Heimnetzwerk richtig erden / Potentialausgleich

Kreacher

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Hallo Community,

ich habe meine bestehende Heimnetzwerk-Installation komplett erneuert (von LSA auf Keystone und in dem Zuge auch noch einige neue CAT7-Leitungen eingezogen). Statt des vorherigen DeleyCON MK 1825 LSA-Patchpanel hängt nun ein METZ Connect Keystone Aufputzgehäuse mit 16 Löchern / Ports für die Keystone-Module an der Wand.

Leitungen sind alle gelegt bzw. die vorherigen aus dem alten LSA-Panel entfernt und neu abisoliert. Jetzt die Frage: bislang war unsere Heimnetzwerk-Installation nie an den Potentialausgleich bzw. die Hauserdung angeschlossen (TV-Kabelanlage im Übrigen ebenfalls noch nie). Ich wusste nicht mal, dass sowas notwendig wäre. Aufmerksam wurde ich damals beim obigen DeleyCON MK 1825 Panel, da nämlich dort im Lieferumfang noch so ein gelb-grünliches Kabel mit einer Metallöse dabei war und mich das damals schon gewundert hat, wofür das gut sein soll.

Das neue METZ Keystone Panel hat zwar kein solches Kabel im Lieferumfang enthalten, dennoch kann ich der Montageanleitung entnehmen, dass es jeweils seitlich am Gehäuserand so eine kleine Metalllasche hat, die wohl laut Anleitung für den Potentialausgleich möglich wäre:

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Da ich nachher ohnehin nochmal in den örtlichen Baumarkt muss, war ich nun am Überlegen, ob ich dort nicht direkt ein solches Erdungskabel mitnehmen sollte, weil WENN ich jetzt schon alles renoviere und modernisiere, dann soll es diesmal auch alles fachmännisch korrekt erfolgen.

Nun weiß ich nicht:

Was für ein Erdungskabel (Querschnittsgröße) brauche ich für maximal 16 CAT-7-Leitungen (angeschlossen bzw. überhaupt verlegt sind aktuell aber maximal 13)? Auf Bildern sehe ich, dass das Erdungskabel einfach nur einen runden Kupferleiter hat. Wie kriege ich den runden Kupferleiter in diese flache Metalllasche am METZ-Gehäuse? Braucht es dafür eine Art Adapter von Kabel auf Lasche? Wenn ja, welchen und gäbe es sowas auch im Baumarkt?

Muss das Erdungskabel an den Hauserder (HES) angeschlossen werden? In unserem Heizraum, wo Heizung und Wasseranschluss rauskommen, habe ich so ein Erdungsteil gefunden, das aus dem Boden rauszukommen scheint. Wäre das das Richtige:

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Wenn ich den Anschluss da richtig sehe, muss ich einfach nur die freien Schrauben oben und unten aufschrauben, den Kupferleiter des Erdungskabel da durchstecken und danach wieder festschrauben? Das Erdungskabel verlege ich von dort also genauso wie die laufenden CAT-7-Leitungen, zusammen im Kabelkanal mit den CAT-7-Leitungen bis hin zum Patchpanel?

Muss ich vorher die Haupt-/Gesamtsicherung des Hauses ausschalten, wenn ich diese Erdungsschiene dort anfasse oder dort dran rumschraube, oder kann dort kein (abgeleiteter?) Strom drauf fließen?

Die größere Frage wäre aber nun, welches Erdungskabel ich hierfür bräuchte und wie ich diesen Kupferstift dann am Patchpanel auf dieser schmalen Lasche dort befestigen könnte?

Vielen Dank euch
 
Du meinst damit also 2,5mm²? Das wäre ausreichend? Kein 6 oder noch höher?
Und diesen AMP-Stecker kriege ich zusammen mit dem Kabel ebenfalls?

Wenn ich nach AMP-Stecker google, finde ich dazu allerdings nichts. Nur "AMP" als Musikverstärker bei Gitarren o.Ä.
 
Ich würde auch 2,5mm² nehmen. Du hast doch die schuko Steckdose darunter, es gibt Adapter um dort nur die Erde abzuführen.
 
Sieht so aus , in jedem Baumarkt zu haben , Flachstecker und gelbgrünes Kupferkabel auch
eHWUgoOfqa.png


Eine Schraube mit Mutter für die Lochgröße am Anschluss geht auch, wenn man eine Öse am Draht herstellt.
 
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Der_Dicke82 schrieb:
Du hast doch die schuko Steckdose darunter, es gibt Adapter um dort nur die Erde abzuführen.

Das soll man aber doch angeblich nicht, oder? Habe ich zumindest gelesen. Weder an Heizung, noch an Wasserrohre noch an den Schutzleiter der Steckdose?

@sparta 3.1

Danke, dann geh ich mal los zum Baumarkt und hole ca. 25m 2,5mm² Erdungskabel und diesen Stecker.
 
Kreacher schrieb:
Muss ich vorher die Haupt-/Gesamtsicherung des Hauses ausschalten, wenn ich diese Erdungsschiene dort anfasse oder dort dran rumschraube, oder kann dort kein (abgeleiteter?) Strom drauf fließen?
Nein, kannst du anfassen und die neue Leitung anschrauben.
Im Normalfall fließt dort kein Strom, nur im Fehlerfall.
Bei 25m würde ich 4mm² nehmen.
Meist kriegst du eh nur 10mm² zu kaufen.
 
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Kreacher schrieb:
Das soll man aber doch angeblich nicht, oder? Habe ich zumindest gelesen. Weder an Heizung, noch an Wasserrohre noch an den Schutzleiter der Steckdose?
Heizung und Wasserleitung ist klar! Aber der Schutzleiter in der Steckdose ist ja genau dafür gedacht! Genau so ist dein PC oder dein Kühlschrank ja auch geerdet.
Bei einem kompletten rack hätte ich auch gesagt zieh eine Leitung, aber für ein simples keystone Patchpanel.
 
In meinem Netzwerkschrank habe ich auch zwei Schrauben, um das Metallgehäuse davon zu erden. Von meinen vier darin verbauten Switches haben nur zwei davon eine Möglichkeit bezüglich der Erdung. Die anderen haben kein Netzteil intern verbaut und werden per Netzteil direkt an der Steckdose angeschlossen und mit 12 bis 19 V versorgt.

20260822_155525.jpg 20260822_155515.jpg

In meiner Mietswohnung habe ich gar keine andere Möglichkeit, zu erden, daher habe ich hier ein Dummi in der Steckdosenleiste stecken, wovon nur die Erdungskontakte vorhanden sind.
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Was du im Keller gefunden hast, ist ein Blitzableiter. Sollte ein Blitz einschlagen, wird dieser ins Erdreich abgeführt. Das ist daher auch was ganz anderes, denn mit den Geräten oder wie in meinem Fall dem Netzwerkschrank soll der FI-Schalter im Sicherungskasten mit einem Defekt auslösen. Hier geht es einfach darum, dass, sollte mal ein Defekt vorliegen und das Metallgehäuse steht unter Spannung, dann der 16‑Amper-FI‑Schalter die Spannung ausschaltet.

Solch ein Erdungskabel, das über den Stromstecker und die Steckdose zum FI-Schalter gelangt, ist dafür da, damit z.B. eine Waschmaschine, eine Spülmaschine oder alles, was ein Gehäuse aus Metall hat, nicht unter Spannung stehen kann. Andernfalls würde man im Falle eines Defektes beim Berühren einen Stromschlag bekommen.

Geräte oder Lampen, die gar kein Metallgehäuse haben, besitzen in ihrer Steckverbindung oft gar keine Erdung. Weil Kunststoff keine Spannung führen könnte.
 
Oben auf dem Bild ist es eindeutig ein Keller und darauf habe ich mich bezogen. Als ehemaliger Eisenbieger war ich sogar als Vorarbeiter auf Baustellen tätig und in der Betonarmierung wurde solch ein Blitzableiter im Fundament eingearbeitet. Der ging oft sogar noch weiter rein, sodass wir unsere Eisenarmierung darum herumlegen mussten.

Aber wie auch immer, mit Kaltgeräte geht es um den FI-Schalter und nicht um den Blitzableiter.
 
Du hast keinen Blitzableiter, sondern einen Fundamenterder verlegt, dieser kann auch mit einem eventuell vorhandenen Blitzableiter verbunden werden, seine Hauptaufgabe ist aber die Verbindung mit der im Bild gezeigten Potentialausgleichsschiene im Haus.
Ist alles dort erklärt, wohin ich verlinkt habe.
 
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Avenger84 schrieb:
Bei 25m würde ich 4mm² nehmen.
Meist kriegst du eh nur 10mm² zu kaufen.

Im Baumarkt gab es zwar 2,5mm² und auch 4mm², aber leider nur in 10m Länge. Habe aber nun 20m Länge in 6mm² bekommen und hoffe, dies ist auch OK?

Kann man Erdung überdimensionieren bzw. kann dies Nachteile haben, wenn ich einen zu großen Querschnitt wähle, oder gilt hier einfach nur "Hauptsache die Mindestanforderung ist abgedeckt"?

Jedenfalls habe ich das 20m-Kabel nun verlegt und auch schon an dieser Potential-Ausgleichschiene mittels Abisolierung und Festschrauben angebracht. Die Kupferdrähte habe ich nach dem Abisolierung allesamt in eine Richtung gedreht, damit es ein fester Strang wurde, denn normalerweise lägen da viele kleine einzelne Kupferdrähte nebeneinander, die dann beim Einführen in das Loch auf der Ausgleichschiene alle einzeln in verschiedene Richtungen gestoben wären. Ich hoffe, das passt so - also das Verdrehen zu einem festen Strang?

Ebenfalls im Baumarkt habe ich den benötigten Flachstecker für das Panel geholt. Leider gab es das nur in 9,5mm Breite - die Breite der Lasche auf dem Panel wären aber 10. Aber er ließ sich dann doch mit etwas Gepfriemel auf die Lasche draufschieben. Ich nehme an, wichtig ist einfach nur, dass der Kupferleiter des Kabels Kontakt zum Metall des Panels hat, oder?

LiniXXus schrieb:
Was du im Keller gefunden hast, ist ein Blitzableiter.

Das kann eigentlich fast nicht sein - denn die anderen Kabel, die auf dieser Potential-Ausgleichschiene bereits angeschraubt hängen, führen einmal zur PV-Anlage auf dem Dach und zum Außenpool. Weiß nicht, ob man diese Gerätschaften an den Blitzableiter hängt?

Ist das Ding im Heizraum denn nun ein Blitzableiter oder die Hauserdung? Es steht ja "Potential-Ausgleichschiene" drauf. Jedenfalls hängt das verlegte 6mm²-Kabel, das mit dem Netzwerkpanel verbunden ist, nun an dieser Schiene und ich hoffe, das ist nun richtig so?

Vielen Dank für die bisherigen Inputs und Hilfestellungen!
 
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Kreacher schrieb:
Dach und zum Außenpool.
Gegenfrage: Was glaubst du, wohin ein Blitz abgeleitet werden soll, wenn er dein Haus trifft? Das andere hat nur mit der Hauselektronikinstallation zu tun. Damit deine FI‑Schalter ausgeht, sollte irgendwo Strom drauffließen. Auch die Rohrinstallationen, die aus Metall bestehen, sollen in das Erdreich abgeführt werden. Daher wird auch im Fundament solch eine Strebe einbetoniert.

Manchmal wird auch als Blitzschutz ein Runddraht (8-10m) montiert.
Falls du es genauer wissen möchtest, hole dir eine Fachperson (Elektriker) zu dir.

Natürlich kannst du dir auch ein Erdungskabel mit 16mm² daran anschließen. :D
 

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Damit ist jetzt aber irgendwie meine Frage, ob meine Netzwerkinstallation nun so in Ordnung ist, wie ich es verkabelt habe, leider nicht beantwortet.. Mit Blitzschutz und Co kenne ich mich nicht aus - ich will nur die Absegnung, dass ich das Heimnetzwerk jetzt richtig / fachmännisch installiert habe.
 
Doch, ich habe deine Frage bereits beantwortet.

Als Beispiel habe ich meinen Netzwerkschrank genommen. Der besteht aus Metall und sollte darin sich ein Stromkabel lösen und das Gehäuse berühren, wäre es nutzlos, wenn es wie mit dem Blitz ins Erdreich abgeführt wird. Dieser muss zu deinem Sicherungskasten, damit der FI-Schalter auslösen kann und dein Leben rettet. Sonst würdest du an einem Stromschlag sterben, sobald du das Metallgehäuse mit deiner Hand berührst.

In jeder Steckdose sind seitlich diese Laschen mit drin, die per Erdungskabel mit deinem Sicherungskasten (FI-Schalter) verbunden sind. Daher habe ich mir in meinem Netzwerkschrank einen Stecker eingesteckt, der nur diese zwei Laschen beinhaltet.
Ashampoo_Snap_Samstag, 22. August 2026_19h29m57s.png Ashampoo_Snap_Samstag, 22. August 2026_19h29m44s.png Ashampoo_Snap_Samstag, 22. August 2026_19h30m29s.png

Daran sind meine Erdungskabel, die an zwei Schrauben des Netzwerkschrankes gehen, angeschlossen und auch zwei Switches.
Ergänzung ()

Hier ein Beispiel mit meiner geöffneten Switch.

Das Erdungskabel ist am Metallgehäuse verschraubt und geht in den Stromstecker mit hinein. Das wird dann mit der Steckdose mit der Erdung zum FI-Schalter verbunden. Sollte aus irgendeinem Grund Strom auf das Gehäuse kommen, wird es über den Erdungskabel zum FI-Schalter geleitet und dieser schaltet sofort ab.
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Auf der Rückseite ist aber zusätzlich noch die Möglichkeit, eine eigene Erdung mit anzuschließen. Sieht man jetzt auf diesem Bild nicht, aber dahinter sitzt eine Schraube, wo eine Erdung noch mit angeschraubt werden kann. Im Prinzip dasselbe, was du bei dir auch mit der kleinen Lasche hast.
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Ergänzung ()

Mein Netzwerkschrank hat dazu Gewindebolzen mit einer Mutter oben im Oberteil und unten, im Unterteil. Denn auch hier soll der FI-Schalter ausgelöst werden, sonst könnte ich einen Stromschlag bekommen, sollte ein Stromkabel defekt sein und das Metallgehäuse berühren.
20260822_155515.jpg 20260822_155525.jpg

Und deshalb steckt der eine Dummy in einer meiner Steckdosenleisten, damit ich diese Erdungskabel in meinem Stromnetz zum Sicherungskasten hinführen kann.
20260822_155506.jpg

Möchtest du es fachmännisch machen, dann solltest du auch den Sinn und Zweck von verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Strom muss natürlich nicht zum ‚Stromkasten‘, damit der Fehlerstromschutzschalter auslösen kann, im Gegenteil. Gerade dadurch, dass nicht alles zurückkommt, was geliefert wird, kann dieser auslösen und Dich schützen.
 
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Verstehe ich nicht. Wenn ich Strom auf die Erdung an einer meiner Steckdosen führe, schaltet der FI-Schalter aus und der sitzt bei mir im Sicherungskasten. Diesen kann ich danach auch nur dann wieder einschalten, wenn die Fehlerquelle behoben wurde.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
im Gegenteil. Gerade dadurch, dass nicht alles zurückkommt, was geliefert wird, kann dieser auslösen und Dich schützen.
Das ist etwas anderes, was du schreibst, und hat was mit dem Strom zu tun, was gemessen wird, und wenn nicht das Gleiche zurückkommt, dann geht es davon aus, dass du momentan am Zappeln bist, und versucht dann, noch dein Leben zu retten. :D
 
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Ich habe ja auch nicht gesagt, dass er nicht dort wäre. Aber sein Funktionsprinzip ist ein anderes, als Du behauptest. Er hat nicht mal Anschlüsse für den gelbgrünen PE. nur die drei Außenleiter/Phasen und N.

Also noch einmal, schau Dir die Inhalte hinter den Links an, die ich poste.
 
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Es geht hier konstant nur um die Erdung und nicht um den Außenleiter/Phasen bzw. Nullleiter. Es geht hier nur darum, dass, sobald mit einem Gerät, das aus Metall besteht, die Sicherung im Sicherungskasten ausgeht. Wäre ja doof, wenn das Gerät unter Strom steht und die Sicherung hierbei nicht abschalten würde.
 
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