Hindert der Beamtenstatus der Politiker bei diversen Entscheidungen und Verantwortung?

Hallo

douggy schrieb:
Und nehmen wir mal die These erfolgreicher Geschäftsmann.
Helmut Schmidt hat mit beruflich erfolgreich nicht gemeint das man in der Wirtschaft ein Top Geschäftsmann/Manager gewesen muss.
Helmut Schmidt sagte dass man so unabhängig gewesen muss um jederzeit wieder in seinen erlernten Beruf zurückkehren zu können.
Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe, du interpretierst in Helmut Schmidts Aussage etwas rein was überhaupt nicht vorhanden ist.

douggy schrieb:
Ich sehe das Problem in der doch recht guten Versorgung inkl. (teils sehr üppiger) Nebeneinkünfte und fast todsicherer Anschlussbeschäftigung nach der Politikkarriere.
Daran würde sich auch nichts ändern wenn Politiker keine gut versorgten Beamten mehr wären.
Ich glaube sogar dass sich das verstärken würde wenn Politiker keine gut versorgten Beamten mehr wären.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich weiß es nicht, wäre das für die Steuerzahler günstiger als Beamte ?
Überlege mal. Nichts Einzahlen und max. 71,75 % seines letzten Gehaltes als Pension bekommt oder normal Einzahlen und max. 48% bekommen + einen Bonus extra.

Was wird den Steuerzahler wohl mehr kosten ?

2023 gab es für 21 Millionen Rentner 340,4 Mrd. Euro
2023 gab es für 1,4 Millionen Pensionäre 63,4 Mrd. Euro

Von den 340,4 Mrd. wurden immerhin der größte Teil mal eingezahlt. Bei Beamten wird nichts eingezahlt die Pensionsausgaben steigen aber von Jahr zu Jahr.
 
Hallo

Kassenwart schrieb:
Stell deine Frage vernünftiger/eindeutiger.

Kassenwart schrieb:
Nichts Einzahlen und max. 71,75 % seines letzten Gehaltes als Pension bekommt oder normal Einzahlen und max. 48% bekommen + einen Bonus extra.
Meine Frage war nicht ob Angestellte für die Steuerzahler günstiger sind als Beamte.

areiland schrieb:
Und wer hindert den Staat daran, Beamte mit privater Zusatzabsicherung besser als den gemeinen Rentner zu stellen?
Meine Frage war: Ich weiß es nicht, wäre das für die Steuerzahler günstiger als Beamte ?
Unter der Voraussetzung das es den Angestellten mit privater Zusatzversicherung genau so gut geht wie vorher als Beamte.
Oder möchtest du die private Zusatzversicherung so mickrig gestalten das es günstiger für die Steuerzahler werden würde ?

Ich bin davon überzeugt das wir noch schlechtere Politiker (als jetzt schon) bekommen würden wenn wir die Bezahlung/Versorgung verschlechtern würden.
Das sieht man doch auch in der privaten Wirtschaft, je schlechter eine Firma zahlt desto schlechter sind die Bewerber die sich auf eine Arbeitsstelle bewerben.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Meine Frage war: Ich weiß es nicht, wäre das für die Steuerzahler günstiger als Beamte ?
Unter der Voraussetzung das es den Angestellten mit privater Zusatzversicherung genau so gut geht wie vorher als Beamte.
Hab ich doch beantwortet. Es wäre um den Teil günstiger den der Beamte als Angestellte selbst einzahlt.
 
Kassenwart schrieb:
Von den 340,4 Mrd. wurden immerhin der größte Teil mal eingezahlt. Bei Beamten wird nichts eingezahlt die Pensionsausgaben steigen aber von Jahr zu Jahr.
Da Beamten ihr Geld immer zu 100% vom Staat bekommen, hast du keinerlei Kostenersparnis durch andere Töpfe. Eine Ersparnis für den Staat kommt nur zustande, wenn man den Beamten weniger Geld/Pension gibt.

Es wäre sicherlich fairer, wenn die Pension an das allgemeine Rentenniveau gekoppelt wäre.
Ein Beamter kann schließlich genauso Privat vorsorgen wie, ein "Normalbürger"

Wo wir aber beim Punkt vom Tomislav2007 wären:
Tomislav2007 schrieb:
Ich bin davon überzeugt das wir noch schlechtere Politiker (als jetzt schon) bekommen würden wenn wir die Bezahlung/Versorgung verschlechtern würden.


@wilk84
schlecht geschlafen?
 
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Hallo

Kassenwart schrieb:
Hab ich doch beantwortet.
Nicht wirklich, du hast nicht beantwortet...

Kassenwart schrieb:
Es wäre um den Teil günstiger den der Beamte als Angestellte selbst einzahlt.
...ob das...

areiland schrieb:
Und wer hindert den Staat daran, Beamte mit privater Zusatzabsicherung besser als den gemeinen Rentner zu stellen?
...die Kosten für die private Zusatzversicherung aufwiegt.

wilk84 schrieb:
Scheint das bei @Tomislav2007 die Demenz einsetzt, von seinen teilweise wirren Aussagen mal abgesehen.
Zumindest schreibe ich was zum Thema und stänker nicht nur sinnlos rum wie du.
Es ist aber OK, ich kenne dich nicht anders und erwarte nicht wirklich mehr von dir.

Grüße Tomi
 
douggy schrieb:
Die Kausalität "erfolgreich in der Wirtschaft" und dadurch ein guter Politiker erschließt sich mir nicht. Ich halte das für Stammtischplauder.
Welche Klientel wird wohl dieser These am ehesten zustimmen?
 
Tomislav2007 schrieb:
die Kosten für die private Zusatzversicherung aufwiegt.
Naja, zumindest werden beitragszahlende Arbeitnehmer auch jetzt schon weitaus schlechter gestellt, als Beamte, die ihr gesamtes Berufsleben lang nicht einen Cent einzahlen und bei Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze 71,5 % Pension zu erwarten haben, während die Beitragszahler gerade mal eine Armutsrente von 48 % ihres Einkommens erwarten dürfen. Um mehr als diese 48 % zu bekommen, die man auch noch ständig als ein Almosen darstellt, müssen die abhängig Beschäftigten über Jahrzehnte zusätzliche Einzahlungen tätigen und das Ergebnis wird dann auch noch besteuert und exzessiv mit Abgaben belegt - auch wenn die Einzahlungen aus dem schon versteuerten und um Sozialabgaben geminderten Einkommen erfolgten.

Ich sehe hier einen systematisch erfolgenden Betrug zu Lasten der abhängig Beschäftigten, mit dem sich die Politik schon seit Jahrzehnten um jede sinnvolle Reform der verkorksten Sozialsysteme drückt. Einfach weil unsere Politiker ihre Wähler abgrundtief verachten!
 
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Shottie schrieb:
Denkt Ihr, dass der beamtenähnliche Status, Politik bei Entscheidungen und übernahme von Verantwortung hindert?
Ja. Weil bei denen gilt halt, „Nach mir die Sinnflut“ und das zieht sich durch nahzu alles in der Politik durch.

Shottie schrieb:
hier etwas ändern würde, wenn die Politik ähnliche Rente bekommen würden, wie normale Arbeitnehmer?
Nein, dann würde nochmal Steuergelder für die Rente drauf gehen.

Die Rente ist ein Ding, wo der Karren schon Meterweise im Dreck steht. Das kannst du nur noch mir großen Einschnitten ändern.

Bei der Rente hast du mit dem heutigen System der Umlage im Grunde 4 Stellschrauben:
1. Anzahl der Einzahler
2. Einzahlung pro Einzahler
3. Anzahl der Auszahlungsberechtigten
4. Auszahlung pro Auszahlungsberechtigten

Das könnte man angehen durch:
Bei 1.: Einwanderung von Arbeitnehmern, die in die Rentenkasse einzahlen. Wird aber gerade von der Politik als unbeliebt dargestellt.
Bei 2.: Erhöhung der SV-Beiträge, 18% reichen halt nicht, da muss noch was drauf
Bei 3.: Erhöhung Renteneintrittsalter, Sterbehilfe (rein theoretisch..)
Bei 4.: Entwertung eines Rentenpunktes, weniger Rente für alle.

Da kein Politiker die Eier hat, die Leute, die durch ihre Wahl für das aktuelle Problem auch Hauptverantwortliche sind, bluten zu lassen, wird alles schön auf Punkt 2 hinaus laufen.

Wenn man mich fragen würde, müsste man Migration fördern, SV-Beiträge auf 20%, Rente vor 67 abschaffen, Zuschüsse von den Steuern auf nahe 0, Auszahlungen ergeben sich aus Einnahmen. Dann wärs fair.
Problem ist aber wieder, wenn viele Renter mit ihrer Rente unter der Armutsgrenze fallen, dann haben sie rechtlich Anspruch auf Sozialhilfen, was wieder aus Steuern bezahlt wird. Kurz: wir drehen uns im Kreis.
 
areiland schrieb:
als Beamte, die ihr gesamtes Berufsleben lang nicht einen Cent einzahlen
Ist das wirklich so der Fall?
Meinens Wissens nach zahlt der Dienstherr den Beamten ein, im Vergleich zur freien Wirtschaft, unter dem Strich niedrigeres Bruttogehalt.
Weil eben von jedem Beamten ein monatlicher Pauschalbetrag für die Pensionskasse einbehalten wird.

Dass die Gelder dieser Pensionskasse dann von der Politik zweckentfremdet verschoben und die Rücklagen vornehmlich zum Stopfen von Haushaltslücken verwendet werden, ist ein anderes Thema.

Man sollte bei dieser Diskussion möglichst fair bleiben und den Fakten ins Auge sehen und sich nicht auf das Niveau der Sensations- und Klatschmedien einlassen.
 
Hallo

areiland schrieb:
während die Beitragszahler gerade mal eine Armutsrente von 48 % ihres Einkommens erwarten dürfen.
Ja, das Rentenniveau für Arbeitnehmer ist viel zu gering, das muss erhöht werden, wie das erreicht/finanziert werden soll weiß ich nicht.
Die Beamten/Politiker aber nur schlechter zu stellen damit es normalen Angestellten gegenüber fairer wird halte ich für den falschen Weg.
Beamte abzuschaffen und aus denen normale Angestellte zu machen halte ich für sehr gefährlich, weil deren Zuverlässigkeit sinken würde.
Was ist dann der nächste Schritt beim Kosten senken (wenn wir Beamte abgeschafft haben), kostengünstigere Zeitarbeiter bei der Polizei ?
Viele kritisieren die kapitalistischen Auswüchse und jetzt wollt Ihr diese kapitalistischen Auswüchse auch auf Beamte/Politiker anwenden ?
Anstatt bei Beamten/Politikern das Lohndumping einzuführen sollten Arbeiter/Angestellte mehr Netto vom Brutto und mehr Rente haben.

Grüße Tomi
 
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schwimmcoder schrieb:
Zuschüsse von den Steuern auf nahe 0, Auszahlungen ergeben sich aus Einnahmen.
Ich rechne eher mit einem steigenden Anteil der Steuerzuschüsse in die Sozialversicherungszweige. Im Prinzip erreicht man damit das, was bspw. die fordern, welche die private Krankenversicherung abschaffen wollen: Alle finanzieren das SV-System mit, entweder über ihre Beiträge oder über ihre Steuern (oder über beides, was für jetzigen Beitragszahler der Fall ist).

Manchmal frage ich mich, ob nicht eine vollständig steuerfinanzierte SV der bessere Weg wäre, weil dann tatsächlich jede steuerpflichtige Person und Organisation das SV-System mitfinanzieren würde. Andererseits bleibt das Problem, dass Steuern nicht zweckgebunden sind, was diese Lösung für die Stabilität des Systems gefährlich machen würde.
 
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Capet schrieb:
Ich rechne eher mit einem steigenden Anteil der Steuerzuschüsse in die Sozialversicherungszweige
Das war ne Idee, wie ich das handhaben würde, wäre ich Kanzler.
Hab ja weiter unten geschrieben, dass es auf höhere SV-Beiträge hinaus läuft.
 
LotusXXL schrieb:
Meinens Wissens nach zahlt der Dienstherr den Beamten ein, im Vergleich zur freien Wirtschaft, unter dem Strich niedrigeres Bruttogehalt.
Dessen Nachteile schon mal durch die deutlich niedrigeren Abgaben ausgeglichen werden. Ein Beamter mit meinem Brutto hat schon mal ein mindestens rund 1000 Euro höheres Netto. Eher noch mehr, durch die verschiedenen Beihilfeansprüche und Zuschläge. Dazu die Pensionsansprüche von 71,5% gegenüber meinen 48% Rentenanspruch. Dazu die Unkündbarkeit.
 
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areiland schrieb:
Dessen Nachteile schon mal durch die deutlich niedrigeren Abgaben ausgeglichen werden.
Ob jetzt der Staat das Geld beseite legt oder der Beamte in die Rentenkasse einzahlt, ist nur ne Frage, wer das Geld beseite legt.
Du darfst auch nicht dein Brutto mit einem Beamten-Brotto-Sold vergleichen, sondern musst, durch die geringen Abgaben das Netto betrachten. Und da siehts dann schon gleich aus.
Was Beamte auf ihrer Seite haben, ist die Unkündbarkeit und die Pensionsansprüche.

Tomislav2007 schrieb:
Ja, das Rentenniveau für Arbeitnehmer ist viel zu gering, das muss erhöht werden, wie das erreicht/finanziert werden soll weiß ich nicht.
Realistisch gesehen können wir froh sein, wenn wir 48% als Rentenniveau halten.
 
Hallo

schwimmcoder schrieb:
Realistisch gesehen können wir froh sein, wenn wir 48% als Rentenniveau halten.
Richtig, aber zu glauben das Arbeiter/Angestellte mehr bekommen würden wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen ist sehr naiv.
Ich hoffe es glaubt niemand das wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen dass das komplett an Arbeiter/Angestellte verteilt wird.
Wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen würden dann würden unsere Politiker schon Wege finden das anderweitig zu verpulvern.
Ich habe eins gelernt, du mußt selber dafür sorgen wenn es dir finanziell gut gehen soll, verlaß dich nie auf andere (auch nicht auf den Staat).

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Richtig, aber zu glauben das Arbeiter/Angestellte mehr bekommen würden wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen ist sehr naiv.
Ich hoffe es glaubt niemand das wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen dass das komplett an Arbeiter/Angestellte verteilt wird.
Wenn wir Beamten etwas wegnehmen/wegkürzen würden dann würden unsere Politiker schon Wege finden das anderweitig zu verpulvern.
Kann man leider nur zustimmen. Und nur auf Beamte einzukloppen ist auch falsch, Beamte haben ihr eigenes System, das läuft parallel zur Rentenkasse. Und jene muss man reformieren.
 
Hallo

schwimmcoder schrieb:
Beamte haben ihr eigenes System,
Nicht nur die, diverse Berufsgruppen haben ihr eigenes Rentensystem (z.B. Ärzte/Apotheker/Architekten/Rechtsanwälte und andere).
Die haben den Vorteil das in deren Rentensystem fast nur einzahlende Beitragszahler und kaum Arbeitslose (die raus nehmen) sind.

Grüße Tomi
 
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