Helmpflicht beim Fahrradfahren für Kinder unter 14 Jahren?

@Relict
dem Grunde nach gebe ich dir Recht; man kann nicht ständig neben seinen Kindern herlaufen.
Aber an wen würde sich denn eine gesetzliche Helmpflicht richten: An verantwortungslose Eltern, denen die Sicherheit ihrer Kinder am A..(rm) vorbeigeht. Und die sollten auch zur Verantwortung herangezogen werden können.
 
@MacII
Wie willst Du die heranziehen? Da liegt so ein Helm zuhause irgendwo in der Ecke und/ oder irgend ne Ausrede kommt. Das halte ich eben für schwierig.
Würde man Eltern andererseits pauschal abstrafen a la "Eltern haften für ihre Kinder" (Aufsichtspflicht) dann könnte es auch ansonsten gewissenhafte Eltern treffen.

PS:
Da wäre ich eher für eine Zwangsverkehrserziehung in Vorschule und Schule. Damit ist den Kindern höchstwahrscheinlich mehr geholfen, da sie dann auch aus eigener Motivation einen Helm tragen/ wollen und ganz nebenbei noch richtiges Verhalten im Strassenverkehr durch geschulte Pädagogen erlernen.

Ich glaube den Eltern nützt so eine Bestrafung nach dem Tod oder Schaden des Kindes dann auch nix mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Relict
Na gut, was hälst du davon, wenn wir auch die Gurtpflicht abschaffen? Tempolimit? Und alle anderen Gesetze gleich mit? Vertrauen wir auf die Vernunft jedes Einzelnen.
Wofür also solche Regeln und Gesetze? Wir sind doch alle vernünftig und handeln demetnsprechend. ;) So einfach.

Ich verstehe schon was du sagst. Aber wenn es diese Verpflichtung gibt, werden wesentlich mehr Eltern ihren Kindern Helme aufsetzen, was sie sonst vielleicht nicht tun würden.
Und jetzt geh doch bitte nicht davon aus, dass jedes Kind den Helm gleich wieder absetzt.

Edit: So eine "Zwangsverkehrserziehung" ist auch eine Möglichkeit, garantiert dir aber auch nichts.
 
@Blacksavage
Also wenn ich mir da so manches rüpelhafte misserzogene Kind aus der Nachbarschaft angucke, da kommen die Eltern kaum noch nach. Da fehlt eher mal das Jugendamt, als ein Gesetz über Helme. ;)

Was ich sagen will, das Gesetz ist inkonsequent. Jeder gurtpflichtige Autofahrer hat zumindest ne Fahrprüfung hinter sich und ne Fahrerlaubnis.
Mit dem Helmgesetz wird es sich meiner Meinung nach zu einfach gemacht, indem man quasi "nur" Schuld umverteilt und das Kapitel ist damit schon abgehakt.
Wenn man also als Politiker so einen Vorschlag in den Raum wirft, dann bitte umfassend und nicht unsinnig und häppchenweise. Denn damit ist niemandem geholfen.

Übrigens sterben immernoch jährlich über 4000 Autofahrer auf Deutschlands Strassen.
Und wie hier auch schon mehrmals angesprochen. Ein Auto hat weitaus mehr Sicherheitsmaßnahmen, als nur den Gurt.

Edit:
so eine Zwangsverkehrserziehung ist aber der konsequentere Weg und wenn von mir aus auch in Verbindung mit Helm.
Bildung ist in D und sicherlich auch Ö nunmal wichtig. ;)
Gesetze inkl. Ausnahmeregelungen haben wir dagegen schon genug.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich versteh dich auch nicht so ganz, Relict!

Soviel ich weiss, gibt es ein Gesetz, das besagt, das steheln verboten ist.
Und das schliesst 13-jährige, genauso wie alle anderen Menschen, auch mit ein. Jetzt frag ich dich, ob deine Eltern jedesmal wenn du einkaufen gegangen bist, brav Händchen gehalten haben? Ich denke nicht.

Der einzigste Grund, wieso du nicht geklaut hast, war, weil deine Eltern es dir so beigebracht haben (aufgrund der Gesetzeslage).
Und genauso sollte es man doch mit dem Helm handhaben.
 
@Justin
Oh da täuschst Du Dich, ich war als Kind öfters mal ein Rabauke. Habe auch aus Jux und Dollerei schon geklaut und meine Mutter hatte mich und nen Kumpel schon von den Bullen mit 8 Jahren abgeholt. (illegaler Devisentausch ^^)
Gut war noch DDR ist aber auch auf die heutige Zeit zu übertragen. Schlechte Erziehung habe ich eigentlich nicht genossen, eher so hinter anständiger Fassade ein unkontrollierbarer Kern. ^^ Lag wohl an den Genen oder kindlichem Enthusiasmus bzw. Naivität, man lässt sich ja schnell verleiten. ;)

PS:
Hatte aber schon im Kindergarten Verkehrserziehung, allerdings damals beim Fahradfahren ohne Helm. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Relict schrieb:
Was ich sagen will, das Gesetz ist inkonsequent. Jeder gurtpflichtige Autofahrer hat zumindest ne Fahrprüfung hinter sich und ne Fahrerlaubnis.
Mit dem Helmgesetz wird es sich meiner Meinung nach zu einfach gemacht, indem man quasi "nur" Schuld umverteilt und das Kapitel ist damit schon abgehakt.
Wenn man also als Politiker so einen Vorschlag in den Raum wirft, dann bitte umfassend und nicht unsinnig und häppchenweise. Denn damit ist niemandem geholfen.
Da gebe ich dir allerdings Recht. ;)
 
sicher hat jeder mal was angestellt...ist ja auch gar keine frage. genauso ist es keine frage, dass eltern sicherlich keine anzeige wg. unterlassener aufsichtspflichten bekomen, wenn ihr kind mal ohne helm fahren sollte.

dennoch gehörte es sicherlich für dich zu den grundwerten dazu, NICHT zu klauen. oder hast du als kleines kind jeden laden, in dem du warst, komplett auseinander genommen? ;)
 
@Relict
Wenn man von Straßenverkehrsvorschriften spricht, muß man nicht gleich an das Henkerbeil denken ;)
Eine gesetzliche Verpflichtung für Eltern, auf das Tragen eines Helms beim Radfahren hinzuwirken, ist im ersten Ansatz eine Bewußtseinserweiterung. Strafvorschriften versuchen hauptsächlich vorbeugend zu wirken, in dem sie sich an alle wenden (i.S. einer Generalprävention). Ob es im Einzelfall dann auch zu Sanktionen kommen soll/muß, ist eine andere Geschichte. Unsere Gesellschaft funktioniert nur, weil sich der weitüberwiegende Teil der Mitglieder daran hält.
Und so wie BlackSavage schon oben geschrieben hat, lohnt sich dieses Sache, wenn dadurch auch nur ein Kind überlebt.

Edit: Justin_Sane, genau so ist es.
 
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@Justin
Klar gehört auch das zu den Grundwerten eines anständigen Menschen, doch diese habe ich nicht durch Gesetze verklickert bekommen, sondern durch Bildung, Erziehung, Erfahrung und Umfeld.
Ehrlich gesagt habe ich auf Gesetze in diesem Alter noch nicht allzuviel gegeben und auf die ständig gutgemeinten Warnungen meiner Eltern auch nun nicht so dolle, als das es mich von sowas total abgehalten hätte. ;) Wusste auch durchaus, das Klauen nicht legal ist, aber warum dennoch, kennt ja sicher jeder selber.

@MacII
Na wenn das so ist, täte es auch eine Empfehlung und meinetwegen als Bildungsauftrag für Pädagogen, aber keine Verpflichtung für die Eltern.

Egal vllt. bin ich auch einfach nur zu liberal eingestellt. ^^
Gesetze sind wahrlich kein Allheilmittel.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Justin
Klar gehört auch das zu den Grundwerten eines anständigen Menschen, doch diese habe ich nicht durch Gesetze verklickert bekommen, sondern durch Bildung, Erziehung, Erfahrung und Umfeld.

Und da sprichst du jetzt einen guten Punkt an: Ich halte auch nichts von Gesetzen (zumindest nicht in diesem Alter), aber was mir meine Eltern beibringen/lehren, hat sehr Wohl Bedeutung für mich.
Jetzt komm ich zu dem, was ich hier schonmal geschrieben habe: Man kann das von der breiten Masse allerdings nicht verlangen (--> gesunden Menschenverstand), denn die Masse ist erstmal blöd und doof! Aus diesem Grund muss ein Gesetz her, das dies regelt. Ein Teufelskreis, ich weiss. Mir persönlich würde aber auch keine andere Lösung einfallen!

/edit/
ein freund, der an der uni in konstanz studiert, hat am we erzählt, dass bei einer mtb-tour ein mädel mit ca. 40km/h den abflug über den lenker gemacht hat. der helm hat nicht's gebracht, sie muss wohl heftigst mit dem gesicht gebremst haben. raus kam dabei ein doppelt gebrochener kiefer, gebrochene nase sowie der verlust von 6 zähnen. da kann man sich als mädchen freuen! :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
@Justin
Andere bzw. Rundum-Lösungen wurden doch schon angesprochen. Und die Ursachen zudem auch. Das Gesetz alleine wird garnix bewirken, wie gesagt nur das Gewissen beruhigen, man könnte ja damit wenn man wollte.
Immer gleich nach Gesetzen und Verschärfungen zu schreien scheint in letzter Zeit Marotte zu sein, nicht nur bei diesem Thema. Die allseits beliebte Theorie und Praxis.
 
Nachdem ihr euch hier so schön die Köpfe eingeschlagen habt ;) möcht ich meinen Standpunkt zu dem Thema auch mal darlegen.

Generell denke ich, dass eine Helmpflicht für Kinder (bis 14 Jahre) sinnvoll wäre. Denn meiner Meinung nach erhöht eine solche Verordnung bei den Eltern die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihr Kind mit einem Helm ausstatten.
Natülich bin ich mir im Klaren darüber, dass trotzdem nicht alle dieser Vorschrift folgen werden, aber wenn man deswegen auf die Helmpflicht verzichten würde, kann man auch gleich diverse andere Gesetze annulieren, da es ja trotz gesetzlichem Verbot Leute gibt, die andere töten etc.

Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass Eltern nicht jederzeit kontrollieren können, dass ihr Kind sich an die Helmpflicht hält und kann verstehen, wenn der ein oder andere dann 'ohne Eigenes zutun' straffällig wird, weil das Kind eine Verfehlung begangen hat. Aber das ist nunmal die Pflicht der Eltern, für die Taten der Kinder einzustehen, wenn es schon an der Erziehung mangelt. Schließlich gilt das gleiche Prinzip bei Diebstahl und ähnlichem auch. Und in anbetracht der Tatsache, dass viele Kinder scheinbar ohne Gesetzesübertretungen auskommen, ist der Fehler in der Erziehung zu suchen, für die nunmal die Eltern verantwortlich zeichnen, da sie unter anderem auch entscheiden, welchem sozialen Umfeld sie ihr Kind aussetzen.

Aus eigener Erfahrung behaupte ich einfach mal, dass ein Kind gar nicht auf die Idee kommt, einen Helm zu tragen, bevor man ihm nicht einen anbietet. Da Helme aber Geld kosten und ohne ja viel bequemer ist, verzichten die meisten Eltern darauf, ihrem Kind überhaupt einen zu kaufen.
Auch deswegen halte ich es für richtig und wichtig, die Eltern hier in die Pflicht zu nehmen, dass die ihren Nachwuchs mit einem ausreichenden Schutz versorgen, denn das Kind selber wird diesen kaum bezahlen können.

Und zu diesen schönen Vergleichen mit den viel höheren Unfallzahlen bei Autofahrern etc sag ich besser mal gar nichts. Das ist die typische Vorgehensweise, wenn man keine Argumente mehr hat, dass man dann schnell mit dem Finger auf wen anders zeigt und den als noch viel schlimmer hinstellt.
Aber vllt ist es einfach der falsche Weg kleine Probleme nicht anzugehen, solange große Probleme existieren. Auch ein kleiner Schritt nach vorn bringt einen dem Ziel näher.
 
@MacII:
Unbestritten war, dass der Helm im Einzelfall nutzen kann. Wobei zum exakten Nachweis aber eigentlich schon ein wenig mehr gehört als ein zerbröselter Helm, den man mit bloßen Händen jedenfalls leichter demontieren kann als ein Telefonbuch.
Die Morgenpost hat nach diesem Unfall nicht mehr als bei Boulevard-Zeitungen üblich recherchiert. Der Artikel ist als Propaganda vielleicht gut wirksam, aber je nach Definition von Journalismus in Bezug auf die Faktentreue auch als grottenschlecht zu bezeichnen.

Möchte jemand bei klarem Verstand die Passage
Nach Angaben der Fahrradhelm-Hersteller betreffen die meisten schweren und tödlichen Verletzungen bei Radfahrern den Kopf. Mehr als 80 Prozent der schweren Hirnverletzungen bei Unfällen ließen sich jedoch vermeiden, wenn die Biker einen Helm tragen würden.
aus dem Zeitungsartikel unterschreiben?
Im Mopo - Archiv ist die Passage vermutlich in den 80ern oder 90ern abgeheftet worden und wird seither anscheinend als Textbaustein eingesetzt. Sie wird noch aus den ersten "Studien" des Helm-Herstellers Bell überliefert, der diese fantabulöse Schutzwirkung inzwischen ebenfalls deutlich relativiert. Würde sie stimmen, dann wären z.B. in Australien nach Einführung der Helmpflicht der Anteil der Radfahrer, die mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, gegenüber dem Anteil der Radfahrer mit sonstigen Verletzungen um mindestens 20% gesunken. Beobachtet wurden über den breiten Daumen 0%.

Nebenbei: Der Unfall geschah auf einem Zebrastreifen. Insofern könnte man den Artikel in der Morgenpost ebenfalls als Votum dafür verstehen, dass Kinder selbstverständlich auch zu Fuß einen Helm tragen sollten. Zebrastreifen werden überwiegend zu Fuß genutzt und das Unfallopfer wäre auch ohne Fahrrad von einem an dieser Stelle zu schnell fahrenden Auto durch die Gegend geschleudert worden, wobei es vorher sogar hart am Körper und/oder am Kopf getroffen worden wäre. Ein Fahrradhelm verlässt bei direkter Kollision mit einem Auto schnell in den Bereich von bis zu ca. 18km/h, auf den er geprüft wurde. Beim Aufprall auf die Straße ist, solange kein Verhaken oder eine Kollision mit einem Hindernis erfolgt, aber lediglich die Vertikalkomponente der Fluggeschwindigkeit zu absorbieren.

Ein nicht ganz unwesentliches Detail, welchem die Mopo ebenfalls nicht nachgegangen ist: Vermutlich wurde der Zebrastreifen auf dem Rad sitzend befahren. Das ist zwar weniger vorschriftsgemäß, bei einem Zusammenprall zwischen Mensch und Auto aber eher positiv. Ein Aufprall wird um so gefährlicher, je tiefer man sich dann in Bezug auf das Auto befindet.

Die Straße, an der der Unfall passierte, heißt übrigens Ruscheweyhstraße. Mit "eyh", nicht "ay". Und nicht gerade unproblematisch, um eine Achtjährige allein in den Straßenverkehr zu lassen.

@BlackSavage: Das hat nun überhaupt nichts mit Toleranz zu tun. Ganz ohne Grund habe ich nicht nach Zahlen gefragt. Im Rettungswagen landen nun mal die Schwerverletzten. Aber leider sieht man ihnen die Vorgeschichte nur selten exakt an.
Das persönliche Risiko wird nicht nur aus der Wahrscheinlichkeit gebildet, mit dem eine Schutzvorrichtung einen bestimmten Unfalltyp entschärft. Sondern auch aus der Wahrscheinlichkeit, mit der dieser Unfalltyp überhaupt auftritt und der Wahrscheinlichkeit, mit der es überhaupt kracht. Es gibt inzwischen sogar starke Indizien dafür, dass Kfz-Fahrer gegenüber helmtragenden Radfahrern eine riskantere Fahrweise an den Tag legen.
Lauter kleine Bausteine, die nicht nur eine Helmpflicht, sonder auch schon das freiwillige Tragen unter dem Strich anscheinend so unwirksam macht, dass die zweifelsohne gelegentlich nachzuweisende Schutzwirkung in den Ungenauigkeiten der üblichen offiziellen Unfallstatistiken untergeht. Darin liegt auch der grundlegende Unterschied zur Anschnallpflicht.
 
@Interlink:eek: Du tust mir leid...



Ich verabschiede mich hier von dieser sinnlosen Debatte.

Tschöö Leute. ;)
 
Ach hör doch auf @pcw ^^
von euch kommen doch auch nur diegleichen Argumente a la "wenn man nur ein Kind damit..." usw.

Helme und Fahrrad kann man im Bundle kaufen, wenn denn die Hersteller konsequent wären. Wer seinem Kind ein Fahhrad kaufen kann, kann auch den Helm dazu mit kaufen bzw wenn er gleich dabei ist, kommt man ja nicht drumherum. Beim Auto ist der Gurt auch bereits vorinstalliert. Also sollte man auch die Hersteller in die Pflicht nehmen.

Und ehe man die Eltern in die Zange nimmt, sollte man besser die Bildungseinrichtungen in die Verantwortung nehmen. Ansonsten könnten wir ja auch gleich die Schulpflicht abschaffen, wenn die Eltern das alles genauso leisten können.
Gut letzteres gibt es ja nicht in jedem Land Europas. Dort scheint man also generell den Eltern mehr "zuzugestehen", da wundern dann auch solche Gesetze nicht. ;)
 
@interlink

Da du Australien immer wieder gerne als Paradebeispiel heraus pickst:

Du vergisst zu erwähnen, dass es nach Einführung der Helmpflicht im Jahre 1991 zu einem dramatischen Rückgang des vorher lang anhaltenden Fahrradboom's kam.
Zwar stieg der Anteil der Helmtragenden Jugendliche unter 16 Jahren von 31% auf 76%, allerdings nahm im gleichen Zeitraum der Anteil dieser Zielgruppe um 36% ab. Im Jahre 1993 waren es im Vergleich zu 1991 sogar schon 44% weniger Radfahrer unter 16 Jahren!

Was das nun heisst, ist klar: Die Zahl der Kopfverletzungen sinkt zwar in absoluten Zahlen, zur Zahl der Radfahrer ins Verhältnis gesetzt nimmt sie hingegen zu.
Daher kannste deine 20% auch getrost vergessen... ;)
 
@Relict
Die Hersteller würden sich sicherlich gern in die Pflicht nehmen lassen, neben einem Fahrrad zwangsweise auch einen Helm verkaufen zu dürfen/müssen:D

Weshalb du aber die Personensorge den Eltern abnehmen willst, verstehe ich nicht. Da, wo es im Einzelfall leider nötig ist, kann das nur nach einem schwierigen und komplizierten Gerichtsverfahren erfolgen. Und du stellt es hier so einfach verbal in den Raum.
 
@MacII
Weil ich Eltern ganz einfach nicht dermassen viel zutraue wie gern propagiert, in der heutigen Zeit denke ich sind Bildungseinrichtungen mehr denn je gefragt und sollten das Thema Erziehung und Bildung verstärkter übernehmen. Aber das ist eher ein anderes umfassenderes Thema.

Eltern für ihr Versagen in der Erziehung abzustrafen halte ich für den falschen Weg, miteinander nicht gegeneinander. Und ich glaube kaum ein Elternteil hat was gegen Verkehrserziehung in der (Vor-) Schule und gebundeltem Helm beim Fahrradkauf.

Klar freuen sich da die Helmhersteller besonders.
Aber allemal besser, als nur diese einseitige Schuldzuweisung, Pauschalverurteilung und tröges Gesetzesblabla.
Wenn Kinder Teil der Gesellschaft sind, kann sich auch die Gesellschaft mit darum aktiv kümmern und die Verantwortung und Verpflichtung für übernehmen, eben auch Bildungseinrichtungen.

Und wenn ich die Folgen eines ähnlichen Gesetzes gerade über Australien lese, ist es sicher nicht im Sinne des Erfinders ein "Radfahrvergraulgesetz" geschaffen zu haben.
Fette Kinder haben wir schon genug. ;)
Wo wir wieder beim Ausgang sind, das man es sich eben nicht so leicht machen kann.
 
Relict schrieb:
Helme und Fahrrad kann man im Bundle kaufen, wenn denn die Hersteller konsequent wären.
Ich glaube kaum, dass die etwas dagegen hätten. Aber dann laufen die Käufer Sturm, weil sie ja einen viel besseren Helm haben als den mitgelieferten, also keinen zweiten brauchen und schon gar nicht von dem hersteller. Außerdem ist es ja eh viel billiger, wenn man die Einzelteile kauft und dann das Fahrrad und den Helm selber baut. ;)


Relict schrieb:
Wer seinem Kind ein Fahhrad kaufen kann, kann auch den Helm dazu mit kaufen bzw wenn er gleich dabei ist, kommt man ja nicht drumherum.
Kann man schon, aber heutzutage sparen die Leute leider wo sie können und sei es an der Gesundheit des eigenen Kindes.

Relict schrieb:
Beim Auto ist der Gurt auch bereits vorinstalliert. Also sollte man auch die Hersteller in die Pflicht nehmen.
Ich bin immer dafür, wenn irgendwo die Sicherheitsmerkmale verbessert werden. Meinetwegen auch wenn zu jedem Rad ein Helm verkauft wird. Allerdings brauchen wir dann immernoch eine Regelung, die die Leute dazu bringt, die Dinger auch zu tragen. Womit wir wieder bei den Eltern wären.

Relict schrieb:
Und ehe man die Eltern in die Zange nimmt, sollte man besser die Bildungseinrichtungen in die Verantwortung nehmen. Ansonsten könnten wir ja auch gleich die Schulpflicht abschaffen, wenn die Eltern das alles genauso leisten können.
Du gehörst auch zu den Leuten, die ihren Erziehungsauftrag auf andere abwälzen wollen, wa? Die Schule sowie andere Bildungseinrichtungen haben primär die Aufgabe, den Jugendlichen Bildung zu vermitteln und nicht, diese zu erziehen. Sonst hießen sie nämlich Erziehungseinrichtungen.
Dass Schulen in letzter zeit leider trotzdem den Bildungsauftrag übernehmen, liegt daran, dass die Eltern ihren Pflichten inzwischen so wenig nachkommen, dass unter der mangelnden Erziehung der Schüler der Unterricht soweit leidet, dass die Schule ihrem Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen kann.

Ein Kind zu haben bedeutet nunmal Verantwortung. Und wer nicht bereit ist, diese zu übernehmen, sollte halt besser keins in die Welt setzen. Aber nur, weil man munter durch die Gegend poppt ohne sich Gedanken um die Konsequenzen zu machen und diese im Ernstfall nicht übernehmen will, heißt nicht, dass man davon freigestellt wird.

edit:

Relict schrieb:
Weil ich Eltern ganz einfach nicht dermassen viel zutraue wie gern propagiert, in der heutigen Zeit denke ich sind Bildungseinrichtungen mehr denn je gefragt und sollten das Thema Erziehung und Bildung verstärkter übernehmen.
Der erste Teil ist leider wahr. Das liegt aber oftmals nicht am Können, sondern vielmehr am Wollen. Denn momentan kann man sich ein bequemes Leben machen, seine Kinder verkommen lassen und muss nichteinmal mit Konsequenzen rechnen, weil man einfach mal schnell wen anders (Lehrer) für das mangelnde Benehmen und die ausbleibenden Leistungen verantwortlich macht.

Relict schrieb:
Eltern für ihr Versagen in der Erziehung abzustrafen halte ich für den falschen Weg, miteinander nicht gegeneinander. Und ich glaube kaum ein Elternteil hat was gegen Verkehrserziehung in der (Vor-) Schule und gebundeltem Helm beim Fahrradkauf.
Es gibt in der Schule ausreichend Angebot zum Thema Verkehrserziehung. Und sollte es eine Helmpflicht geben, wird auch diese Bestandteil des Unterrichts sein.
Allerdings muss ich dir in dem ersten Teil vehement widersprechen. Denn Eltern können es sich heutzutage nur deswegen leisten, die Erziehung ihrer Kinder derart fahrlässig zu vernachlässigen, weil sie wissen, dass sie mit keinerlei Konsequenzen rechnen müssen. Dass sie ihrem Kind damit die ganze Zukunft verbauen, ist denen scheinbar egal.

Relict schrieb:
Wenn Kinder Teil der Gesellschaft sind, kann sich auch die Gesellschaft mit darum aktiv kümmern und die Verantwortung und Verpflichtung für übernehmen, eben auch Bildungseinrichtungen.
Diese Gesellschaft sollte zu Hause anfangen, wo die Eltern sich zu kümmern haben. Natürlich wird in der Schule darauf geachtet, dass die Kinder den Helm mit- und aufhaben.
Trotzdem ist und bleibt die Erziehung zu einem verantwortungs- und sicherheitsbewussten Menschen Aufgabe der Eltern. Schulen sollen Eltern bei der Ausbildung der Eltern zwar einiges abnehmen, aber bitte dort, wo die Eltern nicht in der Lage sind, das entsprechende Wissen zu vermitteln. Und du kannst mir nicht erzählen, dass du dich außerstande siehst, deinem Junior beizubringen, warum ein Helm schützt.
 
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