Hardware für Esxi/Xen

tryitz

Lt. Junior Grade
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Guten Tag,

da meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration vor 3 Monaten angefangen hat und meine Probezeit Mittlerweile erfolgreich durchlaufen habe, möchte ich mir für Übungs- und Testzwecke die Betriebssystem Virtualisieren.

Auf dem Server sollen laufen:
-Windows Server 2012 R2 (Dreamspark)
-Windows Server 2008 R2 (Dreamspark)
-mehrere Windows 7, 8, 10
-Linux Desktop (Auf die Distribution werde ich mich nach der Testphase festlegen) Manjaro gefällt mir ganz gut
-Linux Server (evtl DNS etc.)
-PFSense/Sophos UTM (kein ProduktiveR Einsatz nur Testzwecke)

Diese Komponenten besitze ich bereits:
-3TB Toshiba HDD
-256 GB Samsung SSD
-3x4GB DDR3 Crucial Balistrix Sport (wird später durch 32GB ECC Ram ersetzt)
-Fractal Define R4 Mini
-Cougar A450
-Lizenz Windows Server (Dreamspark)


Drei Maschinen laufen maximal Parallel. Die anderen sind solange aus, bis ich Sie benötige.

Meine Vorstellung (Budget max 500€):
Eines von den Boards:
https://geizhals.de/?cat=mbxeon&xf=4400_2~544_Supermicro~493_4x+DDR3+DIMM~644_Sockel+1150#xf_top

und als CPU:
https://geizhals.de/intel-xeon-e3-1231-v3-bx80646e31231v3-a1106393.html?hloc=at&hloc=de

Ich werde entweder Esxi (die kostenlose Version) oder Xen nutzen. Da ich keine Domäne habe und mir es zu Aufwendig ist diese über Einstellungen im Betriebssystem zu verwalten, werde ich Hyper-V nicht nutzen. Wenn Ihr mir jedoch dort eine Lösung anbieten könnt, wäre Hyper-V nicht ausgeschlossen. Proxmox hatte ich einmal getestet gehabt. Dort war ich aber von der Performance sehr enttäuscht.

Diese dient nur zur Lernzwecke und dem Aufbau einer Testumgebung.


Für Vorschläge zur Gestaltung der Hardware (auch Komplett Systeme), wäre ich euch sehr Dankbar.


Viele Grüße
 

Baya

Fleet Admiral
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Wichtig wäre ein gescheiter RAID-Controller und mehrere HDDs.
Das wird aber wahrscheinlich zu teuer werden.

Ich hatte mir mal nen kleinen DELL Server gebastelt mit 2x 500GB HDDs im RAID1 und 2 SSDs.
Darauf habe ich dann die VMs verteilt. Auf ner SSD konnten problemlos 2 VMs gleichzeitig laufen, bei den HDDs merkte man schon das die Performance bei 2 VMs nicht mehr so toll ist.

Nicht umsonst setzt man im Serverbereich auf Storages mit min. 10 SAS 15K HDDS etc...

Viel RAM versteht sich ja von selbst.

​Da du ja das nur zu "Übungszwecken" machst und nicht produktiv, kannst doch einfach selbst ein wenig rumtesten ;)
 
D

DunklerRabe

Gast
Mit insgesamt mindestens 8 VMs wird Storage in der Tat zu deinem größten Problem. Übungszwecke klingt zwar nach viel Idle, aber wenn du dann doch mal mit einer Maschine arbeitest wirst du merken wie zäh das alles wird.

Mit einem Quadcore bist du ganz gut aufgestellt für einen Kern pro VM, bei Bedarf und nicht zu vielen VMs auch zwei pro VM. 12 GB RAM hingegen sind jetzt schon knapp, da würde ich lieber früher als später auf die 4x8 GB ECC wechseln.
Die 3 TB HDD kannst du als Datastore für Images verwenden oder als extra Storage, falls eine der VMs das benötigt. Aber VMs selbst würde ich da nicht drauf packen. Für die VMs kannst du schauen wie weit du mit der SSD kommst.

500 Euro sind für das was du machen willst halt eigentlich zu wenig, du wirst also Kompromisse eingehen müssen. Ich würde für das was du machen willst sowas wie ein älteres 2011 System mit Hexacore oder Octacore CPU und 64 GB RAM nehmen. Dann bist du gut gerüstet für mindestens 2 Cores und 4 GB RAM pro CPU, außerdem hast du reichlich PCIe Lanes für weitere Netzwerkkarten, falls nötig, und Raidcontroller. Wobei das auf 1150 auch noch gehen würde, problematisch wäre da eher das Budget für den Controller sowie weitere HDDs oder SSDs, die eigentlich notwendig wären.
 
Zuletzt bearbeitet:

Reepo

Lt. Commander
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Für 500€ kannste auch einen fertigen TowerServer kaufen.

TX150 S7 oder TX200 S5/6/7

Die sind VMWare zertifiziert. Da hast dual-Netzteil, Raidcontroller...also komplett.
 

PhilAd

Lt. Commander
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also für mein lab zuhause, verwende ich einen alten HP Microserver Gen.7 mit 2 kernen einer low voltage embedded cpu und habe darauf 13 VM's provisioniert, wovon 5 dauerhaft laufen. Ich würde vermuten, dass hier mit kanonenkugeln auf spatzen geschossen wird.
ich setze zuhause allerdings auf KVM. Darunter liegt ein Debian und ein Software RAID-5 bestehend aus 4x2TB
Ich arbeite mit 2 lahmen Kernen und 16GB RAM. Damit komme ich dicke aus und ich befeuer damit 4x 1G-LAN Ports ... darauf laufen virtuelle Router / UTM Firewall / IPS / NAS / Webserver / Mailserver / vpn gateway ...
meine wd green platten würde ich jetzt nicht mal als sonderlich performant bezeichnen. als RAM setze ich non-ecc ein ... das ding läuft seit 3 jahren 24/7.
klar habe ich ne denkpause, wenn ich mittels skript alle vm's gleichzeitig über den apt cacher update ... aber damit kann man problemlos leben.

bei der kostenlosen version von esxi ist man glaube ich sowieso auf 32gb ram beschränkt ... bin mir aber nicht sicher. auf der arbeit setzen wir kvm und vmware esxi 6 enteprise im lab ein. aber das sind dort natürlich auch ganz andere kisten und dann redet man je nach einsatzfall natürlich von san storages mit sas platten über fibrechannel oder 10GE iscsi, mit zusätzlichen 16G SSD's in den einzelnen servern ... 384-768GB RAM und 2x E5-269xv3 CPU's ...
das sind dann aber auch ganz andere anforderungen und dimensionen ... ich virtualisiere ja bei mir zuhause keinen vMX oder IOS-XRv9000, der 20Gbps Durchsatz machen muss, wie in nemm Datacenter ...
 

e-Funktion

Commodore
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Warum hat noch keiner gefragt, warum das Privat gekauft werden soll? Zum "bisschen rumspielen" ist das etwas extrem. Wenns für die Ausbildung wird sowas über die Firma gekauft und von der Steuer abgesetzt.
 
D

DunklerRabe

Gast
Dafür muss es nicht über die Firma gekauft werden, das kann man auch privat kaufen und absetzen, wenn das System beruflich genutzt wird. Ist im Endeffekt aber egal, wir machen hier doch eine technische Beratung. Die Formalitäten sind doch unerheblich.
 

tryitz

Lt. Junior Grade
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Vielen Dank, für eure zahlreichen Antworten.

Wie ich sehe, ist mein Budget leider etwas zu niedrig angesetzt.
Daher möchte ich gerne wissen, mit welchen Budget man am besten ansetzten sollte.
Ich hätte hier noch eine weitere 3 TB HDD von Toshiba. Sie wird momentan für die Datensicherung genutzt. Jedoch habe ich meine Daten vier Mal :D .
Brauche ich wirklich einen Raid für den Anfang? Sie gewährleistet mir ja nur die Verfügbarkeit. Wenn ich Regelmäßig von den VMs eine Datensicherung erstelle, kann ich diese doch relativ fix wiederherstellen.

Darf ich fragen, wie hoch der Prozentsatz bzw. pauschaler Betrag ist, den ich vom Amt zurückerstattet bekommen könnte. Habe dies nämlich gar nicht gewusst :D.

Ram wollte ich Relativ Zeitnah kaufen, wenn das Geld wieder stimmt. Dies würde max. 2 Monate nach dem Kauf erfolgen. Solange kann ich ja meinen alten nutzen. Es sollte eh für den Anfang noch nicht so viele VMs aufgesetzt werden. Geplant war es die meist genutzten Betriebssysteme auf die SSD zu installieren. Wenn ich mit etwa 60 GB pro System Rechne, könnte ich etwa vier Systeme auf der SSD virtualisieren. Der Rest wird auf eine 500GB Samsung und auf eine weitere SSD installiert. Storage wollte ich daher die Festplatten verwenden.
Ich habe mit der Lehre jedoch erst angefangen. Es kann gut möglich sein, dass mein Vorhaben so scheitert.

Eine Liste mit Hardware, wäre daher sehr hilfreich für mich.

Ich möchte mich zuletzt noch einmal auf die Wahl des Hypervisor beziehen. Welche würdet ihr für solche Zwecke nutzen. Was haltet Ihr von Xen im Vergleich zum Esxi? Gäbe es eine einfache Möglichkeit Hyper-V ohne eine Domäne zu verwenden bzw. ohne diese Schritte hier? http://www.administrator.de/wissen/hyper-v-server-2012-windows-8-remote-management-domäne-219975.html


Ich weiß, dass ich eine Menge Fragen habe xD dennoch wäre ich für jede Unterstützung sehr Dankbar.
 

e-Funktion

Commodore
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Dafür muss es nicht über die Firma gekauft werden, das kann man auch privat kaufen und absetzen, wenn das System beruflich genutzt wird. Ist im Endeffekt aber egal, wir machen hier doch eine technische Beratung.
Die wenigsten Azubis dürften im ersten Lehrjahr überhaupt Steuern zahlen - zumindest in einem Bereich wo es wirklich von Interesse wäre. Der Rest wird eh schon für Fahrtkostenerstattung ausgeschöpft wenn man nicht gerade zu Fuß rüberlaufen kann.
Warum nur technische Beratung? Azubi = meist junger Mensch mit verhältnismäßig wenig Lebenserfahrung. Da darf man auch mal über den Tellerrand schauen. Er war gerade mal drei Monate in diesem Beruf.

Ein RAID brauchst du nicht unbedingt. Je nachdem in was für einem Betrieb du Arbeitest kommst du mit dem ganzen Zeug früher oder Später sowieso in Berührung. Daher bin ich etwas verwundert, dass du das Geld in eine Spielerei stecken möchtest. Da würde ich mir für die paar Spielereien eher einen Gaming-Rechner bauen und bei Bedarf die VM verwenden, solange ich keine wirkliche Aufgabe für den Server habe außer ein bisschen herumspielen im OS.
 

implosion

Ensign
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Hallo zusammen,
ich stand vor einiger Zeit auch vor dem Problem wie der Ersteller dieses Threads.
Ich habe auch eine Ausbildung zum FISI gemacht und habe während der Ausbildung für Testzwecke (u.a. Berufsschule 10x TinyCore starten... :king:) ein Notebook genutzt - i5 2520m und 8GB RAM + 320GB 7200U HDD hat für die meisten Themen komplett ausgereicht - selbst eine System Center 2012 R2 Umgebung (bestehend aus DC, SCOM und SCCM + Client W7) konnte ich problemlos testen. Als Hostbetriebssystem habe ich damals ein Debian mit XFCE als grafische Oberfläche eingesetzt, sodass möglichst viel RAM für die VMs übrig war. Flaschenhals war damals definitiv die Festplatte...

In erster Linie geht es während der Ausbildung ja um "Testen & Spielen" und nicht darum eine 1TB große Datenbank im RAM zu cachen... ;)

Was ich damit sagen möchte, dein erster Entwurf ist voll i.O. - Wichtig beim Testen ist natürlich Festplatten i/O - vielleicht könnte man hier auf ein/zwei gebrauchte SSD(s) aus dem Martkplatz zurückgreifen. Interessant sind auch immer mehrere Netzwerkkarten - so kann man auch mal einen echten ThinClient direkts ins Testnetz klemmen :D
Speicherplatz für VMs könnte man bspw. über ein NAS mit iSCSI Target einbinden (natürlich Gbit) - und dann Feuer frei :king:.

Um Speicherplatz zu sparen könnte auch das Thema "Datendeduplizierung" interessant sein. Dabei wird vereinfacht gesagt versucht Datenblöcke die mehrmals vorhanden sind nur einmal zu speichern - bspw. Windows System32 Dateien. Das ganze funktioniert sowohl unter Windows (ab Server 2012) oder Linux.

Als Hypervisor habe ich damsls VirtualBox eingesetzt. Man kann aber auch über Hyper-V einsetzen, der Host muss dabei definitiv nicht Mitglied einer Domäne sein (!) - Im besten Fall schaut man sich in der Ausbildung "alle" Hypervisor am Markt an - v.a. die unterschiedlichen Ansätze sind dabei interessant (HW bzw. SW Hypervisor).

Vielleicht käme ja auch eine gebrauchte CAD Workstation für dich in Frage - entsprechende Anbieter finden sich im Internet wie Sand am Meer ;) ---> Beispiel: http://www.lapstore.de/f.php/shop/lapstore/lang/x/f/617/

Grüße
implosion
 

Simon

Fleet Admiral
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Ganz einfach:

Hyper-V auf die 3 TB Platte installieren und sämtliche VM-Images auf die SSD legen. Unter Windows Server 2012 R2 kannst du auch die De-Duplizierungsfunktion nutzen, was bei VMs i.d.R. immer recht effektiv ist. ISOs und Co. können auf der 3 TB liegen bleiben, aber alles was I/Os braucht, einfach auf die SSD. Mit Dynamic-Memory dürften auch die 12 GB halbwegs ausreichend sein.
 

W@$T3

Cadet 4th Year
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Mit Hyper-V zu virtualisieren sollte eigentlich kein Problem darstellen.

Windows Server 2012 R2 Datacenter installieren, Hyper-V Rolle hinzufügen und dann von dort aus virtualisieren. Administrieren kannst du das ganze dann einfach über Remotedesktop. Ich habe das ganze bei mir ähnlich laufen und zwar auf einem DELL T20 (Xeon, 16GB RAM). Darauf laufen 6 virtuelle Maschinen permanent (Win10, Sophos UTM, Debian mit Cloud, Ubuntu Server mit pyload, WS 2012 R2 mit Domäne, WS 2012 R2 für Testzwecke). Die virtuellen Festplatten liegen bei mir auf SSDs, damit ist da ganze auch einigermaßen schnell.

Ob du für Testzwecke wirklich ECC RAM benötigst ist natürlich fraglich, sollte das System aber vielleicht irgendwann doch mal produktiv laufen, wäre es natürlich besser gleich welchen gekauft zu haben. :D

Alternativ kannst du ja mal alle Hypervisoren durchtesten, obwohl in Firmenumgebungen ESXi, Hyper-V und Xen wohl den größten Anteil haben werden.

Sieh dir doch mal den HP ML10 v2 an. Falls die CPU-Power nicht ausreicht, kannst du immer noch die CPU upgraden. ALternativ wäre ein DELL T20 auch nicht schlecht, die sind neu aber fast nicht mehr bezahlbar zu bekommen, außer du kaufst einen gebrauchten in der Bucht.
 
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tryitz

Lt. Junior Grade
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hi,

erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich mich solange bei euch nicht gemeldet habe. Leider fehlte mir die Zeit sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.
Außerdem bedanke ich mich für eure Zahlreichen Kommentare, die mir sehr geholfen haben.

Nun zum Stand:

Habe aus meiner Kiste einen alten AMD Phenom x4 955 ausgraben können. Diese nutze ich mit einem Asrock 970 Pro4. Auf dieser Maschine läuft nun der Vsphere Hypervisor von VMWare. Installiert habe ich diese auf einem 32GB USB Stick.
Die meisten Komponenten, die ich oben aufgelistet habe befinden sich ebenfalls auf dieser Maschine.

Es laufen nun:
Windows 7 Pro (2GB)
Windows 8 Pro (2GB)
Windows Server 2012 R2 (4GB)
Ubuntu Server WebServer (512MB)
Sophos UTM Home (1GB)

Bisher laufen die VMs seit Freitag zufriedenstellend. Manchmal benötigen Sie eine kleine Denkpause, die ich aber im Kauf nehmen kann.
Ich habe nun beschlossen, mein Geld später in dieses Projekt zu investieren und erstmal hiermit zu arbeiten.

Am Anhang findet ihr einige Bilder meiner Konfiguration.
EsxiVM.PNGEsxiLeistung.PNGEsxi.PNGEsxi Storage.PNGVM.pngSophos.PNG

Vieles habe ich noch nicht Konfiguriert, daher weiß ich noch nicht wie zurverlässig und Leistungsstark die VMs später laufen werden.

Leider fehlt mir die Zeit momentan im Forum, daher nimmt mir es bitte nicht übel, dass ich nur ab und zu mal rein schauen kann.


Vielen Dank nochmal und viele Grüße:)
 
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