollten; ich brauche für Händler hier nur deshalb keine Partei zu ergreifen, weil das erstens andere bereits getan haben und zweitens es mir ja gerade nur um eine Stellungnahme zu einem einzelnen Beitrag ging.

Irrelevante AGB sind abmahnfähig. Und Beispiele für Versuche von Händlern, AGB möglichst zu ihren Gunsten zu gestalten, aufzuzählen, ist ja wohl mehr als unnötig - man schaue nur auf die zahlreichen AGB, welche vor den Gerichten nicht standhielten.

Es geht vermutlich um meinen Beitrag, ich muss bei deinen Antworten aber leider wirklich in Frage stellen, ob dir bewusst ist was ich geschrieben habe. Es ging mir weder um AGBs, noch um irgendwelche Händler die direkt bei dem kleinsten Problem auf die AGB verweisen, sondern einzig und allein darum, dass eben die "Kulanz" von Amazon als Standard angesehen wird und ein kleiner Händler eben genau dies nicht immer so im vollem Umfang leisten kann.

Mal ein Beispiel aus der Praxis was ich meine. Ein Kunde bestellt ein Ersatzteil. Nach 5 Wochen merkt er das es das falsche Teil war. Der Kunde erwartet dann leider nicht selten, dass man für seinen Fehler haften soll, sprich er hat keine Anfrage gestellt ob das Teil bei ihm passt, er hat sich nicht richtig informiert und er hat vor allem leider häufig eigentlich nicht die Fachkenntnis um den bestellten Artikel zu verbauen. Warum soll genau in diesen Fällen der Händler der dumme sein, weil Amazon solche Artikel noch zurück nimmt?
 
weil es Kundenfreundlich wäre und genau das die Frage dieses Threads ist.

Wenn der Händler trotz meines Fehlers mir entgegenkommt, dann bestell ich da jederzeit gerne wieder.
Genau das ist die Amazon Masche und sie funktioniert.
 
Richtig. Mir geht es vor allem darum, die Perspektive umdrehen: Um die Kundenfreundlichkeit (und was da so dranhängt) kann genauso ein Wettbewerb bestehen wie um die beste Grafikkarte oder den besten Preis.

Mir kam es vor, als würde man den Kunden einen Vorwurf machen, dass sie sich an Amazon-Standards (die sicher auch ihre Tücken haben können) gewöhnen. Dazu fiel mir eben ein, dass Kunden auch nichts anderes tun als Händler: die nehmen was sie kriegen können. Auch Kleinhändler sind ja keine Samariter, sondern wollen unser aller Geld - und zwar grundsätzlich so viel wie möglich.
Aber wenn ich mich bezüglich des Vorwurfes geirrt habe, sind meine Worte dazu natürlich umsonst :D
 
Zurück
Oben