HDD ständig aktiv - wie kann ich sie schlafen legen?

Panzerklau

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Hallo!

Der Gedanke war:

Laufwerk C intern = Betriebssystem und Systemanwendungen, vom Mainboard mit PCIe 5.0 unterstützt mit 16 Lanes, daher Samsung 9100 Pro mit 1 Terrabyte verbaut

Laufwerk X intern = Freizeitanwendungen (Spiele), mit PCIe 4.0 unterstützt, daher Samsung 990 Pro mit 2 Terrabyte verbaut

Laufwerk Y intern = dauerhafte Sicherungen wie Photos, Videos, Dokumente. Daher fiel die Wahl auf eine Seagate IronWolf NAS HDD mit 8 Terrabyte


Alles läuft soweit auch wie gedacht.
Aber nun zum Problem:

Laufwerk Y – die interne HDD-Festplatte – läuft ständig. Ich kann zum Beispiel alle 13 Lüfter des PCs einzeln steuern und mittels Profil bei FanControl gehen auch alle „schlafen“, wenn´s grad nichts zu tun gibt für den PC. Nur die Festplatte läuft ununterbrochen.

Dabei ist auf dieser Festplatte momentan noch nicht eine einzige Datei gespeichert. Es gibt überhaupt kein Grund, warum sie – aus meiner Sicht – in Betrieb sein sollte und sich die Platten drehen müssten.

Denn eigentlich habe ich mir das so vorgestellt: dass diese HDD dann aktiv wird, wenn ICH was drauf speichern will oder wenn ICH auf was von ihr zugreifen will. Ansonsten solle sie doch bitte „AUS“ sein.

Was wurde bisher versucht?:

Unter den Energieoptionen bei Windows 11 stellte ich den Energiesparmodus für die Festplatte auf 1 Minute ein. Das hat auch direkt danach funktioniert und die Festplatte ging aus und aktivierte sich bei einem späteren Kontrollzugriff auf sie durch mich von selbst wieder. Heute aber – einen Tag später – dreht sie wieder ununterbrochen – obwohl ich die Energieoptionen so gespeichert habe.

Irgendetwas verhindert, dass die HDD-Festplatte tatsächlich schlafen geschickt wird – so wie es bei den Lüftern mittels FanControl ja tadellos funktioniert.

Und ich wüsste nur gerne:

1.: Was verhindert das Schlafengehen?

2.: Wie kann ich hinbekommen, dass die HDD-Festplatte gemäß meinen ursprünglichen Wunsch als ausschließliches Speichermedium mit Zugriff bei BEDARF agiert? Sie soll sich nicht die ganze Zeit drehen, wenn ich sie vielleicht einmal wöchentlich brauche.

Könnt Ihr mir helfen?

Danke.



Systeminformationen:

Mainboard: ASUS ROG Z890 HERO

Betriebssystem: Windows 11 Pro

und viele schöne weitere Dinge
 
Du wirst der Platte mit ständigem Start/Stop keinen großen Gefallen in Sachen Lebenerwartung tun.
(NAS)-HDDs sind dafür einfach nicht ausgelegt.
 
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Stecker ziehen

oder in Win11 Pro einen Weg finden die SMART überwachung und andere Automatismen abzustellen

denn das ist womit Windows die Platten wach hält und schlafende Platten ständig grundlos weckt, und zumindest in Win11 Home kann man das gar nicht abschalten, daher -> Stecker ziehen

meine HDDs sind wieder ins USB gehäuse gewandert wegen diesem Problem. und auf den platten ist linux, windows greift da überhaupt nix zu, trotzdem wachen ständig wieder auf

die HDDs haben insofern eine Teilschuld - die wachen bei SMART abfrage auf. früher war das nicht so von meinen 2TBs konnte man SMART abfrage ohne das die Platte aufgedreht hat, die neuen Platten wollen das nicht mehr

bescheuert und bekloppt aber es war schon immer wackelig mit dem HDD Standby - unnötiges aufwecken war mal ein bug report wert - und heute zutage ohnehin ganz unmöglich, es wird nur noch auf SSD entwickelt und da spielen zugriffe nunmal keine Rolle.
 
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EDV-Leiter schrieb:
Du wirst der Platte mit ständigem Start/Stop keinen großen Gefallen in Sachen Lebenerwartung tun.
Würde ich zustimmen - warum eine NAS-Platte in ein Desktop-System? Die gehört in einen Server - und dort gibts dann auch entsprechende Routinen, sie bei Nichtgebrauch einschlafen zu lassen. Mal ganz abgesehen davon, dass das Teil im Vergleich rasend teuer ist... Ansonsten: Ja, es ist kompliziert... Meine Empfehlung wäre auch, ein USB-Gehäuse zu kaufen.
 
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Tja, die Grundaussage dieser drei Antworten hatte ich bereits befürchtet. Nachdem ich mich nämlich heute einen halben Tag lang im inet in diese Problematik eingelesen und keinerlei Lösung gefunden habe.

Also muß ich dann doch so ehrlich sein und zugeben, daß das dann wohl ein Fehlkauf war. Weil meine Idee ja so gar nicht funktioniert.

Aber wenigstens sei noch der Gedankengang dahinter erklärt und Ihr dürft auch gerne Lachen:
Die NAS-HDDs werben ja mit einer extra langen Betriebsdauer in Servern und so weiter. Und wenn ich mir nun zum Beispiel ein Flugzeug kaufen wollen würde und hätte die Wahl zwischen zwei Modellen, nämlich eines, welches für 1000 Betriebsstunden ausgelegt ist und eines, welches für 1000 Millionen Betriebsstunden ausgelegt ist, dann nehme ich doch das mit der längeren "Haltbarkeit".
Ja, ja, ich weiß, klingt naiv.

Aber zum Glück habe ich ja noch einen SSD Steckplatz frei auf dem Mainboard und könnte soher mit einer dritten SSD mein obiges "Speichersystem" fahren. Oder ich kaufe mir einen externen HDD-Käfig. Aber eigentlich wollte ich genau das nicht bei einem Systemneuaufbau - dieses ständige An- und Abstöpseln.
 
EDV-Leiter schrieb:
Du wirst der Platte mit ständigem Start/Stop keinen großen Gefallen in Sachen Lebenerwartung tun.
bei zugesicherten 600.000 park/start-vorgängen kann man das schon ein paar mal am tag machen...
 
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Panzerklau schrieb:
welches für 1000 Millionen Betriebsstunden ausgelegt ist
Klar ist das ein Argument, aber doch eher ein virtuelles... jede Festplatte und SSD kann einfach so von jetzt auf gleich ausfallen. Ob eine höhere Betriebsstunden-Angabe das irgendwie weniger wahrscheinlich macht? Ich weiß es nicht.
Panzerklau schrieb:
dieses ständige An- und Abstöpseln.
Musst du ja nicht, es gibt Gehäuse mit Aus- und Einschalter...
 
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Die Platte wird morgen kaputt sein oder 1000 Jahre halten, das hat mit der Nutzung nicht viel zu tun. Gab mal eine belastbare Studie zu dem Thema von Google. Das Ergebnis war dass hauptsächlich Platten von schlechten Produktionszyklen kaputt gingen, der Rest wie Ein/Aus oder Temperatur war nicht signifikant.
 
EDV-Leiter schrieb:
Du wirst der Platte mit ständigem Start/Stop keinen großen Gefallen in Sachen Lebenerwartung tun.
(NAS)-HDDs sind dafür einfach nicht ausgelegt.

Das hängt vom Ausmaß ab. 100 mal am Tag wird nicht gut sein. Zwei, dreimal aufwecken spielt wenig Rolle.
Eventuell hält die Datenträgerindizierung das Laufwerk wach. Die würde ich mal abschalten.
 
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So, dann gleich mal zwei Fragen in die Runde!

Wenn Ihr jetzt in meiner Lage stecken würdet und wollt also ein drittes BEDARFSlaufwerk wie ich es oben beschrieb und hättet die oben genannte HDD zuhause, da sie ja nunmal gekauft ist....

-würdet ihr ein externes Festplattengehäuse kaufen für diese HDD?
(Mir ist jedenfalls klar: So wies jetzt ist, laß ichs nicht. Daß sich eine überhaupt nicht benötigt HDD permanent dreht ist in meinen Augen völliger Unsinn).
-oder würdet ihr in den sauren Apfel beißen und eine dritte SSD für den noch freien SSD-Slot kaufen?

Das war die erste Frage.

Und die zweite lautet:
Nach was muß ich denn da eigentlich suchen bei so einem externen Festplattengehäuse? Mit An- und Ausschalter bitte. Könnt Ihr da was empfehlen? Also für den Fall, daß ich die oben genannte HDD behalten und nur extern nutzen will? Was in der Variante dann natürlich bleiben würde wäre das AN/AUSschalten nach Bedarf. Aber meine Überlegung ging ja genau in die Richtung wie von 0x8100 beschrieben: Ich habe ja extra ein Produkt genommen, von dem der Hersteller zusichert, ich könne dies ein paar Jahre so betreiben.
 
0x8100 schrieb:
park/start-vorgängen
Starten und Parken der Lese-/Schreibköpfe - nicht der gesammten Spindel ! das ist ein Unterschied!

Der TE will ja, das die HDD sich aufhört zu drehen. Und dafür ist eine NAS HDD nicht ausgelegt.

Panzerklau schrieb:
Überlegung ging ja genau in die Richtung wie von 0x8100 beschrieben: Ich habe ja extra ein Produkt genommen, von dem der Hersteller zusichert, ich könne dies ein paar Jahre so betreiben.

sry, aber die Anzahl der vollständigen Startvorgänge ist dir da nicht garantiert. Hier werden nur die S/L geladen und entladen, die Platte aber dreht weiter. Für ist einen ständiges an/aus ist eine 24/7 HDD nicht ausgelegt.
Darum sollte man, wenn man solche Platten im NAS hat, auch die Energiesparfunktion abschalten.
 
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wenn das ein relevanter wert wäre, dann wäre der auch dokumentiert weil er auswirkungen auf die garantie hätte...
 

"HDD ständig aktiv - wie kann ich sie schlafen legen?"​


Mit dem Tool - "HotSwap! 6.3.0.0"
Hat bei mir immer vorzüglich funktioniert.
Danach googeln, kurz einlesen und mal testen.
 
Ich würde an der Stelle die HDD als externe Lösung in einem USB-Gehäuse einsetzen und wirklich nur bei Bedarf anschließen.

/EDIT

Meine 8 TB Seagate läuft als Datengrab immer mit und wird auch nicht in den "Schlafmodus" versetzt. Keine Probleme daher:

1747087414769.png
 
Zur angesprochenen Problematik des erhöhten Verschleißes beim Energiesparen bzw. ständigen Ein/Ausschalten hier ein Zitat aus www.aboutnas.de. Diese Überlegung erschien mir logisch und so entschied ich mich schlußendlich für das von mir gekaufte HDD-Modell. Ich rechne nämlich mit einem nötigen Zugriff auf die dort gespeicherten Daten mit maximal drei- oder viermal pro Woche. Und das würde eben drei- viermal An/Ausschalten respektive Lade/Entladezyklus pro Woche bedeuten. Folge ich dieser Überlegung - und gesetzt den Fall, sie stimmt! - und rechne mit der Hälfte der zugesicherten Lade/Entladezyklen von 600000 dann könnte ich diese HDD auf diese Art und Weise 1339 Jahre betreiben (300.000 Zyklen / 4 mal die Woche = 75.000 Wochen / 56 Wochen pro Jahr = 1339 Jahre). Aber auch das ist natürlich nur eine "virtuelle" Überlegung, soviel ist klar. Doch mir ging es darum, für die nächsten zehn Jahre Speichersicherheit zu haben und alles in allem erschien mir dies ein praktikabler Weg.

Übrigens erhielt ich noch eine Antwort vom windows-support und sie schreiben: "NAS-Laufwerke sind für den Dauerbetrieb (7/24) in einer Netzwerkumgebung ausgelegt. Die Firmware der Platte sorgt dafür, dass sie ohne Hochlauf jederzeit gelesen / beschrieben werden kann."
Na gut - das macht aber trotzdem die oben zitierte Überlegung nicht hinfällig.
Daher entschied ich mich jetzt tatsächlich für einen externen Laufwerkskäfig und werde die HDD dort einbauen.

Hier nun aber das Zitat:

"Anzahl der Lade-/Entladezyklen​


Immer wenn das NAS ausgeschaltet wird oder die Festplatte in den Schlafmodus fällt wird ein Lade-/Entladezyklus durchlaufen. Der Lese-Schreibkopf der Festplatte wird in eine Parkposition gefahren.
Die Anzahl der garantierten Lade-/Entladezyklen wird bei den Marktführern und ihren NAS-Festplatten mit 600.000 Lade-/Entladezyklen angegeben.
Läuft das NAS 365 Tage im Jahr für 12 Stunden und die Festplatten fallen alle 10 Minuten in den Schlafmodus, z.B. durch einen Energiesparmodus, wären über 11 Jahre Betrieb möglich, bis 300.000 Lade-/Entladezyklen erreicht wären (auch hier gehe ich lediglich von der Hälfte der Herstellerangaben aus).
Während durch ein tägliches Ein- und Ausschalten gerade mal 365 Lade-/Entladezyklen im Jahr anfallen, fällt die Summe der Lade-/Entladezyklen durch den Energiesparmodus im obigen Beispiel mit 26.280 pro Jahr deutlich höher aus.

Fazit​


Die Lebensdauer einer NAS-Festplatte wird wohl weniger durch die Betriebsstunden, als durch die Lade-/Entladezyklen limitiert.
Daraus ergibt sich theoretisch, dass ein 24/7-Betrieb ohne Energiesparmodus weniger belastend für die Festplatte ist, als z.B. ein kurz gesetzter Energiesparmodus, der die Festplatten alle 10 Minuten in den Schlafmodus schickt. Allerdings steigen dann auch die Stromkosten.
Ein tägliches Ein- und Ausschalten des NAS verbraucht lediglich einen Lade-/Entladezyklus pro Tag. Dieser ist meiner Meinung nach zu vernachlässigen."

https://www.aboutnas.de/247-nas-dauerbetrieb-oder-runterfahren/
 
Ist das Thema zu alt um es wiederzubeleben? Ich hab ein ähnliches Problem. Vorher die 5TB 2,5" HDD extern angehängt gehabt. Nun intern an SATA bei einem DELL Optiplex Micro. Im Bios kann ich zwar S.M.A.R.T ausschalten, es braucht das System trotzdem nun statt 6 Watt im Idle 16 Watt.
 
Du musst Windows sagen, er soll runterdrehen.
Ob eine Software auf das Laufwerk periodisch zugreift, siehst Du mit procmon aus der sysinternals suite.
Bei mir war es z.B. die Asus SW GPU Tweak, die die Smartwerte aller Laufwerke gepollt hat.
Das habe ich so gefunden jedenfalls.
 
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