News Hohe Bildung führt zu gesteigertem Spielekonsum

Jirko schrieb:
Achim Berg, Vizepräsident des Branchenverbandes, resümiert daher: „Mit dem Bildungsniveau wächst die Neigung zu Computerspielen.“

Naja, das erklärt doch einiges, warum so mancher Politiker keine Ahnung von Computerspielen hat.
 
Wie jede Statistik und Umfrage hinkt diese genau so gewaltig.

Einige hier meinen wohl wirklich dass "Nicht Abiturenten" nur saufen, rumlungern und Hartz 4 Empfänger sind?
Anscheinend vergessen viele hier dass man mit Abiturenten hier wohl zumeist STUDENTEN am Telefon hatte, die sowieso zu viel Freizeit haben.

Hauptschul Absolventen müssen arbeiten gehen, sind in der Lehre oder haben schlicht und einfach andere Interessen weil sie Prioritäten setzen müssen, auch monetär.

Und die wirklich Intelligenten spielen nicht wirklich viel, sie gehen am PC dem nach was sie interessiert, lernen zu programmieren oder tüfteln mehr rum.
Aber war eh klar dass diese Studie hier viele Befürworter hat. ;)
 
Auf den ersten Blick interessante Studie - auf den zweiten Blick nicht wirklich aussagekräftig aufgrund vieler anderer Faktoren, die hier in der Diskussion schon genannt wurden.
Ich möchte hier aber - wie schon andere - davor warnen, Bildung mit Intelligenz gleich zu setzen. Ob ein Kind auf die Haupt-, Realschule oder aufs Gymnasium kommt, hat nicht viel mit der Intelligenz des Betroffenen zu tun. Soziales Umfeld und Erziehung (sowohl des Kindes als auch der Eltern) sind viel stärkere Einflüsse. (Außerdem: Wie soll man einem Kind mit 9-10 Jahren anmerken können, was es in der Zukunft zu leisten im stande ist?)
Es gibt genug "helle Köpfe", die mit der Einstellung aufwachsen, das ein hoher Bildungsabschluss nur etwas für "andere" ist, weil deren Eltern und Freunde es auch nicht sehr weit geschafft haben, oder weil es sie "weich" erscheinen lässt.
Genauso gibt es eine Menge Studenten, die auf der Hochschule gelandet sind, weil sie von ihren Eltern oder von ihrem Umfeld unbewusst dahin "getrieben" wurden, obwohl in deren Köpfen eher Dunkelheit herrscht.
(Von der Unfähigkeit mancher Lehrer, diese Einteilung sinnvoll zu tätigen, fange ich hier ebensowenig an wie von vielen anderen Faktoren, die aber allesamt prägender sind als der Faktor "Intelligenz".)
Ich persönlich bin der Auffassung, dass jeder das Abitur in Deutschland locker schaffen kann - ob er/sie es dann aber tut hängt mehr damit zusammen, wie sehr er/sie andere Dinge im Kopf hat, wie z.B. das andere Geschlecht, Nebenjob, halbstarkes Gehabe, etc. Voraussetzung ist, dass man es möchte. (Aber welcher Jugendlicher geht schon aus eigenem Antrieb in die Schule - das macht man, weil es einem gesagt wird und man es nicht anders kennt.)
Es ist nicht wirklich etwas Neues, dass - wie andere schon gesagt haben - ein Umfeld, das Bildung fördert, sich häufig sehr mit jenem überschneidet, welches einen Umgang mit neuen Technologien fördert.
 
LepCot schrieb:
Ich war früher auch mal der Meinung, aber das stimmt nicht. Deutschland ist wirklich eines der Länder in Europa, wo das Bildungsniveau und sozialer Stand der Eltern den der Kinder am meisten prägen und das obwohl wir die wahrscheinlich "günstigste" Bildung haben (staatliche Unterstützung, keine Studiengebühren).
Ebendrum. Es gibt vielfältige Förderungsmöglichkeiten, wenn es am Geld fehlt. Nur kann man kaum von den Kindern erwarten, dass sie das selbst in die Hand nehmen. Da sind die Eltern gefragt und wenn die dann nur vor der Glotze sitzen...

Andi Macht schrieb:
Die geringe Anzahl der Befragten ändert nichts an der Tatsache, dass die Aussagekraft solch einer Statistik lächerlich ist und bleibt.
Eigentlich reichen etwa 300 zufällig ausgewählte Befragte für 95% Sicherheit bei 1 Sigma. Da es bei Umfragen aber keine wirkliche Zufallsauswahl gibt, da die Befragten zu einem gewissen Teil Selbstauswahl betreiben, nimmt man die dreifache Anzahl, etwa 1000. Der echte Wert liegt dann eben zu 95% im Bereich der Varianz.
Aber OK, wenn DU sagst, dass Stochastik lächerlich ist, dann muss es wohl stimmen :rolleyes:
 
FrankC schrieb:
Einige hier meinen wohl wirklich dass "Nicht Abiturenten" nur saufen, rumlungern und Hartz 4 Empfänger sind?
Anscheinend vergessen viele hier dass man mit Abiturenten hier wohl zumeist STUDENTEN am Telefon hatte, die sowieso zu viel Freizeit haben.

AHAHAHA! Du echaufierst dich über Vorurteile, schickst dich aber sogleich an, welche aufzustellen? Geil. Noch nie etwas vom Bologna-Prozess gehört? Das Studentenleben ist schon lange nicht mehr so, wie du es hier propagierst.

FrankC schrieb:
Hauptschul Absolventen müssen arbeiten gehen, sind in der Lehre oder haben schlicht und einfach andere Interessen weil sie Prioritäten setzen müssen, auch monetär.

Mir kommen gleich die Tränen. Studenten haben natürlich immer ein voll gefülltes Portmonee. Und Arbeiten ist natürlich auch 10x anstrengender als vergütungsfreies Lernen. Wach auf. :rolleyes:
 
@Phei Ja körperliches Arbeiten ist anstrengender (Natürlich nicht 10X) und Kräfteraubender als lernen oder mit dem Kopf zu arbeiten, zumindest für deine Gliedmaßen das wüsstest du wenn du mal gearbeitet hättest, schau dir Politiker und Ärzte an die sind mit 70 noch das Blühende leben, Arbeiter haben da offt mit Problemen zu kämpfen Rückenschmerzen, Gliederschmerzen usw, von überansträngungen.

Das soll aber nicht heissen das Geistige Arbeit nicht anstrengend und erschöpfend ist, aber nicht ganz so wie Körperliche, sieht mann ja schon alleine am Kalorienverbrauch.
 
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@ drago-museweni

Mein Gott, wird jetzt die Vorurteilskeule ausgepackt?
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass auch Lernen und geistige Anstrengung sehr anstrengend und erschöpfend ist. Wie hat einer der Bayern-Spieler zu den Trainingsmethoden von van Gaal gesagt: Man muss so konzentriert sein, das strengt genauso an, wie ein Waldlauf.
Experten schätzt, dass bis zu 30% der Ärzte zu viel Alkohol trinken. Die kommen wohl nicht mehr aus dem feiern raus, weil die so in ihrem Leben blühen...
 
Ein Klinikarzt läuft täglich meist mehrere Kilometer. Auch hat er unmögliche Schichten (lang, unregelmäßig). 99% der hart arbeitenden Arbeiter würde nach 2 Wochen streiken und nach der Gewerkschaft schreien, da diese Zustände ja menschenunwürdig sind.

Warum ist eigentlich jeder immer der Ärmste? :rolleyes:

Zum Thema, welches ja nicht ist "wer arbeitet am Meisten":
Dieser Trend ist interessanterweise schon länger zu beobachten. Interessant, dass es mal statistisch untersucht wurde. Thanks für die News. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
So spiele beinahe jeder dritte Abiturient am PC während nur etwa 20 Prozent der Hauptschulabsolventen den Computer als Spieleplattform nutzten.
...
Achim Berg, Vizepräsident des Branchenverbandes, resümiert daher: „Mit dem Bildungsniveau wächst die Neigung zu Computerspielen.“
Wow, das ist ja Galileo-Mystery-Niveau.
Das hat wohl eher was mit dem gesellschaftlichen Stand als der Bildung zu tun.
 
@ Sepukku

Das sind keine Vorurteile sondern fakten! Aber ist ja klar, dass man immer das eigene hochlobt oder versucht es anstrengender hinzustellen als es ist!

Geh mal als Straßenbauer,Maurer,Handwerker usw. Buckeln! Da tun dir jeden abend die Knochen weh und mit Mitte 50 biste so verheizt, dass du nicht mehr Arbeiten kannst und dann unter umständen von der Arge leben musst.

Dann musste dir noch obendrein von den ''besser Gebildeten'' anhören das man Arbeit findet wenn man denn nur will!


Ich habe selber das Abitur gemacht, jedoch nie Studiert sondern gleich eine Lehre gemacht und arbeite nun als Schweisser! Und das ist definitiv anstrengender als Lernen! Mein Abi schnitt 1,8 :)
 
Bumbelbee schrieb:
Aber ist ja klar, dass man immer das eigene hochlobt oder versucht es anstrengender hinzustellen als es ist!
War das jetzt eine Selbstbeschreibung?
Die Beurteilung deines Posts ist dir damit sehr gut gelungen (denn auf mich kann es ja nicht zutreffen, da in meinem Post kein wertender Vergleich stattgefunden hat...).
Aber nein, das sind natürlich nur harte Fakten, die du bringst (ja wo werden denn diese hier geliefert)... :rolleyes:
 
drago-museweni schrieb:
@Phei Ja körperliches Arbeiten ist anstrengender (Natürlich nicht 10X) und Kräfteraubender als lernen oder mit dem Kopf zu arbeiten, zumindest für deine Gliedmaßen das wüsstest du wenn du mal gearbeitet hättest, schau dir Politiker und Ärzte an die sind mit 70 noch das Blühende leben, Arbeiter haben da offt mit Problemen zu kämpfen Rückenschmerzen, Gliederschmerzen usw, von überansträngungen.

Das soll aber nicht heissen das Geistige Arbeit nicht anstrengend und erschöpfend ist, aber nicht ganz so wie Körperliche, sieht mann ja schon alleine am Kalorienverbrauch.

Öhm Kalorienverbrauch bei geistiger Arbeit mit körperlicher Arbeit zu vergleichen ist "lustig". Das Hirn hat ein "TDP" (ums verständlich zu machen) von etwa 40W da mehr einfach mit dem vorhandenem Kühlsystem nicht abgeführt werden kann. Die Durchschnittsleistung liegt bei 20W. Dabei sind die 40W TDP nicht auf Dauer leistbar, da das uns eigen Kühlsystem eine recht unterdimensionierte Konstruktion ist.
Wenn es um rein körperliche Arbeit geht kann ein Mensch auf lange Sicht gesehen durchgänig 300W verpulvern was ein enormer Sprung im Kalorienverbrauch bedeutet (tatsächlich Faktor 10 wenn man mal vernachlässigt, dass bei der Denkarbeit neben dem Hirn auch der restliche Körper seinen Grundbedarf decken muss)
Abgesehen davon knallt sich das Hirn bei Aktivität völlig eigenständig mit Hormonen zu, die die Denkfähigkeit einschränken um Überlastung des Nervensystems zu verhindern (mann kann es mit Kaffee und Ähnlichem etwas ausdehnen was auf Dauer aber ungesund ist). Im Vergleich dazu sind die Reaktionen bei reiner körperlichen Ermüdung recht trivial.
So gesehen ist rein physiologisch unser Körper in der Lage jede Form von Überlastung zu verhindern (ausgenommen bei Panik, da wird sowas ignoriert) und dies macht er bei geistiger in weiterem Umfang als bei körperlicher Arbeit was ein gewisser Hinweis ist, welche Anstrengung größer ist.


Was den Rest angeht. Politiker sind keine representative Bevölkerungsschicht. Der Sinn und Zweck von den Sonderrechten die Politiker genießen und von den recht hohen Gehältern ist es sie von äußeren Einflüssen unabhänig zu machen. Das diese Unabhänigkeit dafür sorgt, dass sie dann in elitären Kreisen und vor allem Lobbyverbänden "gesteuert" werden ist eine ganz eigene Geschichte.

Was Ärzte angeht, da gibt es auch Solche und Solche. Die einen sind weit vor ihrem eigentlichem Rentenalter arbeitsunfähig (ich kenne ein paar, die bei der Diskussion über eine 40h-Woche anfangen lauthals zu lachen, ihren Kaffe nehmen und die nächste 28h-Schicht anfangen...) und die anderen Arbeiten nur solange wie es wirtschaftlich sinnvoll ist. Sprich mit lausiger Qualität, hohen Gewinnen und auch nur solange, dass man zwei Schichten angestellte Kurzzeitarbeiter beschäftigen muss (die verdienen dann übrigens weniger als eine unqualifizierte Putzfrau auf Kurzzeit). Außerdem werden diese Arzthelfer immer in den Zwangsurlaub geschickt wenn die Krankenkassen mal wieder ihre Budgetlimitierung erreicht haben (bei der AOK ist das idR nach dem 2. Monat des Quartals der Fall (oder eher)).

Insofern, schließe doch bitte nicht von Einzelnen auf Alle! Soll ja auch Malermeister und Maurer geben die auf der Baustelle in der Arbeitszeit Bier trinken und Nickerchen machen und unter unglaublichen Rückenschmerzen leiden...
 
@Seppuku der Spieler wird aber bestimmt mehr als nur denken sondern auch laufen usw.


@Wintermute und Andere, Es ging mir eher um Ärzte in Ihren praxen nicht die im Krankenhaus, aber wenn mann die Ärzte weglassen wie siehts bei Beamten im Büro, glaube kaum das die dann zusammengeschunden in Rente gehen.


Und ich nehem bestimmt nicht für mich in Anspruch am meisten zu arbeiten da giebts andere Berufe die mehr Leisten es ging mir nicht um die Arbeit als solchen sondern um die Körperliche Belastung, vor allem wenn mann zuviel macht wie schnell mal 80Kilo durch die gegend wuchten, das kannste mit geistiger Arbeit nicht erreichen solch eine belastung, dennoch gestehe ich ein das auch geistige Arbeit erschöpfend ist, wenn auch in anderer Form da einem da bestimmt nicht die gliedmaßen schmerzen. (vielleicht der Rücken vom sitzen)

Ein kleines Beispiel: Wenn ich bei uns in der Arbeit den ganzen Tag mit dem 120t Kran fahre und mit Transportfahzeugen, binn ich bei weitem nicht so erschöpft wie als wenn ich etwas Aufbaue, mit zig Rohrleitungen und Schraubverbindungen auch wenn ich im Anschluss beidemale müde binn.
 
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Damit wäre das Klischee, alle Spieler seien dumm und eh total verblödet wohl endgültig entkräftet. :daumen: Wurde ja auch mal Zeit, dass das bemerkt wird. :o
 
Weils gerade irgendwie passt, Drago deine Rechtschreibung ist grauenhaft. Versuchs mal mit der Rechtschreibkontrolle die allen aktuellen Browsern eigen ist.
 
drago-museweni schrieb:
Ein kleines Beispiel: Wenn ich bei uns in der Arbeit den ganzen Tag mit dem 120t Kran fahre und mit Transportfahzeugen, binn ich bei weitem nicht so erschöpft wie als wenn ich etwas Aufbaue, mit zig Rohrleitungen und Schraubverbindungen auch wenn ich im Anschluss beidemale müde binn.

Wenn man viel leistet, egal wie, ist man am Tagesende am Sack. Ob ich jetzt körperlich so am Ende bin, dass ich nimmer kriechen kann, oder geistig so am Ende bin, dass ich nicht mal mehr ein normales Gespräch führen kann (passiert nach Amok-lernen oder tagelang schwierige Aufgaben lösen - da sitzt man nur noch da, trinkt n Bier und glotzt in den Himmel. Mehr ist nicht) gibt sich am Ende nicht wirklich was. Zumindest lebensqualitativ.

Die weiteren Probleme sind Bürokrankheiten. Rückenschmerzen vom falschen Sitzen, Übergewicht, Haltungsschäden. Die bekommen aber eben keine Bandscheibenvorfälle, körperlich wird ein Beamte, der etwas auf sich achtet (so er nen Bürojob hat) wohl besser wegkommen als der Maurer, das sollte klar sein.

Aber wie kam dieser Thread denn eigentlich überhaupt auf diese Diskussion? Dass Sesselfurzer mehr Zeit zum Zocken haben oder was war denn der konkrete Auslöser?

@Bumbelbee:
Abi ist auch lernen light. Mach mal nen ernsthatfen Studiengang, da lernst auf 2 Klausuren mehr Stoff als beim Abi innerhalb eines ganzen Jahres ... und das ist nicht übetrieben. Schule war echt ein Witz dagegen. Am Ende eines solchen Tages dann ne gediegene Runde zocken ... ich glaube die Statistik stimmt. ;)

@Validität:
Schon 1000x durchgekaut. Egal wie oft der "Glaube nie blablabla Bart bis Jesu Geburt" Statistikspruch kommt: Er wird nicht richtiger. Richtig gemacht kann so etwas sehr Aussagelräftig sein. Nicht 100%, aber auf nem guten Weg. Sicherlich aber aussagekräftiger als der Kommentar "Das sind doch viel zu wenige Befragte" oder "Des is falsch, ich weiß es besser und zwar bla...". =/
 
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