News Intels Quartal analysiert: Magdeburg gestrichen, 14A auf Messers Schneide, SMT zurück

Volker schrieb:
@Detti55 Das hat sowas von gar nix mit Deutschland zu tun.
Intel ist tot wenn sie den Schritt nicht gehen, sie haben kein Geld für sowas. Und keine Kundschaft. Deshalb killen sie ja auch Packaging in Costa Rica und Ohio wackelt.
Das eine widerspricht nicht dem anderen, eine Energieintensive Investition ist in Deutschland hochrisikoreich, weshalb auch neben den gewaltigen Zuschüssen sowas dann meist mit Abfederungsverträgen für Energiepreise und ähnliches begleitet wird, es wären am Ende deutlich mehr als die 10 Milliarden gewesen.

Gleichzeitig ist die Entscheidung natürlich logisch, Intel muss sich restrukturisieren und eine Investition ob in Deutschland oder anderswo ist gerade nicht die Priorität. Das Unternehmen hat sich derart selbst gelähmt, wenn man sich einmal anschaut wieviele Ingenieure und Wissenschaftler da arbeiten und welcher Output dann da raus kommt, ist das schon erstaunlich.

Hoffentlich schafft Intel die Kehrtwende, auch wenn das Unternehmen in der Vergangenheit nicht gerade für seine "faire Marktteilnahme" in Erinnerung bleibt, eine weitere Konzentration im Chipsektor ist absolutes Gift für uns als Konsumenten. Ich habe mich auch schon still damit abgefunden das die dedizierten Intelgrafikkarten wohl auch hier unters Messer kommen, zumindest der Konsumentenbereich.
 
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Schade ich habe schon mit Intels erster "optischer CPU" in Magdeburg gerechnet. So sind wir nun um viele Jahre, womöglich Jahrzehnte zurückgefallen. Drücke Intel trotzdem die Daumen damit es konkurrenzfähig bleibt.
 
Detti55 schrieb:
Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
Unseren täglichen Deutschland Bash geb uns heute….🙏

Zur News:
Angenommen, Intel würde ihre Top Notch Fertigung dicht machen müssen. Ergo müssten sie alles zu TSMC auslagern.
Aber welche Kapazitäten soll TSMC haben, trotz immer weiterem Ausbau, das auch noch vollständig bedienen zu können?
TSMC hat sicher vieles, aber ganz sicher keine freien Kapazitäten.
 
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evilhunter schrieb:
Ich frage mich an welchem Punkt man so falsch abgebogen ist, dass es nun zur Krise gekommen ist.
Wahrscheinlich so vor ca. 10 Jahren.
Da kam Skylake raus und Intel dachte sich damals sie könnten den Konsumenten auf immer und ewig mit 4-Kern CPUs füttern. Auch brach die Zeit der 14++++++++++nm Fertigung an.
Interessant: Fertigungsprobleme gehören die letzten Jahre wohl auch zu Intel, damals waren es dir 10nm, jetzt hängen sie schon wieder fest.
 
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Intel erlebt gerade sein Nokia Moment
 
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Averomoe schrieb:
Für mich ist das einfach unglaublich, wie aufgeblasen der verwalterische Mittelbau ist. Ich kann das einfach nicht begreifen.
Wenn die Firma streng hierarchisch aufgebaut ist und du eine Führungssspanne von 10 anstrebst, dann brauchst du rein rechnerisch bei 100.000 Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung 11.111 Manager.
Blei flachen Hierarchien kann man die Führungsspanne auch auf 15 erhöhen. Das würde ich aber als oberes Limit ansehen. Heterarchien funktionieren bei Firmen dieser Größenordnung nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Goldenen Zeiten von intel scheinen endgültig vorbei zu sein. Finde ich ehrlich gesagt Schade, ich mochte meinen Xeon zu seiner Zeit. So ist das wohl, wenn eine alte Generation geht und eine neue kommt.
 
Puh für Kunden könntet das echt zum Nachteil werden, wenn die Fertigung bei Intel eingestellt wird und Intel auch bei TSMC fertigen lässt. Das lässt TSMC noch mehr die Preise erhöhen welche dann wieder auf Kunden umgelegt wird . 😕
 
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Puh das liest sich echt tragisch. Die Entwicklung der Gewinne sehe ich gerade auch zum ersten mal, krass.
 
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evilhunter schrieb:
Ich frage mich an welchem Punkt man so falsch abgebogen ist, dass es nun zur Krise gekommen ist.
Bei vielen Entscheidungen, weil man sie nicht durchgezogen hat. Dieses Hin- und Her kostet viel Geld und zerstört natürlich Vertrauen bei Kunden. Alleine das GPU Desaster, dass sich über 10 Jahren abspielt. Wir machen eine, wir machen keine, etc.. Und das wurde einfach bei vielen Produkten gemacht (diverse Beschleuniger, Dronen, Automobilsektor,...). Das wurde Geld in Entwicklung gesteckt und dann der Stecker gezogen bevor es fertig war oder eine gute Kundenbasis aufgebaut wurde - oftmals auch bei Produkten die Gewinn gemacht haben, aber eben in manchen Manager Augen zu wenig Gewinn.
cietho schrieb:
Wahrscheinlich landen die wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.
Nein, das Ziel sind 75k bis zum Ende des Jahres. Also sehr viel weniger als in den letzten 15 Jahren.
 
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Oje, habe ich da SMT gelesen. War das nicht SPECTRE mit oder MELTDOWN verseucht? Hat man nun ein Zaubermittel gefunden, welches diese heftigen Lücken zumauert?
 
evilhunter schrieb:
Ich frage mich an welchem Punkt man so falsch abgebogen ist, dass es nun zur Krise gekommen ist.
Bei Intel sind es viele Entscheidungen, die in den vergangene Jahren dazu geführt haben und die Probleme zeichneten sich in schwacher Form bereits bei 14 nm ab, da dieser bereits zu spät kam.

14 nm ging man von "üblichen" Problemen aus, bei 10 nm und ebenso den 7 nm "Prozessen" wollte man weitgehend noch auf EUV verzichten.

Dann kommt AMD, die eine neue "alte" Architektur wieder zum Leben erwecken und aus ihrer Not eine Tugend machen und entsprechend neue Ansätze verfolgen müssen, um konkurrenzfähig zu werden. Zen 1 auch Zen 2 waren anfangs Achtungserfolge, jedoch spätestens mit Zen 2 zeigte sich dann, wohin der Weg bei AMD geht.

Da man in vielen Server-Benchmarks und Co noch teilweise weit voraus war, hat man sich da allerdings auch keine Sorgen gemacht. Nur hatte AMD endlich etwas verstanden: Hardware alleine reicht nicht. AMD arbeite an Compilern mit und hat endlich auch auf Software-Ebene den Angriff eingeleitet.
Averomoe schrieb:
Für mich ist das einfach unglaublich, wie aufgeblasen der verwalterische Mittelbau ist.
Nur, dass Intel jetzt auch an die "Substanz" geht bei den Stellen und ebenso Ingenieure und Co entlässt, weil der Abbau alleine des Mittelbaues nicht mehr ausreicht.
 
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Eagle-PsyX- schrieb:
Lustig wie immer noch einige Forenanhänger von Intels Produkten überzeugt sind
Weil der Umbau und das notwendige "Killen" der unterlegenen Hausfertigung genau was mit den Produkten zu tun hat? AMD ist diesen Schritt auch gegangen und war von der Leistung noch viel viel weiter weg.
Verluste in Milliardenhöhe, alleine die Chipauftragsfertigung hat einen operativen Verlust von 3 Milliarden in diesem Quartal eingefahren. Da ist die Luft raus und 14A wird mit ziemlicher Sicherheit auch nichts mehr reißen, da man durch den aktuellen Rückbau auch Know-How reduziert, wenn man in Oregon 2300 Mitarbeiter entlässt. Diese massiven Einsparungen werden wahrscheinlich unternommen, weil man intern gar nicht mehr mit einem Erfolg rechnet und bereits weiß, dass es vorbei ist.
 
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Das Gute ist doch, jetzt kann man theoretisch auch etwas mit harter Hand die Zollpolitik führen, da man bei amerikanischen Firmen nicht mehr sich selber schadet.
Deutschland darf das geplannte Geld dann auch gerne in die infrastrukturelle Förderung stecken, vielleicht mehr Schulkindern erlauben, frei von finanziellen Zwängen ihre Talente zu erkennen genau so wie Universitäten in eben jenen Gebieten zu fördern wie AI und eigener Entwicklung von CPUs/GPUs mit neuen nachhaltigeren Konzepten.
Theoretisch kann man immer sagen "zu spät" aber wenn man sich das Jahr um Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt sagt, ja dann ist man am Ende wirklich zu spät.
9 Milliarden ist nicht so viel für all das, aber es kann ja immer ein Anfang sein.

Oder man steckt alles in den Pflegesektor und die Rente, schließlich, wenn man zu inkompetent zur Förderung der Menschen ist, dann muss man davon ausgehen, das ganz viele Menschen sehr alt werden und zeitgleich sehr viel Zuwendung brauchen.

Ich nehme mal an, man wird mit dem Handlungsspielraum wieder komplett inkompetent umgehen, irgendwas mit Autobahnen und Parteifreunde bezahlen.

Intel, so muss man es eben auch sagen, war ja eben nicht wegen der Firma an sich so spannend, sondern wegen den Begleiterscheinungen, dem Invest in Infrastrukturen, sowohl Bildung, Wohnung, Soziales und auch wegen der Ausbildung vieler Menschen, welche mit dem KnowHow Goldwert wären.
 
evilhunter schrieb:
Vor 10 Jahren hätte man Intel so eine Zukunft nie zugetraut. Jahre später sprach man noch von der Schublade voller Ideen etc.
Die Arroganz des Marktführers. Nokia und Kodak grüßen aus dem Grab.

cietho schrieb:
Edit: Kurz nachgeschaut. Kommt etwa hin. Also für mich kekne große News mit dem Stellenabbau - typisches US hire and fire.

Quelle: https://m.macrotrends.net/stocks/charts/INTC/intel/number-of-employees
Hast du deine Quelle mal genau angeschaut? Ziel sind 75.000 MA, was das Niveau von 2008 wäre.

knoxxi schrieb:
Unseren täglichen Deutschland Bash geb uns heute….🙏
Amen

knoxxi schrieb:
TSMC hat sicher vieles, aber ganz sicher keine freien Kapazitäten.
Sie könnten ja die Intel-Fabs kaufen und dann dort produzieren. ;)
 
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In meinen Augen steht und fällt das alles mit der Fertigung. Die Produkte an sich sind nicht schlecht. Architektonisch und mit weiteren Dingen wie SMT zurückholen, etc. schafft Intel das locker wieder was gutes auf die Beine zu stellen.

Aber wenn Sie die Fertigung nicht ansatzweise auf ein Level von TSMC bringen um auch damit konkurrenzfähig zu bleiben, dann man wohl oder übel noch deutlich mehr Market Share verlieren. Und wenn Intel bei TSMC fertigen ließen, könnte TSMC niemals nur ansatzweise die Nachfrage des aktuellen Intel Market Shares abdecken. In Folge dessen würde man so viel Market Share verlieren und Umsatzeinbußen einfahren, dass Intel weiter massiv schrumpfen müsste bei diesem noch so riesigem Apparat.

Auf der anderen Seite ist dann aber auch fraglich, ob AMD in diese Kerbe mit TSMCs Fertigung stoßen könnte. Bekäme AMD dann so viel mehr Kapazität um das ausgleichen zu können? Das lässt sich ja auch nicht per Fingerschnipp aus dem Boden stampfen und würde viel Zeit und Investitionen/Ausbau bei TSMC bedeuten.
Und dann ist da ja noch China...

Also alles doch etwas fragil und könnte in ein paar Jahren schon komplett anders aussehen unsere (bisher noch einigermaßen) schöne Chipwelt....
 
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Intel, good Luck ! :schluck:
 
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Die Entscheidungen sind absolut richtig, besonders die Fabriken. Die Fertigung hat schon 3DFX gekillt und so den Erfolg von NV ermöglicht. AMD wäre auch fast daran zugrunde gegangen. Niemand braucht extrem teuere Chipwerke ohne passende Produkte. Da wird Fremdfertigung zum Schnäppchen.

Eagle-PsyX- schrieb:
Lustig wie immer noch einige Forenanhänger von Intels Produkten überzeugt sind - Leute die Produkte sind okay, aber wirklich nicht die erste Wahl.
Schrecklich so ein 265K, wie das ruckelt und die großartigen Konkurrenzprodukte zur N Serie von AMD im Embedded Bereich. Über den Mobilbereich mit dem vielfältigen Angebot sprechen wir erst gar nicht. :freak:
 
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Wer sollte die Fabriken kaufen, wenn du keine Geschäftsgrundlage hast, das wäre ein Produkt wo Kunden etwas fertigen lassen würden. aktuell will niemand die Fertigung nutzen. Kaufen tut das keiner, der irgendwo bei Verstand ist.

Entweder klappt der Node oder Intel geht den Bach runter.
 
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