Ist dies das berüchtigte Peering der Telekom?

Der Inhalteanbieter kann auch pauschal vor restriktivem Peering warnen und den Provider innerhalb dieser Meldung erwähnen, falls dieser bekannt dafür ist. So kann der Anwender vorgewarnt werden, bevor der ISP mal wieder komplett spinnt und die Seite mit der Meldung dann gar nicht aufrufbar ist.
 
1&1 Festnetz
Vor etwas warnen, was möglicherweise gar nicht die Ursache ist sollte man tunlichst vermeiden.
Das kann als geschäftsschädigend gewertet und sanktioniert werden. Aber bei manchen hier ist die Telekom ja der Beelzebub höchstpersönlich und für alles Ungemach in der Welt verantwortlich.
 
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Hat nix mit Feindschaft zu tun. Ich verstehe nur nicht, warum man restriktives Peering gut finden soll, so lange es symptomfrei ist. Man zahlt ja trotzdem auf die eine oder andere Weise mehr für die Dienste, denen es dadurch schwer gemacht wird. Das bedeutet in der heutigen Welt dann wie wir feststellen durften den Unterschied zwischen komplett werbefrei nutzbaren Ressourcen und einem Zustand, wo es gerade eben nicht dafür reicht. Finde ich insgesamt einfach ineffizient und traurig. Eine Einigung wie mit Cloudflare ist auch nicht wirklich eine Einigung, wenn man diese über Peering-Politik erpresst. Da drücke ich hier nur ein Auge zu, weil beide Beteiligten so ähnlich riesengroß sind. Versucht man Ähnliches mit einem kleineren Gegenspieler, finde ich das eher nur gelungene Erpressung.

Ich verstehe auch das ewige Verteidigen dieser Geschäftspraktiken nicht, du musst ja entweder drölfzig Telekom-Aktien haben, dass es notwendig erscheint, oder halt fanatisch sein. Oder Masochist.

Für mich persönlich wirkt es einfach, als ob die Telekom vermindertes Interesse am Internet-Part ihres Produktes hat. Kann ich akzeptieren, nur extra noch Werbung machen muss man dafür nicht. Dann bitte den Part aufgeben und mit Schwung komplett in den Netzebau, da ist noch viel zu tun.
 
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Es wäre schön, wenn man sachlich und mit gegenseitigen Respekt diskutiert und auch andere Meinungen toleriert, ohne gleich polemisch oder persönlich zu werden.
Sonst haben wir hier ganz schnell eine ähnliche Atmosphäre wie im Telekom Hilfe Forum.
 
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Das Threadthema ist doch gerade die Frage, ob ein konkretes Problem am Peering liegt. Wenn wir berichteten Einzelfällen nachgehen und feststellen, dass Problem A ein Peeringproblem war und Problem B eine andere Ursache hatte, ist das in beiden Fällen ein Erkenntnisgewinn. Das relativiert weder Problem A noch verteidigt es irgendeine Geschäftspolitik.

Mir ist der Provider dabei wumpe. Mich interessieren die Probleme selbst und ihre technischen Ursachen. Pauschale, fachlich wenig begründete Aussagen hinterfrage ich grundsätzlich. Das bringt meine berufliche Arbeit in der Netzwerkanalyse mit sich: Eine plausible Vermutung muss sich an den tatsächlichen Befunden messen lassen. Das gilt selbstverständlich auch für meine eigenen Erklärungen.

Der Thread zeigt zudem anschaulich, wie begrenzt die Aussagekraft eines tracert je nach Fehlerursache sein kann. Wenn sich damit die Ursache nicht eingrenzen lässt, braucht es weitere Werkzeuge, etwa einen Paketmitschnitt oder die Netzwerkanalyse im Browser. Niemand muss jedes Werkzeug beherrschen. Aber die Sicherheit einer Diagnose sollte zu dem passen, was die Messung tatsächlich hergibt.

Leider wird hier wiederholt aus „Diese eine konkrete Störung hat eine andere Ursache“ ein „Du verteidigst die Peeringpolitik der Telekom“ gemacht. Das geht an der tatsächlich vertretenen Aussage der verschiedenen Threadteilnehmer vorbei. Man kann die Geschäftspolitik kritisieren und trotzdem auf einer sauberen Ursachenanalyse bestehen.

Bei welchem Anbieter jemand Kunde ist und ob andere diese Entscheidung gut finden, ist für die Bewertung seiner Argumente unerheblich. Entscheidend ist, ob die Aussagen fachlich stimmen. Wenn eine Analyse falsch ist, können wir konkret über den Fehler sprechen. Persönliche Unterstellungen und Beleidigungen ersetzen kein sachliches Gegenargument und helfen bei der Ursachenklärung niemandem.

Edit:
Kontext, mein Post war eine direkte Antwort auf https://www.computerbase.de/forum/t...te-peering-der-telekom.2279827/#post-31812048, der mal über mir Stand
 
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conf_t schrieb:
Leider wird hier wiederholt aus „Diese eine konkrete Störung hat eine andere Ursache“ ein „Du verteidigst die Peeringpolitik der Telekom“ gemacht.
Wo genau?
EDIT:
conf_t schrieb:
Kontext, mein Post war eine direkte Antwort
Danke, den Post hatte ich nicht mehr gesehen...


Grundsätzlich kannst du nie mit absoluter Sicherheit feststellen, dass ein konkretes Problem eindeutig auf die Peering-Politik der Telekom zurückzuführen ist, weil es immer auch einen anderen technischen Grund für Qualitätseinschränkungen geben kann, und umgekehrt eine restriktive Peering-Politik keine Qualitätseinschränkungen grundsätzlich nach sich ziehen muss.

Natürlich kannst du die Peering-Politik in Einzelfällen als Ursache ausschließen, wie hier geschehen. Das zweifelt auch niemand ernsthaft an. Eine lahme Webseite ist einfach eine lahme Webseite.

Das ändert nichts daran, dass erstens die Peering-Politik der Telekom aus verschiedenen Gründen für alle Internetnutzer schlecht ist und zweitens in Summe derart spezifische Probleme bei der Telekom aufgetreten sind und von anderen Beteiligten wie Cloudflare auch so kommuniziert wurden, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen muss, dass sie auf die Peering-Politik zurückzuführen sind.

Und dann stellt sich schon die Frage, warum manche Leute so allergisch reagieren, wenn man davor warnen möchte. Natürlich sollte man sich nicht in rechtliche Schwierigkeiten bringen und besser keine Namen nennen, aber z.B. schreibt Hetzner recht deutlich, was Sache ist:
Leider gibt es vereinzelt Carrier, die Peerings bewusst restriktiv vergeben und/oder die Kapazitäten zu anderen Netzbetreibern vorsätzlich außerhalb der Kapazitätsgrenze betreiben. (Siehe: 1 2)

Wir distanzieren uns von diesem kundenunfreundlichen Geschäftsgebaren und empfehlen unseren Kunden, Carrier mit solchen Marktstrategien zu meiden.
Dem kann man als vernünftiger Mensch eigentlich nur zustimmen!
 
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