IPv4-Netz vs. IPv6-Netz (Provider)

francy_space

Ensign
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Hallo,

ich habe gelesen, dass Provider, die recht spät ins Internetgeschäft eingestiegen sind, nicht viele Ipv4-Adresse haben. Daher bieten sie auch zumeist Ds-lite-Anschlüsse an. Ein Beispiel wäre Unitymedia (Vodafone). Deren Router sind zumeist über nur über Ipv6 von außen erreichbar.

Altere Provider verfügen über große Ipv4-Vorräte und sind deshalb eher in der Lage, Dual-Stack Router anzubieten.

Stimmt dies? Hat die Art des Routers, was mit dem Geschäftseintritt des Providers zu tun?

Eine andere Frage: Ich habe einen Handyvertrag mit o2. Woher weiß ich denn, ob ich mich mit meinem Smartphone in einem Ipv4-Netz oder in einem Ipv6-Netz befinde? Ich nehme an, dass sich die Netzart immer wieder ändert, je nachdem über welchen Router ich surfe. Auf der Arbeit ist der Router ein anderer als daheim.
 
Das stimmt grundsätzlich so. Die Telekom hat genügend IPv4 Adressen, dort bekommst du auch privat mit einem DSL Anschluss heute noch eine Adresse. Jüngere Provider können das wenn nur noch gegen Aufpreis machen.
Der Router selbst hat damit erst mal nichts zu tun.

Wenn du mit deinem Handy per LTE im Netz bist hast du ja erst mal keinen lokalen Router über den du ins Internet gehst, oder verstehe ich dein Anliegen hier falsch? In den Handynetzen gibt es so gut wie nie eine öffentliche IPv4 Adresse, bei Handyverträgen wäre mir das nicht bekannt.
 
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@Masamune2 Die Telekom bietet in ihrem Mobilfunknetz auch für jedes Handy eine eigene IPv4, sowie eine IPv6, Adresse. Bei O2 kann man sich im Mobilfunknetz, gegen eine Gebühr von 50€, eine eigene IPv4 freischalten lassen.

Ja, das mit den sauberen IP Adressen, ist mit der größte Pluspunkt, für das Netz der Telekom.

mfg
 
TSKNF schrieb:
Die Telekom bietet in ihrem Mobilfunknetz auch für jedes Handy eine eigene IPv4, sowie eine IPv6, Adresse
Nein, der Standard-APN (internet.telekom) hängt im IPv4 Netz auch hinter einem CGN.

Es gibt die Möglichkeit über den APN internet.t-d1.de ins Internet zu gehen, der verteilt öffentlich erreichbare IPv4-Adressen, den muss man jedoch selber aktiv anlegen.
 
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@Masamune2 : Angenommen ich gehe mit meinem Handy auf der Arbeitsstelle ins Internet, um daheim die IP-Kamera zu steuern, die am Heimrouter per LAN angeschlossen. Da mein Heimrouter, von außen nur über IPv6 erreichbar ist, muss ich doch erstmal wissen, in was für ein Netz ich mich auf der Arbeit befinde. Befinde ich mich in einem IPv6-Netz kann ich die Kamera über VPN kontrollieren. Falls ich mich in einem IPv4-Netz befinde, muss ich einen Portmapper auf einem seperaten vServer aufsetzen. Nur, wie finde ich raus, in welchem Netz ich auf der Arbeit bin?
 
@Myron Ja, das stimmt aber du kannst es sofort ändern. Diese Freiheit, hast du einfach nicht, bei den anderen Anbietern.
 
Anmerkung noch: Auch wenn du auf Dual Stack umgestellt bekommst wirst du keine feste IPv4 haben, die wird sich täglich ändern. Ein DynDNS ist also so oder so notwendig.

Ich hatte vor einigen Wochen auch mal bei 1&1 angerufen um auf feste IPv4 umgestellt zu werden, da wurde mir erklärt, dass das seit Anfang des Jahres nicht nur mangels verfügbarer Adressen sondern auch wegen gesetzlichen Vorgaben nur noch für Geschäftskunden möglich ist.
Und selbst bei Business-Tarifen ist mittlerweile nicht immer eine feste IP bei, da muss man sehr genau schauen was und wo man bucht.
 
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@Rickmer : Wenn mir auf whatismyip.com eine IPv4, alsauch eine IPv6-Adresse auf der Arbeit angezeigt wird, befinde ich mich dann in beiden Netzen? Kann ich dann ohne Portmapper eine Verbindung zur Kamera daheim aufschlagen? Das würde heißen, dass ich nur einen Portmapper brauche, wenn mir auf www.whatismyip.com ausschließtlich eine Ipv4-Adresse angezeigt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll ein Portmapper denn jetzt mit der IP Version zu tun haben?
 
Also ich kenne es so, dass, wenn ich mich in einem IPv4-Netz befinde und auf die Geräte am Heimrouter (DS-lite) zugreifen will, einen Portmapper brauche, der auf einem vServer aufgesetzt wird, der im Rechenzentrum liegt. Der Portmapper nimmt die Anfrage des Smartphones auf dem IPv4-Netz auf und verpackt sie so, dass der DS-lite Router mit den Paketen des Smartphones was anfangen kann. Anderfalls könnte kein VPN-Tunnel entstehen, da der Router die IPv4-Pakete nicht versteht.
 
Rickmer schrieb:
este IPv4 umgestellt zu werden, da wurde mir erklärt, dass das seit Anfang des Jahres nicht nur mangels verfügbarer Adressen sondern auch wegen gesetzlichen Vorgaben nur noch für Geschäftskunden möglich ist.
Völliger Bullsh*t
TSKNF schrieb:
Bei O2 kann man sich im Mobilfunknetz, gegen eine Gebühr von 50€, eine eigene IPv4 freischalten lassen.
O2 wird doch immer gebashed dass sie mobil kein ipv6 anbieten?!?
francy_space schrieb:
Also ich kenne es so
ist auch völlig korrekt mit der Ausnahme:
francy_space schrieb:
Anderfalls könnte kein VPN-Tunnel entstehen, da der Router die IPv4-Pakete nicht versteht.
Der Router versteht sie. Sie kommen nur niemals dort an.
 
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@h00bi Das ist korrekt. O2 bietet kein IPv6 im Mobilfunk, obwohl es einwandfrei funktioniert. Was man auch daran sieht, das zum Beispiel der VoLTE Dienst, über IPv6 abgewickelt wird. Es scheint auch nicht geplant zu sein, diesen "Zustand", innerhalb der nächsten Jahre, ändern zu wollen.
 
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