Halbiert ein Powerline-WLAN Repeater die Bandbreite?

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nschlichtmann

Gast
Hallo liebe Leute,

die Frage ist im Grunde schon in der Beschreibung gestellt. Ich benötigte dringend einen WLAN-Repeater, möchte aber auf keinen herkömmlichen Repeater zurückgreifen, da dieser ja die verfügbare Bandbreite halbiert. Da wir im Haus ein sehr gutes Stromnetz mit einem guten DLAN-Empfang haben, würde ich gerne einen DLAN-WLAN-Repeater einsetzen. Halbieren diese ebenfalls die Bandbreite? Wenn ich richtig denke, dann doch eigentlich nicht, weil der Repeater ja quasi über das Stromnetz mit dem LAN-Anschluss des Routers verbunden ist, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe! :-)
 

chrigu

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jeder repeater halbiert die bandbreite.... wieso? zeitgleiches senden und empfangen...... hast du ein d-lan wlan-AP, ist es eben kein repeater, sondern ein accesspoint, der mit dem stromkabel statt lan am hauptrouter verbunden ist.
 
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nschlichtmann

Gast
Okay er baut also ein zweites unabhängiges WLAN-Netz auf, das ist schon mal gut! Wenn die Netze sich dieselbe SSID teilen, dann sollte doch auch ein nahtloser Übergang (glaub das heißt Multiroom/Multicast?!) möglich sein, ohne das man kurzzeitig beim Wechsel der Netze die Verbindung verliert? Besitze einen Speedport W924V und der TP_Link TL-WPA4220 WLAN-Powerline Netzwerkadapter soll das WLAN dann quasi erweitern! Funktioniert das so?
 

Limmbo

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Naja wenn man sich zwischen den Bereichen bewegt versucht der Client, also zb ein Handy, beim zuerst eingeloggten WLAN zu bleiben. Er bleibt sogar drin, wenn das zweite Netz an der Position stärker ist. Erst dann, wenn der Empfang zum ersten Netzwerk abbricht, wechselt das Handy zum zweiten Netzwerk. Also gänzlich OHNE Unterbrechung geht es nicht. In wieweit Techniken wie Roaming/Handover zwischen zwei WLAN - Sendern (ähnlich wie der nahtlose Übergang beim Telefonieren zwischen zwei Funkzellen) bei handelsüblichen Geräten vorhanden ist weiß ich nicht.
 

Raijin

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Roaming, also der Wechsel von einem AP zum nächsten, obliegt IMMER dem Client. Dabei ist es stets davon abhängig wie der Hersteller den WLAN-Adapter eingestellt hat. Es gibt zwischen "Immer und sofort auf den stärksten AP wechseln" und "Solange am aktuellen AP festklammern bis die Verbindung abbricht, dann wechseln" alle Ausprägungen.

Im Heimbereich ist das aber kaum relevant, sofern man nicht hochempfindliche Verbindungen wie VoIP über WLAN benutzt und dabei für den nächsten Treppenmarathon am Fernsehturm übt... Bei Consumer-Geräten kann der Wechsel von einem AP zum nächsten bis zu 10 Sekunden dauern. Bei normaler Nutzung ist aber das schlimmste was passieren kann, dass man beim Surfen einmal F5 drücken muss, weil die Seite kurz weg ist. Evtl. muss man das Youtube-Video neustarten, o.ä. VoIP-Gespräche brechen dagegen sofort ab, weil die Verbindungen sehr störempfindlich sind.



Technisches Blabla falls von Interesse:

Das was professionelle WLAN-APs mit Controller von Consumer-Geräten unterscheidet ist, dass sie eine sehr schnelle Übergabe von einem AP zum nächsten ermöglichen (Stichwort: fast handover, o.ä.). Normalerweise läuft das so ab, dass sich der Client vollständig beim alten AP ab und beim neuen AP wieder anmeldet (Authentifizierung, Handskahes, etc.). Bei Controllerbasierten WLANs ist das anders, weil die Authentifizierungsdaten des Clients von AP zu AP mitwandern. Der AP-Wechsel wird dadurch von bis zu 10 Sekunden (worst case) in der Regel auf deutlich unter einer Sekunde gedrückt. Nichtsdestotrotz entscheidet nach wie vor der Client ob er überhaupt wechseln will.
 
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