IBM HDD kaputt?

Picollus

Cadet 3rd Year
Dabei seit
Apr. 2005
Beiträge
52
Hallo,

habe ein Problem... während mein PC lief ist scheinbar eine der Festplatten ausgefallen...
Beim Runterfahren habe ich dann auch einen Bluescreen bekommen (WinXP).
Habe die HDD Kabel, IDE und Strom, sowie die Mainboard IDE Steckplätze durchgetestet... aber die Platte wird nicht mehr erkannt.
Es ist eine IBM Deskstar 60GB von 2002...
Gibt es eine Möglichkeit noch an die Daten ranzukommen oder ist sie vielleicht gar nicht wirklich kaputt?
Die Festplatte wurde, während sie noch angeschlossen war, nicht so warm (oder gar nicht) wie die anderen, funktionierenden, Platten...
Ich hoffe das ihr mir irgendwie helfen könnt...
Danke schonmal im Vorraus...
 

Noxman

Saddened
Dabei seit
Jan. 2002
Beiträge
24.653
Wenn die Platte gar nicht mehr erkannt wird ist es natürlich schwierig, oder besser unmöglich, noch an die Daten zu kommen. :(

Wenn du tatsächlich alle Möglichkeiten wie Kabel und BIOS Einstellungen durch hast, würde ich als erstes mal den Drive Fitness Test von Hitachi machen. erkennt der die Platte auch nicht mehr, ist leider Schluss. Dann bleibt dir als letztes nur noch der Blick auf den Garantiestatus. Vielleicht bekommst du ja wenigstens eine neue Platte.

Gruss Nox
 

Interlink

Lt. Commander
Dabei seit
Okt. 2004
Beiträge
1.799
Zunächst einmal sollte man https://www.computerbase.de/forum/threads/faq-datenrettung-testdisk-anleitung.110869/ durchlesen.
Also: Keinesfalls mehr den PC mit dieser Platte booten. Eigentlich nur noch mit spezialisierter Rettungssoftware wie R-Studio von Diskette oder CD booten und eine Image-Datei der defekten Platte z.B. über das Netzwerk anlegen, mit der die Rettungssoftware dann weiterarbeiten kann. Für maximale Erfolgswahrscheinlichkeit sollte man diese Dinge von einer spezialisierten Firma erledigen lassen, muss dafür aber ab 500 EUR aufwärts investieren.

Wenn es nichts kosten darf und der Datenverlust eigentlich zu verschmerzen ist:
Habe die Tage unter w2k die wesentlichen Daten von einer IBM Deskstar mit 61,4GB gerettet. Die Eigentümerin hatte leider nach dem finalen Systemabsturz beim Einscannen eines Fotos noch mehrfach vergeblich versucht, das System zu booten. Es sollten Daten von 3 unter XP prof. angelegten NTFS-Partitionen geholt werden.
Zunächst habe ich die Platte statt Brenner usw. alleine an den 2. IDE-Controller in meinem PC gehängt (Seitenwand offen, Platte provisorisch mit einem 80mm-Standard-Lüfter neben dem PC aufgebaut). Die Platte wurde vom Betriebssystem noch mit allen Partitionen erkannt (wenn nicht, wäre hier Ende vom Lied gewesen).
Der Lüfter ist wichtig, damit die Temperatur möglichst unten bleibt. Das Dranhängen an einen eigenen Controller-Strang, damit die Systemplatte des rettenden PCs nicht in den Orkus gezogen wird.

Zunächst hatte ich ohne Lüfter gearbeitet und die Platte direkt auf den Tisch neben dem PC gelegt, sodass die Unterseite keine Luft bekam. Ca. 5min nach dem Booten ging dann aber nur noch wenig und die System-Fehler stapelten sich in der Ereignis-Anzeige (ab und zu mal mit <F5> wiederauffrischen). Nachdem ich die Platte mit Lüfter so aufgebaut hatte, dass Unter- wie Oberseite im Frischluft-Strom lagen, habe ich über 1/2 Stunde Daten auf ein externes USB-Laufwerk spielen können und anschließend mit Testpath die wichtigsten gesicherten Daten noch einmal mit den Original-Daten verglichen. Zwei Bilddateien lieferten Vergleichsfehler, die gesicherten Bilder waren aber brauchbar.

Der Trick mit dem Lüfter hilft höchstwahrscheinlich nicht bei jedem Defekt. Dennoch würde ich auf jeden Fall sehen, dass die angeschlagene Scheibe im Betrieb bei möglichst konstanter Temperatur bleibt, da bei Wärmeausdehnung ein internes Rekalibrieren des Laufwerks notwendig wird. Die Temperatur bleibt konstanter, wenn die Festplatte nicht auf seiner Abwärme sitzen bleibt. Auf eine möglichst wirkungsvolle Belüftung der Platte würde ich also auch beim Arbeiten z.B. mit R-Studio achten.

Natürlich kann w2k bzw. XP beim Hochfahren des rettenden PCs noch Datenstrukturen auf dem defekten Laufwerk verschlimmbessern. Das wurde hier aber von allen beteiligten Parteien bewusst in Kauf genommen und hält sich in engeren Grenzen, als wenn weiter versucht wird, von diesem Laufwerk zu booten.
 

Picollus

Cadet 3rd Year
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Apr. 2005
Beiträge
52
erstmal danke für eure Antworten...
Ich habe den Drive Fitness Test laufen lassen, der hat allerdings die Platte nicht erkennen können (hat nur die beiden noch angeschlossenen DVD LWs erkannt und angezeigt...).
Ich werde als nächstes mal nach R-Studio suchen und es damit ausprobieren...
Leider scheint es so das Windows Platte kein bißchen erkennt...
Den Garantiestatus habe ich auch noch gechecked... und wie es das Pech so will, ist die Garantie vor gerade mal einem Monat abgelaufen...
Hat noch jemand einen Rat für mich?
 
Top