Einfaches Rechenbeispiel anhand der dort gemessenen Daten:
NF-F12 = 0,641 x 28 = 18 CFM @ 28 dB(A)
NF-A12 = 0,728 x 28 = 20,4 CFM @ 28 dB(A)
Die Differenz zwischen dem besten und schlechtestem Noctua im Test beträgt also grob 2,4 CFM bei beispielhaften 28 dB(A).
Wie viel sind 2,4 CFM?
Wenn man diesen Wert mal auf die effektive Strömungsfläche des Messaufbaus zurückrechnet, dann entspricht das etwa einem Vor- oder Nachteil von gerade mal 0,06 m/s(!) am Windmessgerät (Anemometer). Spätestens, wenn man sich mal die praktische Fehlertoleranz des Gerätes in dem Messbereich vor Augen hält, die mindestens mal 0,01 bis 0,02 m/s ausmacht, dann ist das ein praktisch verschwindend geringer Unterschied mit obendrein hohem Unsicherheitsfaktor.
Praktisch relevant?
Eher unwahrscheinlich. Zu untersuchen wäre dann allerdings noch, wie sich die Geräusche zusammensetzen und ob die Lüfter auch über die gesamte Fläche des Radiators oder Gitters/Filters die gleiche Performance beibehalten können. In den Punkten können sich durchaus noch relevant Unterschiede ergeben. Allein an den Basisdaten bemessen gibt es aber erst mal keinen Grund zur Unruhe. So weit liegen die Modelle da nicht auseinander, wenn man sie bei gleicher Leistung/Lautstärke laufen lässt.
Für mich zählt in der Praxis vor allem die Laufruhe, die sich meiner Erfahrung nach leider eher schlecht als recht von solchen Schalldruckangaben ablesen lässt. Ein Klackern oder Knarzen geht da gerne mal unter. Wer dahingehend absolute Gewissheit haben möchte, sollte Noctua auf jeden Fall in die nähere Auswahl nehmen. Ich würde gleichermaßen aber auch mal bei bspw. Scythe mit ihren Kaze Flex vorbeischauen. Die sind preisleistungsstärker und haben ebenso gutes Silent-Potenzial.