Irgendwie nie zufrieden - Woran kann das liegen

leon_20v

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich mag Hifi, ich mag Musik. Aber irgendwie bin ich nie wirklich zufrieden.

Ich war bei einem Hifi-Händler der von 500-100000 euro Lautsprecher da hat. Da mein Budget anfangs sehr begrenzt war, habe ich mich für Dali Zensor 5 entschieden. Die Lautsprecher klingen auch wirklich toll bei audiophilen Liedern.

Aber Mainstream und Rock gefällt mir auf den Lautsprechern irgendwie nicht. Irgendwie "nervt" mich der Sound dann auf einmal. Außerdem hört es sich nur im Dreieck wirklich gut an.

Ich habe Stunden damit verbracht den Raum zu optimieren, die Lautsprecher anders zu stellen, aber bei viel Bass dröhnt es in meiner Bude einfach immer. (Raum ist 8,5 x 3,5m mit Dachschrägen an den langen Enden).

So da ich im Schlafzimmer sowieso auch Lautsprecher am TV haben wollte kamen die Dalis dort hin.

Ich habe mir dann einen Denon AVR-X1100W und dazu Dynavoice DF-8 gekauft. Die Lautsprecher sind riesig. Ich habe mir von den Lautsprechern einen satten Klang erhofft. Aber irgendwie nimmt das Einmessen den ganzen Bass raus. Also wieder Stunden damit verbracht anders zu Stellen, Neue schwerere Vorhänge gekauft und und und... Aber es wird einfach nichts. Der Bass wird nicht zum Kickbass und Rock lässt sich immer noch nicht gut hören. Minimal höre ich im Auto sehr gerne, aber auf den Dynavoice macht es irgendwie keinen Spaß. Irgendwie kommt der Sound total schwach daher und füllt absolut nicht den Raum.

Ich war neulich auf einer Schulveranstaltung meines Bruders und hier waren PA ähnliche Boxen von Klipsch. Die haben ordentlich Pegel und auch guten Klang gemacht. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass das Klassenzimmer irgendwo Audiophil ist.

Desweiteren hat ein Bekannter erst eine Teufel Komplettanlage ULTIMA 40 SURROUND '5.1-SET' für 910 euro gekauft. Die hört sich gegenüber meiner Anlage auch nicht schlecht an. Gefällt mir eigentlich fast besser, als mein System für das ich etwas mehr ausgegeben habe.

Ich frage mich, was läuft bei mir falsch? Habe ich die falschen Lautsprecher?
Gibt es Räume (habe eine Holzdecke und Holzboden) die einfach nicht gut klingen?

Danke für Tipps!
 
Schonmal gute Kopfhörer ausprobiert? Bin von Boxen umgestiegen auf Kopfhörer, da sie mMn immer besser klingen ;)
 
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Wenn dir Teufel gefallen, dann bist du bei hochwertigen Lautsprechern, die einen "audiophilen" Klang erzeugen offensichtlich vollkommen falsch. Das was du willst ist eine Anlage die Wumms macht, aber keinen "guten" da originalen Ton. Deshalb gefällts dir auch im Auto und in der Schule.
Sry, aber du suchst an der falschen Stelle nach den für die richtigen Modellen.
Deine fehlerhafte Annahme ist, dass du, weil du "ich mag Hifi, ich mag Musik" sagst, dafür gute Lautsprecher brauchst. Das bringt nur was, wenn man ein Gehör dafür hat, was du anscheinend nicht hast. Das ist nicht böse gemeint, das ist eine absolut subjektive Sache die man sich nicht aussucht und nicht objektiv betrachten kann. Aber was man objektiv betrachten kann ist, wie orignalgetreu und hochwertig Lautsprecher den Ton wiedergeben.
Das scheint dir nicht zu gefallen.

Vielleicht ist dein Gehör auch schlicht "versaut". Ebenso wie man es von Geschmäckern beim Essen kennt, dass zulange Geschmacksverstärker den Sinn rauben für den echten Geschmack. Bei Musik bzw. Ton ist es das Selbe
 
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Moin,

mit den Kopfhörern wollte ich auch gerade schreiben, wäre vielleicht zumindest mal einen Versuch wert.

Ansonsten die Standards:

a) Gib den Lautsprechern ausreichend Luft - nicht zu nah an Rück- und Seitenwände.

b) Entkopple sie vom womöglich schwingenden Holzboden.

c) Du könntest experimentieren und die Bassreflexrohre mit Propfen verjüngen oder komplett abschließen, um Dröhnen zu reduzieren.

d) Du besorgst dir einen Subwoofer, der dir den gewollten Bass bringt. Zudem hast du eventuell Fehlvorstellungen, wie normaler Bass/Tiefton gestaltet ist. Bei Rockmusik wird der E-Bass nicht die Frequenzen erreichen, die dir die Magengegend durchrütteln.

e) Eventuell braucht der Raum professionelle Hilfe, bei der jemand den Raum nach Raummoden untersucht.

Und nicht zuletzt bist du inzwischen womöglich so unzufrieden und kritisch, dass du voreingenommen überall Fehler siehst/voraussetzt.
 
Würde ich auch so bestätigen.
Dir gefällt scheinbar der neutrale Klang nicht bzw er hört sich für dich nicht richtig an.
So ist es leider auch bei mir.
Ich bin eher bei Creative und Bose zuhause.
Wobei ich auch das Glück habe, das meine Ohren sich auch an neutralen Klang schnell und gut gewöhnen. Anders herum natürlich auch.
Ich denke einfach das andere Hersteller da nach deinem Geschmack abgestimmt haben. Der eine will mehr Bass, der andere mehr Höhen...der Perfektionist eben neutral, so wie es eben aufgenommen wurde.
 
Am besten wäre es, mal mit einer Messung des Raumes anzufangen, um die Nachhallzeiten und den Einfluss des Raumes auf den Energiefrequenzgang des Lautsprechers zu erfassen. Dabei lässt sich dann verkürzt folgendes festhalten: Je "besser" der Raum, also relativ kurze Nachhallzeiten zwischen 200-300ms ab ca. 200hz, um so breiter darf ein Lautsprecher abstrahlen, je schlechter der Raum, desto stärker sollte der Lautsprecher bündeln.
Das ist die absolute Quintessenz des Standardwerks von Floyd E. Toole über Lautsprecher und ihr Verhalten im Raum. Der Mann war über Jahrzehnte Entwicklungsleiter von Harman und weiss also, was guten Klang ausmacht.
Das Buch ist absolut lesenswert, wenn man sich mit gutem Sound im Studio oder zuhause auseinandersetzen möchte.

Pauschalaussagen wie "Lautsprecher der Marke XYZ sind schlecht, weil isso" sind leider nonsense, wenn man sich einmal das Verhalten des selben hochwertigen Lautsprechers in 50 verschiedenen Tonstudios angesehen hat.
 
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Kann mit dem „HiFi“ Zeugs ehrlich gesagt auch nix anfangen.

Hab mir auch mal ein 2.1 System zusammenstellen lassen. Dröhnender Bass, und schwache Mitten waren die Folge der Bass war zudem sehr gut ortbar, egal wie niedrig ich die crossover frequenz eingestellt habe.

Ich meine, als Referenz kann man ja ganz einfach mal diverse Kopfhörer für 200-500€ probehören. Die Klingen eigentlich immer sehr gut, eben mit unterschiedlichen Charakteristiken, aber man bekommt ein gefühl dafür, wie es sich anhören kann/muss/sollte...

Und ja, für meinen Geschmack sind Teufel Lautsprecher um die 1000€ wirklich sehr befriedigend. Extrem detaillierte Höhhen ohne Kratzen, saubere und breite Mitten und ein Bass, der knackig ist, nur spielt, wenn er muss und vor allem nicht dröhnt. Dabei ist die Aufstellung bzw. umgebung meist kein Problem.

Klar, solche Fertigsysteme haben nen unfassbar schlechten Ruf. Aber genau das was die ganzen HiFi Freaks an fertigsystemen kritisieren, kritisiere ich an HiFi Systemen.

Ich kann mir zwar schon vorstellen, dass solche Systeme richtig aufgestellt und eingemessen in der richtigen Umgebung auch das halten, was sie versprechen. Ich bin damit aber auf die Schnauze gefallen.

Grundsätzlich mag ich auch möglichst neutralen Klang. Ich nutze am PC nicht umsonst Nahfeldmonitore. Die sind allgemein bekannt für sehr neutralen Klang. Es wäre leicht zu behaupten, mir würde der „falsche“ und „übetriebene“ Teufel sound gefallen. Aber das ist nunmal etwas, was ich verneinen muss. Wenn man den Sub Pegel nicht auf 100% dreht klingen die Systeme hervorragend und keine Sorge, ich finde die Typischen „Brüllwürfel“ aus plastik, die auch Teufel anbietet genauso ätzend wie jeder andere.


Wer wirklich weis, was er tut, soll sich sein HiFi System zusammenstellen. Alle andere sind mit nem Fertigsystem bestens bedient.
 
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hast Du mal zu den Dali´s einen Sub der so leichte Unterstützung bietet nachgedacht? (nicht extrem sondern nur als sanfte Unterstützung) ich kenne die Dali Zensor 5 auch und habe das Gefühl dass sie etwas Unterstützung braucht. -> Dali Sub oder direkt der hier -> Dali Sub E-12F
ansonsten wie schon von den anderen hier empfohlen den Schallwandlern etwas Raum und Platz nach hinten zu gönnen. an alles andere hast Du ja schon gedacht....
und falls das auch nicht hilft ist es einfach Dein subjektiver Eindruck wie für Dich Musik zu hören, klingen hat ......

d.h. Kompakt Systeme sind nicht per se eine Schande des audiophilen Musik hör Genuss ... wenn sie für Dich den optimalen Klang Deiner Musik transportieren, würdest Du Dir ja selber etwas vor machen.

Wichtig ist alleine nur was Dir gefällt!!! um in dieses wunderschöne Gefühl der Musik einzutauchen .....
 
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Wenn du die Klangqualität von Songs aus verschiedenen Genres als unterschiedlich bewertest, dann würde ich als unbedarfter Laie (aber ambitionierter Hobbymusiker) dazu raten, mit dem Equalizer zu experimentieren.
Man kann ja nicht erwarten, dass auf demselben Lautsprecher bei gleicher Voreinstellung ein Streichquartett genau so "gut" klingt wie eine Metalband.
 
leon_20v schrieb:
Ich frage mich, was läuft bei mir falsch? Habe ich die falschen Lautsprecher?

Scheint so, ja!
Jeder Hersteller/Boxentyp klingt eben anders, eventuell passen die beiden einfach nicht zu dir bzw. deinen Anforderungen/Erwartungen.
Ich hab mich z.B. in den Klang von Nubert verliebt, andere wiederum verteufeln die und schwören eben auf Focal, Klipsch oder was auch immer. ;)

Wenn du aber sogar ein Hifi Laden hast der allerhand da hat, dann hingehen und Probe hören?
Wobei mir nicht ganz klar ist warum du dir die Dali Zensor 5 kaufst die du ja scheinbar auch gehört hast wenn deine Musik dir darauf nicht gefällt?
Man kauft keine Boxen wo "audiophilen" Musik gut klingt aber deine Musik bescheiden.
Daher lass dich im Laden nicht mit Mozart's drölf heißen Geigen vorführen sondern nimm deine eigene Musik mit in knall den wenn es sein muss den übelsten Heavy Metal um die Ohren. ;)

Aber eins lass dir gesagt sein, mit unter 1000€ für ein PAAR Standlautsprechern würdest du je nach Forum für den Begriff "Hifi" gesteinigt. :daumen:
Ein Tipp nur... lass direkt die Finger von Bose, Teufel, B&O und wie die Marketing geilen Firmen nicht sonst noch so heißen wo du 50% des Preises in den Namen steckst. ;)
 
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@leon_20v

Ich muss sagen ich kann mich den meisten Vorrednern nicht anschliessen, viele sehr fragwuerdige Aussagen die kaum helfen.

Ich wuerde dir erstmal empfehlen dir selbst ein paar fragen zu stellen:

1. Was moechte ich erreichen?
2. Gibt es zu der Musik die ich hoeren will gute Aufnahmen?
3. Wie viel Zeit und Geld moechte ich investieren?

Und dich so viel wie moeglich dareuber informieren, ob die Realitaet mit deinen Vorstellung veireinbar ist.
Das ist es naemlich sehr selten und es muessen fast immer Kompromisse eingegangen werden.

Zu deinen direkten Fragen:

Zu mainstream und rock gibt es oft nur grauenhafte Aufnahmen, die eher fuer Autoradios ausgelegt sind als Hi-Fi anlagen. An deiner Stelle wuerde ich nach professionellen Live-Aufnahmen in HiRes suchen, die sind zumindest nicht kaputtgemischt und komprimiert. Es braucht aber viel Zeit und eine Garantie dass man das gesuchte findet gibt es nicht.
Und umso besser deine Anlage umso schlimmer wird das Problem, mit der Zeit geht man eher dazu ueber mainstream dem auto- oder kuechenradio zu ueberlassen und sich andere Sachen fuer das bewusste hoeren zu suchen. btw das Problem existiert auch andersherum, exzellente Aufnahmen hoeren sich auf einem kleinen Radio meistens schrecklich an.

Du hast zwar geschrieben dass du versucht hast die Aufstellung zu optimieren, aber nur begrenzten Erfolg hattest.
Ich wuerde dir empfehlen folgendes zu versuchen (Standard 08/15 Aufstellung):
Lautsprecher 1/3 der Raumlaenge,
Hoerposition 2/3 der Raumlaenge,
Schraegen nur zur Haelfte zaehlen beim ausrechnen der Position.
Boxen mindestens 1m Abstand seitlich zur Wand.
Boxen und Hoerposition bilden ein gleichseitiges Dreieck.
Moeglichst dicken flauschigen Teppich in der Mitte des Dreiecks hinlegen.
Boxen leicht am Hoerer vorbei angewinkelt.
Jegliche Einmessung ausschalten.
Wenn moeglich Diffussionsflaechen (harte, unregelmaessige Gegenstaende, z.B. Buecherregal) an der ersten Wandreflexion aufstellen.

Daimt haettest du erst einmal eine gute Basisaufstellung und kannst dir durchlesen welche Aenderungen welchen Effekt mitbringen.
Hierzu muss folgendes angemerkt werden:
Die Aufstellung funktioniert ausschliesslich an der Hoerposition, dass laesst sich kaum beheben.
Der Bass nimmt sehr stark zu umso naeher du dich an eine Wand stellst, der Unterschied ist sehr gross.

Ich kann nicht sagen wie hallig dein Raum ist, aber deine schweren Vorhaenge wirken nur im Mittelton, dem Bass sind sie voellig egal. Bassabsorber sind gross und teuer, und bei der Raumgroesse duerftest du ziemlich starke Bueckel im Bass haben. Das guenstigste waere es Steinwolle zu verkleiden und als Absorber zu nutzen, aber selbst dass wuerde mehrere hundert Euro kosten (Tiefbass-Absorber brauchen eine Materialstaerke von >50cm).
Dabei gilt: umso lauter die Musik, umso schlimmer wirds.

Deine Boxen sind uebrigens objektiv gesehen nicht sehr gross, ziemlich durchschnittlich fuer Standboxen.
Darueber wie gut sie sind kann ich nichts sagen, da ich sie nicht gehoert habe, ich kann dir aber sagen dass die Herstellerangaben niemals stimmen werden, 23Hz untere Grenzfrequenz (?!?!) das wuerde ich gerne hoeren, 6 Ohm bei der Box scheint mir auch ausserst utopisch zu sein.
Ich wuerde behaupten dass dein Denon mit diesen ziemlich ueberfordert ist.
Wenn du kannst, wuerde ich dir empfehlen deine Boxen in den Kofferraum zu packen und bei einem HiFi-Haendler an einem Stereo-Verstaerker zu hoeren, ich wuerde behaupten dass da selbst der kleinste Denon-Stereo Verstaerker mehr rausholen kann. Vor allem wenn es darum geht den Treiber im Bass zu kontrollieren. Wenn es dann noch nicht reicht brauchst du einen starken Subwoofer.

Alternativ wuerde ich dir vorschlagen dir ein paar Aufnahmen mitzunehmen und auf einer Anlage anhoeren die "viel verzeiht", vielleicht geht es mehr in die Richtung die dur dir vorstellst.

Oder, wenn es sich rausstellt dass du einfach nur viel "Bumms" haben willst, wuerde ich dir vorschlagen dir die Phantoms von Devialet anzusehen. An den "Kickbass" kommt so gut wie nichts dran, selbst wenn man das 10x ausgeben wuerde.

Edit:
Mir sind noch ein paar Sachen aufgefallen die ich loswerden moechte :)

Kopfhoerer: haben viele Vorteile, gute Kopfhoerer sind recht guenstig zu kriegen und interessieren sich nicht fuer den Raum drumherum (habe auch selbst einige Paare).
Aber: ich wuerde Lautsprecher einem Kopfhoerer vom Klang her immer bevorzugen, ich bin empfindlich gegen "In-Kopf-Ortung" und selbst recht teure Kopfhoerer (z.B. HD800S) koennen in meinen Augen keine gute Buehne aufbauen. Ist halt Geschmackssache.

Perfekte Lautsprecher: Gibt es nicht! Egal wie viel Geld und Zeit aufgewendet wird, kein Lautsprecher wird je der beste sein, oder der beste seiner Preisklasse. Selbst in der gleichen Preisregionen und sehr aehnlichen Modellen sind die Unterschiede ueberraschend gross und letztendlich kommt es auf deinen Geschmack an.

Viel hilft viel: Das ist mit Abstand das schlimmste an diesem Hobby, viel hilft viel, und mit viel ist sowohl Zeit als auch Geld gemeint. Meine groessten Ausgaben habe ich jeweils getaetigt als ich mir aus Neugier etwas anhoeren wollte. Ich hatte auch schon den einen oder anderen Schock erlebt, wie viel Geld teilweise reingesteckt werden muss um das gewuenschte Ergebnis zu erzielen. Wie viele Tage ich mit lesen, ausprobieren, probehoeren schon verbracht habe kann ich auch nicht mehr zaehlen, wie viel Geld ich bereits ausgegeben habe will ich nicht zaehlen. Also Vorsicht, mainstream im Radio hoeren ist einfach, billig und macht spass. Im HiFi wird versucht unter hoechstem Materialeinsatz das unerreichbare zu erreichen, per Deifinition kann man mit dem Ergebins nie zu 100% zufrieden sein, aber wenn es dann doch einem gelingt naeher ans Ziel zu kommen als je zuvor ist das Gefuehl grossartig ;).
 
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@ pmkrefeld
hätte es nicht besser beschreiben können ;) thx
Ergänzung ()

pmkrefeld schrieb:
@leon_20v
Oder, wenn es sich rausstellt dass du einfach nur viel "Bumms" haben willst, wuerde ich dir vorschlagen dir die Phantoms von Devialet anzusehen. An den "Kickbass" kommt so gut wie nichts dran, selbst wenn man das 10x ausgeben wuerde.

so oder eine so ähnliche Situation hatte ich als ich einem Bekannten ein Musikstück via Kopfhörer vorstellen wollte (DT1770Pro; Sony XA30es; KHV Audio-GD - C2) und er meinte nur ...; " ist ja voll schrott der Sound, da fehlt ja voll der Bass"
man muss dazu sagen dass der 1770ér extrem analytisch und sehr neutral klingt.
ABER genau das ist die subjektive Wahrnehmung von Musik.
..... and by the way ... ich bin sehr froh darum, dass es so ist!
 
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der raum hat einen maßgeblichen einfluss auf den klang - es gibt gute und schlechte räume, aber wohnzimmer bleibt wohnzimmer - das kann man für eine audioanlage selten neu bauen - da muss man eben eine gewisse charakterstik dieses raums akzeptieren - auch wenn man den raum mit ein bisschen umräumen und umstellen meistens relativ gut hinbekommt.

aber so wie ich das verstanden habe, gehts hier hauptsächlich um einen langweiligen, trägen, laschen sound - und nicht um raummoden und dergleichen.

die lasche wiedergabe kann durchaus zum teil an dem receiver liegen. ich habe einen großen yamaha receiver hier aus den 2000ern und der hat in sachen dynamik und bass absolut keine chance gegen die alten kenwoods, sansuis oder harman kardons, die bei mir noch herumstehen - vorallem nicht an großen lautsprechern wie den mb quart 2200s.

zudem kommt dein receiver eher vom unteren ende der nahrungskette - da wirds schon alleine mit der leistung knapp für standboxen - und damit meine ich nicht das maximale level an krach, das man aus dem ding rausquetschen kann. damit ist eher die kontrolle über die bewegung der chassis gemeint - der größte unterschied liegt hier in der präsenz, definition und dem druck im bass. das sind keine nuancen, das ist eher "sind das die selben lautsprecher?".

mag sein, dass sich heute der trend hin zu billigen kisten entwickelt, weil "verstärker sollen nicht klingen und nicht klingen ist richtig" - das ist aber definitiv nicht der fall. wer einen vergleich zu hochwertigen verstärkern hat, wird feststellen, dass nur die neuen mainstreamdinger unter 1000€ absolut wörtlich "nicht klingen" - die alten großen und neuen teuren schon.
der dünne sound wird sich dann mit "high end analytik" wieder schöngeredet - ala "wem das nicht gefällt, hat n knick im ohr oder verträgt die wahrheit nicht". man kann auch gerne musik in guter qualität hören, und den modernen hifi klang absolut ablehnen.

und eines ist der moderne mainstream hifi klang nicht: spaßig für rock/metal/trance usw.

zudem wird das "neutral hören, wie es klingen soll" ziemlich überbewertet. das mastering hat einer gemacht, der seit 30 jahren auf einen gehörschaden zuarbeitet, mit einem ausgelutschten paar 2-wege monitoren - die "guten" machen das über erfahrung, weniger über "hören". das was der in seinem studio hört, hat absolut garnichts mit dem zu tun, was in hinterher ggf. mit einem großen hornlautsprechersystem passiert.
"so klingt eine oboe" - achja? wie denn? wie eine alte oder eine neue? kunststoff oder fischhautdichtungen? eingespielt oder "kalt"? welches mikrofon mit welchem abstand? luftfeuchtigkeit?

das ist alles komplett subjektiv, es gibt kein "echt" - alles ist nur eine interpretation - von der aufnahme, übers mastering, dem heimischen verstärker, lautsprecher bis zum eigenen falsch herum gebogenen gehörkanal.

wer sich selbst antrainieren muss den "neutralen, richtigen klang" zu mögen, macht möglicherweises irgendwas gravierend falsch. wenns sich nicht gut anhört, dann hörts sich nicht gut an. man gewöhnt sich auch an straßenlärm. eine gute audiowiedergabe fängt einen dagegen innerhalb von sekunden ein.

und hier muss ich mal kurz bei @pmkrefeld einhaken - der nämlich vollkommen recht damit hat, dass das quellmaterial auch maßgeblichen einfluss auf den sound hat - und damit ist nicht nur mp3 vs CD vs 24bit flac/wav gemeint, sondern hauptsächlich die aufnahme und masteringqualität. eine mp3 von einer guten produktion klingt viel besser als das beste format für totkomprimierten quark. besonders schlecht aus der richtung rock/metal ist bspw. st.anger von metallica - das ding kann man sich nicht anhören - im tonstudio absolut zerstört. deathmagnetic auch nur am rauschen und clippen - voll drin im loudness war. die cds sind komplett für die tonne.

aber es gibt auch gute aufnahmen - und mit einer guten anlage wirst du auch die guten von den schlechten ziemlich einfach unterscheiden können ABER man kann nicht ganze musikgenres über einen kamm scheren und als "nicht audiophil" betiteln und von einer guten audioanlage verbannen. es gibt auch einige sehr gute sachen aus der rock/metal/trance ecke, die man sehr gut über eine teure anlage hören kann.

die lautsprecher, die du momentan hast, kenne ich nicht - aber im vergleich zu den üblichen verdächtigen sehen die zumindest optisch schonmal nicht schlecht aus. das sagt aber nichts darüber aus, wie die klingen.

lautsprecher sind eben auch unterschiedlich abgestimmt. die oben erwähnten mb quart 2200s sind gute hifi lautsprecher, aber die abstimmung klingt für verzerrte e-gitarren einfach nicht, viel zu weich und in den unteren mitten zu zurückhaltend. andere anlage: mb quart terra lautsprecher - hervorragender klang für e-gitarren, leider als 2.1 system mit entsprechenden nachteilen gegenüber einer großen box mit jeweils zwei 25cm bässen. :king:

das zweite ist das "ausmessen" - das kann helfen irgendwelche raummoden zu eliminieren - aber das verhaut auch den ganzen aufwand, den der lautsprecherentwickler mit der frequenzweiche getrieben hat und die abstimmung der box (das trifft bei boxen von der stange mit baufehlern im konzept jetzt vielleicht nicht so zu wie auf "handgemachte" lautsprecher, aber trotzdem). für ein stereo setup ist das einmessen meiner meinung nach ein absolut unnötiges und auch schädliches feature creep/gimmick, das es nur im unteren und mittleren preissegment gibt.
keine anlage für 10.000 oder 100.000€ wird mit einem mikrofon im raum eingemessen. das zeug klingt wie es klingt - und wenns probleme gibt, wird der raum angepasst - und nicht der frequenzgang der audiokette/lautsprecher.

der sound muss für den menschen passen, und nicht fürs messmikrofon - und schon garnicht für son billiges messmikrofon, das bei einem <500€ receiver dabei ist.

das letzte gute, was ich in einem hifi studio gehört habe, war das hier:

http://www.bridge-audio.de/page20/assets/ba-image 4-14.pdf

und auch die anlage wird nich eingemessen. dafür ist aller anderer hifi-hokus pokus dabei. aber abseits von dem: die lautsprecher/verstärker kombination war wirklich gut, vorallem für eine 2-wege regalbox. und das ganz ohne einmessen des raums und der anlage.

das war jetzt ne wall of text - aber keine wirkliche lösung.

zuerstmal solltest du die aufstellung von pmkrefeld umsetzen und uns vielleicht mal eine kostprobe von der gewünschten musik zur verfügung stellen.

der nächste schritt wäre in einem hifi studio die lautsprecher an einem großen verstärker hören - ggf. kannst du hier auch mal ein gerät ausleihen. wenn die lautsprecher an einem anderen gerät aufblühen, hast du ggf. schon das problem gelöst.

wenn du hier hauptsächlich musik hören willst, würde ich mich auch mal nach einem guten vintage verstärker umschauen - wenn das "analoge" für dich in frage kommt. bevor du heute "neu" irgendwas in der qualität bekommst, bist du locker ne vierstellige summe los. und das ist ziemlich viel geld, wenn man noch auf der suche ist.

wenn die lautsprecher auch dann nicht deinen vorstellungen entsprechen, heißt es weitersuchen. es gibt enorm viele kleinere lautsprecherfirmen, die ggf. etwas im angebot haben, was deinem geschmack entspricht.

@rg88 die wiedergabequalität von kommerziellen lautsprechern geht auch weit auseinander. du kannst für 1000€ stückpreis auch absolute grütze kaufen. man braucht kein "versautes gehör", damit einem mainstream lautsprecher / audioanlagen vom sound her nicht gefallen.
 
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Mit Dachschräge hat man sehr häufig bessere Ergebnisse als im Raumquader was die Basswiedergabe angeht, weil sich die Raummoden nicht so gut ausbilden können. Vorraussetzung ist aber immer eine richtige Aufstellung, das ist in Bezug auf den Bass wichtiger als das genaue Modell des Speakers.
Wenn du relativ einfach was erreichen willst und noch freien Platz im Raum hast, rate ich dir zu einem Subwoofer. Der läßt sich im Gegensatz zu den Main-Speakern (Stereodreieck muss beachtet werden) frei im Raum positionieren, womit man die Basswiedergabe optimieren kann.
Am besten misst man das ganze beim Positionieren mit REW auf möglichst neutral ein, korrigiert optional noch per DSP System nach, und dreht sich anschliessend per Lowshelf EQ so viel Bass rein wie's einem gefällt.

Paar Gedanken wie sich in deinem Raum die Akustik ein bischen optimieren ließe:

Erfahrungsgemäß sind bei Dachschrägen die Stellen mit dem größten Schalldruck im Bass, die Ecken der Kniestöcke. Wenn keine Querdecke eingezogen ist auch der Giebel. Ansonsten danach noch sämtliche Raumkanten.
Schall kann allgemein durch weiche Materialien absorbiert werden und zwar am besten dort wo die Schallschnelle am höchsten ist. Dies ist bei 1/4 der Wellenlänge Abstand zum Schalldruckmaximum (welches sich ja in den Ecken befindet) der Fall. In der Praxis heißt das, wenn man ausreichend dick im Bereich der Ecken poröse Absorber positioniert (weiches Material, möglichst mit dem für die Dicke optimalen Strömungswiderstand), reduziert man das Nachschwingen/Dröhnen des Raums. Von daher: Falls vorhanden und möglich: Betten, Sofas, usw in die Ecken links und rechts unter den Dachschrägen.

An den Reflektionspunkten Speaker->Wand/Decke/Boden->Hörposition lassen sich (möglichst dicke) absorbierende oder zerstreuende Materialien anbringen.

Ansonsten wurden hier schon einige recht gute Tips gepostet, @pmkrefeld hat schon mit einigem recht. Wobei ich in einem Punkt definitv wiedersprechen würde, nämlich die Lautsprecher weiter als 1m von der Wand entfernt aufzustellen. Vor allem wenn man sie nicht mit einem Sub betreibt. Grund: Die Lautsprecher strahlen tiefere Frequenzen aufgrund der Schallbeugung auch nach hinten oder zur Seite ab, diese werden dort reflektiert und sorgen für sehr unangenhem färbende Kammfiltereffekte. Bei entsprechend großen Abständen auch im Bassbereich für tiefe Einbrüche. Daher könnte auch dein Problem kommen, dass nicht genügend Bass am Hörplatz wahrnehmbar ist. Wie gesagt, ein Sub ermöglicht dir hier freiere Positionierungsmöglichkeiten sowohl des Subs selbst, als auch der Main-Speaker. Stehen die Boxen hingegen näher ander Wand, werden die tiefen Frequenzen zwar immer noch von der Wand reflektiert. Allerdings treffen sie aufgrund ihrer im Verhältnis zum Wandabstand großen Wellenlänge, noch in ziemlich gleicher Phasenlage ein, was für einen Bass ohne Löcher, weniger Verfärbung in den Mitten und sauberer Mittenwiedergabe beiträgt. Genelec z.B. empfiehlt die Speaker im Bereich von max. 1m Wandnähe aufzustellen oder bei entsprechend großem Raum wieder mit mehr als 2,2m Abstand. Höhere Frequenzen hingegen beugen sich erst gar nicht so stark um den Lautsprecher herum, so dass es durch die Hinterwand nicht zu Problemen kommt.

Soweit mal
 
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ich war vor kurzem auf einem vier stunden heavymetalkonzert, ich mag den bass spüren, nicht nur hören.
aber das bringst du zuhause niemals hin. egal welche boxen und verstärker.
ich hab einen HK 665 und richtige männerboxen der marke heco, da ist schon dampf dahinter, aber nicht mal damit klappts.
selbst wenn man den limitierenden faktor ehefrau oder nachbarn ausser acht lässt.
und ganz ehrlich, dein denon taugt als stereoverstärker eher wenig als mehr.
 
TE, für direktes Bassgefühl -> Bodyshaker ins Sofa. Hat mit HiFi natürlich nichts mehr zu tun, aber gibt echtes Erdbebenfeeling. :cool_alt:

duskstalker schrieb:
für ein stereo setup ist das einmessen meiner meinung nach ein absolut unnötiges und auch schädliches feature creep/gimmick, das es nur im unteren und mittleren preissegment gibt.
keine anlage für 10.000 oder 100.000€ wird mit einem mikrofon im raum eingemessen. das zeug klingt wie es klingt - und wenns probleme gibt, wird der raum angepasst - und nicht der frequenzgang der audiokette/lautsprecher.
Na ja, Geisteshaltung aus den 80er sag ich da mal. Die meisten hochwertigen aktiven verfügen über DSP und die Möglichkeit mittels Einmessung den Frequenzgang anzupassen. Und wer bei passiven Boxen bleibt stellt sich halt nen Arcam oder einen Trinnov hin. Ich würde die Grimm LS1, Kii Three, BeoLab 90 etc. jetzt auch nicht als unteres/mittleres Preissegment betrachten.
Davon abgesehen hatte ich in den mir bekannten (zugegeben nicht so vielen) edleren Wohn'zimmern' eher den Eindruck, daß der Innenarchitekt primär auf Optik ging.

Ich stimme Dir aber zu, daß man mit dem Raum anfangen sollte und lediglich den Rest der Elektronik überlassen. Aber das läßt die Regierung halt häufiger nicht zu.
 
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