News Intel Inside: Massive Kürzungen am umstrittenen Marketing-Programm

Volker

Ost 1
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#1
Intel plant massive Einschnitte an einem der größten Marketing-Programme der IT-Welt: Intel Inside. Hinter dem steckt mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist, die Kritik ist seit jeher groß. Die Auswirkungen auf die Industrie könnten laut Medienberichten massiv sein und Preissteigerungen nach sich ziehen.

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#2
Versteh ich nicht. Intel hat doch gegenüber den Kartellbehörden gesagt das sie u.a. an diesen Vermarktungsmethoden nichts illegales sehen [/Sarkasmus]

PS: Ich finde übrigens den Artikel sehr blumig formuliert.
Die Kartellbehörden haben vor allem wegen illegaler Rabatte und dem Zwang keine AMD Produkte zu verbauen ermittelt.
Mir fehlt hier irgendwie die klare Ansage.

Edit: Liegt es etwa daran das die OEMs anfangen eben doch AMD Produkte zu verbauen?
 

fulgent

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#3
"Doch das die Zahlungen waren und sind an weitere Bedingungen geknüpft."

Der Satz ergibt irgendwie keinen Sinn.

Interessant wäre auch warum Intel diesen Schritt ausgerechnet jetzt unternimmt. Gerade nun, wo AMD mal wieder konkurrenzfähig ist, das Marketing zurückzufahren erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich.
Vielleicht liegt es aber auch an der Konkurrenz in anderen Bereichen für die man mehr Geld benötigt. x86 verkauft sich wahrscheinlich gleich gut, egal ob mit oder ohne Marketing?
 
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#4
Ich finde das ist doch positiv. Da wird es für die OEMs wenigstens attraktiver wieder AMD zu verbauen.
 
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#6
Zu Intel Inside hab ich gemischte Gefühle.
Einerseits ist es völlig ok, dass Intel Werbung für seine Produkte macht und dafür Geld ausgibt. Andererseits verstehe ich retrospektiv wie massiv Intel damit in den Markt eingegriffen hat, wenn ich mich an die Präsenz von Intel-Produkten in Shops und Werbeprospekten erinnere.
Prospekte, bei Aldi, Media-Saturn-Märkte... Wenn man sich gewahr wird, dass diese (zum Großteil) von Intel finanziert sind und Händler sich in ihren Kalkulationen darauf verlassen, wundert es einen überhaupt nicht, dass man kaum AMD-Angebote sieht.
 
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#7
Mir war nicht klar wie viel Intel dafür zahlt. Ich dachte das sei ein mehr oder weniger unentgeltliches Geschäft zu beidenseitigem Vorteil. Intel bekommt Werbung und die Hersteller können damit werben das sie die "besten" CPUs verbauen.
 
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#8
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Der Kunde wird davon profitieren wenn Intel nicht alle OEMs mit Übernahme der Marketingkosten schmiert. Dass dieses System so lange Bestand hatte ist eine Frechheit an sich und totales Versagen seitens der Kartellbehörden. Mal wieder, die Strafe die sie damals Intel verhängt hatten war geradezu lächerlich wenn man das Ausmaß bedenkt. Konkurrenz belebt das Geschäft nicht die Schmiergeldzahlung eines Monolpolisten.
 
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#9
Interessant wäre auch warum Intel diesen Schritt ausgerechnet jetzt unternimmt. Gerade nun, wo AMD mal wieder konkurrenzfähig ist, das Marketing zurückzufahren erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich.
Das verstehe ich auch nicht. Jetzt wo AMD konkurrenzfähig ist, kürzt Intel die Gelder?
Vielleicht will Intel diejenigen bestrafen, welche jetzt doch zweigleisig fahren und trotz allem Systeme mit Intel und AMD rausbringen.
Oder Intel hat von den Behörden doch so ein druck bekommen (wahrscheinlich wegen unerlaubten Wettbewerb), dass sie einfach zurückrudern müssen.
Ist schon bisschen suspekt.
 
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#10
Dann werden die Intel Prozessoren jetzt günstiger wenn Intel kräftig Geld einspart?
Nein! Dann erhöht sich eventuell die Dividende der Aktionäre und der Druck immer mehr Gewinn Gewinn und nochmals Gewinn zu machen, wozu jedes Mittel recht ist, wird etwas weniger! In Börsennotierten Unternehmen spielen Menschen als Individuum keine Rolle und werden mehr als ein Sachfaktor geführt, entscheidend ist ganz allein die Gewinnmaximierung.
 

ceem

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#11
Oder Intel denkt sich, dass sie mehr Gewinn einfahren wenn sie die CPU Preise so sein lassen und einfach das Marketing kürzen.
 

duke1976

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#12
Betrifft ja keine Leute wie mich, die ihre PCs selbst zusammenbauen (bis auf Notebooks). Vielleicht liegt die Begründung in der künftigen Zusammenarbeit mit AMD, die evtl. noch weiter ausgebaut werden soll. Vielleicht war das sogar eine Voraussetzung für den Deal mit AMD. Wer weiß.
 
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#13
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#14
Das verstehe ich auch nicht. Jetzt wo AMD konkurrenzfähig ist, kürzt Intel die Gelder?
Vielleicht will Intel diejenigen bestrafen, welche jetzt doch zweigleisig fahren und trotz allem Systeme mit Intel und AMD rausbringen.
Oder Intel hat von den Behörden doch so ein druck bekommen (wahrscheinlich wegen unerlaubten Wettbewerb), dass sie einfach zurückrudern müssen.
Ist schon bisschen suspekt.
Für Intel ist alles eine Kalkulation und daher macht der Schritt absolut Sinn. Oder anders gesagt, bisher war es so, dass durch diese Form des Marketings eine nahezu vollständige Unterdrückung gegen Mitbewerber erfolgreich war. Der Kunde gab sich mit geringsten Anpassungen zufrieden und hat dafür viel Geld bezahlt. Nun wird AMD immer präsenter und die Investitionen führen nicht mehr zum gewünschten Erfolg, also werden sie schlicht gekürzt.
Die Gelder werden wiederum darin verwendet werden einen erneuten Vorsprung zu AMD auszuarbeiten, damit man sich wieder darauf ausruhen kann. Ich hoffe nur, dass es diesmal nicht gelingen wird...
 

DFFVB

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#18
@Volker

Also, wenn Du Dich an Zukunftsprognosen wagst, dann vlt. auch einen Schritt weiter denken ;-)

Ja, es wird teurer für die kleinen Anbieter. Die großen Anbieter hingegen trifft es nicht so stark, womit letztlich eine weitere Marktkonsolidierung stattfindet. Intel spielt den größeren OEMs also in die Karten.

Dazu kommt, dass die EU (und andere Kartellbehörden) Intel ja dauerhaft im Visier haben, und die letzten Jahre Intels Allmacht schon extrem weit ging. Nur weil Ryzen jetzt gut kommt, heißt das nicht, dass Ermittlungen u.ä. sofort eingestellt werden, gut möglich, dass Intel den Behörden zuvor kommen will. Letztlich wäre auch das Gesamtbudget extrem interessant. Waren es Millionen oder Milliarden? Bei letzterem könnte man schon meinen, dass ggf AMD auch über den Preis ein bisschen die Luft abgeschnürt wird.

@Topic
Mit 14 wunderte ich mich immer bei den MediaMarkt Werbespots, dass die auch wirklich jedes Mal den den Intel Inside Jingle unterbrachten. Dachte immer, dass sich Intel das aufgrund seiner Marktmacht erlauben konnte, und die anderen dazu zwingt.

​An alle die jetzt hier glauben Intel hätte die Werbekosten altruistisch übenrommen: Wie im Artikel anklingt, das war mit strengen Auflagen verbunden...
 
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Jethro

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#19
Hier werden wohl kollektiv die OEMs bestraft weil sie wieder stärker auf AMD setzen wollen oder deren Rechtsabteilung ist der Meinung das man wohl besser diese "Bestechung" der OEMs enstellen sollte weil es sonst wirklich bald nach hinten losgehen könnte.
 

stoneeh

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#20
Ich sage mal, das Ziel ist die Aufmerksamkeit auf das Quasi-Monopol zu reduzieren.
 
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