Das Threadthema ist doch gerade die Frage, ob ein konkretes Problem am Peering liegt. Wenn wir berichteten Einzelfällen nachgehen und feststellen, dass Problem A ein Peeringproblem war und Problem B eine andere Ursache hatte, ist das in beiden Fällen ein Erkenntnisgewinn. Das relativiert weder Problem A noch verteidigt es irgendeine Geschäftspolitik.
Mir ist der Provider dabei wumpe. Mich interessieren die Probleme selbst und ihre technischen Ursachen. Pauschale, fachlich wenig begründete Aussagen hinterfrage ich grundsätzlich. Das bringt meine berufliche Arbeit in der Netzwerkanalyse mit sich: Eine plausible Vermutung muss sich an den tatsächlichen Befunden messen lassen. Das gilt selbstverständlich auch für meine eigenen Erklärungen.
Der Thread zeigt zudem anschaulich, wie begrenzt die Aussagekraft eines tracert je nach Fehlerursache sein kann. Wenn sich damit die Ursache nicht eingrenzen lässt, braucht es weitere Werkzeuge, etwa einen Paketmitschnitt oder die Netzwerkanalyse im Browser. Niemand muss jedes Werkzeug beherrschen. Aber die Sicherheit einer Diagnose sollte zu dem passen, was die Messung tatsächlich hergibt.
Leider wird hier wiederholt aus „Diese eine konkrete Störung hat eine andere Ursache“ ein „Du verteidigst die Peeringpolitik der Telekom“ gemacht. Das geht an der tatsächlich vertretenen Aussage der verschiedenen Threadteilnehmer vorbei. Man kann die Geschäftspolitik kritisieren und trotzdem auf einer sauberen Ursachenanalyse bestehen.
Bei welchem Anbieter jemand Kunde ist und ob andere diese Entscheidung gut finden, ist für die Bewertung seiner Argumente unerheblich. Entscheidend ist, ob die Aussagen fachlich stimmen. Wenn eine Analyse falsch ist, können wir konkret über den Fehler sprechen. Persönliche Unterstellungen und Beleidigungen ersetzen kein sachliches Gegenargument und helfen bei der Ursachenklärung niemandem.
Edit:
Kontext, mein Post war eine direkte Antwort auf
https://www.computerbase.de/forum/t...te-peering-der-telekom.2279827/#post-31812048, der mal über mir Stand