areiland schrieb:
Darum geht's doch gar nicht!
Naja..
areiland schrieb:
es ist einfach nicht einzusehen, dass die abhängig Beschäftigten einen großen Teil ihres Einkommens in Zwangssicherungssysteme abdrücken müssen, gegenüber anderen Berufsgruppen trotzdem weitaus schlechter gestellt sind und privat noch weitere Teile ihres Einkommens in fragwürdige Produkte zahlen sollen, deren Ergebnis hinterher dann nochmal massiv mit Abgaben und Steuern geschmälert wird. Was dann wieder bedeutet, dass das erzielte Alterseinkommen wieder deutlich geringer ist, als das der lebenslang beitragsfrei alimentierten Staatsdiener.
Scheinbar ja doch.
Die Zwangssicherungssysteme braucht ein Beamter ja nicht, weil Rente zahlt der Staat von dem im Vergleich zur freien Wirtschaft niedrieren Brutto. Krankenkasse muss sich jeder selbst versichern, was vom Netto noch abgeht, Pflegeversicherung kannst du selbst vorsorgen und Arbeitslosenversicherung bei Beamten wäre wohl nen Treppenwitz.
Dazu kommt, dass du als Beamter auch manche Nachteile in Kauf nimmst, als Beamter bist du Leibeigener des Staates, mal eben den Arbeitsplarz wechseln, schwierig, ggf. Arbeitsplatzwechsel gegen deinen Willen, Streikverbot, etc.
Das ist einfach eine Neiddebatte, Punkt.
areiland schrieb:
Uns steht jedes Recht zu, diese systematische Ungleichbehandlung zu kritisieren und zu fragen, ob es nicht gewollt ist, dass man als abhängig Beschäftigter möglichst lebenslang von Wohl und Wehe dieses Staates abhängig gemacht wird, um uns unmündig zu halten.
Natürlich ist unser Recht und richtig so. Aber da die Beamten GARNICHTS mit dem Rentenkassensystem zu tun haben, lass die da raus. Beamte zahlen nix ein und bekommen nichts raus.
Das System der umlagefianzierten Rente hat (zumindest in Deutschland) eh fertig.
areiland schrieb:
Würden es unsere Politiker mit ihren vollmundiger Versprechen ernst meinen, dann hätten sie längst dafür gesorgt, dass unser Rentensystem uns eine auskömmliche Altersversorgung auf hohem Niveau garantiert.
Das hat die Politik der letzten 50 Jahre halt verschalfen. Rente wurde geliefert, wie gewählt.
D0m1n4t0r schrieb:
1. ALLE zahlen ins Rentensystem ein und zwar prozentual von allem Einkommen.
2. Die Beitragsbemessungsgrenzen werden abgeschafft. Aktuell sorgen die nämlich nur dafür dass Leute die viel verdienen prozentual weniger einzahlen als Normal- oder Geringverdiener.
3. ALLE bekommen später Rente. Rentenalternativen wie z.b. Beamtenpension werden gestrichen und durch Rente ersetzt.
4. Die Rente ist nach unten und oben hin gedeckelt. Nach unten damit im Alter alle genug haben um in Würde zu leben und nach oben weil diese Rentenempfänger die Leute sind die ein Leben lang viel verdient haben und dementsprechend hohe Rücklagen und oder Privatvorsorge haben. Aktuell denke ich da an Beträge von 1500 Mindestrente und 3000 Euro Höchstrente.
Wäre verfassungswidrig.
Beitragsbemessungsgrenzen existieren, weil zu einer Einzahlung aus ein Gegenwert stehen muss. Wenn du alle einzahlen lässt, ohne Beitragsbemessungsgrenze, muss auch ein entsprechender Gegenwert dahinter stehen, womit sich das System dann im Kreis dreht.
Aus dem gleichen Grund gibt es eine Beitragsbemessungsgrenzen für die Krankenversicherung, weil die leitung der gesetzlichen Krankenkasse nicht besser werden würde, wenn man 30.000€ im Monat einzahlt.
Was verfassungsrechtlich möglich sein könnte(!), hat aber noch keiner mal komplett durchexerciert, ist das progessiv zu gestalten, heißt, um mehrere Rentenpunkt pro Jahr zu bekommen, muss die Einzahlungen exponentiell ansteigen. Erster Rentenpunkt = Durchschnittsgehalt, Zweiter rentenpunkt, 1,25 Durchschnittsgehälter, Driter Rentenpunkt, 1,5 Durchschnittsgehälter und so weiter..
Abschaffung der Rentenalternativen könnte nur für neue Rentner gelten, Rente deckeln geht nur mit einer Beitragsbemessungsgrenze, siehe oben.