Homeserver klein und billig

HaZu

Commander Pro
🎅Rätsel-Elite ’24
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Okt. 2011
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Hallo liebe Community,

ich möchte mir einen Homeserver als Datengrab fürs LAN (Samba), Downloadserver (Jdownloader Webinterface), LAMP/IMAP server, (Owncloud), und Zuspieler für meinen Fernseher/Anlage konfigurieren. Auf Grund des Anwendungsbereiches habe ich mich gegen ein fertigNAS entschieden. Wenn ich da kompletten Quatsch verzapfe bitte melden ;)

Als Betriebssystem habe ich mir den Ubuntu Sever Ableger ausgeschaut. Ich möchte für die datensicherheit ein Raid 5 oder RaidZ1 aus 3 ( davon sind 2 bereits vorhanden) WD caviar green platten implementieren. Verschlüsselung ist nicht vorgesehen. Backup läuft über externe festplatten. Hier die Konfig wie ich sie mir vorstelle:

1 x Western Digital Caviar Green 1TB, 64MB Cache, SATA II (WD10EARS)
1 x Kingston SSDNow S200 30GB, 2.5", SATA 6Gb/s (SS200S3/30G)
1 x Intel Pentium G3220, 2x 3.00GHz, boxed (BX80646G3220)
1 x Crucial Ballistix Sport VLP DIMM 4GB, DDR3L-1600, CL9-9-9-24, very low profile (BLS4G3D1609ES2LX0)
1 x ASRock B85M-ITX (90-MXGPM0-A0UAYZ)
1 x Fractal Design Node 304 schwarz, Mini-DTX/Mini-ITX (FD-CA-NODE-304-BL)
1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)

ggf muss ich noch mehr Ram einbauen, da der Jdownloader wohl viel zieht. Ich würde aber gerne wissen was ihr grundsätzlich von der Konfig haltet.

Mir ist wichtig, dass der Server möglichst Stromsparend, günstig, leise und kompakt ist.

Danke für eure hilfreichen Hinweise!

Beste Grüße, HaZu
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: RAID hat nichts mit Datensicherheit zu tun! Datensicherheit => Backup. Datenverfügbarkeit => RAID.

Ansonsten liest sich das System recht gut. 4 GB RAM würde ich allerdings gleich aufbohren zu 8 GB, kostet heute nicht mehr viel und ferade wenn doch mal mehr dazu kommt (wenn man schon mal die Möglichkeiten hat kommt es früher oder später eh dazu ;) ) gut investiert.

Ansonsten sehr schick! Aber: wenn "leise" ganz wichtig ist dann vielleicht ein passives leises Netzteil (Seasonic) und definitiv nicht den Boxkühler von Intel.

VG,
Mad
 
schinmal vielen Dank, allerdings ist mir µATX schon fast zu groß :rolleyes: Und ich hab auch die befürchtung, falls ich ZFS verwende, dass ein Celeron da schnell der begrenzende faktor wird. Wenn ich das richtig verstanden habe benötigt das Checksumming etc. ja schon etwas mehr rechenleistung...

@ Madman1209: Danke für den Hinweis, ich meinte natürlich Verfügbarkeit! Sicherheit gewährleistet ein zusätzliches Backup - ganz richtig.

Zur Kühlung: ich überlege einfach einen Macho in das Ding zu setzen und den pentium passiv/semipassiv zu Kühlen, das soll ja angeblich passen von den Abmessungen.
 
Ich hab vor kurzem auch ein ähnlichen Projekt realisiert (bzw. bin teilweiße noch dabei).

Als Mainboard habe ich allerdings das hier http://geizhals.at/msi-c847ms-e33-dual-pc3-10667u-ddr3-7835-001r-a890032.html verwendet.

Der Prozessor (Celeron 847) ist auf dem MB integriert ... das ganze brauch wenig Strom und läst (PCI,PCIe) Erweiterungen zu. Im Gegensatz zu dir verwende ich kein Raid5, sondern 2xRAID1.
Das ganze läuft mit einer Minimal-Installation von Debian 7.1.

Der Prozessor reicht für alle meine Anwendungszwecke vollkommen aus ... sogar Virtualizierung über KVM ist möglich.

EDIT: Als Daten-HDD's benutz ich WD Red (2TB), die Green würde ich nicht empfehlen (vorallem wegen diesem "Inteligent Parking")
 
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Hallo,

wenn es super stromsparend sein soll werfe ich jetzt trotzdem mal die Synology USB-Station 2 rein. Die hatte ich mal, Verbrauch ca. 5 Watt + Platten (USB). Nachteil: Nur max. 25 MB/s wegen USB 2.0.

Alternativ würde ich ein 1-2 Bay NAS von denen empfehlen, wenn der HP Microserver zu groß ist. (Obwohl der HP eigentlich IMMER gut ist :king: )

Mahlzeit!
 
Eine SSD im Server? Ziemlich unnötig, meistens läuft der Server doch einfach nur mit seinen paar Diensten und dient als Datengrab. Wenn der ab und an, eher selten, mal neugestartet wird, kann man die eine oder zwei Minuten, bis alles hochgefahren ist, doch warten.
 
allerdings würde ich eine grössere SSD von Samsung nehmen

Macht eine SSD in einem Linux-Home-Server überhaupt sinn? Wenn das Ding gestartet ist, sind doch normal eh alle Server-Dienste (Programme) in den RAM geladen?
Man hätte, aus meiner Sicht, nur eine Vorteil beim Starten des Server's ... doch wenn der auf Dauerbetrieb ausgelegt ist, kann man sich hier evtl. Geld sparen.

EDIT: TheManneken war schneller :freaky:

EDIT2: Bei mir belegt das OS inkl. allen Programmen ca. 2GB ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
ich könnte dir pyLoad als alternative zu JDownloader wärmstens empfehlen. Habe selber nen Ubuntu Server am laufen und pyLoad braucht sehr wenig ressourcen. Der läuft mit Plex, pyLoad, Twonky, webmin auf ca. 300-400 mb Arbeitsspeicher.
Ist ebenfalls leicht zu installieren und zu bedienen.
 
Als Betriebssystem habe ich mir den Ubuntu Sever Ableger ausgeschaut. Ich möchte für die datensicherheit ein Raid 5 oder RaidZ3 aus 3 ( davon sind 2 bereits vorhanden) WD caviar green platten implementieren.

Für ein RaidZ3 sind mindestens 5 Platten von Nöten.

WD Caviar Green würde ich nicht nehmen für Raid oder Pools. Entweder die Red von WD oder die Barricuda von Seagate (zB. ST3000DM001)

Schnellere Platten haben auch einen Vorteil beim Resilvern wenn das Raid mal degraded ist da es dann schneller geht bis das Raid wieder "sicher" ist.
 
TheManneken schrieb:
Statt der Caviar Green würde ich lieber die Caviar Red nehmen, da die Green offiziell nicht für den dauerhaften Betrieb ausgelegt ist. Kann gut gehen, muss aber nicht. Die Red ist für NAS/Server vorgesehen.

Nö, ich würde ne Green nehmen. Den die Red ist eben für NAS-Systeme (Laufwerke haben TLER aktiviert) ausgelegt, aber nicht für PCs.
Mit ner Red kann es gut gehen, muss aber nicht ;)

Und eine Red ist ganz sicher nicht für Server vorgesehen (ab 5 Stück rät WD selbst davon ab wegen evtl auftretender Schwingungen), dafür gibt es die Enterprise-Laufwerke RE und XE, wobei ich bei Servern nicht gar so viel von WD-Laufwerken halte.

Eine WD SE wäre für ein NAS wohl die ideale Wahl, für den Hausgebrauch kann man aber auch ne Green nehmen.

Wenn er ein RAID 1 macht, gehen auch die Red.
 
Nö, ich würde ne Green nehmen. Den die Red ist eben für NAS-Systeme (Laufwerke haben TLER aktiviert) ausgelegt, aber nicht für PCs.
Mit ner Red kann es gut gehen, muss aber nicht

Was soll den der große Unterschied zwischen NAS und PC (welcher als Home-Server konfiguriert ist) sein?
Niedriger TLER ist doch grad für ein RAID-System ein wichtiges Merkmal?

ab 5 Stück rät WD selbst davon ab wegen evtl auftretender Schwingungen
Hat die Red nicht Mechanismen, welche die Schwingungen reduzieren soll?

für den Hausgebrauch kann man aber auch ne Green nehmen.
...im Dauerbetrieb doch eher nicht ... wegen diesen "Intelligent Parking"-Feature (HDDs werden noch Standard-mäßig 8sek in die Parkposition gefahren), dadurch steigen die Load/Unload-Cycle-Werte schnell an.
 
Und eine Red ist ganz sicher nicht für Server vorgesehen (ab 5 Stück rät WD selbst davon ab wegen evtl auftretender Schwingungen), dafür gibt es die Enterprise-Laufwerke RE und XE, wobei ich bei Servern nicht gar so viel von WD-Laufwerken halte.

Naja gibt es da denn schon unabhängige Studien? Ich mein die Hersteller reden viel wenn der Tag lang ist und wollen halt auch das teure Zeug an den Mann bringen. Wenn man sagen würde "die Features brauch man im Grunde nicht" würden die teuren Platten kaum noch verkauft werden.

Würde daher eher nach Features kaufen die ich auch kontrollieren kann, sprich längere Garantie, Stromverbrauch, Geschwindigkeit.

Hat die Red nicht Mechanismen, welche die Schwingungen reduzieren soll?
Nein. Manche Leute behaupten sogar die Red und Green unterscheiden sich im Grunde eh nur durch ne andere Firmware.

Ich hab damals die Seagates genommen weil der Preis besser war als bei den Reds und vergleichbar mit den Greens, aber dafür die Seagates ne bessere Performance als die Greens liefern.

Zum Thema TLER und Dauerbetrieb: "Damals" wussten die Leute kaum davon bescheid. TLER und 24/7 Auslegung gabs nur im Enterprise Sektor und dennoch hatten die Leute Raids mit Desktopplatten und auch im 24/7 Betrieb.

Wenn die alle gestorben wären wie die Fliegen hätte es damals wohl kaum jemand gemacht.

Wenn du RaidZ nimmst ist TLER eh weniger wichtig.

Würde daher schon ZFS nach möglichkeit nehmen da es es ganze Reihe von Vorteilen ggü klassischem Raid mitbringt.
 
Zur Festplattendiskussion:
Ich habe halt noch 2 Greens und wenn ich jetzt drei WD Red dazukaufe muss ich mehr geld in die Hand nehmen. Daher mein Einfall mit den greens. Mal davon abgesehen, dass die Platten nicht 24/7 laufen werden. Bisher habe ich diese immer mit hdparm in den standby gesetzt nach einiger zeit ohne zugriffe.

@ Bogeyman: ich meinte Raid Z1. sorry. Das sollte doch mit 3 platten gehen oder?

Zum Thema SSD:

könnte man nicht sogar so weit gehen von einem USB Stick zu booten auf dem das OS liegt?

Zum Mainboard:

ich würde gerne beim ITX Formfaktor bleiben um ein möglichst kompaktes System realisieren zu können.

@ Suxxess: Vielen dank für den Vorschlag mit dem ASUS Board. Mich hält aber irgendwie der preis ein bisschen davon ab. und dann ist da noch eine besonderheit von ZFS: man kann ein Raid Z nicht mit weiteren Platten ergänzen wenn man es einmal mit n platten eingerichtet hat. Es ist nur möglich nach und nach größere Platten einzubauen. Da ich sowiso nur 3 platten habe und auch später nicht auf mehr erweitern kann (sllte ich ZFS nehmen, was ich atm favorisiere) würden mit die 4 Anschlüsse auf dem Asrock board reichen und ich könnte mir knapp 30€ sparen *geiz* :rolleyes:

sanjiblubbl schrieb:
ich könnte dir pyLoad als alternative zu JDownloader wärmstens empfehlen. Habe selber nen Ubuntu Server am laufen und pyLoad braucht sehr wenig ressourcen. Der läuft mit Plex, pyLoad, Twonky, webmin auf ca. 300-400 mb Arbeitsspeicher.
Ist ebenfalls leicht zu installieren und zu bedienen.

Danke, das sieht sehr gut aus!
 
Zuletzt bearbeitet:
cc_aero schrieb:
Was soll den der große Unterschied zwischen NAS und PC (welcher als Home-Server konfiguriert ist) sein?
Niedriger TLER ist doch grad für ein RAID-System ein wichtiges Merkmal?

Richtig, aber auch nur, wenn eben ein RAID zum Einsatz kommt.
http://www.heise.de/ct/hotline/RAID-Festplatte-im-PC-1763141.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Time-Limited_Error_Recovery


cc_aero schrieb:
Hat die Red nicht Mechanismen, welche die Schwingungen reduzieren soll?

Nein, hat sie nicht, sonst wäre es ja ne Enterprise-Festplatte geworden. Sollte man eigentlich wissen, wenn man ne WD Red empfiehlt.
Steht doch klar im Datenblatt :evillol:

cc_aero schrieb:
...im Dauerbetrieb doch eher nicht ... wegen diesen "Intelligent Parking"-Feature (HDDs werden noch Standard-mäßig 8sek in die Parkposition gefahren), dadurch steigen die Load/Unload-Cycle-Werte schnell an.

Wer sagt denn was von Dauerbetrieb bei nem Homeserver mit zusätzlicher SSD für System?!
Die HDD parkt doch wahrscheinlich die meiste Zeit des Tages, also ideale Bedingungen. Ansonsten halt ne Blue.

Oder gleich was von Seagate :D

Falls der JDownloader natürlich Rund-um-die-Uhr läuft oder er 2000 E-Mails pro Stunde reinbekommt, sieht die Sache natürlich etwas anders aus :freaky:
Ergänzung ()

Bogeyman schrieb:
Naja gibt es da denn schon unabhängige Studien? Ich mein die Hersteller reden viel wenn der Tag lang ist und wollen halt auch das teure Zeug an den Mann bringen. Wenn man sagen würde "die Features brauch man im Grunde nicht" würden die teuren Platten kaum noch verkauft werden.

Würde daher eher nach Features kaufen die ich auch kontrollieren kann, sprich längere Garantie, Stromverbrauch, Geschwindigkeit.

Dann braucht man aber auch keine im Gegensatz zu Green-Festplatten teuren Red-Platten zu kaufen :freak:

Ansonsten zu den Studien (kostenpflichtiger Link): http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/21/176_Bitfaeule
 
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