3.4 Noch ein paar Worte zum RAM
Was bringt teurer RAM?
Bei AMD bzw. beim Core i7 / i5 / i3 können die Systeme aufgrund des in der CPU integrierten Speichercontrollers von niedrigeren Latenzen (CL-Werte) etwas profitieren. Dabei bringen niedrige Latenzen meist mehr Vorteile, als ein höherer RAM-Takt. Primär entscheidet aber der Preis des Kits über die Kaufempfehlung, da die Mehrleistung in beiden Fällen nur sehr gering ausfällt.
Die Praxis zeigt aber, dass gerade bei AMD eher zu CL7 statt CL9 gegriffen werden sollte, da letztere Latenzen beim Memory-Controller der aktueller AMD-CPUs hin und wieder Probleme bereiten. Dabei müssen bspw. Latenzen von CL7 bei 1333MHz im BIOS selbst eingestellt werden, auch wenn die RAMs diese Leistungen laut Hersteller erreichen.
Die 4GB
Prinzipiell ist es bei den Systemen von der Leistung her egal, ob man 2GB-Riegel (2x2GB) oder 1GB-Riegel (4x1GB) einsetzt. Doch eine Vollbestückung belastet das Board zusätzlich und verhindert eine weitere Aufrüstung. Von daher sollte man, auch aufgrund der derzeitigen Preise, zu einem 4GB Kit bestehend aus 2x 2GB Modulen greifen.
Für die maximale und optimale Nutzung der 4GB wird aber ein 64-Bit Windows vorausgesetzt, da ein 32-Bit OS die 4GB nicht komplett verwalten und adressieren kann.
Für Intels Core i7 auf Basis des Sockel 1366 sind gar 6GB zu empfehlen. Der Hauptgrund liegt hier in dem Support von Triple Channel, wozu 3 RAM-Bausteine notwendig sind. Der für Gamer aber eher zu empfehlende Sockel 1156 setzt weiterhin auf den bekannten DualChannel.
8GB oder mehr sind im Sinne der Speichermenge nicht zu empfehlen. Dass 4GB für einen Gaming-Rechner ausreichen, zeigt HisN.