Heimnetz Aufbau mit drei Switches

panchamolo

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Abend zusammen,

mittlerweile hat sich bei uns daheim einiges angesammelt und die vier Anschlüsse der FritzBox reichen schon lange nicht mehr aus. Aktuell habe ich zwei Switches am laufen und werde demnächst noch ein drittes mit einbinden. Jetzt stellt sich mir die Frage ob zu viele Switches nicht das Heimnetz ausbremsen. Ich hatte dazu mal etwas gelesen und mir zwei Varianten aufgemalt. Welche der beiden macht mehr Sinn? In dem Artikel war meine zweite Variante die bessere Lösung, weil man die FritzBox anscheinend extrem entlastet.

20210503_092007944_iOS.jpg
 
Lösung 2 ist besser, der interne Switch der Fritzbox ist nicht so performant.
 
Am sinnvollsten waere es theoretisch einen Switch zu haben der genug ports fuer alle Gerate hat. Bei dir wirds allerdings ziemlich egal sein, du hast ja kaum Traffic im Netz, quasi alles will ja einfach nur ins Internet.
 
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Bei Variante 1 läuft alles, was nicht am gleichen Switch hängt, auf die FB, belastet diese als. Bei Variante zwei übernimmt das SW1.
Der wird dann jedoch möglicherweise zum Flaschenhals. Wenn der SW1 durch kopieren von PC zum NAS ausgelastet ist, werden die Geräte von SW2 und SW3 dadruch ggf. auch ausgebremst und kommen nur noch langsamer an die FB (je nach max. Geschwindigkeit der Switches)
 
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lösung 2 ist topfen.
 
bin/bash schrieb:
Lösung 2 ist besser, der interne Switch der Fritzbox ist nicht so performant.
Woher hast du die Info? Die Fritzbox hat keine Probleme mehrere Gbit zu switchen.
 
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panchamolo schrieb:
Jetzt stellt sich mir die Frage ob zu viele Switches nicht das Heimnetz ausbremsen.

Die 1-Gbit/s-Anbindung jedes Switches zur FB stellt einen Flaschenhals dar.

Obere Variante: PC an Switch 2 greift beispielsweise auf NAS an Switch 3 zu und kopiert irgendeine riesige Datei. Der Kopiervorgang läuft mit 1 Gbit/s. Damit ist die Anbindung von Switch 2 und Switch 3 dicht. Weiterer Netzwerkverkehr von Switch 1 oder Switch 2 zu Switch 3 wird nur noch tröpfchenweise durchkommen oder den Kopiervorgang verlangsamen.

Switching erledigt die FB in Hardware, das geht nicht auf die CPU. Davon kannst du dich selbst überzeugen, wenn du dir die CPU-Auslastung der FB im Webinterface anschaust und dann mal alle ihrer Netzwerports belastest. Sie macht es doch in Software: https://www.computerbase.de/forum/t...schluss-in-anderen-raum.1967003/post-24572601, zumindest die 7490. Kommt aber auf den SoC an. Welches FB-Modell kommt bei dir zum Einsatz?

Den Flaschenhalseffekt wirst du im Alltag aber nicht bis kaum spüren. Möchtest du ihn trotzdem nicht haben, kannst du einen 16- oder 24-Port-Switch kaufen und den vor die FB hängen. Ob du dafür Geld ausgeben möchtest, mußt aber du entscheiden.
 
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Die Fritzbox befindet sich im Keller, wo auch der Hausanschluss ist. In der Wohnung habe ich in jedem Zimmer zwei Netzwerkdosen, welche im Keller auf ein Patchfeld gehen. Von der Fritzbox gehe ich dann halt auf das Patchfeld, je nachdem wo ich Netzwerk benötige.
Ein Switch befindet sich z.B. beim TV Rack im Wohnzimmer und das andere im Hobbyraum. Mit dem dritten möchte ich dann die Geräte bedienen, welche ich direkt an eine einzelne Dose hängen kann. Früher haben mir die vier Anschlüsse der Fritzbox und ein Switch am TV Rack gereicht, aber wir haben hier etwas umgebaut. Daher benötige ich jetzt die drei Switches.

Ich denke das Netz ist tatsächlich nur dann ausgelastet wenn ich was auf mein NAS kopiere und das kommt nicht oft vor. Ansonsten schwirrt nur noch meine Freundin im Netzwerk rum und die schaut höchstens mal Netflix oder surft im Netz.

Aber was ist jetzt die bessere Lösung? Die Fritzbox und ein Switch müssen definitv im Keller bleiben, ansonsten kann ich nicht genug Dosen patchen. Verwende übrigens Switches von Zyxel.
 
In der Praxis dürfte es, mit halbwegs vernünftigen Switchen, egal sein. Sofern du kein GBit Internet hast, wäre das Datenintensivste zwischen PC und NAS, wenn du größere Dateien kopierst. Und wenn dann doch mal 50 MBit fehlen, weil du parallel ein UHD-Stream schaust ist das dann auch so gut wie egal.

Rein vom Aufbau her würde ich eine Switch im Keller zum Patchpanel packen, von dort einmal zu Fritzbox und den anderen Switchen, also Aufbau 2.
 
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Hab eine 500er Leitung daheim, welche auch so gut wie nie ausgelastet ist. Höchstens wenn Steam mal ein Update lädt. :D Die zweite Variante kommt mir eigentlich auch ganz sinnvoll vor. Ansonsten wäre das auch schnell umgeklemmt. Müsste ja nur vom Patchpanel an die Fritzbox.

Hab es nochmal unprofessionell in Paint bearbeitet. So wäre die Verteilung bei Variante zwei.

Netzwerk.jpg
 
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Nimm Switche mit guten QoS dann sollte auch das Kopieren großer Mengen ins NAS deine Freundin nicht am streamen hindern. Ein Switch mit DSCP QoS kostet nur ein paar € mehr. Man kann es in der FB nicht wirklich einstellen wie das QoS arbeitet jedoch habe ich mit dem DSCP Switch gemerkt das mein Jitter deutlich zurückging. Statt Ping 8ms mit +-10ms Jitter ist er jetzt in der Regel bei +-2ms und das Einzige was anders ist, ist mein Switch. Mir ging es hauptsächlich um lästige Ruckler in Videokonferenzen oder Artefakte im streaming wenn nebenbei das Netzwerk kurz vor 100% Auslastung ist und das hat geklappt. Ansonsten denke ich das beide Wege in etwa gleich Produktiv sind. Was dir helfen könnte wäre ein anderer Router mit Link Aggregation. Wenn du die Switche jeweils doppelt mit 2x1GB anbinden könntest wäre alles was nicht ins Internet geht sicher performanter aber das können die FB's leider bis heute nicht.
 
Gute Tag allesamt,
ich springe auf diesem Post auf, da ich ein ähnlicher Aufbau bzw. eine ähnliche Frage habe.

Aufbau:
FB ist bei mir Cisco EPC 3925 Kabelmodem (4x gigabit ports, DHCP-Server, steht im EG)
Switch 1 = Zyxel GS 105B v.2 gigabit 5-Ports-Switch (steht im EG neben das Kabelmodem)
Switch 2 = Tp-Link WR841N v.9 WLAN-Router (4× 10/100 Mbps LAN Ports, steht im 1. OG)
Switch 3 = alter Cisco EPC 3925 Kabelmodem als switch verwendet (4x gigabit ports, steht im 2. OG)

FB ist DHCP-Server
Angeschlossen an FB (Kabelmodem, 3 ports) + Switch 1 (Zyxel, 4 ports) sind:
o) LAN-LAN-Verbindung FB - Switch 1 (Kabelmodem - Zyxel)
a) Alarmanlage
b) VoIP-Telefonanlage
c) Netgear Router (WLAN EG)
d) Computer (Gaming, Videokonferenz, studierenden Jugendlicher halt...) 1. OG
e) Computer (Telearbeit, Videokonferenz) 1. OG
f) Switch 2 (Drucker + WLAN 1. OG)
g) Switch 3 -> Computer (Telearbeit, Videokonferenz) 2. OG + WLAN 2. OG

Außer zum Drucker, welcher kaum benutzt wird, geht der ganze Datenverkehr nach Außen.

Zu meiner Frage: was ist in diesem Anwendungsfall besser?
  • wie Lösung 1, wie bisher alle ports vom eingangsseitigen Kabelmodem in Verbindung mit dem 5-Ports-Switch zu verwenden, oder
  • wie Lösung 2, nur ein Port vom Kabelmodem zu einem (neuen) 8-Ports-Switch zu verbinden und von da aus a) bis g) zu Versorgen?

Eingangsseitig stehen 300 Mbit/s download- 30 Mbit/s upload zur Verfügung.
Da sowohl das Kabelmodem wie auch der Zyxel-Switch gigabit-fähig sind, sind vermutlich Lösungen 1 und 2 gleichwertig. Liege ich richtig in dieser Annahme?

Danke im Voraus
jeanjean
 
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jeanjean schrieb:
sind vermutlich Lösungen 1 und 2 gleichwertig
Ja, aber ich würde trotzdem mal auf allen Endgeräten einen Speedtest durchlaufen lassen und schauen, wie viel von den 300 Mbit/s in welcher Qualität ankommt.

Nachtrag: Die beiden veralteten und zweckentfremdeten Router würde ich ausrangieren.
 
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Hatte ich vor längerer Zeit gemacht (damals noch mit 250 Mbit/s) und bekam überall die 250 Mbit/s, außer natürlich hinter Switch 2 (70-85 Mbit/s), dessen Austausch bereits eingeplant ist.
Werde ich bei Gelegenheit wiederholen.

Der als Switch zweckentfremden Kabelmodem bleibt erst mal, denn der liefert die vollen 300 Mbit/s und WLAN ist nur selten in Gebrauch. Haupt WLAN-AP ist der Router der AC1750-Klasse im Erdgeschoss.

jeanjean
 
So, WLAN-AP im 2.OG ausgetauscht, und überall noch mal gemessen.
300 Mbit/s überall, sogar am WLAN (5 GHz).
Jedoch ein Anschluß nach dem anderen gemessen, daher kein Erkentenis über Lösung 1 vs. Lösung 2.
Mein Maschinenbauergefühl sagt mir, dass Lösung 1 zumindest auf dem Papier vorteilhafter sein dürfte, weil der Datenverkehr früher über die verschiedenen Leitungen aufgeteilt wird.

jeanjean
 
jeanjean schrieb:
weil der Datenverkehr früher über die verschiedenen Leitungen aufgeteilt wird.
Jacke wie Hose, da der kabelgebundene Teil deines Heimnetzwerks um den Faktor 3 schneller ist als dein Internet.
 
Da hast du recht!
Mein Provider bietet zwar Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s und arbeitet zur Zeit an einem 10 Gbit/s-Netz.
Ich hatte bisher jedoch nie den Eindruck, dass die 300 Mbit/s für meinem Bedarf zu knapp gemessen wäre.

jeanjean
 
Ich habe mich auch noch nicht festgelegt. Muss mir erstmal einen kleinen Netzwerkschrank und anderen Kleinkram bestellen. Ein Switch wird auf jeden Fall mit im Keller sein. :)
 
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