Hindert der Beamtenstatus der Politiker bei diversen Entscheidungen und Verantwortung?

Shottie

Lt. Commander
Registriert
Nov. 2004
Beiträge
1.095
Hallo zusammen, mich würde Eure Meinung mal zu meiner Frage im Betreff interessieren. Denkt Ihr, dass der beamtenähnliche Status, Politik bei Entscheidungen und übernahme von Verantwortung hindert?

Entscheidungen wie Rente, Steuern und Verantwortung bei Fehlern, ob sich hier etwas ändern würde, wenn die Politik ähnliche Rente bekommen würden, wie normale Arbeitnehmer? Würde das Thema dann schneller angegangen? Was meint ihr dazu?
 
Shottie schrieb:
Was meint ihr dazu?
Nein, glaube ich nicht. Das Rentensystem im Kern anzufassen ist wie Russisch Roulette spielen. Es gibt da nicht die eine Lösung die für alle Länder, mit individuellen Wirtschaftlichen und Demographischen Bedingungen, passend ist und universell einsetzbar ist.

Wie es richtig wäre, keine Ahnung, darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf, denn das kann ich nicht beeinflussen.

Der Staat hat die Vorsorgeverpflichtung gegenüber seinen Beamten, deswegen ist eine Integration in das Rentensystem nur schwerlich möglich.
 
Der Grund weshalb Beamte/Politiker*innen wirtschaftlich relativ gut gestellt sind liegt vorallem darin, dass so Bestechlichkeit vermieden werden sollen. Würde man diese Personengruppe jetzt an das Rentensystem usw. anknüpfen, sehe ich mehr Probleme kommen als die Probleme die es ggf. lösen würde

Und die Rente zu überarbeiten ist tatsächlich eine sehr heikle Sache, die sich keiner so richtig traut anzupacken. Wir wissen alle dass es so nicht funktioniert. Aber im Endeffekt hat man nur die Möglichkeiten: 1. Beiträge steigen, 2. Rentenniveau sinkt, 3. Eintrittsalter steigt. Für alle 3 Optionen findest du immer (zu recht) kritische Stimmen. Daher wäre dann nur die Option das System komplett umzubauen (Stichwort Aktienrente). Das kann man aber auch nicht von heute auf morgen machen, sondern sowas dauert mindestens mal eine gesamte Generation (also in dem Falle ca. 60-80 Jahre)
 
illo47 schrieb:
Der Grund weshalb Beamte/Politiker*innen wirtschaftlich relativ gut gestellt sind liegt vorallem darin, dass so Bestechlichkeit vermieden werden sollen.
Vom Gedanken des Gesetzgebers gehe ich voll mit, führt aber meine Meinung dazu, dass sich Politiker von der Realität des durchschnittlichen Verdieners entfernen und daher schwer nachvollziehen können. Aufgrund dessen auch keinen Grund sehen gewisse Dinge anzugehen. Korruption ist leider auch in Form von Lobbyisten und spätere (Platzvergabe in was auch immer) nach dem Ausscheiden leider Realität und daher funktioniert der ursprüngliche Gedanke nicht mehr.

illo47 schrieb:
1. Beiträge steigen, 2. Rentenniveau sinkt, 3. Eintrittsalter steigt. Für alle 3 Optionen findest du immer (zu recht) kritische Stimmen
Es stimmt es gäbe nicht Die einzige Lösung, aber ich fände es am besten, wenn man dem Bürger helfen würde hier selbst vorzusorgen. Hier gäbe es soviele Möglichkeiten, wie einen steuerfreies Konto für die Rente, ETFfür die Rente usw., auch die Kapitalertragssteuer auch für private Sparer mit 25% ist sehr kontraproduktiv, zumal man alle Risiken trägt.

Auch könnte man die gesetzlichen Krankenkassen bis auf z.B. drei reduzieren, das würde enorme kosten sparen. Siehe Griechenland, da hat das sehr gut funktioniert.

Worauf ich hinaus will ist, dass Politiker gewisse Sachen einfach nicht anfassen, weil der persönliche Druck nicht da ist, als bei jemandem der Angst um seine Rente, täglichen Kampf, um mit dem auszukommen hat. Wo ist der Druck und die Motivation Dinge anzupacken die einen nicht betreffen?
 
Zuletzt bearbeitet:
illo47 schrieb:
Stichwort Aktienrente
Will man wirklich Renten irgendwelchen zugekoksten und psychopathischen Zockern überlassen?

Den Aktienheinis wäre natürlich nichts lieber als sich noch systemrelevanter zu machen um die Chancen auf staatliche Rettungsaktionen noch weiter zu erhöhen, was nur dazu führt das die Aktienheinis noch riskantere Geschäfte machen. Ich erinnere hier mal an den Fall Enron.
Und die Aktienkurse gehen auch quasi nur noch durch Quantitative Easing & Co nach oben.

Ich werfe mal eine weitere Option in den Raum: Ein Rentenfonds der staatliche Infrastruktur (Autobahnen, Gas, Wasser, Scheiße, Glasfaser, Stromnetze, usw.) finanziert und aus den Einnahmen werden die Renten ausgezahlt. So was wird allerdings bei der CxU und FDP auf erbitterten Widerstand stoßen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland, Kassenwart und knoxxi
foofoobar schrieb:
Ein Rentenfonds der staatliche Infrastruktur (Autobahnen, Gas, Wasser, Scheiße, Glasfaser, Stromnetze, usw.) finanziert und aus den Einnahmen werden die Renten ausgezahlt. So was wird allerdings bei der CxU und FDP auf erbitterten Widerstand stoßen.
Ich glaube Norwegen, oder war es Dänemark?, handeln es doch so und deren Topf ist extrem gut gefüllt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DaDare und areiland
@knoxxi Leider gibt es bei uns im Lande genügend Menschen die sich von "Aber das ist doch Sozialismus" manipulieren lassen.

BTW: Was sind eigentlich die Vorteile und Nachteile von vorgelagerter und nachgelagerter Rentenbesteuerung?

Shottie schrieb:
Worauf ich hinaus will ist, dass Politiker gewisse Sachen einfach nicht anfassen, weil der persönliche Druck nicht da ist, als bei jemandem der Angst um seine Rente, täglichen Kampf, um mit dem auszukommen hat. Wo ist der Druck und die Motivation Dinge anzupacken die einen nicht betreffen?
Jeder muss in die gesetzlichen Kassen einzahlen, Basta!
On top kann sich jeder nach Lust, Laune und Möglichkeit zusatzversichern, nochmal Basta!

Und dreimal darfst du raten welche Parteien dagegen heftigsten Widerstand leisten würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2Fast2Jump
foofoobar schrieb:
Will man wirklich Renten irgendwelchen zugekoksten und psychopathischen Zockern überlassen?

Den Aktienheinis wäre natürlich nichts lieber als sich noch systemrelevanter zu machen um die Chancen auf staatliche Rettungsaktionen noch weiter zu erhöhen, was nur dazu führt das die Aktienheinis noch riskantere Geschäfte machen. Ich erinnere hier mal an den Fall Enron.
Und die Aktienkurse gehen auch quasi nur noch durch Quantitative Easing & Co nach oben.
Es gibt eben nicht nur das US-Modell, die Schweden haben eine Kombination aus Umlage und Aktienrente und dies sogar sehr erfolgreich implementiert, dadurch muss der schwedische Staat die Rente nicht Quersubventionieren, was bei uns zu einem gewaltigen Problem geworden ist.

Man muss halt nicht beim Wort "Aktie" sofort Hammer & Sichel rausholen und damit die Wallstreet stürmen ;) es gibt mehr als das Extrem in dieser Welt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: florian., DaDare und BOBderBAGGER
Nazrael schrieb:
Es gibt eben nicht nur das US-Modell, die Schweden haben eine Kombination aus Umlage und Aktienrente und dies sogar sehr erfolgreich implementiert, dadurch muss der schwedische Staat die Rente nicht Quersubventionieren, was bei uns zu einem gewaltigen Problem geworden ist.
Und wie halten die Schweden die Aktien-Kokser davon ab wirre Dinge an den Börsen zu tun?
Nazrael schrieb:
Man muss halt nicht beim Wort "Aktie" sofort Hammer & Sichel rausholen und damit die Wallstreet stürmen ;) es gibt mehr als das Extrem in dieser Welt.
Ich gehe sogar noch weiter und fordere ein Trennbankensystem.
Und danach ersetzt man alle Investmentbanken durch einen Computer auf dem Ebay läuft.
 
foofoobar schrieb:
Und wie halten die Schweden die Aktien-Kokser davon ab wirre Dinge an den Börsen zu tun?
Entschuldigung, können wir ein bisschen weniger X-Sprache benutzen? Damit es nicht zur Blasenbildung kommt, macht man eben genau das, was jeder vernünftige Fonds tut: Diversifizieren und die Investitionen kontinuierlich überprüfen. Darum gibt es auch keine "wirren Dinge" beim schwedischen Rentenfonds und nichtmal beim norwegischen Staatsfonds, obwohl dieser von der Größe her so ziemlich jede Börse manipulieren könnte.
foofoobar schrieb:
Ich gehe sogar noch weiter und fordere ein Trennbankensystem.
Und danach ersetzt man alle Investmentbanken durch einen Computer auf dem Ebay läuft.
Okay.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dideldei und florian.
Hallo

foofoobar schrieb:
Will man wirklich Renten irgendwelchen zugekoksten und psychopathischen Zockern überlassen?
Beruhen deine Erfahrungen mit Börsianern nur auf dem Film Wall Street ?

foofoobar schrieb:
Jeder muss in die gesetzlichen Kassen einzahlen, Basta!
Ich bin sehr froh das diverse Beamte (z.B. Polizisten/Soldaten) besser abgesichert sind und dadurch motivierter sind als ohne diese Absicherung, Basta !
Dazu gehören auch Politiker, wenn die schlechter bezahlt/abgesichert wären würden wir noch schlechtere bekommen als wir jetzt schon haben, Basta !

foofoobar schrieb:
On top kann sich jeder nach Lust, Laune und Möglichkeit zusatzversichern, nochmal Basta!
Das kann jeder jetzt auch schon machen, nochmal Basta !

illo47 schrieb:
Der Grund weshalb Beamte/Politiker*innen wirtschaftlich relativ gut gestellt sind liegt vorallem darin, dass so Bestechlichkeit vermieden werden sollen.
So gut sind die wirtschaftlich gar nicht gestellt, da verdienen sehr viele CEO/Geschäftsführer und andere angestellte Akademiker deutlich mehr.
In dem Krankenhaus in dem ich arbeite bekommt der ärztliche Direktor (Prof. Dr.) 600.000€/Jahr plus Boni und ein Chefarzt ca. 300.000€/Jahr.
Geld alleine ist nicht der Grund wieso man Beamter/Politiker wird, in der freien Wirtschaft kann man als Akademiker deutlich mehr verdienen.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Beruhen deine Erfahrungen mit Börsianern nur auf dem Film Wall Street ?
Das was die anrichten kann man jeden Tag in der Zeitung lesen.
Tomislav2007 schrieb:
Ich bin sehr froh das diverse Beamte (z.B. Polizisten/Soldaten) besser abgesichert sind und dadurch motivierter sind als ohne diese Absicherung, Basta !
Dazu gehören auch Politiker, wenn die schlechter bezahlt/abgesichert wären würden wir noch schlechtere bekommen als wir jetzt schon haben, Basta !
Die Rente ist also nicht sicher?
Sollte man nicht das Gegenteil anstreben?

Nazrael schrieb:
Warum sollte man die Risiken von dem Aktien-Kram nicht bestmöglich von der Realwirtschaft entkoppeln?
Und bei der Gelegenheit bietet es sich an das Investmentbanking zu digitalisieren, alleine schon das die Märkte Öffnungszeiten haben ist ja schlimmer als jede Behörde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Shottie schrieb:
Hallo zusammen, mich würde Eure Meinung mal zu meiner Frage im Betreff interessieren. Denkt Ihr, dass der beamtenähnliche Status, Politik bei Entscheidungen und übernahme von Verantwortung hindert?
Bei jedem Politiker in jeder Position? Wenn man sucht, wird man bestimmt ein Politiker finden, wo das zutrifft. Aber allgemein betrachtet glaube ich, es gibt andere Punkte, die entscheidender sind.

Shottie schrieb:
Entscheidungen wie Rente,
Rentner sind gegenwertig eine der größten Wählergruppen und entsprechend wird in dem Fall in deren Interesse Politik gemacht. Das würde ich als entscheidender für die Politik bezeichnen, das der Beamtenstatus der Politiker.

Shottie schrieb:
Steuern und Verantwortung bei Fehlern, ob sich hier etwas ändern würde, wenn die Politik ähnliche Rente bekommen würden, wie normale Arbeitnehmer? Würde das Thema dann schneller angegangen? Was meint ihr dazu?
Was glaubst du, inwiefern Fehler angegangen werden, wenn Politiker ähnlich Rente bekommen würden? Würden Sie diese Punkte nicht auch so auslegen, dass es für die wieder geschickt wäre? Viel entscheidender ist wohl eher, welche Partei man da rein wählt.

Also kurz gesagt. Es gibt sicherlich Punkte, wo der Beamtenstatus eine Rolle spielen kann, aber ich glaube nicht, dass er allgemein so ein großer Gamechanger ist.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich bin sehr froh das diverse Beamte (z.B. Polizisten/Soldaten) besser abgesichert sind und dadurch motivierter sind als ohne diese Absicherung,...
Und wer hindert den Staat daran, Beamte mit privater Zusatzabsicherung besser als den gemeinen Rentner zu stellen?

Klappt doch im ÖD und grossen Konzernen auch sehr gut? Und gerade Soldaten, die als SaZ dienen, werden letztlich ja nur die Rentenbeiträge für die Dienstzeit nachentrichtet, wenn die Soldaten nicht in ein Beamtenverhältnis wechseln.

Ich wäre sehr dafür, wenn z.B. die CO² Abgaben in einen Staatsfonds fließen würden, mit dem die Rentenbasis verbessert und stabilisiert wird. Und der könnte durchaus (ähnlich wie die KfW) mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten, um sein Vermögen zu erhöhen und kontinuierliche Zahlungen zu ermöglichen. Selbst zusätzliche Einzahlungen der Versicherten könnte man ermöglichen, um die private Absicherung zu fördern.
 
areiland schrieb:
Ich wäre sehr dafür, wenn z.B. die CO² Abgaben in einen Staatsfonds fließen würden, mit dem die Rentenbasis verbessert und stabilisiert wird. Und der könnte durchaus (ähnlich wie die KfW) mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten, um sein Vermögen zu erhöhen und kontinuierliche Zahlungen zu ermöglichen. Selbst zusätzliche Einzahlungen der Versicherten könnte man ermöglichen, um die private Absicherung zu fördern.

Der CO2 Beitrag sollte ja pauschal an alle Bürger wieder ausgezahlt werden. Somit würden die Leute plus machen, die weniger CO2 verbrauchen und die Leute die viel CO2 verbrauchen - zahlen halt drauf.

Wenn du dir anschaust, dass der Staat mittels Energiesteuer, CO2 Beitrag und Mehrwertsteuer über 100 Milliarden Euro pro Jahr einnimmt - und dies zum Großteil dann als Steuerzuschuss in die Rentenkasse fließt, wird es nichts mit dem Staatsfond.

Die Idee, dies in ein Staatsfond fließen zu lassen ist aber eigentlich super. Die FDP hat ja ein solches Modell vorgeschlagen. Aktuell konsumiert ja der Bund die Gewinne von den Staatsunternehmen. (KfW, Bundesbank, BIMA ...) Da kommen jedes Jahr ein paar Milliarden in die Staatskasse.

@Shottie

Es ist nicht der Beamtenstatus der Politiker hindert. Viel mehr haben wir mittlerweile fast nur noch Berufspolitiker die teilweise weder eine Berufsausbildung noch ein abgeschlossenes Studium haben. Sie haben nie gearbeitet und sind somit weit entfernt von den eigentlichen Problemen der Menschen.

Zitat Helmut Schmidt:
Jemand der in die Politik geht, muss vorher ein Beruf ausgeübt haben - und zwar mit Erfolg ausgeübt haben. Damit er so unabhängig bleiben kann und jeden Tag wieder in seinen eigentlichen Beruf zurückkehren könnte. (Quelle)

Wir brauchen wieder - auf Bundesebene - Politiker die zuerst erfolgreich in der Wirtschaft waren und dann in die Politik gewechselt sind. Diese Menschen können dann auch in der Regierung Deutschland so steuern, dass sowohl es den Menschen als der Wirtschaft gut geht. Und die haben sicherlich auch deutlich mehr Ahnung davon, wie man ein komplettes Land klimaneutral transformieren kann!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: testwurst200 und areiland
Die Kausalität "erfolgreich in der Wirtschaft" und dadurch ein guter Politiker erschließt sich mir nicht. Ich halte das für Stammtischplauder.

Ideen und Vorschläge für sämtliche Problemstellungen gibt es genug. Sie müssen nur zwischen Parteizugehörigkeit und Koalitionen angegangen werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skaiy
@douggy

Helmut Schmidts Aussagen sind für dich also Stammtischgeplauder?

Du wirfst selbst ein, dass Ideen da sind - aber die Parteizugehörigkeit im Wege steht. Stell dir doch bitte vor, dass Menschen aus der Wirtschaft eben diese Barrieren nicht direkt haben. Weil sie keine "Partei-Zöglinge" sind, sondern wirklich schon was erreicht haben im Leben. Da hieß es dann aber auch, mal Kompromisse einzugehen und auch über den Tellerrand hinaus schauen.

Wenn die einzige Karriere bisher in der Partei erfolgte - wie sollen diese Menschen dann bitte nicht ausschließlich die Partei-Interessen vertreten? Erkläre da mal deine Ansichten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: testwurst200
douggy schrieb:
Die Kausalität "erfolgreich in der Wirtschaft" und dadurch ein guter Politiker erschließt sich mir nicht. Ich halte das für Stammtischplauder.
_killy_ schrieb:
Helmut Schmidts Aussagen sind für dich also Stammtischgeplauder?
@_killy_:
Helmut Schmidt hat keinen Zusammenhang zwischen Erfolgreich in der Wirtschaft und Erfolgreich in der Politik hergestellt. Er hat nur von Unabhängigkeit gesprochen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skaiy und douggy
Hallo

areiland schrieb:
Und wer hindert den Staat daran, Beamte mit privater Zusatzabsicherung besser als den gemeinen Rentner zu stellen?
Ich weiß es nicht, wäre das für die Steuerzahler günstiger als Beamte ?

areiland schrieb:
Ich wäre sehr dafür, wenn z.B. die CO² Abgaben in einen Staatsfonds fließen würden, mit dem die Rentenbasis verbessert und stabilisiert wird.
Dafür wäre ich auch, die CO2 Abgaben lieber in einen Staatsfonds für die Rentenbasis als in den Klima- und Transformationsfonds.

douggy schrieb:
Die Kausalität "erfolgreich in der Wirtschaft" und dadurch ein guter Politiker erschließt sich mir nicht.
Nicht unbedingt ein guter Politiker, zumindest ein Politiker mit (beruflicher) Lebenserfahrung aus der Realität, Helmut Schmidt sagte auch nicht guter Politiker.
Bei diversen weltfremden Aussagen von Kevin Kühnert und Ricarda Lang bin ich dafür das Politiker ein/e Studium/Ausbildung + Berufserfahrung haben sollten.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: testwurst200
@_killy_ @Tomislav2007 ich bezog mich auf Killys Aussage, nicht auf Helmut Schmidt (was CCIBS ja auch nochmal verdeutlicht hat).

Und nehmen wir mal die These erfolgreicher Geschäftsmann.
Meistens sind sie das nicht von allein geworden. Sie hatten gute Leute, Experten, ein Netzwerk, einfach auch Glück. Manch einer ist vllt. nur ein guter Manager.

Und die sollen nun automatisch gut in Makro- und Mikroökonomie sein? Sollen sich gegen Interessengruppen wehren (sie waren vorher in einer)? Sollen unabhängig von Parteizugehörigkeit etwas durchdrücken können, obwohl Mehrheiten von Nöten sind?

Und greifen sie auf Beziehungen/Netzwerk aus ihrer beruflichen Karriere zurück, sind wir schnell beim Thema Unabhängigkeit und Bestechlichkeit.

Ich sehe das Problem in der doch recht guten Versorgung inkl. (teils sehr üppiger) Nebeneinkünfte und fast todsicherer Anschlussbeschäftigung nach der Politikkarriere. Und dem daraus angestrebten Machterhalt und dass man dadurch der Wählerschaft keine wirklichen Reformen antun möchte, die eventuell kurzfristig Einschnitte bedeuten, aber langfristig gut für die Gesellschaft sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ph4ntom
Zurück
Oben