@ChilliConCarne
Ob du meine kleine Satire ohne Hinweis entdeckt hättest, wage ich zu bezweifeln. Wenn doch, halte dich an Tucholsky: "Satire darf alles."
Worum es mir geht und ich gehöre wahrscheinlich damit zu einer Minderheit, jedenfalls der schweigenden, ist das kritik- und substanzlose Fanschal-hochhaltende-Assange-Publikum. Für Assange zu sein ist derzeit so "in" wie Twitter und Facebook zusammen. Es scheint Ausweis echter Kenntnis der politischen Zusammenhänge zu sein, wenn man für einen Mann ist, der sich mit den Mächtigen anlegt. Wer immer letztere auch zu sein scheinen.
Vor einiger Zeit war es das Bild des Stasi-Schäuble, eine perfide Herabsetzung eines jeden echten Stasiopfers oder die Piratenpartei als Hort der Freiheit. Man informiert und diskutiert nicht mehr, man ist für oder gegen etwas. In diesem Fall eben für eine Plattform und ihren Gründer, also kann man schlecht ernsthaft glauben, dass Assange nur ein Mensch ist, der einen Prozess wegen mutmaßlicher Vergewaltigung vor sich hat.
Verschwörung, CIA, Korruption und was immer noch so hier und anderswo herumgeistert, man spekuliert und fabuliert auf Teufel komm raus. User, dich sie sich schon mit Garantie und Gewährleistung schwer tun, sind auf einmal Experten im schwedischen Straf- und Prozessrecht. Schlimm ist weiter, dass wohl niemand auch nur einen Blick in die veröffentlichten Depeschen von WikiLeaks geworfen hat, sondern mit einem Link dahin in seiner Signatur meint, genug informiert zu sein. Dieser Link ist derzeit in Fankreisen wertvoller als eine übertaktete 580GTX.
Zuletzt habe ich solch eine Hysterie bei Obama erlebt, als erwachsene Menschen neben mir in der U-Bahn Obama-Sticker am Revers trugen. Damals war auch das chic und trendy, heute hat man einen anderen Messias. Welche mediale Sau wird nächstes Jahr durchs Dorf getrieben? Guttenberg, weil er es denen da oben endlich mal zeigt oder ist der schon wieder zu bieder? "Aber seine Frau sieht doch so geil aus!" Da schaut man darüber auch gern mal hinweg.
Ob du meine kleine Satire ohne Hinweis entdeckt hättest, wage ich zu bezweifeln. Wenn doch, halte dich an Tucholsky: "Satire darf alles."
Worum es mir geht und ich gehöre wahrscheinlich damit zu einer Minderheit, jedenfalls der schweigenden, ist das kritik- und substanzlose Fanschal-hochhaltende-Assange-Publikum. Für Assange zu sein ist derzeit so "in" wie Twitter und Facebook zusammen. Es scheint Ausweis echter Kenntnis der politischen Zusammenhänge zu sein, wenn man für einen Mann ist, der sich mit den Mächtigen anlegt. Wer immer letztere auch zu sein scheinen.
Vor einiger Zeit war es das Bild des Stasi-Schäuble, eine perfide Herabsetzung eines jeden echten Stasiopfers oder die Piratenpartei als Hort der Freiheit. Man informiert und diskutiert nicht mehr, man ist für oder gegen etwas. In diesem Fall eben für eine Plattform und ihren Gründer, also kann man schlecht ernsthaft glauben, dass Assange nur ein Mensch ist, der einen Prozess wegen mutmaßlicher Vergewaltigung vor sich hat.
Verschwörung, CIA, Korruption und was immer noch so hier und anderswo herumgeistert, man spekuliert und fabuliert auf Teufel komm raus. User, dich sie sich schon mit Garantie und Gewährleistung schwer tun, sind auf einmal Experten im schwedischen Straf- und Prozessrecht. Schlimm ist weiter, dass wohl niemand auch nur einen Blick in die veröffentlichten Depeschen von WikiLeaks geworfen hat, sondern mit einem Link dahin in seiner Signatur meint, genug informiert zu sein. Dieser Link ist derzeit in Fankreisen wertvoller als eine übertaktete 580GTX.
Zuletzt habe ich solch eine Hysterie bei Obama erlebt, als erwachsene Menschen neben mir in der U-Bahn Obama-Sticker am Revers trugen. Damals war auch das chic und trendy, heute hat man einen anderen Messias. Welche mediale Sau wird nächstes Jahr durchs Dorf getrieben? Guttenberg, weil er es denen da oben endlich mal zeigt oder ist der schon wieder zu bieder? "Aber seine Frau sieht doch so geil aus!" Da schaut man darüber auch gern mal hinweg.