Kameraüberwachung mit NVR - Empfehlungen

Schmalhans93

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich habe bei mir zuhause bereits 3 Kameras von Reolink verbaut.
Grundsätzlich bin ich mit den Kameras sehr zufrieden.

Bisher habe ich aber kein NVR und speichere die Aufnahmen auf einer SD-Karte im Gerät.

Das hat zum einen den Nachteil, dass maximal 3 Tage gespeichert werden. Und zum Anderen sind die Aufnahmen weg, wenn jemand die Kamera mitnimmt oder die SD-Karte entfernt.

Ich möchte jetzt weitere (PoE) 4K-Kameras installieren.
In Summe werde ich dann 6-7 Stück haben.

Ich möchte das etwas professionalisieren und ein NVR nutzen.
Ich bin mir aber noch etwas unsicher... wenn jemand den NVR mitnimmt ist genau so alles weg.
Cloud ist wahnsinnig teuer und sehr begrenzt (niedrigere Auflösung, nur wenige Tage Speicherdauer)...

Ich möchte die vollen Aufnahmen 24/7 über mind. 7 Tage speichern.
Nicht nur kurze Auszüge, wenn Bewegung erkannt wird o.Ä.
Da mache ich auch keine Kompromisse - es soll dauerhaft 24/7 gespeichert werden - in voller Auflösung.

Hat jemand eine Empfehlung für mich, wie ich das sinnvoll, sicher und kosteneffizient umsetzen könnte?
 
Wie lang aufgenommen werden kann ist stark von den Videostreams abhängig die du speichern willst. 4k braucht mehr als 1080p, 30fps mehr als 15fps, wie hoch ist die Bitrate etc ...
Unifi hat einen kleinen Rechner der GROB eine Idee geben sollte wieviel Speicherplatz zu brauchst.
https://www.ui.com/cloud-gateways/resource-calculator
-> Protect auswählen und die gewünschten Kameras, Unifi bietet grad nur 1/8/16/24TB HDDs dort an, Dreisatz und so ;)

Da du Reolink Kameras hat, würde sich ein Reolink NVR anbieten?
Wenn der dann nicht gerade als PoE-Switch für die Kameras dient, kann der belieben irgendwo wo ein LAN-Kabel und Strom liegt verstaut werden (zwecks Abwärme trotzdem besser nicht in einem geschlossenen Schrank/Schublade), was die Wahrscheinlichkeit dass der mobil wird reduzieren sollte.

Alternative, viele Reolink können FTP, womit die auch auf ein NAS irgendwo hin aufnehmen könnten. Das wiederum sollte sich dann recht einfach auf einen anderen Speicher, ggf. auch nicht vor Ort, synchronisieren lassen.

Ich hatte bei mir zum Testen mal eine Reolink in Unifi Protect eingebunden, bin mir grad nicht sicher ob über ONVIF oder RTSP, hat zumindest gut funktioniert. (Warum Unifi Protect? Weil das in meinem UCG Max drin ist)

Oder, wenn noch bisschen AI-Erkennung dabei sein soll, einen Server mit Frigate aufsetzen.
 
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Ich habe ReoLink Kameras und dazu den NVR. Ziel war es, das

a) die Daten zu Hause bleiben
und
b) die SD Karten nicht entfert werden können.

Wieso sollte man den den klauen? Meiner steht an einem sicheren Ort. Da wird kein Dieb sich hin bewegen. 7 Tage wirst Du nicht speichern können, zumindest nicht bei den vielen Kameras und der hohen Auflösung. Natürlich kannst du eine weitere HDD in den NVR einbauen oder eine insgesamt größere dort hinein packen.
 
Ich habe ein Synology NAS im Einsatz, das macht auch die Kameraaufzeichnung mit.
Bei Synology gibt es u.a. auch einen Rechner der angibt wie groß das NAS und die Platte(n) sein müssen.
Bei den normalen NAS sind bei denen 2 Kameralizenzen dabei.
Für jede weiter braucht man eine weitere Lizenz.

Ich bin mit dem System zufrieden, läuft völlig problemfrei.
 
tRITON schrieb:
Ich habe ReoLink Kameras und dazu den NVR. Ziel war es, das

a) die Daten zu Hause bleiben
und
b) die SD Karten nicht entfert werden können.

Wieso sollte man den den klauen? Meiner steht an einem sicheren Ort. Da wird kein Dieb sich hin bewegen. 7 Tage wirst Du nicht speichern können, zumindest nicht bei den vielen Kameras und der hohen Auflösung. Natürlich kannst du eine weitere HDD in den NVR einbauen oder eine insgesamt größere dort hinein packen.
Wieviele Kameras hast du?
Welchen Speicher? Und wie lange kannst du damit speichern?
Ergänzung ()

cscmptrbs schrieb:
Ich habe ein Synology NAS im Einsatz, das macht auch die Kameraaufzeichnung mit.
Bei Synology gibt es u.a. auch einen Rechner der angibt wie groß das NAS und die Platte(n) sein müssen.
Bei den normalen NAS sind bei denen 2 Kameralizenzen dabei.
Für jede weiter braucht man eine weitere Lizenz.

Ich bin mit dem System zufrieden, läuft völlig problemfrei.
Hatte ich mir als Alternative für die Dropbox überlegt.
Und der kann auch Reolink Kameras einbinden? (Ohne dafür Informatik studiert haben zu müssen?)

Bei lokalen NAS-Systemen hat man halt immer mehrere Probleme:
  • wenn eine der HDDs kaputt geht sind die Daten weg
  • wenn dein Haus abbrennt sind die Daten weg
  • wenn jemand einbricht und das NAS mitnimmt sind die Daten weg
  • wenn man mal eine Hausdurchsuchung haben sollte (was heutzutage nicht unrealistisch ist) wird alles an Speichermedien inkl. NAS mitgenommen und die Daten sind (für einen langen Zeitraum) weg.
 
6 Kameras mit 5MP, damit komme ich bei 4TB ca 3 Tage hin, danach wird dann automatisch überschrieben .

Im Grunde würde sogar weniger reichen, in meinem Fall. Abends ist ja wieder jemand zu Hause.
 
Das ist schon wenig.
Selbst meine schlechten Kameras haben 12 oder 16 MP. Und die würde ich auch speichern wollen.
3 Tage schaffe ich mit 256 GB SD-Karte bereits.
Das wäre mir aber zu wenig, wenn ich schon upgrade. Dann sollten mind. 7 Tage gehen.
 
Zeichnet Reolink überhaupt 24/7 auf? Bei mir ist es glaube ich nicht der Fall.

Ich habe einen alten HP Elitedesk (mit Intel CPU) und Filezilla Server laufen. Da schreiben 6 Kameras auf den Server, aber halt nur bei Bewegung. Bei mir zeichnet Reolink nicht 24/7 auf den Server...Habe aber alles aktiviert (Bewegung, Fahrzeug, Person, Tiere) und das 24/7 und es wird nur bei erkennung aufgezeichnet und hinterlegt am Server.
 
Auf den Unifi NVR wird der Kamerastream fortlaufend aufgezeichnet, wie es bei dem Reolink NVR ist weiß ich nicht (müsst ich mal nen Kumpel fragen).
Wenn man auf die Speicherkarten schreibt, kann ich mir gut vorstellen, dass es nur On-Demand ist, da die Karten sonst früh das Zeitliche segnen werden (mal von speziellen Endurance-Karten abgesehen).
 
@Sylar die Akkukameras zeichnen nur bei Bewegungserkennung auf. Die Kameras mit PoE zeichnen 24/7 auf.

Das hat nur etwas mit Stromverbrauch zu tun.
Die Akkukameras können mit vollem Akku maximal 30 Minuten filmen.
Wenn sie aber nur bei Bewegungserkennung aufzeichnen halten die Akkus mehrere Monate.
 
Ich habe eh keine Akkukameras und alles über PoE/WLAN. Aber bei mir kann ich in der Reolink App zB nur das anschauen wo die Kamera etwas aufgezeichnet hat.

Ich habe den Fehler gesehen, ich habe den Timer im Zeitplan nicht aktiviert, deshalb zeichnet er nicht 24/7 auf 🤣

Wie gesagt...ich würde da einen alten PC holen anstatt ein NVR...PoE kannst ja auch so nachrüsten
 
7 Tage für 7 Kameras, da kommt schon einiges an Datenvolumen zusammen. Bei Bewegung wird ja parallel noch ein zweiter Schnipsel abgelegt.

Zudem hast du dann auch eine ordentliche Last auf deinem Netzwerk. Rechne mal mit ca. 10MB/s permanenter Last. Dann kannst du dir auch ausrechnen wieviel Speicherplatz du benötigen wirst. Ich würde sagen ca. 4 - 6TB pro Woche.

Ich handhabe es genauso mit 4 Kameras und nutze eine DS423+ in welcher ich dediziert eine HDD für den NVR (SurveillanceStation) nutze.
Für SS benötigst du noch Lizenzen, welche 50 EUR pro Cam kosten (einmalig). Zwei Lizenzen sind inkludiert.

Bzgl. NVR mitnehmen: Stell ihn halt da hin, wo keiner ranmkommt. Zum Beispiel auf den Dachboden oder versteckt in einer Trockenbauwand.

Bei dem Datenaufkommen fallen auch sämtliche CloudAnbieter raus, es sei denn du hast eine richtig dicke Leitung mit ordentlich Upload.

Stromkosten wirst du dir ja sicherlich schon durchgerechnet haben. Eine Reo zieht bei mir ~7W tagsüber und ~10W nachts.

Für den NVR musst du nochmal ca 15W rechnen. Bei Selbstbau je nach Hardware deutlich mehr, jedoch nicht weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Kameras hast du? Einige (alle?) Akku-Cams wie die Atlas oder Argus können glaube ich höchstens an einen Home Hub was senden, da denen RTSP/ONVIF fehlt.
 
So lange alle Kameras per Lankabel verbunden sind sollte das Netzwerk keine Probleme machen? Alle Geräte sollten mind. GB-Lan haben. Da kommt es auf 10 MB/s nicht an.

Ich schaue mir Synology mal an. Das klingt ganz gut. Zumindest für die Aufzeichnung der Kameras.
Für meine privaten Daten finde ich Dropbox sicherer und einfacher.
 
Schmalhans93 schrieb:
Alle Geräte sollten mind. GB-Lan haben. Da kommt es auf 10 MB/s nicht an.
Haben sie sicher nicht. Fernseher, Drucker, AVR, etc. haben nur 100MBit. Aber das ist in dem Fall irrelevant.
Wollte es nur angemerkt haben, falls du das NAS auch für andere Dinge verwenden möchtest.
 
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Mit LAN sollte das klappen. Schau aber zur Sicherheit bei den Kamera Specs, ob die RTSP/ONVIF können.
Bei der einfachen E1 fehlen die Protokolle, wo hingegen die E1 Pro sie hat.

Beim Kumpel war die (neue) Leitung zu einer Außendose madig, weshalb er dann auf 100Mbit mit 4 Drähten umgepatcht hat. Reicht für die 4k Kamera inkl. PoE. Die Kamera ist auch nur mit einem 10/100Mbit Port angegeben, trotz 4k.
 
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