Kältefestes PoE-Switch für Spitzboden

Savange

Cadet 4th Year
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Hallo,

für kalte Bedinungen suche ich noch ein PoE-Swtich das ich im Spitzboden unterbringen kann. Dieser ist nicht gedämmt und belüftet, sodass es dort -10 Grad geben kann. Die Geräte von Netgear und Dlink die ich gefunden habe, schaffen aber alle nur 0 - 50 Grad Betriebstemeperatur. Habt ihr einen Tipp für mich wo ich Geräte finde, die auch unter 0 Grad schaffen? Ich meine es muss doch so eine Art Outdoor-Swtiches geben, oder? 4 PoE-Ports und 1 normaler Port an den ich ein Netzwerkkabel zu einem anderen Swtich im Keller anschließen kann reichen aus.

Danke!
 
Also Outdoor Switch ist schon mal die richtige Richtung. Selbst teure Cisco Switche (3560 Serie) schaffen nur eine Umgebungstemperatur von 0-45 °C.
Du solltest unbedingt ein aktiv gekühlte Teil besorgen, denn ich mache mir nicht vor dem Winter sorgen, sondern vor dem Sommer. Ab 60 °C Chiptemperatur fangen die Teile an auszusteigen.

Achja, dir ist bewusst dass solcche Hardware ordentlich im dreistlligen-€ Bereich liegt?
Meinst du nicht, dass es anders lösbar ist?
Alternativ, nimm einen Billig-Switch, baue eine Gehäuse mit Lüftern drum und einem Temperatursensor, so dass der Lüfter erst >20°C anspringt und hoffe das es gut ist, denn du kannst für den Preis eines Outdoor-Switches gut 20 einfache (ohne POE und Management) kaufen.
 
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Ich würde mal gucken, ob es nicht einen Styroporkarton gibt. Da den Switch rein mit Netzteil. Genügend Wärme um über 0°C zu bleiben.
Im Sommer müsste man dann mal schauen.

lg
fire
 
Andererseits haben wir an zig Standorten Standard-Hardware in unbeheizten und aktiv belüfteten Schaltkästen stehen und die überleben's auch......
 
Ich sag's mal so: -10 °C allein sind nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium, wenn der offizielle Temperaturbereich 0-xx°C beträgt.

Problematisch bei zu niedrigen/hohen Temperaturen ist, dass sich bestimmte Bauteile anders verhalten können. So können Spannungsschwankungen entstehen. Wie tolerant die Elektronik diesbezüglich ist, kommt auf das Gerät an.

Man sollte allerdings darauf achten, dass kein Kondens- bzw. Schwitzwasser entsteht. Die Elektronik heizt sich durch den Betrieb auf, erwärmt die umgebende Luft, die dann wiederum an kalten Oberflächen kondensiert. Wenn so ein Tropfen anschließend auf die Elektronik tropft, kann das zu Schäden führen.

Eine Styroporbox ist vermutlich keine so schlechte Idee. Zum einen isoliert sie thermisch und zum anderen nimmt Styropor soweit ich weiß auch Feuchtigkeit auf. Gerade im Sommer muss man mal sehen wie heiß es auf dem Dachboden und in der Box wird und sollte ggfs für eine aktive Belüftung sorgen.
 
Wer sich mit Kondensation (Taupunkt) beschäftigt, weiß, dass die nur dann Entstehen kann, wenn die relative Luftfeuchte steigt, im gleichen Raum bleibt sie aber gleich, da hat der Betrieb des Switches keinen Einfluss.

Liegt die Temperatur bei 0°C und die relative Luftfeuchtigkeit bei 80%, kondensiert es erst ab unter - 3,2 °C. Da das Gerät aber Wärme statt Kälte produziert, kondensiert und taut da nichts, im Gerät selbst wird die relative Feuchte noch deutlich sinken, da es im Gerät wärmer ist. Im Gerät könnte die relative Luftfeuchte dann z.B. nur noch 70% betragen, weil es im Gerät 3°C sind.

Bevor es hier zu einem Niederschlag im Gehäuse des Switches kommt, kommt es eher an der Hauswand zu einem Niederschlag.

Die Taupunktproblematik existiert nur, wenn sich die relative Luftfeuchte und Temperatur ändert. Habe ich einen kalten Rechner im 0°C kalten Lager 50% Luftfeuchte und hole ihn in das 20°C warme 60% feuchte Büro und schalte ihn ein, ja dann kann es zur Kondensation kommen, solange die Bauteil nicht mindestens wärmer als der Taupunkt von 12°C sind. Hat sich das Mainboard erst auf 5 °C erwärmt, kann es also zum Kurzschluss kommen, wenn es schon eingeschaltet wird. Dazu muss man natürlich noch etwas warten, bis eventueller Niederschlag wieder verdampft ist.

Und genau deshalb ist das Einpacken in Styropor ohne aktive Belüftung problematisch, weil der Luftaustausch bei Veränderungen der Luftfeuchtigkeit von aus (z.B. Regen) evtl zu langsam geht, da ein solches Gehäuse den Luft- und damit den Feuchtigkeitsaustausch erschwert.

Steigt nämlich die Umgebungstemperatur schneller als die Temperatur im Styroportkasten, kann es tatsächlich bei hoher Luftfeuchtigkeit zur Kondensation im Styroporkasten kommen, da der Luftaustausch zu gering ist.

Und zu Info: Styropor nimmt kein Wasser auf. Styropor ist dampfdicht.

Es ist natürlich richtig, dass gerade ICs wohl ab unter 0 Grad eher zu anderem Verhalten neigen. Die Frage ist halt auch ob, es im Spitzboden wirklich unter 0 Grad wird und wenn ja, wieviel. Von unten dringt ja immer etwas Wärme nach oben.
 
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Hm.. Hast Recht, Asche auf mein Haupt ;)

Theoretisch würde die relative Feuchte ja bei der Erwärmung im Switch sinken (zB 80% kalt => 50% warm), um dann an an der kalten Oberfläche wieder auf 80% zu steigen. Da aber die absolute Feuchte im Prinzip gleichbleibt - wo sollte die auch herkommen - sollte das unkritisch sein.
 
Ein Isolierte Box ind die man das Netzteil integriert funktioniert für den Winter sicher gut. Im Sommer dagegen eher nicht. Und wer mächte schon jede Saison dran basteln? Ich persönlich würde es einfach mit einem Billigteil versuchen und hoffen, dass Minusgrade dem gerät nichts ausmachen.
 
Wie gesagt ich würde es erstmal mit einem 30 Euro POE Switch versuchen. Wenn es geht ist gut und man hat z.B. 300 Euro gespart. Wenn nicht musste man halt insgesamt 330 Euro oder so investieren. Das macht den Bock dann auch nicht fett. Am Netzteil greift man für den Sommer noch die Spannung für einen Lüfter ab und gut ist. Oder nimmt gleich ein belüftetes Modell.


Achso und Brandschutztechnisch ist so eine Styroporbox hoch gefährlich, das Zeug ist leicht entzündlich. Ich würde keine 230 V Spannung in der Nähe einer solchen Box haben wollen, da braucht nur das Steckernetzteil abzurauchen und schon gibt's nen schönen Dachstuhlbrand.
 
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Nicht ich schrieb:
Achso und Brandschutztechnisch ist so eine Styroporbox hoch gefährlich, das Zeug ist leicht entzündlich. Ich würde keine 230 V Spannung in der Nähe einer solchen Box haben wollen, da braucht nur das Steckernetzteil abzurauchen und schon gibt's nen schönen Dachstuhlbrand.
Sag das mal den Firmen/der Regierung, die Styropor - sorry, Styrodur - als Isolation an die Hauswände kleben bzw. das genehmigen. Laut Bundesregierung ist das nur "Schwer entflammbar", während es im Rest Europas als brennbar eingestuft wird und als Isolierung an der Fassade nicht zugelassen ist :-/
 
Tja,..... die haben ja auch Jahrelang Asbest uvm. zugelassen..... was soll man dazu noch sagen?
 
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