Zwenki schrieb:
Es ging nicht um Qualität...
Mir schon, wir werden mit Hartplastik bei 50 kEUR Kaufpreis abgespeist, in China gibt es edlere Materialien für weniger Geld. Kann man gut finden und sich für "Standortpatriotismus" in die Brust werfen oder auch nicht. Die Marktwirtschaft wird es auch hier regeln, dann kauft die Masse eben die "luxuriös" ausgestatteten Autos vom "englischen" MG, "schwedischen" Volvo oder "deutsch-schweizerischen" Smart #1,3,5, wenn BYD, Nio oder XPeng noch zu exotisch sind.
Ich bin auch sehr für deutsche Autos, aber man muss schon auch wettbewerbsfähig sein. Der Wind hat sich schon brutal gedreht, den Chinesen sind unsere VW-Fabriken schon "ein wenig alt":
https://www.fr.de/wirtschaft/alt-vw...-werksuebernahme-fabriken-etwas-94310834.html
Kein Wunder, wenn man sich die "dark factories" in China ansieht. Wir sind eigentlich schon abgehängt.
Zwenki schrieb:
Ja politisch könnte einiges besser gemacht werden aber was soll die Politik tun, um gegen ein Billiglohnland zu gewinnen?
Steuern und Abgaben senken, Investitionen anziehen, sich von teuren, bürokratischen und sinnlosen Klima- und Weltrettungsambitionen verabschieden, Initiative, Fleiß und Mut belohnen anstatt zu hassen, wie zB. Frau Bas das tut, wenn sie die Arbeitgeber zum zu bekämpfenden Feind macht.
In D wird seit Trumps 2. Präsidentschaft ja über die schlimme Abhängigkeit von den USA im Techbereich gejammert. Wenn ich dran denke, dass sowas wie Youtube, Twitter, Paypal oder Netflix in Deutschland entstehen können soll, kann ich nur lachen. Wer sowas gründen will wird erstmal mit unendlich vielen Paragraphen und Vorschriften konfrontiert und steht von Anfang an mit 1,5 Beinen im Knast, weil ja irgendwas schiefgehen könnte oder es einen Urheberrechtsprozess gibt. Risikokapital für schnelles Wachstum gibt es sowieso nicht, noch nichtmal Kapital ohne eigenes Vermögen gibt es, Basel III sei Dank. Man kann aber wohl massenhaft Subventionen abgreifen, wenn man irgendeinen Quatsch gegen Rechts, gegen den Klimawandel, für Genderkram oder "Integration" auf den Weg bringt, da schüttet der Staat dann das Füllhorn aus.
Die Produktion in Deutschland muss wieder günstiger werden, passiert das nicht, wird die Produktion aus Deutschland verschwinden und dann wird man sehen, wie viel Sozialstaat man sich noch leisten können wird.
Zwenki schrieb:
Ich auch nicht. Aber warum erwähnst du es dann? Der Sozialstaat wird nicht untergehen, wenn die Politik aufhört, Geld zu verschwenden.
Zwenki schrieb:
Ich finde die Verarbeitung von deutschen Autos gut (Ausnahmen gibt es natürlich).
Dann ist zB. dieses 100 kEUR Auto wohl eine der Ausnahmen:
Oder auch hier selbstkritisch:
https://www.merkur.de/auto/wir-ware...raeumt-qualitaetsmaengel-ein-zr-93592344.html
Um das auch noch zu beantworten:
Zwenki schrieb:
- Unterschiedliche Anforderungen an die Fahrzeuge (EU vs. China) seitens der Regulierungsbehörden
- Unterschiedliche Mehrwertsteuer
- Zölle
- Transportkosten
1. Lassen sich einfach beheben und könnte man beim Entwurf des Autos schon direkt mit einplanen.
2. Irrelevant für ein Unternehmen und auch für institutionelle Autokäufer, für den Privatkunden ist das natürlich relevant.
3. Dann bappt man eben noch das VW-Logo in einer deutschen Fabrik drauf und es ist Made in Germany.
4. Irrelevant, sonst würde sich kein Import weltweit jemals lohnen.
Ich hatte diese Kosten als pauschal mit 5.000 EUR abgedeckt beziffert. Ist es mehr?