drago-museweni schrieb:
@Phei Ja körperliches Arbeiten ist anstrengender (Natürlich nicht 10X) und Kräfteraubender als lernen oder mit dem Kopf zu arbeiten, zumindest für deine Gliedmaßen das wüsstest du wenn du mal gearbeitet hättest, schau dir Politiker und Ärzte an die sind mit 70 noch das Blühende leben, Arbeiter haben da offt mit Problemen zu kämpfen Rückenschmerzen, Gliederschmerzen usw, von überansträngungen.
Das soll aber nicht heissen das Geistige Arbeit nicht anstrengend und erschöpfend ist, aber nicht ganz so wie Körperliche, sieht mann ja schon alleine am Kalorienverbrauch.
Öhm Kalorienverbrauch bei geistiger Arbeit mit körperlicher Arbeit zu vergleichen ist "lustig". Das Hirn hat ein "TDP" (ums verständlich zu machen) von etwa 40W da mehr einfach mit dem vorhandenem Kühlsystem nicht abgeführt werden kann. Die Durchschnittsleistung liegt bei 20W. Dabei sind die 40W TDP nicht auf Dauer leistbar, da das uns eigen Kühlsystem eine recht unterdimensionierte Konstruktion ist.
Wenn es um rein körperliche Arbeit geht kann ein Mensch auf lange Sicht gesehen durchgänig 300W verpulvern was ein enormer Sprung im Kalorienverbrauch bedeutet (tatsächlich Faktor 10 wenn man mal vernachlässigt, dass bei der Denkarbeit neben dem Hirn auch der restliche Körper seinen Grundbedarf decken muss)
Abgesehen davon knallt sich das Hirn bei Aktivität völlig eigenständig mit Hormonen zu, die die Denkfähigkeit einschränken um Überlastung des Nervensystems zu verhindern (mann kann es mit Kaffee und Ähnlichem etwas ausdehnen was auf Dauer aber ungesund ist). Im Vergleich dazu sind die Reaktionen bei reiner körperlichen Ermüdung recht trivial.
So gesehen ist rein physiologisch unser Körper in der Lage jede Form von Überlastung zu verhindern (ausgenommen bei Panik, da wird sowas ignoriert) und dies macht er bei geistiger in weiterem Umfang als bei körperlicher Arbeit was ein gewisser Hinweis ist, welche Anstrengung größer ist.
Was den Rest angeht. Politiker sind keine representative Bevölkerungsschicht. Der Sinn und Zweck von den Sonderrechten die Politiker genießen und von den recht hohen Gehältern ist es sie von äußeren Einflüssen unabhänig zu machen. Das diese Unabhänigkeit dafür sorgt, dass sie dann in elitären Kreisen und vor allem Lobbyverbänden "gesteuert" werden ist eine ganz eigene Geschichte.
Was Ärzte angeht, da gibt es auch Solche und Solche. Die einen sind weit vor ihrem eigentlichem Rentenalter arbeitsunfähig (ich kenne ein paar, die bei der Diskussion über eine 40h-Woche anfangen lauthals zu lachen, ihren Kaffe nehmen und die nächste 28h-Schicht anfangen...) und die anderen Arbeiten nur solange wie es wirtschaftlich sinnvoll ist. Sprich mit lausiger Qualität, hohen Gewinnen und auch nur solange, dass man zwei Schichten angestellte Kurzzeitarbeiter beschäftigen muss (die verdienen dann übrigens weniger als eine unqualifizierte Putzfrau auf Kurzzeit). Außerdem werden diese Arzthelfer immer in den Zwangsurlaub geschickt wenn die Krankenkassen mal wieder ihre Budgetlimitierung erreicht haben (bei der AOK ist das idR nach dem 2. Monat des Quartals der Fall (oder eher)).
Insofern, schließe doch bitte nicht von Einzelnen auf Alle! Soll ja auch Malermeister und Maurer geben die auf der Baustelle in der Arbeitszeit Bier trinken und Nickerchen machen und unter unglaublichen Rückenschmerzen leiden...