Re: Isreal/Palästina
th3o schrieb:
viele hier bestimmt nicht.

aber er hat nicht nur "das" bekommen...sondern ebenfalls den friedensnobelpreis. den musste er sich mit arafat teilen.
@topic
die geschichte israel/palästina ist sehr simpel wenn man nicht gläubig ist. und zwar:
palästinenser haben ihr land...israelis kommen an und schwafeln einen von wegen "das land ist uns aber von gott gegeben" und verjagen die palästinenser, unterdrücken sie diffamieren sie und bauen überall neue siedlungen. sorry, aber da würde ich mir auch verarscht vorkommen. und die engstirnigkeit der israelis hat die andauernden selbstmordanschläge und terroraktionen zur folge. das israelische volk darf sich getrost bei ihrer regierung bedanken.
sorry für die einseitigkeit. sie ist mir nicht entgangen.
^^So simpel ist das bei weitem ned.
Es ist nämlcih zB so:
Es wurde seit 1949 mehrfach von Seiten der Israelis ein eigener Palästinensischer Staat angeboten. Arafat hat aber immer abgelehnt. Er will die Juden ins Meer jagen.
Und zu den besetzten Gebieten:
Diese Gebiete gehören zwar vertraglich den Palästinensern, jedoch ist folgendes vorgefallen: Nachdem der Vertrag von beiden Seiten unterzeichnet war, haben sich die Israelis wie abgesprochen aus den Gebieten zurückgezogen. Daraufhin wurden diese Gebiete von Jordanien annektiert.
Im 6-Tage-Krieg - bei dem mitzumachen sich Jordanien unglücklicher Weise doch noch entschieden hat - hat Israel zwar auf die Eroberung Kairos verzichtet, wohl aber einiges an Land von Jordanien erobert. Transjordanien eben.
Seitdem handelt es sich bei den "Palästinensergebieten" um besetztes Gebiet.
Vor diesen ganzen Aktionen gab es übrigens gar keine Palästinenser. Zumidnest ned unter diesem Namen. Es waren einfach Araber, die zunächst im Osmanischen Reich und dann in einer britischen Kolonie lebten. Der Begriff Palästinenser hat sich erst viel später geprägt.
Von israelischen Seite wurden wiederholt Friedensangebote an die palästinenser abgeschickt. Aber alel wurden abgelehnt.
Die juden haben den Tempelberg - ihr allerhöchstes Heiligtum - im Willen des Firedens in arabische Hände gegeben. Die Araber versprachen auch vertraglich, dort alles so zu lassen, wie es ist udn nichts zu bauen.
Aber jedesmal, wenn man wieder nachschaut, wurde etwas anderes gebaut.
Natürlich wehrt sich israel militärisch gegen die Terroristen. Mal ganz ehrlich, was würdet ihr an deren Stelle machen?
Alle schreien, wenn die "armen" Palästinenser wieder von "bösen" israelischen Truppen "dahingemetzelt" werden.
Ja bitte, dann nehmt sie doch!
Israel will diese Terroristen gar nicht haben. Und wenn dem Rest der Welt so viel an diesen "Freiheitskämpfern" liegt, warum nehmt ihr sie dann nicht auf?
Solang man sie als Brücke benutzen kann, um Israel eins reinzuwürgen, sind sie gut genug, aber im eigenen Land sind es dann plötzlich keine Freiheitskämpfer mehr, sondern Terroristen, die nichtmal die sonst so laut schreienden arabischen Nachbarländer aufnehmen wollen.
Gut, die Siedlungspolitik war eindeutig zuviel des Guten, aber dass sich die Israelis von den Palästinensern Abschotten, kann ich gut verstehen.
Wenn nämlich sämtliche "Vertriebenen" wieder nach Israel zurückkehren dürften, würden 5 mio Araber in ein Land strömen, das von knapp 6 mio Juden bewohnt wird. Den einzigen jüdischen Staat auf der Welt.
Dass das die Ausrottung des Judentums bedeuten würde, muss ich nicht weiter erörtern, oder? Ich mein, wollt ihr wirklich jetzt vollenden, was Hitler angefangen hat?
Ich war letztens für 2 Wochen in Jerusalem, eine Stadt die im Westen von Juden und im Osten von Arabern bewohnt ist.
Ein schönes Beispiel, dass ein friedliches zusammenleben halbwegs möglich ist. Ich habe dort keinen Juden gesehen, der einen Araber angegriffen oder nur angemacht hat. Nein ,sie haben mit ihnen Handel getrieben udn saßen im Cafe im Kanyon nebennander.
Aber überall war starke Militärpräsens seitens der Israelis. In jeder Straße hat man Soldaten mit Granatwerfern gesehen. Um alle Cafe's waren eiserne Zäune gezogen, um Selbstmordattentate zu verhindern.
Das einst do belebte Stadtzentrum ist heute fast tot. Wer dort einkauft ist arabischer Herkunft. Diese Leute müssen sich in Israel ja nicht fürchten. Sie sind ja nicht das Ziel der Anschläge.
Stattdessen werden überfüllte Busse gesprengt, die die orthodoxen Juden von der Mauer zurück nach Hause bringen sollen.
Und nichtmal in den Orthodoxen Vierteln sind die juden unter sich. Trotz eisernem Tor am Eingan zum Viertel sind an Shabbes, wo Autofahren verboten ist, ein paar arabische Mädels in das Virtel reingefahren und haben fast keine Rücksicht auf die Leute genommen, die - im Glauben, dass es Shabbes keinen Verkehr in einem orthodoxen, abgeschlossenem Viertel gibt - auf der Straße gelaufen sind.
Und keiner der Juden hat sich aufgeregt oder die Mädels angemacht bzw angegriffen. Sie wurden lediglich gebeten, das Virtel zu verlassen, weil Autos an Shabbes verboten sind.
Zumal ich es ziemlich dreist fand, in einem Viertel, wo überall schilder sind ,dass Mädels ordentlcih angezogen sein solln, in nem Minirock rumzurennen, der kaum den Allerwertesten bedeckt...
Ich war vor meinem Israelbesuch auch stark pro palästinensisch ausgerichtet, aber das, was ich dort gelebt hab - diese ignoranz von seiten der Araber und diese ruhigen, überlegten Reaktionen der Juden - hat mein Bild von dem ganzen ziemlich verändert.
Wir sind einmal durch den arabischen Teil der Altstadt gelaufen. Gut, im Schuk - also auf dem Markt - war alels ok, weil viele Touristen da waren, aber kaum waren wir in einer Straße, wo kein Markt war, wurden wir ziemlich böse angefunkelt und meine Begleitung hatte krass Angst, dass sie voll gezittert hat. Die gleiche Angst, die sie hat, wenn wir mit dem Auto durch ein arabischen Stadtteil gefahren sind - wo wir jederzeit damit rechnen mussten, dass die Kinder Steine aufs Auto werfen...
Die jüdische Bevölkerung dort lebt in permanenter Todesangst. Und dabei war ich noch in einem eindeutig jüdischen Teil des Landes.
Ich möchte beim besten Willen nicht wissen, was in anderen "Siedlungen" los ist.
Von dieser Seite aus gesehen, finde ich die Reaktionen der israelischen Militärs schon ziemlich gemäßigt, wenn man bedenkt, dass sie dort seit Jahrzehnten jeden Tag in Todesangst leben.
Dort streitet sich kein Mensch darum ,was es am nächsten Tag zu Essen gibt.
Dort ist das einzige, was zählt, den nächsten Tag noch zu erleben.
Alle Leute, die ich dort getroffen hab, kaufen auf Kredit(karte), weil das ja eh erst in 3 Monaten abgebucht werden udn sie bis dahin ja vllt gar nimmer leben.
Und die selbstverständlichkeit, mit der mir diese Worte imme rund imemr wieder gesagt worden, hat mich doch schon ziemlich bewegt.