Ich hasse französisch... (2. Fremsprache im Bildungsweg viellcht sogar umgehbar?)

  • Ersteller Ersteller Brathorun
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DerNiemand schrieb:
Ich mag Französich auch nicht (eine Sprache, die ein A, E und U braucht, um ein O auszudrücken, ist mir grundsätzlich suspekt. Würde man die unausgesprochenen Buchstaben entfernen, wären 300 Seiten lange Bücher nur noch 80 Seiten lang), aber als Wissenschaftler gebe ich dir folgenden Hinweis: Mit Französisch kannst du dich in halb Afrika verständigen. Wenn du da ein Forschungsgebiet bearbeiten möchtest, kommst du da mit Französisch am weitesten.
Afrika ist aber da aber wirklich ein Ausnahmefall. Im Rest der Welt kann man mit Französisch bis auf Belgien, Frankreich und die Schweiz nicht allzu viel anfangen. Da gibt es wesentlich sinnvollere Sprachen, die man lernen kann.
 
Burner87 schrieb:
Afrika ist aber da aber wirklich ein Ausnahmefall. Im Rest der Welt kann man mit Französisch bis auf Belgien, Frankreich und die Schweiz nicht allzu viel anfangen.
Kanada/Quebec, Luxemburg, Karibik/Haiti etc, Ozeanien, USA/Louisiana, Laos, Kambodscha, Vietnam, UN (offizielle Amtssprache), EU (dto.), OTAN/NATO (dto.), sowie in allen EU-Grenzregionen zu Frankreich.
 
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$t0Rm schrieb:
Meinst du mich jetzt damit?
Wen sollte ich damit sonst gemeint haben?

Ich habe mich einfach etwas gewundert, dass von all den möglichen Gründen gerade das Auskotzen genannt wurde.

Das einzige, was wir sicher wissen, ist, dass der TE Französisch nunmal nicht mag (auch das kann andere Gründe haben, als Unkenntnis oder Ignoranz), und dass er sich seit mittlerweile 2 Seiten nicht mehr beteiligt hat.

Für mich ist seit dem Eröffnungspost klar, dass dieser Mensch Französisch nunmal nicht lernen will (ich kann es verstehen) ... also werde ich nicht versuchen, ihn zu dieser Sprache zu überreden, sondern eben andere Wege aufzeigen. Weil ich es einfach ablehne, Leute zu einem Fach zu überreden, welches die garnicht lernen wollen.
Intrinsische Motivation ist unendlich viel stärker, als extrinsische ... und Token-Systeme (mach das, dann haste Abi) sind nicht besser, als Lehrmethoden, die mit Sanktionen arbeiten.

So unglaublich das jemandem vorkommen mag, der Zwangsbeschult wurde ... Lernen klappt sehr viel besser, wenn der Lerner auch will ... und eines der wichtigsten Dinge bei der Lermotivation ist mMn, einen Sinn darin zu sehen, gerade DIESES etwas zu lernen.

Ich rate dem TE dringend von Französisch ab, denn das ist ganz offensichtlich nicht das richtige für ihn. Und mit der geringen Motivation wird es ohnehin nur gerade so für die basics reichen.
 
capitalguy schrieb:
wurde doch schon genannt. spanisch ist viel einfacher, weil alles so ausgesprochen wird wie auch geschrieben.
Bezogen auf Deutsch stimmt das nur bedingt. Am deutlichsten beim c, das je nach dem, k oder wie th im Englischen ausgesprochen wird. Und noch einiges mehr. Italienisch dürfte unkomplizierter in der Hinsicht sein.
 
K-BV schrieb:
Kanada/Quebec, Luxemburg, Karibik/Haiti etc, Ozeanien, USA/Louisiana, Laos, Kambodscha, Vietnam, UN (offizielle Amtssprache), EU (dto.), OTAN/NATO (dto.), sowie in allen EU-Grenzregionen zu Frankreich.
Wie viele Sprecher sollen da leben? Da sind keine Million, das ist effektiv nicht relevant. In den meisten dieser Regionen ist Englisch die gleichwertige oder sogar bessere Wahl. Genauso wenig würde ich jemandem empfehlen niederländisch zu lernen, weil man das ja auch in der "Karibik" und Belgien spricht.
 
DerOlf schrieb:
Wen sollte ich damit sonst gemeint haben?
Und wieso kannst du einen nicht einfach nur normal ansprechen statt wieder etwas subtil anzudeuten? Das verlangsamt die Kommunikation und erschwert sie unnötigerweise. Wir sind hier in einem Diskussionsforum und keiner zweideutigen Literaturanalyse.

DerOlf schrieb:
Ich habe mich einfach etwas gewundert, dass von all den möglichen Gründen gerade das Auskotzen genannt wurde.
Du liest doch auch fast alles, davon gehe ich mal aus, so wie du dir immer Mühe beim Schreiben gibst.

Mir dann auch noch mit Großschreibung zu unterstellen, dies wäre meine erste Vermutung gewesen, ist mehr als lächerlich. Du liest auch nur das, was du lesen möchtest. Ich habe dem TE zuerst Tipps gegeben und mich als Sprachwissenschaftler der Diskussion angeschlossen, aus reinem Interesse. Dass man dann einen kleinen Witz niederschreibt, welcher dann auch nochmal von mir klar gestellt wird, da jemand anderes es auch nicht verstanden hat, hast du auch einfach bewusst übersehen. Ein bisschen Ironie, auch noch verstärkt mit einem Smiley, ist wohl auch nicht mehr möglich. Alles muss todernst sein.

Meine Posts zuvor über die russische Sprache, hast du gekonnt ignoriert. Wobei ich da wirklich versucht habe, mit dir auf einen Nenner zu kommen, oder auch nur ansatzweise ein Gespräch mit dir zu führen.

Es ist schade, dass anscheinend dies auch in anderen Threads von dir so gehandhabt wird. Für mich hat sich das dann erstmal erledigt, man muss nicht mit allen können oder wollen.

Dem TE wünsche ich viel Erfolg beim Sprachen lernen. Ich hoffe er bleibt bei Französisch, ich liebe es ;)
 
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$t0Rm schrieb:
Wir sind hier in einem Diskussionsforum und keiner zweideutigen Literaturanalyse.
Hast du dich angesprochen gefühlt, oder nicht?
$t0Rm schrieb:
Meine Posts zuvor über die russische Sprache, hast du gekonnt ignoriert. Wobei ich da wirklich versucht habe, mit dir auf einen Nenner zu kommen, oder auch nur ansatzweise ein Gespräch mit dir zu führen.
Erstens war es nur ein Post ... und in dem war der Tenor in etwa "russisch ist nicht schwer".
Eine subjektive Einschätzung, die leider nicht als Diskussionsgrundlage taugt ... vor allem weil ich ja nicht behauptet habe, Russisch sei besonders schwer (da gibts andere Sprachen, auf die das eher zutrifft), sondern lediglich meinte, es sei mMn nicht die erste Wahl, wenn man nach einer "leicht zu lernenden Fremdsprache" sucht.

Eine Sprachbarriere zwischen Russisch und Deutsch ist nicht zu leugnen, das zeigen Deutsche, die Russisch lernen, genauso wie Russen, die Deutsch lernen ... nicht alle, aber viele.

Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass es leichter ist, eine Sprache zu lernen, die mehr Gemeinsamkeiten mit der eigenen Muttersprache hat, als das bei Deutsch und Russisch der Fall ist.
Oder allgemein: Lerninhalte können besser memoriert werden, wenn sie an bestehendes Wissen anknüpfen können ... je mehr desto besser.
Das wollte ich mit dem Vergleich von lateinischer und spanischer Grammatik verdeutlichen. Hätte ich mir wohl auch sparen können.

Jemandem, der schon Gitarre spielt, empfehle ich nicht unbedingt als nächstes mal Geige auszuprobieren ... auch wenn es da gewisse Ähnlichkeiten gibt (Saiteninstrumente), die Diatonik bzw. chromatik ist bei der Gitarre durch die Bundstäbchen festgeschrieben ... Gitarristen greifen "ungenau" ... zumindest im Vergleich mit Violinisten.
Wenn ein Gitarrist dringend Geige spielen will, dann würde ich ihm empfehlen, zunächst mal eine "fretless" Gitarre zu testen (die haben keine Bundstäbchen), um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Formen die Hand produzieren muss, um ohne Bundstäbchen eine saubere diatonische Tonleiter zu spielen.

Ich finde Musik übrigens sehr leicht zu lernen ... aber das hat mMn nicht das geringste damit zu tun, dass das leicht wäre ... es liegt mir nur einfach, und daher läuft vieles schneller und einfacher.
Ich bin es so gewohnt ... und manchmal verstehe ich eben auch Probleme nicht, die meine Schüler haben ... mir fehlt da die Sicht als Anfänger.

Fazit: Ich kann bei Musik nicht wirklich objektiv einschätzen, ob das schwer zu lernen ist, oder nicht, weil ich das eben kann .... weil es mir liegt. Und ich vermute, dass es dir mit Sprachen da recht ähnlich geht,
Daraus darauf zu schleßen, dass es jedem leicht fallen würde, halte ich in beiden Fällen für falsch. Für manche ist es ein Spaziergang ... für andere eine Tortur.

Und deswegen habe ich auf deinen Einwurf nicht reagiert. Ob etwas leicht oder schwer zu erlernen ist, dieses Urteil überlässt man bitte dem Lernenden.
 
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Burner87 schrieb:
Wie viele Sprecher sollen da leben? Da sind keine Million, das ist effektiv nicht relevant. In den meisten dieser Regionen ist Englisch die gleichwertige oder sogar bessere Wahl. Genauso wenig würde ich jemandem empfehlen niederländisch zu lernen, weil man das ja auch in der "Karibik" und Belgien spricht.
Doch sind Millionen!

Etwa ein Viertel der Kandier sind muttersprachlich Französisch, vorwiegend in der einwohnerstarken Provinz Quebec mit der Großstadt Montreal. Etwa 6-7 Millionen! Und Französisch ist eben Amtssprache (neben Englisch).
Aber auch in den USA gibt es noch einige französische Flecken.

Haiti hat gut 11 Millionen Einwohner. Alle Französischsprachig, nicht Englisch!
So verhält es sich auch auf den kleineren Inseln der Karibik und anderswo wie:
Guadeloupe, Martinique, Saint-Martin, Saint-Barthélemy, Saint-Pierre und Miquelon (Atlantik/Karibik)
Réunion, Mayotte (Indischer Ozean), Neukaledonien sowie auf dem Festland Franz.-Guayana

Die ganze Karibik ist letztlich ein einziges Sprachgemisch. Je nachdem welche Kolonialnation sich gerade auf welcher Insel oder welchem Inselchen niedergelassen hat. Englisch ist dort aber nicht überdurchschnittlich vertreten, auch wenn man damit gut rum kommt.

Die weiteren genannten Länder in Asien waren halt auch Kolonialgebiete der Franzosen. Von daher ist die Chance mit Französisch zurecht zu kommen, nicht schlecht.

EU, UN und NATO/OTAN deswegen, weil Französisch eben offizielle Amtssprache ist in diesen Organisationen. Das kann in entsprechenden Berufen ziemlich wichtig sein. Darüber hinaus ist Französisch die traditionelle Sprache der Diplomaten/Diplomatie.

Dass man in der großen weiten Welt mit Englisch besser durchkommt, steht außer Frage. Trotzdem soll man die Bedeutung von Französisch und Spanisch nicht unterschätzen. Ebenso wie Chinesisch (in seinen Ausformungen), Arabisch und Hindi/Urdu etc. Wer Russisch kann, kommt in den vielen Ländern der ehemaligen SU auch gut rum.

Deutsch hat halt leider nicht annähernd die Bedeutung viele dieser Sprachen. Mit dem Kolonialismus hat das eben "nicht so gut geklappt" und trotz den meisten Muttersprachlern in Westeuropa/EU hat es nicht die ganz große Bedeutung. Von Beliebtheit ganz zu schweigen, da es eben nicht ganz einfach zu erlernen ist. Sprachlich wie grammatikalisch.
 
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DerOlf schrieb:
Hast du dich angesprochen gefühlt, oder nicht?
Natürlich, trotzdem, wie bereits erwähnt, ist diese unterschwellige Art und Weise total unnötig.
DerOlf schrieb:
Erstens war es nur ein Post ... und in dem war der Tenor in etwa "russisch ist nicht schwer".
Ich meinte im Allgemeinen meine Posts im Bezug auf den TE. Habe ich nicht präzisiert, das stimmt.
Aber, ich habe nirgends behauptet, Russisch sei eine leichte Sprache. Das Alphabet und die Zischlaute sind leicht.
$t0Rm schrieb:
Was schwieriger ist sind die Fälle, das Aspektsystem, sowie die Verben der Bewegung.
Möchte ich hier nochmal vermerken. Die sind auch unglaublich schwer und ich verzweifel heute noch dran. Ich wollte eine Differenz zwischen Grammatik und Aussprache/Schriftsystem erschaffen. Bei vielen Sprachen ist nunmal das Eine schwieriger als das Andere. British English hat eine einfache Grammatik, aber nicht für jeden eine leichte Aussprache.
DerOlf schrieb:
Eine Sprachbarriere zwischen Russisch und Deutsch ist nicht zu leugnen, das zeigen Deutsche, die Russisch lernen, genauso wie Russen, die Deutsch lernen ... nicht alle, aber viele.
Natürlich gibt es Barrieren zwischen einer germanischen und einer slawischen Sprache. Da gibt es schon in der Syntax marginale Unterschiede. Daran sollte man aber nicht verzweifeln.
DerOlf schrieb:
Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass es leichter ist, eine Sprache zu lernen, die mehr Gemeinsamkeiten mit der eigenen Muttersprache hat, als das bei Deutsch und Russisch der Fall ist.
Das stimmt, aber das trifft hier eben nicht zu. Da musst du dir nur den Sprachzweig anschauen. Alle drei genannten Sprachen gehören zur indogermanischen Sprache. Französisch zum romanischen Zweig, Russisch zum slawischen, Deutsch zum Germanischen. Die einzigen Gemeinsamkeiten zwischen deutsch und französisch sind durch Kriege und territoriale Verschiebungen entstanden, welche lediglich morphologischer Natur sind. Zusätzlich gibt es in der russischen Sprache genauso Germanismen und durch geschichtliche Gegebenheiten Französismen.
Aus sprachwissenschaftlicher Betrachtung ist für jemanden, der keine Berührung zu beiden Sprachen hat, beide genauso schwer zu erlernen. Ich würde da keine großen Unterschiede suchen. Das kyrillische Alphabet ist, wie bereits erwähnt, nicht so schwer wie es scheint. Das wird einem bei Interesse jeder Sprachlehrer bestätigen. Ich würde da das Interesse und persönliche Präferenz entscheiden lassen!


DerOlf schrieb:
Das wollte ich mit dem Vergleich von lateinischer und spanischer Grammatik verdeutlichen. Hätte ich mir wohl auch sparen können.
Der Vergleich war nicht an mich gerichtet. Ich kann dem aber nur zustimmen. Habe ich nichts entgegenzusetzen und stimmt aufgrund der Verwandtschaft zu 100%.

DerOlf schrieb:
Ich finde Musik übrigens sehr leicht zu lernen ... aber das hat mMn nicht das geringste damit zu tun, dass das leicht wäre ... es liegt mir nur einfach, und daher läuft vieles schneller und einfacher.
Ich bin es so gewohnt ... und manchmal verstehe ich eben auch Probleme nicht, die meine Schüler haben ... mir fehlt da die Sicht als Anfänger.
Wenn es dir liegt, natürlich. Die Metaphorik zwischen Sprachen und Musik zu ziehen empfinde ich aber als schwierig.

Wie auch immer. das hier führt ins Endlose. Ein Lehrer und ein Halblehrer diskutieren :D
 
K-BV schrieb:
Doch sind Millionen!
Ok, das stimmt. An Haiti hatte ich jetzt unter anderem nicht gedacht, das sind schon etwas mehr. Trotzdem ist die Relevanz des Französischen aus meiner Erfahrung jetzt nicht besonders hoch. In Kanada ist man mit Englisch ja trotzdem bestens bedient und die Karibik spielt aus beruflicher Sicht nicht die große Rolle (oder besser gesagt fast gar keine). Spanisch und Chinesisch halte ich - mit Ausnahme Afrika - für deutlich relevanter. Letztendlich ist das aber meine persönliche Erfahrung.
 
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Burner87 schrieb:
Ok, das stimmt. An Haiti hatte ich jetzt unter anderem nicht gedacht, das sind schon etwas mehr. Trotzdem ist die Relevanz des Französischen aus meiner Erfahrung jetzt nicht besonders hoch.
nord- und westafrika und wenn man im nahen osten eine fremdsprache lernt, dann englisch oder französisch, das hat dort eine lange tradition. deutsch spielt dort überhaupt keine rolle.
 
$t0Rm schrieb:
Ein Lehrer und ein Halblehrer diskutieren
Und der Tankwart (ich) fragt sich, wer mit welchem Begriff bezeichnet ist :lol:
Nee, nur ein Scherz. Ich bin ja noch nicht lange Tankwart, aber unterrichte seit knapp 20 Jahren (wenn auch nicht wirklich freiwillig und tatsächlich ohne spezielle Fachlehrer-Ausbildung ... zumindest in Musik).
$t0Rm schrieb:
Die Metaphorik zwischen Sprachen und Musik zu ziehen empfinde ich aber als schwierig.
Das ist sie auch fraglos ... sie ist aber nicht unmöglich oder fruchtlos bzw. gar falsch.
Ich sehe in Musik, Sprachen und Mathematik ganz allgemein Kommunikationsmittel ... natürlich kann man da mMn auch Vergleiche ziehen, auch wenn Musik bisweilen mehr logische Struktur bietet, als die meisten (lebendigen) Sprachen. Zumindest, wenn man gerade Musiktheorie (könnte man Grammatik nennen) lernen will, hilft das ungemein.

Ich gebe aber zu, dass derartige Parallelen einem einiges an Abstraktionsvermögen abverlangen.

Auf die Musik war ich auch nur eingegangen, weil ich daran etwas pädagogisches zeigen wollte ... Ähnlichkeit hift beim lernen ... und das gilt mMn eben nicht nur für Instrumente, sondern auch für Sprachen.
Ich spiele so ziemlich jedes Zupfinstrument (sage mir, wie das gestimmt ist, und ich kann drauf spielen), aber aus Streichinstrumenten bekomme ich keinen sauberen Ton raus (weswegen ich nie eins gelernt habe ... und ja ... ich habe es versucht ... sehr lange).
 
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DerOlf schrieb:
Nee, nur ein Scherz. Ich bin ja noch nicht lange Tankwart, aber unterrichte seit knapp 20 Jahren (wenn auch nicht wirklich freiwillig und tatsächlich ohne spezielle Fachlehrer-Ausbildung ... zumindest in Musik).
Na du. Dann bist du trotzdem ein Lehrer! ;) Ich könnte unterrichten, hatte ich auch eigentlich zuerst vor, hab mich aber dagegen entschieden. Aber sag niemals nie... Werden kann ich es immer noch.

DerOlf schrieb:
Das ist sie auch fraglos ... sie ist aber nicht unmöglich oder fruchtlos bzw. gar falsch.
Das habe ich auch nicht verneint. Dass Musik ein Kommunikationsmittel ist, dem stimme ich auch zu. Auch wenn ich Musik in sehr vielen Facetten liebe (auch Klassik), fehlen mir hier die Grundkenntnisse (1 Jahr Gitarre hat nicht gereicht), um dem genau folgen zu können oder die Metaphorik zu verstehen. Wenn es um das reine Musikerlebnis geht, kann ich bestimmt wieder mitreden. Das Grundsystem von Noten/Theorie müsste ich mir wieder aneignen.

Und trotzdem juckt es mir täglich in den Fingern selber mal aufzulegen... Dafür braucht man zum Glück keine Noten. Kann aber hilfreich sein.
DerOlf schrieb:
und ja ... ich habe es versucht ... sehr lange).
Ja, das kenne ich. Manches will dann doch nicht, und das muss man das auch akzeptieren. Man muss ja auch nicht alles können, wenn man es ausreichend versucht hat.

Wenigstens sind wir uns jetzt mal mit der Diskussionsgrundlage etwas näher gekommen. Auf ein Neues :D

Wir sollten zurück zum Thema, wenn der TE sich irgendwann nochmal meldet.
 
$t0Rm schrieb:
Wenn es um das reine Musikerlebnis geht, kann ich bestimmt wieder mitreden.
Und da würde ich dich leider verlassen ... nach knapp 30 Jahren insbesondere analytischer Beshäftigung mit Musik bin ich mMn nicht mehr dazu in der Lage, Musik normal zu erleben.
Als Beispiel: Ich höre nicht "eine Band" sondern eben ein Schlagzeug, eine Gitarre, einen Bass, eine Stimme und eventuell noch andere Instrumente. Und im Kopf wird das alles seghr schnell in einen mehrstimmigen Notensatz übersetzt.
Eigentlich ist das zum Kotzen (sorry) ... gerade weil ich jahrelang drauf hingearbeitet habe, dass mir nun etwas der "Zauber" beim Musikhören fehlt.
Gerade beim Musikerleben kommen wir nicht zusammen ... ich habe immer ein echtes Problem, wenn mich jemand fragt, wie ich ein bestimmtes Musikstück finde. Ich antworte dann meist diplomatisch ... also irgendwo zwischen dem, was ich wirklich denke und dem, von dem Ich glaube, dass mein Gegenüber es nachvollziehen kann.
Alles viel zu verkopft.

$t0Rm schrieb:
Wir sollten zurück zum Thema, wenn der TE sich irgendwann nochmal meldet.
Ich bin mir unsicher, ob das irgendwann passieren wird.
Zum Glück können wir ja auch ohne TE zum Thema zurück ... auch wenn der dann nichts davon hat ... in dem Fall gilt dann etwas, was er selbst oft genug geschrieben hat.
"sein Problem".

Ich versuche es mal ...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man, auch wenn auf beiden seiten nur lückenhafte Sprachkenntnisse vorhanden sind, dennoch zu gelungener Kommunikation gelangen kann ... notfalls eben "mit Händen und Füßen".
Auch wenn das hierzulande ab der 3. Klasse in der Schule unterrichtet wird, erwartet wohl kaum ein Brite, dass ein Deutscher perfekt englisch spricht ... man erwartet das Radebrechen geradezu, erwartet, dass die passenden Begriffe oftmals nicht zur Hand sind, grammatikalisch nicht 100% korrekt formuliert wird.
Und auch wenn dem Muttersprachler die Berge zu Haar stehen (:lol: ), kann es trotzdem zu einer Verständigung kommen ... obwohl der eine nur Russisch und Französisch spricht, und der andere nur Deutsch und Spanisch. Wenn das Interesse an der Kommunikation auf beiden Seiten gegeben ist, reichen absolute basics ... für Aussenstehende klingt das dann allerdings oft etwas nach "babylonischem Sprachgewirr".

Aber darauf, dass alles korrekt ist, sollte es mMn ausserhalb eines Lernkontextes auch nicht so ankommen ... da sollte der Inhalt über der Form stehen ... solange sich die beiden nicht im Weg stehen (kann ja auch passieren).

Manchmal werden sprachliche "Unklarheiten" sogar zu einer art Markenzeichen. Ich hatte einen Matheprofessor, der nach einer Problemstellung immer folgende Formulierung benutzte.
"so hier ist die Lösung" ... man darf raten woher der kam (aber mehr als ein mal ist nicht).
 
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@DerOlf

Ja Theorie erschwert einem manchmal das Leben. Mir fällt es schwer, Texte zu lesen, ohne sie gleich zu Analysieren. Das habe ich der Sprachwissenschaft zu verdanken. Deine Art Musik zu hören ist sehr interessant. Wobei ich bei elektronischer Musik auch immer wieder in der Lage bin, die verschiedenen "Layers" auseinanderzuhalten. Ganz so theoretisch wie bei dir wird das aber nicht der Fall sein.
Vielleicht einmal versuchen, die Musikrichtung radikal zu wechseln, fällt einem das dann nicht schwerer, wenn man Neugebiet betritt?

Mit den Sprachen kann ich nur zustimmen. Nach 12 Jahren Gastronomie habe ich gemerkt, dass man auf so viele Art und Weisen mit den Gästen kommunizieren kann. Denn irgendwann hat man fast von der ganzen Welt Gäste gehabt, die kein Englisch können. Da muss man spontan sein, und wie du sagst, viel Körpersprache benutzen ;)

Zum Mathelehrer: USA? ;) (schwierig)
 
$t0Rm schrieb:
Vielleicht einmal versuchen, die Musikrichtung radikal zu wechseln, fällt einem das dann nicht schwerer, wenn man Neugebiet betritt?
Interessante These ... leider trifft das auf mich eher nicht zu. Aber das genauer zu erläutern würde hier wohl zu weit gehen.
Nur so viel: Mein "Spektrum" (einen "Musikgeschmack" gebe ich nur ungern zu) reicht von Hildegard von Bingen und Josquin du pres über Bach, Mozart, Beethoven Schubert (und die anderen) über Webern, Stockhausen, Marlene Dietrich und Dua Lipa bis hin zu Japanische Kampfhörspiele, System of a down, Antitainment und Dead Kennedys.
Auch "exotischeres" wie Süd- und Lateinamerikanische, afrikanische oder asiatische Volklore sind immer mal wieder dabei. Ich höre nahezu alles ... also Country UND Western :lol:

Die Noten im Kopf gabs bisher immer ... was wohl auch daran liegt, dass ich mich mit "abstrakten" Notationskonzepten beschäftigt habe.

hmmm ... doch länger geworden, als ich wollte ...
$t0Rm schrieb:
Zum Mathelehrer: USA? ;) (schwierig)
Ich musste in meinem Mathe-Studium viel mit russischen Quellen arbeiten (doofe Themenwahl ... leider freiwillig). Und ich kann kein Wort russisch - weder lesen noch schreiben.
Das zentrale an Mathematik versteht man über eine eigene Sprache ... im Grunde kann man sich den Inhalt der Textstellen dazwischen recht gut aus den Formeln und Definitionen ableiten ... auch wenns mühsam ist.

Mit diesem Wissen und einigermaßen brauchbaren Englischkenntnissen (bei Bewerbungsportalen gebe ich immer "verbal und schriftlich verhandlungssicher" an) traue ich mir auch den Mathelehrer in den USA fachlich zu ... die soziale Sache und vor allem die Lust auf Leben in den USA ist was anders. Letzteres kann ich mir nicht so recht vorstellen.
 
Wenn schon eine weitere Fremdsprache gelernt werde soll/muss, dann würde ich generell immer Spanisch empfehlen, bzw. bei spezifischer Interessenausrichtung eben Russisch oder Chinesisch.

K-BV schrieb:
Kanada/Quebec, Luxemburg, Karibik/Haiti etc, Ozeanien, USA/Louisiana, Laos, Kambodscha, Vietnam, ..., sowie in allen EU-Grenzregionen zu Frankreich.
Find Franz extremst überbewertet, bis auf extremste Ausnahmen kommt man durch all die aufgeführten Länder auch mit Englisch und ja, in ein paar verarmten Ländern in Afrika oder in der Karibik ist Franz noch Amtssprache. Ändert aber nichts an meiner Einstellung. Mit Spanisch kommt man deutlich weiter.
 
Mextli schrieb:
Mit Spanisch kommt man deutlich weiter
In Baden, Pfalz, Saarland und Eifel eher nicht. Denn hinter der Grenze wohnen die "Wackes" nächstens zu ihren geschätzten "Boche"! ;)
 
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Mit je unter einer halben Milliarde Sprechern sind Französisch (ca. 300 Mio) und Spanisch (ca. 500 Mio) "relativ" ähnlich häufig. Allerdings sind die Regionen eben unterschiedlich (vor allem im Bezug auf Verteilung und Fläche).

Spanisch ist eben vorwiegend Süd- und Mittelamerika, Französisch eher in Afrika und Südostasien. Eben dort, wo der Schwerpunkt der jeweiligen Kolonisierung lag.

Das Englische hat dabei den Vorteil, dass das Empire eben sehr lange DIE dominante Seemacht gewesen ist, welche sich global große Gebiete gesichert hat ... inkl. Nordamerika, Australien und Indien sowie Ägypten (Kontrolle über den Suez-Kanal. Da spricht man zwar nicht Englisch, aber es war lange Zeit für viele Handeltreibende wichtig, mit Briten verhandeln zu können).

Chinesisch bringts vor allem, weil es einfach irrsinnig viele Chinesen gibt und mit Russisch hat man gleich mal eine riesige Fläche abgedeckt, auf der man sich damit verständigen kann.

Jede dieser vier Sprachen hat Vorteile. Da sollte man sich vor allem darüber Gedanken machen, wo man leben oder was man arbeiten möchte ... und mit welchen Regionen man es dabei zu tun bekommen könnte.
Die momentan wichtigste Weltsprache (Englisch) lernen wir eh alle in der Schule.
 
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