Helmpflicht beim Fahrradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

AW: Helmplicht beim Fahradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

Ich empfehle einfach mal Unfallberichte der Leute hier aus dem Forum: http://www.mtb-news.de/

Und das sind nicht nur, wie Interlink gerne betont, Mountainbiker und Extremradler, sondern auch ganz normale Hollandradfahrer. Klar gibt es auch dort renitente Helmverweigerer, aber die Mehrheit dort beführwortet Helme. Wahrscheinlich weil sie bei den Herstellern arbeiten ;).

Und alle anderen sollte einfach vergessen was Interlink hier Gebetsmühlenartig wiederholt, es wird dadurch nicht richtiger oder besser. Nehmen wir einfach an, das er einmal seinen Helm nicht aufhatte als es besser gewesen wäre :D ;)

Nix für ungut :D :schluck:
 
AW: Helmplicht beim Fahradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

Persönliche Einzelbeispiele ersetzen keine Unfallstatistiken, zumal wenn sie - wie hier - unverbindlich zum Selbersuchen in den Raum gestellt werden. Wenn jeder, der mit dem Fahrrad gestürzt ist, sämtliche Unfälle in dieses Forum stellen würden, wären die Beiträge zum Thema "Helm kaputt, aber mein Kopf nicht" kaum noch warzunehmen. Obendrein ist in Internetforen ein in Bezug auf Altersverteilung und Geschlecht nicht gerade ein repräsentativer Querschnitt der Gesamtbevölkerung aktiv. Schon eher schreibt dort die Bevölkerungsgruppe, derentwegen Anfänger - Haftpflichtversicherungen für Kraftfahrzeuge ab Leichtkraftrad teils astronomisch teuer sind.
Auf den vom örtlichen ADFC angebotenen touristisch angelegten Jedermanntouren hier am Ort sind Helmträger eine verschwindend kleine Minderheit. Unfälle dabei betrafen im Regelfall nicht den Kopf und endeten nach meinem diesbezüglich etwa 10 Jahre umfassenden Wissen nicht im Krankenhaus, auch wenn ich angesichts der unkonzentrierten Fahrweise mancher Quartals-Teilnehmer gelegentlich ins Grübeln komme.

Wen die Unfallstatistiken aus Australien und auch Deutschland nicht wenigstens zum Nachdenken anregen, ist meist Anhänger der Religion der Platzenden Melone. Selbst mit einfachen Fakten (Anteil der Kopfverletzungen sinkt nicht signifikant gegenüber den sonstigen Verletzungen) ist dagegen kaum anzuarbeiten. Auch wenn die Evolution die normalerweise bis zur Ernte ruhig auf dem Boden verweilende Melone ein wenig anders beeinflusst hat als den Schädel eines Lebewesens, dessen Vorfahren früher mal auf Bäumen gelebt bzw. sich als Jäger und Sammler gelegentlich auch mal aus vollem Lauf auf die Fresse gelegt haben. In jugendlichem Alter üblicherweise ohne schwere Folgeschäden.

Von mir unbestritten ist, dass ein kleiner Anteil an Unfällen durch einen Fahrradhelm nicht nur in kosmetischer Hinsicht positiv beeinflusst werden kann. Nur liegt der offensichtlich so niedrig, dass ein positiver Einfluss in traditionellen Unfallstatistiken nur schwer nachweisbar ist. Ist es dennoch sinnvoll, das Tragen zur Pflicht zu machen? Ist es unter solchen Maßstäben sinnvoll, das Tragen im Auto nicht zur Pflicht zu machen?

Leider neigt ein gewisser Prozentsatz von Gläubigen zum Fundamentalismus. Ich hoffe nur, dass sie damit weiterhin weder in Österreich noch in Deutschland den Gesetzgeber zum Aktionismus drängen können.
 
AW: Helmplicht beim Fahradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

Ich kanns nicht lassen. Ich bin schwach. :rolleyes:

Einfache Logik? Wenn keiner auf den Kopf fällt, ist ein Helm wirkungslos. Das die Zahl der Kopfverletzungen zwar nicht in dem selben Maße gesunken ist, wie die Anzahl Helmträger gestiegen ist, das ist sicherlich richtig. Aber sie ist weiter gesunken. Laut einer Statistik aber ja z.B. dem Einsperren der Kinder zu verdanken. Die dürfen ja gar kein Fahrrad fahren. Auch vor der Helmpflicht wurde von so unverbesserlichen Gutmenschen Helme getragen. Was natürlich überhaupt keinen Einfluß auf eine Statisik hatte die immer noch kurz vor der Einführung und kurz danach erstellt wurde.

Da du immer und immer wieder die Melone hier einbaust: Melone ohne Helm: kaputt. Melone mit Helm: intakt. Schutzwirkung gleich null? Tolle Schlußfolgerungen. Naja zur Not sind positive Berichte Einzelfälle ohne Bezug zur Allgemeinheit. Es kann nun mal nicht sein, was nicht sein darf. Fundamentalisten (habe ich es noch krampfhaft im letzten Beitrag vermieden, bedanke ich mich das du den ersten Stein geworfen hast) gibt es auf beiden Seiten.

Klar ist das bei einem schweren Unfall mit dem Fahrrad ein Helm Verletzungen nicht unbedingt verhindern kann, das wurde ja auch von mir schon gesagt. Aber er kann ihn mildern. Und deshalb tragen Extremsportler eben Helme, die du mal nur denen empfiehlst, mal generell als unnütz ablehnst. Also eigentlich auch Downhill ohne, weil ja (siehe Melone) unnütz?

Bei leichten Unfällen mit Einwirkung auf den Kopf (ja sicher enden nicht alle mit der Berührung des Asphalts durch den Kopf) ist die Schutzwirkung jetzt null, oder vielleicht doch vorhanden, wenn sie dem Sportler hilft? In einem Auto führt ein leichter Unfall nicht zu Kopfverletzungen. Bei heftigeren Unfällen schon, weshalb ein Rennfahrer auch einen Helm trägt. Das in der westlichen Welt wesentlich mehr Auto- als Fahrradkilometer zurückgelegt werden, von daher die absolute Zahl der schweren Unfälle und Verletzten entsprechend höher ist, wird ja mal flott von dir beiseite geschoben.

Jedenfalls ist im Auto der Kopf trotz allem geschützter als beim Fahrradfahren, das ist Fakt. Und daß die Kopfverletzungen mit Autoeinwirkungen vorallem nicht den Insassen sondern den getroffenen Fußgängern passieren auch. Da gibt es nämlich so tolle Sachen wie Kuhfänger und äußerst harte Motorhauben, die von der Höhe her dem Kopf eines Kindes quasi exakt angepaßt sind. Aber statt Fußgänger mit Helmen auszustatten könnte man sicherlich auch die Autos erstmal anpassen, was ja nach und nach geschieht. Bordsteinkanten, harte Steine und Asphalt anzupassen ist politisch natürlich irgendwie sehr schwer durchzusetzen. Aber ich schlage euch das gerne als nächstes Ziel vor.

Begleitete Fahrradtouren, am Besten auf abgesperrten Straßen oder komplett auf ausgebauten Radwegen, hat natürlich sehr viel mit dem Alltag von spielenden Kindern zu tun. Das sich Erwachsene unbedingt unverantwortlich dort ohne Helm verlustieren, who cares? Es geht immer noch um unter 14jährige! Und die eiern nunmal nicht auf Radtouren durchs schöne Donautal.

Für den Rest deiner ewig gleichen Argumente gelten natürlich auch die ewig gleichen Antworten weiter oben.

PS. Der Threadtitel heißt ja immer noch Helmplicht. Ich kaufe ein f. :lol: Edit: Die Firma dankt. Heute wohl Ziehung mit Zusatzzahl :D
 
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AW: Helmplicht beim Fahradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

f --> für HappyMutant. :p

Edit: r --> als Zugabe.. :lol:
 
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Eigentlich wollte ich es mir ja sparen zu diesem Thema was zu sagen, aber als jemand der hauptberuflich im Rettungsdienst arbeitet, kann nicht anders.
Für alle Pseudophysiker hier im Tread, die meinen sie hätten eine Ahnung davon, ob ein Helm schützt oder nicht, nur soviel.....

ER TUT ES! JA WIRKLICH!

Ich habe in meiner jetzt fast 9 jährigen Berufserfahrung genug Fahrradunfälle buw dessen Fahrer versogen müssen. Diejenigen, die keinen Helm auf hatten und mit dem Kopf gegen die Boardsteinkante geknallt sind, waren entweder sofort tot und schwerst verletzt mit bleibenden Schäden. Und glaubt mir, wer jemals Gehirnmasse gesehen und gerochen hat, vergißt das nicht wieder. Diejenigen die die "20mm" Styropor zwischen ihrer Schädeldecke und dem Boardstein hatten, kamen mit mehr oder weniger leichten bis mittelschweren Verletzungen davon. Zumindest bliebt der Kopf einigermaßen heil. Natürlich kommen noch andere Faktoren dazu, unterm Strich ist der Outcome der Leute mit Helm wesentlich besser.

Also tut mit bitte einen Gefallen und redet nicht so einen, tschuldigung, SCHEISDRECK daher. Die Dinger helfen.

Was die Helmpflicht angeht, so muss das jeder selber wissen. Bei Kindern sollte es aber Pflicht sein. Eltern die Ihre Kiddies ohne Helm fahren lasses, die müssten, wenn den kleinen was passiert 1. Sämtliche Kosten selber tragen, 2. Eine Verfahren wegen Grober Fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung bekommen. Hinterher ist das Geheule groß.

Das gleiche gilt auch für Eltern, die Ihre Kinder im Auto nicht Anschnallen. Ich werde das Bild nie vergessen, von einem 5 jährigen, der durch die Windschutzscheibe geflogen ist und auf dem Rücksitz des Vordermanns lag.

Ihr habt echt keine Ahnung, seid mir nicht böse, aber bei so manchen Posts, kann ich nur den Kopf schütteln!

Achja nochwas lieber Interlink.

KEINER meiner Fahrradopfer ist an einem Bruch des Halswirbelknochens gestorben, sondern durch massive Hirnblutungen die durch das harte UNGESCHÜTZTE AUFSCHLAGENS DES KOPFES auf den Boden oder des Autos hervorgerufen worden sind, das nur zur Info.

Und Deine Aussage, dass die generelle Schutzwirkung eines Fahrradhelmes nicht beweisen ist, ist mehr als lächerlich!

Ich kann jedes Argument gegen das Tragen eines Fahrradhelmes oder das NICHT-Anschnallen entkräften. 15000 Einsatzstunden und runde 6000 Notfälle sind meine Erfahrungen und Fakten.

Was das Thema Statistiken angeht, so gilt für mich....Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!

Mir ist es im übrigen völlig egal ob jemand einen Helm auf hat oder nicht, nur bitte bitte, nicht rumheulen, wenn es zu spät ist. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

Zum Schluss noch einen Hinweis an alle die OHNE HELM fahren. Falls Ihr auf die Fresse fallen solltet (was ich nicht hoffe), dann schaut doch bitte, dass Ihr das an einem schönen, interessanten und idylischen Ort macht, damit wir von der Rettung auch noch was davon haben. Achja und versucht Euch schön abzurollen, denn auch wir Rettungsdienstler sind nur Menschen und haben unsere Ekelbarrieren und gerade Hirn und offene Schädelverletzungen sind auch für uns nichts schönes!

In diesem Sinne
 
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@Leon: -daumenhoch- So sieht es aus.

Fu Manchu, der jetzt eine Runde (40km) auf seinem MTB durch Hamburg und dem Alstertal drehen wird - mit Helm :).
 
Leon schrieb:
...
KEINER meiner Fahrradopfer ist an einem Bruch des Halswirbelknochens gestorben, sondern durch massive Hirnblutungen die durch das harte UNGESCHÜTZTE AUFSCHLAGENS DES KOPFES auf den Boden oder des Autos hervorgerufen worden sind, das nur zur Info.
In der Bekanntschaft hat ein Mädel im Gefälle den Abgang über eine Autotür gemacht. Genickbruch.
Ein Unfalltyp, bei dem "Der Siebte Sinn" seinerzeits den Fahrradhelm vorgeschlagen hat, statt erst einmal auf die Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von gut 1m zu parkenden Autos hinzuweisen.

...
Und Deine Aussage, dass die generelle Schutzwirkung eines Fahrradhelmes nicht beweisen ist, ist mehr als lächerlich!
Generell = in der überwiegenden Zahl der Unfälle wirksam. Das ist beim Sicherheitsgurt (inzwischen häufig + Airbag) eindeutig der Fall.
Persönliche Betroffenheit, auch wenn sie aus dem Rettungsdienst kommt, ersetzt nicht den Gesamtüberblick. Lächerlich könntest Du mich z.B. anhand einer offiziellen Unfallstatistik machen.
Was sagst Du denn zu den Daten aus Australien? Wenn die Unfälle mit "Kopf auf Bordsteinkante oder Autoblech" anteilig so häufig wären und obendrein die Schutzwirkung "generell", hätte dann nicht ein gut sichtbarer Rückgang der Kopfverletzungen gegenüber den sonstigen Verletzungen stattfinden müssen?

Ich kann jedes Argument gegen das Tragen eines Fahrradhelmes oder das NICHT-Anschnallen entkräften. 15000 Einsatzstunden und runde 6000 Notfälle sind meine Erfahrungen und Fakten.
Apropos Anschnallen. Die Wirksamkeit war hier unbestritten und fand u.a. ihren Niederschlag in einem ca. 50-Prozentigen Rückgang der Todeszahlen in den Unfallstatistiken des Statistischen Bundesamtes. Zusammen mit den großen Fallzahlen ist das allemal ein Grund für die gesetzliche Einführung einer Anschnallpflicht.

6000 Notfälle. Wieviele davon waren schwerverletzte Radfahrer? Wie viele mit schweren Verletzungen des "Hirnschädels"?
Und nicht ganz nebenbei: Bei wievielen Notfällen gab es ähnlich schwere Kopfverletzungen von Auto-Insassen? (Hoffentlich gehören auch genügend Landstraßen zu Deinem Einsatzgebiet).

...
Zum Schluss noch einen Hinweis an alle die OHNE HELM fahren. Falls Ihr auf die Fresse fallen solltet (was ich nicht hoffe), dann schaut doch bitte, dass Ihr das an einem schönen, interessanten und idylischen Ort macht, damit wir von der Rettung auch noch was davon haben. Achja und versucht Euch schön abzurollen, denn auch wir Rettungsdienstler sind nur Menschen und haben unsere Ekelbarrieren und gerade Hirn und offene Schädelverletzungen sind auch für uns nichts schönes!
Ich wusste nicht, dass Helme den "Gesichtsschädel" (=Fresse) nennenswert schützen.
Die Zielgruppe Deiner kleinen abschließenden Verwünschung ist vor Ort bei den über 30jährigen Alltags-Fahrern die übergroße Mehrheit.
Wenn ihr zu einem akuten Herzinfarkt aufgrund von jahrzehntelangem Bewegungsmangel gerufen werdet, ist das für Euch vielleicht appetitlicher und bedarf seltener fachkundiger Hilfe bei der sicher schwierigen psychischen Aufarbeitung. Der Patient gelangt aber leider genügend häufig ebenfalls auf den Friedhof.

Es ist halt die Frage, ob es unter dem Strich vernünftig ist, eine Helmpflicht einzuführen. Ist es sinnvoll, dafür in Kauf zu nehmen, dass anschließend die Alltags-Nutzung dieses Verkehrsmittels speziell bei Erwachsenen um 1/3 reduziert stattfindet (z.B. weil Frauen zu einem Gutteil nicht bereit sind, ihre Haarmode anzupassen)?
Wenn es nur darum geht, die absoluten Zahlen verletzter Radfahrer in Deinem Einsatzgebiet zu senken, wird eine Helmpflicht in dieser Disziplin immer erfolreich sein. Und das auch bei Nicht-Kopf-Verletzungen, die z.B. in Australien mit Eintritt der Helmpflicht erst einmal um rund 1/3 zurückgingen.
 
Ist es sinnvoll, dafür in Kauf zu nehmen, dass anschließend die Alltags-Nutzung dieses Verkehrsmittels speziell bei Erwachsenen um 1/3 reduziert stattfindet (z.B. weil Frauen zu einem Gutteil nicht bereit sind, ihre Haarmode anzupassen)?

Ohje...nachdem du so vieles zu dem Thema geschrieben hast, wird das doch hoffentlich nicht dein Resumee sein, lieber Interlink?!
Die Helmpflicht von der Haarmode abhängig zu machen, ist im wahrsten Sinne des Wortes an den Haaren herbeigezogen! :)
 
Ein Helm ist generell bei Unfällen, die den Kopf betreffen wirksam. Wenn man mal auf die "Fresse" fliegt dann nicht, ok, aber wer auf den Kopf fällt kann generell mit Helm sein Leben schützen.
Und wer auf den Bauch fällt hat immerhin noch seinen Helm, um für den kommenden Unfall gerüstet zu sein.

Interlink schrieb:
Ist es sinnvoll, dafür in Kauf zu nehmen, dass anschließend die Alltags-Nutzung dieses Verkehrsmittels speziell bei Erwachsenen um 1/3 reduziert stattfindet (z.B. weil Frauen zu einem Gutteil nicht bereit sind, ihre Haarmode anzupassen)?

Wenn Frauen ihre Frisuren nicht ruinieren wollen ist das völlig ihr Problem, das sollte jedem am Arsch vorbeigehen. Wer deshalb vom Fahrrad absieht hat ganz andere Probleme. Solche Deppen sollten dann überhaupt nicht am Straßenverkehr teilnehem.

Interlink schrieb:
Wenn es nur darum geht, die absoluten Zahlen verletzter Radfahrer in Deinem Einsatzgebiet zu senken, wird eine Helmpflicht in dieser Disziplin immer erfolreich sein. ....

Aha, also ist es doch gut, wenn die Zahlen von verletzten Kindern (Radfahrnern) zurückgehen. Oder sind absolute Zahlen schlechter als relative Zahlen? Ich finde es schlimmer wenn 100 Kinder verletzt werden bei 10.000 (1%) Teilnehmern als wenn 70 Kinder verletzt werden bei 5.000 Radfahrern (1,4%). Relativ gesehen sind die 1,4% (70 Verletzte) schlimmer, absolut gesehen sind die 100 (1%) schlimmer. (Zahlen als Beispiel)
Und wenn letztendlich die absolute Zahl verletzer Kinder abnimmt ist ein Helmpflicht doch was ganz großartiges. Denn das eine absolute Kind könnte deines sein - und das relative auch.

Die Diskussion gegen einen Helm ist doch eine Verhöhung und Verachtung aller Menschen und Angehörigen, die durch schwere Kopfverletzungen gestorben oder geschädigt wurden und denen ein Helm geholfen hätte. Die Häufigkeit solcher Unfälle ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn evtl Unfälle und Schäden anderer Art noch häufiger sind und in diesen Fällen ein Helm nicht nötig war.
Auch die ästhetische Empfindlichkeit mancher Verkehrsteilnehmer darf nicht Anhaltspunkt einer Diskussion sein. Was interessiert die Frisur oder Optik eines Radlers, wenn er letztendlich sein Leben einem Stück Plastik überzogenem Styropor verdankt. Und wenn er dann nicht mehr Fahrrad fahren will ist das doch sein alleiniges Problem - aber er zieht damit nicht andere in den Ruin.

Mache einfach mal das Experiment: setze dir einen Helm auf und stoße mit dem Kopf (Stirn/Hinterkopf) gegen eine Wand. Nur leicht. Du merkst, es passiert nichts. Jetzt mal stärker bis du an eine gewisse Grenze kommst, bei der du nicht weiter gehen willst. Und jetzt entdecke diese Grenze ohne Helm. Wenn du genau so weit kommst hast du meinen Segen ohne Helm zu fahren. Und ich wette, du kommst nicht mal so weit, das es einem Aufprall von 10 km/h entspricht - langsames Fahrradtempo.


PS: meine Tour über 40 km führte heute über 20 km Stadtgebiet und 20km Waldgebiet. Durchschnittsrempo 22,37 km/h. Spitze 55,80 Km/h :D

Edit:
Interlink schrieb:
In der Bekanntschaft ....

Stories die so anfangen ... ;)
 
Fragt sich wie die Frauen so bei Fahrtwind ihre Frisur behalten. Aber naja da es hier erstens immer noch um unter 14jährige geht und zweitens den Helmverweigerer sowieso kein Grund zu vorgeschoben ist, sehe ich da kein gravierendes Problem.

Naja: Komisch das schon heute Herzkrankheiten die Todesursache Nummer eins sind. Aber da läßt sich sicher hinterher eine Statistik anfertigen, das die Helmpflicht daran gravierenden Anteil hat.

Aber was auffällig ist: Alle Gegner benutzen die gleiche Studie, obwohl wesentlich mehr Länder eine Helmpflicht haben. Haben eine ähnliche Wortwahl, ähnlich hinkende Vergleiche (50% der Unfälle passieren im Haushalt, Helme jetzt...) und kennen die ADFC-Übersetzung der Australien-Studie von 1996 quasi auswendig. Und da ich erschreckender Weise feststellen mußte, daß z.B. schon 1999 quasi im selben Wortlaut wie die Beiträge von Interlink schon Front gemacht, empfinde ich das hier langsam als vergeudete Zeit. http://www.my-two-cents.de/artikel/artikel-1999/art-1999-12-31-radhelm.html

Oder hier von 1998 http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/~rainerh/radhelm1.html

Hmm, die Sammlung an bedeutungschwangeren Anklagen und Vergleichen hat sich offenbar seit 8 Jahren nicht wirklich weiter entwickelt...

Edit: Erstaunlich eigentlich das der ADFC in einer Checkliste http://www.adfc.de/142_1 einen Fahrradhelm angibt. Aber, der steht da sicher nur aus modischen Gründen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fu Manchu schrieb:
...
Ich finde es schlimmer wenn 100 Kinder verletzt werden bei 10.000 (1%) Teilnehmern als wenn 70 Kinder verletzt werden bei 5.000 Radfahrern (1,4%). Relativ gesehen sind die 1,4% (70 Verletzte) schlimmer, absolut gesehen sind die 100 (1%) schlimmer. (Zahlen als Beispiel)
Und wenn letztendlich die absolute Zahl verletzer Kinder abnimmt ist ein Helmpflicht doch was ganz großartiges. Denn das eine absolute Kind könnte deines sein - und das relative auch.
Dann solltest Du Deinem Kind das Radfahren konsequenterweise lieber verbieten. Helmpflicht nutzt Deinem Kind nur, wenn anschließend das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unfall ereignet und der Verletzungsschwere sinkt.
Das wundersame Fazit in Australien war, dass die verbleibenden Kinder auf der Straße zwar eine geringere Wahrscheinlichkeit hatten, pro Unfall eine Kopfverletzung zu erleiden. Das wurde aber von der steigenden Wahrscheinlichkeit kompensiert, überhaupt einen Unfall zu erleiden.
Die Zahl der Unfälle sank in Australien anscheinend zu einem großen Teil dadurch, dass weniger Kinder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Die verbleibenden Kinder waren im Straßenverkehr auf dem Fahrrad unter dem Strich geringfügig mehr gefährdet als vorher ohne Helmpflicht. Ob das nun daran lag, dass die Autofahrer nicht mehr so mit Radfahrern rechneten oder daran, dass nun riskanter Rad gefahren wurde, oder an welcher Kombination dieser und anderer Ursachen, sei dahingestellt.
Du kannst ja dafür eintreten, dass das Fahrrad erst ab 15 erlaubt wird. Dann gibt es endgültig 0 Opfer bei Kindern auf dem Fahrrad.
Ich möchte aber einen möglichst freien Zugang zu einem Verkehrsmittel erhalten, mit dem ich ab 10 Jahren plötzlich einen Aktionsradius von über 10km bekam, auch ohne Angehörige als Chauffeur zu engagieren oder mir beim Warten auf den in meiner Heimatstadt nicht gerade üppig angebotenen Nahverkehr die Füße in den Bauch zu stehen.
Dieser freie Zugang wird schon durch den zusätzlichen Helmkauf unwahrscheinlicher. Es gibt inzwischen hierzulande mehrere Millionen Kinder, für die schon ein klappriges Gebrauchtrad ein Luxusgegenstand ist.

Den besten Schutz bei der Fahrradnutzung erzielst Du für Dein Kind vermutlich, wenn Du ihm möglichst umfassende Kenntnisse zu einer sicheren Fahrweise beibringst bzw. beibringen lässt. Wenn Du das in die Wege geleitet hast, kannst Du ihm zusätzlich das Helmtragen schmackhaft machen, ohne gleichzeitig für eine Helmpflicht einzutreten. Es wäre schade, wenn es sich vom Helm oder von Radwegen in falscher Sicherheit wiegen lässt und betont "über die Bande" fährt.
Eine gestiegene Helmtragequote kann irgendwann einmal Politiker dazu verführen, daraus eine Pflicht zu machen. Mit der Konsequenz, dass das Fahrrad spätestens für Deine Enkel und Urenkel wieder unsicherer werden kann.

Die Diskussion gegen einen Helm ist doch eine Verhöhung und Verachtung aller Menschen und Angehörigen, die durch schwere Kopfverletzungen gestorben oder geschädigt wurden und denen ein Helm geholfen hätte. Die Häufigkeit solcher Unfälle ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn evtl Unfälle und Schäden anderer Art noch häufiger sind und in diesen Fällen ein Helm nicht nötig war.
Wieder jenseits aller Argumente. Nur eine Minderheit der Menschen hierzulande, die bei Kopfverletzungen sterben, holt sich diese Verletzungen auf dem Fahrrad. Und häufig hat das beteiligte Kfz dabei eine Geschwindigkeit, die nicht durch die Helmkonstruktion abgedeckt ist.
Mindestens mit dem gleichen Grundton der Empörung kann ich eine Helmpflicht bei Hausarbeiten fordern. Radfahrer stellen lediglich ca. 10% der mit Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingelieferten Menschen.

Auch die ästhetische Empfindlichkeit mancher Verkehrsteilnehmer darf nicht Anhaltspunkt einer Diskussion sein. Was interessiert die Frisur oder Optik eines Radlers, wenn er letztendlich sein Leben einem Stück Plastik überzogenem Styropor verdankt. Und wenn er dann nicht mehr Fahrrad fahren will ist das doch sein alleiniges Problem - aber er zieht damit nicht andere in den Ruin.
Wo zieht ein Radfahrer durch sein Ableben "andere in den Ruin"? Wer den Radfahrern per Helm diesbezüglich den Heiligenschein aufsetzen will, muss den Kfz-Verkehr aber ganz gewaltig umorganisieren, um die jährlich immer noch über 6000 Opfer im Straßenverkehr auf eine Zahl zu drücken, damit auch bei Radfahrern Handlungsbedarf besteht. Bei schweren Verkehrsunfällen zwischen zwei Kfz wird häufig genug mindestens eine weiter Familie betroffen. Von den rund 100 Mann, die mit mir auf dem Gymnasium eingeschult wurden, waren übrigens bereits 2 im Alter von 22 Jahren tot. Wer sich auf einem Kleinkraftrad bzw. in einem Kleinwagen mit einem Lkw anlegt, hat selbst heute nicht zu gute Chancen.

Wer dem Volk Sicherheitsmaßnahmen verordnen will, sollte auch die Eigenschaften berücksichtigen, die den Menschen vom Roboter unterscheiden. Dazu gehört selbst in China inzwischen eine individuelle Kleidung und eine individuelle Frisur. Wenn man das Radfahren im Alltag z.B. deshalb einstellt, weil spätestens bei feuchtem Wetter nur noch Kurzfrisuren trotz Helmtragens bequem in Form zu halten sind, mag das zwar unvernünftig sein, geschieht aber und hat die Konsequenz, dass in der Elterngeneration wieder ein Stück weniger Erfahrung zum sicheren Radfahren vorhanden ist, die an die Kinder weitergegeben werden könnte.

Mache einfach mal das Experiment: setze dir einen Helm auf und stoße mit dem Kopf (Stirn/Hinterkopf) gegen eine Wand. Nur leicht. Du merkst, es passiert nichts. Jetzt mal stärker bis du an eine gewisse Grenze kommst, bei der du nicht weiter gehen willst. Und jetzt entdecke diese Grenze ohne Helm. Wenn du genau so weit kommst hast du meinen Segen ohne Helm zu fahren. Und ich wette, du kommst nicht mal so weit, das es einem Aufprall von 10 km/h entspricht - langsames Fahrradtempo.
Wenn Fahrradunfälle zu 100% in Headbanging mit max. 18km/h auf die Rübe bestünden, wäre die Welt für Helmfabrikanten völlig in Ordnung, denn bis dahin gehen die Helmnormen.
Leider beschränken sich Radfahrer nicht auf diesen Unfalltyp. Obendrein hat ihre Häufigkeit im Straßenbild und auch ihr Fahrverhalten einen Einfluss darauf, wie hoch das Risiko ist, mit einem Kfz so zu kollidieren, dass es zu schwersten Verletzungen kommt. Zudem hat die Politik die Möglichkeit zu anderen Maßnahmen, die nachgewiesenermaßen sowohl Unfall-Häufigkeit als auch -Schwere drastisch senken. Wie z.B. Tempo 30 wirklich überall dort, wo Kinder außerhalb von Kfz unterwegs sind. Dazu kann auch schon mal ein Abschnitt einer Bundesstraße gehören, aber es wird wohl noch weitere Jahrzehnte dauern, bis die Politik davon überzeugt ist, dass entsprechende Maßnahmen eine Wiederwahl nicht gefährden.

PS: meine Tour über 40 km führte heute über 20 km Stadtgebiet und 20km Waldgebiet. Durchschnittsrempo 22,37 km/h. Spitze 55,80 Km/h :D
Wenn Du schon Geschwindigkeiten auf 4 Stellen genau angibst: Hast Du denn auch den Reifenumfang auf 4 gültige Stellen bestimmt? :freaky:
Wald hatte ich auf dem Fahrrad hinreichend während über 20000km im Harz. Wobei der Rand keine 500m von der Wohnung entfernt war.

P.S. / @HappyMutant:
Im ADFC gab es ab den 80ern traditionell eine Strömung "kontra Fahrradhelm", die aber mit dem schrittweisen Rückzug des Vereins aus der Verkehrspolitik und der Hinwendung zur Radtouristik inzwischen praktisch bedeutungslos geworden ist.

Neue Daten gibt es bei solchen Dingen erst, wenn mal wieder ein Verkehrspolitiker im Verein mit Gesundheitspolitikern richtig dicke Bretter bohren will. Dass überhaupt staatliche Statistiken in Australien verfügbar waren und zu einer wissenschaftlichen Arbeit genutzt wurden, ist ein seltener Glücksfall. Drittmittel von einer Helmfirma hat es dafür vermutlich nicht gegeben.

Auch Deutschland ist nicht gerade dafür bekannt, dass man routinemäßig gesetzliche Vorschriften sorgfältig auf Wirksamkeit abklopft und ggf. ersatzlos streicht.

Immerhin wurde am Anfang des Threads auch eine neuere Studie gereicht, die aus medizinischer Sicht ebenfalls aktuelle Fahrradhelme als Allheilmittel deutlich entzaubert. Dort mit der abschließenden Forderung nach Neuentwicklungen.
 
Oh Mann, was Leute hier!

Wenn ich von "auf die Fresse fallen" rede, dann meine ich das allgemein und nicht auf das Gesicht bezogen.

@Interlink

Natürlich waren die 6000 Notfälle nicht alles Radfahrer. Aber genug waren es. Natürlich fällt nicht jeder auf den Kopf, da magst Du Recht haben, nur diejenigen die auf den Kopf gefallen sind und keinen Helm auf hatten, wären mit Helm weniger schwer verletzt gewesen und sei es nur die 8 cm lange Kopfplatzewunde in der viele kleine Steinchen stecken die mühsam herausgepult werden müssen. Genau hier hilft der 20mm Styropordeckel sehr sehr gut.

Statistiken brauche ich nicht, weil nicht jeder Mensch identisch auf eine Gewalteinwirkung reagiert. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, ob jemand mit einem isolierten Schädel-Hirntrauma nach einem Fahrradsturz o.ä. überlebt oder nicht, ob mit oder ohne bleibenden Schäden sei mal dahingestellt. Leitsätze aus der Notfallmedizin wie z.B. "The golden Hour of Shock" oder "Time is Brain" sind hier nur zwei Beispiele.

Den Zahn mit der Geschwindigkeit, kann ich Dir ebenfalls ziehen. Wir reden hier nicht von Rennradfahrern, sondern von den Kindern und die sind meistens mit Geschwindigkeiten unter 20 km/h unterwegs und genau da setzt der Helm an. Das die Verletzungen schwer sind, wenn die Geschwindigkeit hoch ist, steht hier ausser Frage. Mann stribt auch in einer S-Klasse, wenn die Geschwindigkeit und die Umstände stimmen.
Dezellerationstrauma, ist hier das Stichwort.

Egal, FAKT ist, ein Helm schützt, da kannst Du sagen was Du willst, ICH weiss es besser, weil ich es mind. 2 x die Woche erlebe und die Vollidioten die ohne Helm fahren versorgen muss. Und ja, in meinem Einsatzgebiet (Rhein-Neckar-Kreis und Bergstraße) gibt es genug Landstraßen, Fahrradwege und Städte, in und auf denen Fahrradfahrer unterwegs sind. Von daher ist die Diskussion für mich hermit beendet, ich spreche Dir einfach den gesunden Menschenverstand ab.

In diesem Sinne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese "Studie" habe ich schon mal glaube ich eher kritisch kommentiert. Und wenn diese halbseitige Zusammenfassung alles ist was daraus geworden ist, dann muß ich doch ehrlich sagen, daß es schade um die Forschungsgelder war. Wenn gerade mal 11% der radfahrenden Schädeltrauma Patienten (ca. 37 Personen also) überhaupt eine Helm trugen und diese Zahl nicht mal in Relation mit dem Anteil der Helmträger an allen Radfahrern gesetzt wird, dann verwundert mich auch gar nicht, das die Schlußfolgerung heißt, das es "so scheint" als das Helme nicht alleine ausreichend sind. Und ich habe ja schon vor etlichen Beiträgen gesagt das es natürlich sinnvoll ist an den Sicherungssystemen weiter zu arbeiten und Helme nicht gegen alle Unfälle helfen können.

Aber die "Studie" sagt eben auch, daß Radfahrer sehr wohl einen höheren Risikofaktor für mittelschwere Schädeltraumata haben, als die Vergleichsgruppen. Hier also wohl doch noch am ehesten Helm tragen angebracht wäre?

Wir stehen doch so oder so vor dem Dilema: Wenn der Helm gewirkt hat, also der Kopf heil, der Helm kaputt, dann meldet sich niemand im Krankenhaus. Ist kein Helm da, aber der Kopf kaputt, dann ist es ein Fall fürs Krankenhaus. Und dann gibt es die Fälle wo ein Helm nicht ausgereicht hat, die sind dann ebenfalls im Krankenhaus. Nur wo lagen die Unterschiede, gab es welche? Wird im Falle eines Falles ein Unfallhergang wie beim Auto rekonstruierbar sein, z.B. die Geschwindigkeit des Aufpralls sicher zu ermitteln sein? Ich befürchte eher nein. Und daß ist doch das Problem, es gibt keine gesicherten Zahlen, weil die Unfallanalyse einfach nicht so wie beim Auto gemacht wird oder gemacht werden kann. So werden also immer massive Verzerrungen auftreten aus meiner Sicht.

Ich denke (und hoffe) keiner hier wird sich auf den Helm als alleinigen Schutz verlassen. Natürlich gehört sicheres Fahren zur elementaren Voraussetzung. Unfallvermeidung ist immer besser als die Schäden mühsamst zu minimieren. Nur das ist ja immer noch kein Argument gegen Helme. Ja sicher wenn die Welt perfekt wäre, und alle umsichtig und angemessen fahren würden könnten wir uns so manche teure Innovation sparen. Das sie es nicht ist, sieht man ja z.B. an Leons Aussagen und da trifft es scheinbar vorallem Radfahrer ohne Helm. Ist das etwa dem geringen Anteil Helmträgern zu verdanken, oder den generell weniger Radfahrern? Ist die Aussage der selbsterfüllenden Prophezeiung bei Helmträgern, wie ich sie tatsächlich irgendwo gelesen habe, doch eher Humbug?
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Aber nachdem ich im Laufe dieses Threads und der Suche nach Information immer mehr auf Anti-Helm Aussagen gestoßen bin und zwar hauptsächlich bei Radfahrer Interessengruppen, von öffentlicher Seite dagegen immer wieder auf das absolut positive Meinung zum Helm gestoßen bin, weiß ich nicht mehr was ich von alledem halten soll. Private positive Aussagen pro Helm gibt es fast immer im Zusammenhang mit eigenen positiven Erfahrungen, negative Meinungen immer im Zusammenhang mit den Studien (allerdings ohne eigene Erfahrung, man ist halt nie ernsthaft hingefallen).

Es scheint fast so als ob wie überall die persönliche Profilierung das Ziel ist (Anwesende hier mal ausgeschlossen). Es gilt nicht gemeinsam etwas in Erfahrung zu bringen, sondern darum recht zu behalten. Egal mit welchen fadenscheinigen Argumenten. Aber jeder glaubt auch noch das er absolut im Recht ist, keiner scheint mit Absicht manipulieren zu wollen, er unterstellt es aber meist der anderen Seite. Das ist man sicherlich in einem Hardwareforum alles irgendwo gewohnt, es ist Zweifelsfall aber nicht lebensentscheidend und von daher maximal nervig. Nur ehrlich gesagt gibt es momentan für mich einfach keine richtige beweisbare Aussage zum Thema Helm, und das ist nach 20 Jahren des Diskutierens eigentlich tragisch. In der Zeit haben Airbag, ABS, ESP und wesentliche Innovationen im Automobilbau stattgefunden... Aber geradelt wird immer noch wie vor 100 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum gibt es bei Motorradfahrern Helmpflicht? Um den Kopf mit einem Integralhelm zu schützen. Und weil Fahrradfahren weniger schnell ist, aber trotzdem Unfallträchtig, sollte ein Helm auch hier Pflicht sein. Kein so aufwändiger, aber immerhin.
 
Radfahren ist drastisch weniger unfallträchtig als Motorradfahren. Insofern: Rauf auf's Rad.
Eine Haftpflichtversicherung dafür ist nebenbei in praktisch jeder persönlichen Haftpflichtversicherung enthalten.
Für Leichtkrafträder werden derzeit bei Anfängern auch schon mal jenseits der 800 Euro im Jahr fällig. Vielleicht sollte man nach diesen Maßstäben Minderjährigen das Fahren von Leichtkrafträdern komplett verbieten. Mindestens sollte man aber ein solides Gefahrentraining zur Pflicht machen, denn im Alter zwischen 16 und 18 ist die "Es kann nur einen geben" - Fahrweise leider nicht so selten. :mad:

Und wieso ist es niemandem hier wert, die weitaus jährlich weitaus zahlreicheren mit SHT frisch von der Hausarbeit eingelieferten Menschen zu schützen? Beim Fall von der Leiter bzw. einer Pyramide aus zwei Büro-Drehstühlen mit Rollen dürfte die Geschwindigkeit des Kopfes höchst selten den Bereich der Helmkonstruktionen verlassen.

Übrigens gibt es Mediziner, die auch bei Kopfverletzungen als Folge von Motorrad-Unfällen der Meinung sind, dass u.a. die Rotationsbeschleunigung des Kopfes einen unterschätzten Faktor darstellt und dass die aktuellen Helmkonstruktionen diesbezüglich verbesserungsfähig sind. Auch hier lese ich zwischen den Zeilen, dass eigentlich ein hoher Bedarf vorhanden ist, endlich für genügend handfeste biomechanischen Grundlagen bei üblichen Motorrad-Unfällen zu sorgen, damit endlich leistungsfähige Helmkonstruktionen und Prüfnormen entwickelt werden können.
Sowas wäre natürlich auch bei Fahrrädern sinnvoll, wobei es leider noch unwahrscheinlicher ist, dass nennenswerte Drittmittel dafür zur Verfügung gestellt werden.
 
die meisten werden doch erst dann einen helm aufsetzeten wenn sie selbst mal voll hingeknallt sind!
und selbst dann gibts unverbesserliche.
ich selbst trage keinen - ich bin erwachsen und kann selbst entscheiden ob ich das risiko eingehe. kinder dagegen sollten einen hlem tragen; bei ihnen ist die gefahrt klar größer.

cYa
 
@Interlink
Ich finde es schade, mit welch wenig Toleranz du deine Beiträge schreibst.
Du gestehst kaum jemanden hier Wissen oder Erfahrungen zu, nicht mal jemandem, der das jahrelang macht und das tagtäglich erlebt und dir sagt, dass es was nutzt. Ich für meinen Teil bin froh, die von Leon geschilderten Unfälle nicht sehen zu müssen.
Deinen ersten Beiträgen pflichtete ich noch bei. Aber es nahm nach und nach ab.
Ich mag nicht dieses "aufdringliche" in solchen Posts.
Niemandem machst du Zugeständnisse sondern "schmeisst" nur mit deinen Statistiken um dich. Schade! Das macht deine Beiträge von Post zu Post unsymphatischer.
User wie Happy Mutant, oder Leon (waren noch einige andere) haben auch sehr gute Argumente gebracht, die dich einfach nicht interessieren und die du eben mal wieder mit irgendwelchen blöden Statistiken "totschlagen" willst.

@Topic
Zum Thema selber sage ich nichts weiter. Nur soviel, wenn solch ein Helm auch nur einem Kind auf der Straße das Leben rettet, hat es sich für mich schon gelohnt.
Von daher steht für mich diese Pflicht ausser Frage.
Auch mein Kind geht nicht ohne Helm aufs Fahrrad. Dieses eine Kind was durch den Helm gerettet werden könnte, könnte das nächste Mal mein Eigenes sein.

In diesem Sinne....

BlackSavage
 
BlackSavage schrieb:
Von daher steht für mich diese Pflicht ausser Frage.
Auch mein Kind geht nicht ohne Helm aufs Fahrrad. Dieses eine Kind was durch den Helm gerettet werden könnte, könnte das nächste Mal mein Eigenes sein.

Da widersprichst Du Dir aber etwas. Denn Du gibst Deinem Kind bereits auch ohne Pflicht und Strafandrohung freiwillig - also aus Überzeugung den Helm mit. Wenn es also mal keinen aufhaben sollte, dann maximal aus eigenem Motiv, durch eine Pflicht bist DU aber dann im schlimmsten Falle dran.

Und hier liegt der Knackpunkt. Wenn das Kind aus irgendeinem Grund den Helm nicht aufsetzt oder wieder absetzt und was passiert, dann hat dieser gewissensberuhigende Papiertiger "Pflichtverhelmung" nix gerettet.
Und sind wir mal ehrlich: Welche Eltern stehen ununterbrochen neben dem Fahrrad ihres zb. 13 jährigen Kindes, geschweige denn welche Rabeneltern kümmern sich um solche Pflichtgesetze, um die gehts doch vorallem, die meisten anderen machens doch schon freiwillig ? Die Umsetzung eines solchen halte ich daher für schwierig.
Retten tuen in erster Linie Erziehung und Aufklärung von Eltern und Kind, weniger Verpflichtungen und Strafen.

Wollte mich eigentlich jetzt raushalten, da die Diskussion sich schon länger im Kreise dreht, aber naja. ^^
 
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