Internetanschluss- hoher Ping in den Abendstunden

log11

Captain
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Feb. 2007
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Hallo,

ich nutze seit ca einem Jahr einen Telecolumbus Anschluss mit Telefon und Internetflat (16er Leitung)
Bis vor 2 Wochen war ich sehr zufrieden mit dem Anschluss. Bandbreite war gut und Ping immer recht niedrig,
Seit 2 Wochen habe ich in den Abendstunden 18-23Uhr den Effekt daß die Antwortzeiten auf Server (Ping) sehr hoch sind. In Battlefield 3 teilweise 150ms und größer und auch in Call of Duty 4 über 100ms. Bisher fingen dort die geringsten Antwortzeiten mit 18-20ms an.
Ich habe hinter dem Kabelmodem einen Breitbandrouter angeschaltet. Ein direkter Test (Rechner direkt am Kabemodem) brachte auch keine Verbesserung.

Habt Ihr noch Tipps / Hinweise? Danke.
 
Nein, wie kommst Du drauf? Ich komme aus Thüringen / Erfurt. Man munkelt das Telecolumbus zur Zeit was am NAT umstellt. U.U. ist das die Ursache?
 
War nur aus Interesse, in dem Bereich haben ein paar UM- und TC-Kunden Probleme, da dort eine Bandbreitenauslastung besteht. Zu Thüringen kann ich leider nichts sagen :D.
 
Störungshotline wird mir nicht viel bringen, die können mit Serverlisten von BF3 und CoD4 sicher nicht viel anfangen. ;) Aber auch Speedtest.net bescheinigt mir bescheidene Pings von 35-50ms. Komischerweise werden derzeitbei Speedtest immer Server ausgewählt, die doch sehr weit weg von meinem tatsächlichen Standort sind.
 
Zum normalen DSL anbieter wieder Wechseln und Problem gelöst
 
@MajorXI , danke für den äußerst hilfreichen und konstruktiven Beitrag! Echt Klasse.
 
@log11

Anhand deiner Schilderung, lässt dies die Vermutung aufkommen, das es sich tatsächlich um eine Bandbreitenausleitung hält.

Diese Erfahrung machte ich mit Unity Media, die ganzen 2 Jahre hatte ich keine Probleme mit meinem 20.000er Anschluss.
Dann bekam ich das Angebot, für 5€ mehr im Monat auf 32.000 hochgestuft zu werden, da ich eh mehr Speed haben wollte, ging ich auf das Angebot ein.

Nach 2 Monaten fingen dann auch bei mir die Probleme an.
Es traten starke Schwankungen bei der Bandbreite auf, mal hatte ich 17.xxx, mal 25.xxx, dann auch nur mal 11.xxx.
Mein Lösungsversuch war, das tolle Motorola Modem vom Strom zu nehmen, in der Hoffnung das die Probleme sich im Nichts auflösen, weit gefehlt, das Syncen dauerte teils bis zu 45 Minuten.
Danach die selbe Problematik und keine Besserung.

Aufgrund dessen wandte ich mich an den technischen Support von UnityMedia, und meldete eine Störung, wo man mir dann weiß machen wollte, das es an meiner Hardware/Computer liegt, alle Leitungswerte wären perfekt, besser ginge es gar nicht.

Meine Bemerkung dazu fiel nur kurz aus, "das es unmöglich sei, das 2 PC's und 2 Laptop's das gleiche Problem aufweisen".
Dann kam die trotzige Antwort, man könnte mir einen Techniker schicken, welcher aber 50€ kostet, wenn der Fehler bei mir liegt, wo ich mir dachte, bei dem trotzigen und patzigen Ton, jetzt erst recht.

Der liebe Techniker kam, er konnte sich mit seinem Laptop/Diagnoseprogramm nicht im Netz einklinken, kein Port war frei....
Nach 30 Minuten klappte es aber.....
"Tatsächlich, es herrscht eine Bandbreitenauslastung....."

Die Reaktion seitens von UnityMedia war dann einfach nur dreist, "es tut uns leid für diese Unannehmlichkeit, und bitten dies zu entschuldigen, wir arbeiten an dem Problem"
Diese Stellungnahme war mir persönlich zu mager, da kam erst mal ein netter Brief hinterher, welcher mir eine Ermäßigung von 50€ einbrachte.

Geschätzte 2 Monate hat es dann gedauert, bis sich die Problematik wieder entspannte, die 32.000 konnte ich nahezu wieder dauerhaft erreichen.

Trotzdem war der Drops für mich danach gelutscht, adios UM!

Du kannst versuchen das Problem beim technischen Support zu melden, bei einer Bandbreitenauslastung wird das aber schwierig.
Es müssen sich schon einige Kunden darüber beschwert haben, sonst stößt du auf taube Ohren.
Oder einen Techniker bestellen, da liegt die Chance halt 50:50, ich war mir absolut sicher das es sich um eine Bandbreitenauslastung handelt, daher ging ich das Risiko auch ein, hätte damit genauso auf die Schnauze fallen können.
On Mass Anschlüsse schalten und Geld scheffeln ja, die Leitungen ausbauen bzw. die Bandbreite erhöhen, NÖ!
Kabel kommt für mich nicht mehr in Frage, nur im äußersten Notfall.

Schwankt denn auch dein Speed, oder lediglich nur die Reaktionszeit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Cluster mit typisch 1500 Haushalten hat 8 Kanäle à 50 MBit/s Down und 4 Kanäle à 32 MBit/s Up. Ein Segment ist also mit 400 MBit/s ans Internet angeschlossen, welches sich die Kabelkunden teilen müssen. Bei 4 Haushalten pro Segment kann natürlich jeder mit 100 MBit/s runterladen. Bei 400 Haushalten mit 1 MBit/s. Um es schneller zu machen müssten mehr Cluster wengier Haushalte bedienen. Solange die Anbieter aber einfach mehr Kunden anschließen und diesen einen schnelleren Anschluss bieten, wird es schlicht in Abendstunden lahm.

MajorXI hat insofern recht, dass es diese Einbrüche bei DSL nicht gibt, bedingt durch eine komplett andere Struktur. Auch wenn man es als Kabelkunde nicht hören will. :)
 
Wilhelm14 schrieb:
MajorXI hat insofern recht, dass es diese Einbrüche bei DSL nicht gibt, bedingt durch eine komplett andere Struktur. Auch wenn man es als Kabelkunde nicht hören will. :)

Stimmt bei DSL über haardünnen Klingeldraht ist es i.d.R. von vornerein sau lahm. DSL ist nur da eine Alternative wo es mindestens VDSL 25 gibt. Bei einer Reichweite von ca. 800 Metern kann man sich ausdenken bei wie vielen Haushalten VDSL verfügbar ist, wenn es pro Stadtteil maximal einen HVT gibt. Seltende ODSLAMs in Megametropolen (500+ k Einwohner) und bei stark subventionierten "Landausbauten" mal ausgenommen.

Das sehe ich doch hier. Der HVT steht in einer Seitenstraße, dort hat fast die ganze Straße VDSL. Die Nachbarstraßen haben schon nur DSL 16000 und noch ein paar Meter weiter ist sogar nur noch 6000 RAM verfügbar. Der Großteil hat leider nur 3-6 k DSL da ist Kabel schon ein gewaltiger Schub.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja also der Speedtest nimmt den schnellsten Server (PING).
Wenn der im eigenen Netz steht von dienem Anbieter, oder an einem nicht voll ausgelasteten Netzübergangspunkt, dann kann das schon sein, dass genau dann dieser gewählt wird, obwohl er weiter weg ist.
Da liegt ja auch dein Problem.
 
@ Fisico , danke für Dein ausführliches Statement.
Ich habe nun an 4 Abenden in Folge diverse Checks mit speedtest gemacht.
Ergebnis: Die zugesicherte Bandbreite ist IMMER gegeben. Sprich ich habe 16MBit/s als Download und ca 1MBit/s als Upload zur Verfügung.
Zur gleichen Zeit habe ich aber die massiven Pingprobleme bei Battlefield 3 und CoD4 Servern. Die Antwortzeiten sind in der Regel größer als 150ms.
Ich habe da einen anderen Verdacht.
Der genutze Breitbandrouter D-Link DIR-600 zeigt mir seit einiger Zeit IP's auf der WAN Seite im 100.xxx.xxx.xxx Bereich an.
Bisher hatte ich immer offizielle 62.xxx.xxx.xxx IP's
Wenn ich www.wieistmeineip.de checke, habe ich angeblich eine 62.xxx.xxx.xxx obwohl mir der Router 100.xxx.xxx.xxx anzeigt.
Ich befürchte, daß Telecolumbus hier ganz heimlich, still und leise NAT für den Endkunden eingeführt hat.
U.U. ist das ja mein Ping-Problem?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Asus1889:
...schon ein gewaltiger Schub.
Du siehst nur die Downloadraten und guckst bewusst oder unbewusst am eigentlichen Problem vorbei. Es geht um starke Einbrüche in den Abendstunden mit Erhöhung des Pings in Bereiche, die Onlineshooter fast unmöglich machen. DSL mag nur mit 6 MBit/s daher kommen, der Ping ist aber konstant im spieletauglichen Bereich. Einbrüche wie bei überlasteten Kabel-Cluster gibt es nicht.
Kabelinternet an sich ist natürlich eine feine Sache. Durchs Koaxkabel sind viel längere Strecken möglich und störfester ist es auch als gedrillte Kupferdoppelader. Das nützt aber nichts, wenn der Anbieter viel zu viele Kunden auf ein Segment schaltet.
 
@ Wilhelm14, ist halt genau die Frage ob es nicht doch an einem überlasteten Cluster liegen könnte.Andererseits müssten dann, für mein technisches verständnis, auch die Bandbreiten (Up / Down) in den Keller gehen......was bei mir nicht der Fall ist.
 
Dein Verdacht könnte stimmen, aber 100.x.x.x IPs sind auch Public... Ich würde in den AGBs nachlesen, oder schauen, ob alle Ports offen sind (Tests mit Zenmap/NMAP nach dem öffnen einer DMZ auf deine RechnerIP... Natürlich wieder schließen danach, asap.).
Die Tests von extern durchführen.
 
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