News Internetknoten DE-CIX: Rasantes Traffic-Wachstum aufgrund der Coronakrise

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Don Sanchez schrieb:
Es mag ja sein, dass irgendwo in Spanien Netze überlastet sind. Meinetwegen auch in der Schweiz. Aber dass deswegen in allen Europäischen Ländern die Streams von zahlenden Kunden gedrosselt werden ist einfach unverschämt. Dann doch bitte nur in den Ländern die auch eine Überlastung melden...

Sicherlich wäre es wünschenswert, dass das je nach Netzlast gesteuert wird, doch wird die momentane Praxis schlicht der Praktikabilität geschuldet sein.

Netflix kann so den Videostream per se für alle auf das anvisierte Maß drosseln, ggf. besteht (noch) nicht einmal die Möglichkeit, das Länderspezifisch zu steuern. Bisher war das schlicht nicht erforderlich
 
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scryed schrieb:
An sollte auch Mal überlegen warum die gerade jetzt möglicherweise drosseln

Wenn es nötig ist OK aber nur Mal so gesponnen , viele Leute sind jetzt daheim viele Leute haben schon immer Netflix , Prime und co Hessen

Nur jetzt ist der Unterschied das viele es auch nutzen , die Gelegenheits Nutzer werden zu Serienjunkies usw

Da steigt schlagartig und über längere Zeit der Traffic bei eben diesen streaming Anbietern was wiederum zu mehr kosten führt und das über einen längeren Zeitraum

Man kann das also so sehen das man eben so versucht geld zu sparen und die explodierten kosten abzufangen

Mit dem Unterschied das Streaming Anbieter wie Netflix und Prime im wesentlichen keinen Internetverkehr erzeugen da sie in den Netzen des Providers cachen.
 
Dragon0001 schrieb:
Der DE-CIX in Frankfurt gilt als größter öffentlicher Knoten der Welt. Allerdings wird der größte Teil des Datenverkehrs nicht an öffentlichen Knoten ausgetauscht. Daher ist nicht bekannt, in welcher Stadt am meisten Daten ausgetauscht werden.

Der DE-CIX spiegelt nicht die Internetkapazitäten in Deutschland wieder.
Telekom sagt, dass sie selbst bei einem Anstieg von 70% kein Problem haben.
Deutschland hat kein Problem, aber gedrosselt werden wir trotzdem.
 
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Weiß einer von euch wie hoch die Kapazität am DE-CIX nur in Frankfurt ist?
Die 54,1 Tbit/s sind, glaube ich alle DE-CIX Standorte.
 
Da kannst du keinen sinnvollen Wert nennen weil es davon abhängig ist von wo nach wo Traffic fließt.
Frankfurt ist ja nicht ein Switch sondern Dutzende über diverse RZ verteilt.
Die Verbindungen zwischen den RZ limitieren viel eher als die backplanes der Geräte, die sind oft sogar line-rate.
 
gr3if schrieb:
Mit dem Unterschied das Streaming Anbieter wie Netflix und Prime im wesentlichen keinen Internetverkehr erzeugen da sie in den Netzen des Providers cachen.
Und im Netz des Providers erzeugt das keine Last?
 
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Don Sanchez schrieb:
Genügend freie Kapazitäten in Deutschland und trotzdem drosseln Netflix und Amazon Prime Video pauschal in ganz Europa... wunderbar.

Ja, da das nur ein Knotenpunkt ist und die Backhaul-Netze der Provider noch mal ein ganz anderes Thema sind.
 
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gr3if schrieb:
Blöd nur das Videostreaming aus Netflix und Prime damit nichts zu tun hat.
Achso, die werden per Wasserleitung übertragen?
 
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Der Datenverkehr durch Videokonferenzen über Anbieter wie Skype, Teams oder Webex ist in der letzten Woche um 100 Prozent gestiegen, teilen die DE-CIX-Betreiber heute mit.

Drakonomikon schrieb:
Dafür stoßen die großen Videochatplattformen wie Google Hangouts, Sametime, Skype, GoToMeeting und WebEx auf ihre Grenzen. Heute war es den ganzen Tag im Homeoffice nicht möglich vernünftig zu kommunizieren.

Ich frage mich ja insgeheim schon: Muss die Kommunikation bei der Arbeit wirklich immer Video beinhalten?

Man kann auch einen Telefonanruf oder eine Telefonkonferenz machen, was deutlich weniger Datenvolumen verbraucht. Ja, bei aufwendigen Präsentationen sowie bei schwierigen Diskussionen (wo man idealerweise das Gesicht des Gegenübers sehen will) ist Video hilfreich, aber in vielen Fällen sollte es völlig ausreichend sein, wenn die Gesprächsteilnehmer einander hören können.

In einer Krise wie dieser sind nicht nur die ITler und Netzbetreiber gefragt, die die Kapazitäten erhöhen müssen. Es sollten sich auch die Nutzer Gedanken darüber machen, wie sie das Netz entlasten können.
 
Hast du ne Quelle (oder Aussage eines Experten) dafür, dass die Drosselung was bringt oder das Netflix und Co. Schuld an den Überlastungen bei einigen Leuten sind?
 
Dragon0001 schrieb:
Und im Netz des Providers erzeugt das keine Last?

Klar, aber wenn der Provider in seinem Netz für seine Anschlüße nicht für genügend Bandbreite gesorgt hat, dann ist er sowieso im Arsch. Zumal kein Provider etwas in die Richtung vermeldet hat.
 
Laskaris schrieb:
Ich frage mich ja insgeheim schon: Muss die Kommunikation bei der Arbeit wirklich immer Video beinhalten?
Mit Videokonferenz meine ich nicht, dass man eine Webcam nutzt. Das tut niemand in der Firma. Aber den Bildschirm teilen ist oft sehr wichtig. Aber momentan funktioniert auch der einfache Sprachchat nicht besonders gut.
 
gr3if schrieb:
Klar, aber wenn der Provider in seinem Netz für seine Anschlüße nicht für genügend Bandbreite gesorgt hat
Überbuchung ist gängige Praxis. Das fängt teilweise schon auf der letzten Meile an, siehe Kabel-Internet und GPON FTTH.
Meinst du die Telekom bindet ihre DSLAMs so dick an, dass alle Kunden gleichzeitig die gebuchte Bandbreite nutzen können? Geschweige denn die BNGs.
gr3if schrieb:
Zumal kein Provider etwas in die Richtung vermeldet hat.
Das wird auch kein Provider großartig ankündigen, wenn lokal ein paar Netzabschnitte überlastet sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Drakonomikon schrieb:
Mit Videokonferenz meine ich nicht, dass man eine Webcam nutzt. Das tut niemand in der Firma. Aber den Bildschirm teilen ist oft sehr wichtig.

Sofern auf dem Bildschirm keine UHD-Demo vom Aufbau des BER mit 60fps in 3D läuft ist die Bitrate dabei aber auch nur sehr gering. Da reichen bei uns im Schnitt einige Dutzend bis einige hundert Kilobit.

@Braindot: GPON sollte theoretisch in einer etwas anderen Liga spielen als DOCSIS und DSLAM. Nicht aufgrund der Bitrate sondern wegen der festen Zeitschlitze die mindestens 38/19 Mbit sicherstellen sollten.
 
Hayda Ministral schrieb:
@Braindot: GPON sollte theoretisch in einer etwas anderen Liga spielen als DOCSIS und DSLAM. Nicht aufgrund der Bitrate sondern wegen der festen Zeitschlitze die mindestens 38/19 Mbit sicherstellen sollten.
Eigentlich nicht, auch die Anbindung von GPON-Bereichen kann und wird überbucht.
 
brainDotExe schrieb:
Überbuchung ist gängige Praxis. Das fängt teilweise schon auf der letzten Meile an, siehe Kabel-Internet und GPON FTTH.
Meinst du die Telekom bindet ihre DSLAMs so dick an, dass alle Kunden gleichzeitig die gebuchte Bandbreite nutzen können? Geschweige denn die Bangs.

Ist ja auch absolut sinnvoll. Selbst in der aktuellen Situation kann man noch bequem überbuchen, aber nicht ganz so heftig wie früher.
70% der Deutschen haben (zumindest die Möglichkeit auf) eine 50Mbit Leitung. Hier gehts jetzt aber ja nicht drum, dass jeder diese 50Mbit gleichzeitig voll auslastet, sondern dass 20% mehr einen Netflix Stream ziehen oder TeamViewer benutzen. Da kann ich mein DSLAM immer noch einen Faktor 10 überbuchen und jeder käme aus. Gut, damit noch Reseven da sind lieber Faktor 5.

Ein Netz, dass von der letzten Meile bis zum zentralen Backpone ohne Überprovisionierung auskommt, will kein Kunde bezahlen.
 
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