Kaufberatung: 3D-Drucker für den 18. Geburtstag

flo222

Lieutenant
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Hallo zusammen,

mein Ältester wird 18, und wir haben überlegt was er sich schon lange wünscht. Er redet schon ewig von nem 3D-Drucker, hat mir auch schon vor längerer Zeit mal von den Bambulab-Druckern vorgeschwärmt. Da ich ihn schlecht fragen kann, und ich selbst so gar keine Ahnung hab, wollte ich mal hier nachfragen, was es denn braucht, um nach dem Auspacken direkt loslegen zu können.

Angedacht hab ich jetzt den A1 (ohne Combo). Darüber haben wir damals schon mal gesprochen. Wenn er die Combo später mal will, kann er sie ja selbst nachkaufen, oder legt man sich da schon beim Kauf fest?

Was braucht es denn sonst noch so direkt zum Start? Also um einfach mal ausprobieren und üben zu können, und jetzt wahrscheinlich nicht das teuerste Material, weil ja vermutlich am Anfang auch mal was schief geht. Bestellt man das am besten gleich mit dem Drucker mit oder bekomme ich hier gleichwertiges Material beispielsweise bei Amazon günstiger?

So wie ich meinen Großen kenne, hat er nach drei Tagen eh schon wieder eine sehr genaue Vorstellung was er damit machen will, und wird sich entsprechend auch ausstatten. Aber mir geht es darum, dass er halt auch unmittelbar nach dem Auspacken mal was ausprobieren kann, und nicht erst am nächsten Tag auf den Postboten warten muss, um überhaupt was machen zu können.

Und dann noch ne Frage was die angebundene Hardware angeht. Er hat seinen Gaming PC seinem kleinen Bruder übergeben, weil er gar nicht mehr spielt. Er selbst hat sich jetzt ein Refurbished Lenovo ThinkPad zugelegt, ein T14 der 1. Generation. Das reicht ihm für das was er so damit macht, weil Spiele wie gesagt nicht mehr angesagt sind. Ist das jetzt dann für 3D-Drucke ein Thema? Weil ne richtige Grafikkarte hat das Teil ja nicht wirklich. Oder ist das völlig egal?
 
Der A1 ist ein fairer einstieg und das AMD aus der Combo kann man spaeter noch kaufen
flo222 schrieb:
der ist das völlig egal?
ist es.
Fuer die ersten paar Jahre hobby CAD reicht eine 10-15 Jahre alte onboard GPU, wie so ziemlich jede Uni zeigt.

Ansonsten ist Creality hervorragend und er kann sich den drucker meist besser an seine vorstellungen anpassen. Bspw. den Creality Ender-3 V3 KE
 
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Mit Bambu Lab machst du wenig falsch.
Die Dinger funktionieren einfach Out of the Box und sind auch ohne jegliche Kentniss schnell zu bedienen.
Laptop reicht vollkommen aus dafür, das braucht keine potente Grafikkarte.

Am ehesten würde ich überlegen wenn das wirklich ein Hobby wird was halbwegs regelmäßig genutzt wird und nicht nur rum steht... eher Minimum auf den P1S zu gehen. Die 130€ Aufpreis sind das echt wert.

Einfach weil vernünftiger XY Drucker und nicht so ein "Bettschubser" und der größte Punkt.... das Ding hat ein geschlossene Gehäuse. Ist in nahezu allen Szenarien und Aufstellungsorten einfach die bessere Option für den geringeren Aufpreis.

Zubehör kannst du einfach noch 2-3 PLA Rollen in verschiedenen Farben mit bestellen, das reicht erstmal zum Start. Muss auch nicht unbedingt das "teure" von Bambu selbst sein. Da am besten mal bei Mydealz nach Filament suchen, da gibts jeden Tag gefühlt Drölf Dealz zu und PLA für 7-8€ in einzelnen Rollen.

Das beste Zubehör ist natürlich ein AMS für die Drucker, damit werden die Drucker erst so richtig entspannt weil du nicht als Rollen selbst wechseln musst... aber da legt man dann preislich natürlich doch wieder gut drauf... kann man sich aber nachkaufen irgendwann.
 
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flo222 schrieb:
Was braucht es denn sonst noch so direkt zum Start?
Filament. bei Babu Lab kann man das gleich mitbestellen, bei 4 Rollen gibt es ordentlich Rabatt.

Ich Persönlich hab gleich den P2S Combo genommen, da man mit dem A1 dann vielleicht doch etwas eingeschränkter ist
 
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Der Bambu Lab A1 ist ein guter Drucker. Persönlich denke ich, diesen ohne Combo zu kaufen ein Fehler ist. Ich will es nicht mehr missen.
Gut wäre ein paar Rollen Filament (PLA oder PLA+) gleich mitzukaufen. Filament ist aber nicht gleich Filament. Anfangs will man drucken und nicht kalibrieren, daher einen Hersteller nehmen, den der Drucker direkt unterstützt bzw. vom Hersteller fertige Profile zum Importieren anbietet. Grundsätzlich unterstützen die BambuLabs Fremdfilament als Generic Profil meist gut.
Das Slicen der Modelle ist eine CPU Aufgabe. Man braucht dafür keine Gaminggrafikkarte.
Allerding wächst der Bedarf schnell nach einem Drucker, der einen beheizbaren Raum hat. P1S z.B.
 
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Ich selbst habe seit Release den A1 und später den X1 Carbon gekauft.

Man bekommt die älteren Modelle mit geschlossenem Bauraum auf Kleinanzeigen sehr günstig, sogar mit AMS.

Schau doch mal nach einem gebrauchten P1S oder X1C.
Durch P2 sind die sehr im Preis gefallen.
 
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flo222 schrieb:
Und dann noch ne Frage was die angebundene Hardware angeht.
Alle 3D Drucker können auch völlig ohne Kontakt zu einem Rechner betrieben werden. Dann muss man sie eben mittels SD Karte mit den auf einem Rechner geslicten Druckdaten versorgen. Dafür reicht dann auch ein Thinkpad.

Die Bambus werden typischerweise per Wlan ins heimische Netzwerk eingebunden und dann vom auf dem Notebook installierten BambuStudio übers Netzwerk angesprochen und mit Druckdaten versorgt. Man kann die Bambus auch komplett über eine Handyapp betreiben und mit Daten versorgen.

Das Notebook und BambuStudio sind aber nur dafür da, aus den Modelldaten Druckdaten zu generieren und sie dann an den Drucker zu übertragen. Die am Notebook anfallende Systemlast ist dabei meist minimal.

Es sei denn er würde tatsächlich die aufwendigsten und grössten Modelle konstruieren und slicen lassen. Bei einem Bambu A1 ist das mit seinem Bauraum aber eher unwahrscheinlich und am Anfang einer 3D Druckkarriere sogar ungewöhnlich.
 
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Danke euch für die vielen hilfreichen Antworten. Hat ungemein geholfen, damit sich langsam ein Bild daraus formt. Haben gestern Abend dann noch durch Zufall erfahren, dass mein Schwager scheinbar auch schon seit Jahren 3D-Drucke macht. Er ist mittlerweile auch schon beim dritten Drucker, wobei die letzten beiden von Bambulab sind (zuerst wohl der A1, mittlerweile was größeres). Wird also wohl der A1 werden, und wenn dann Fragen auftreten kann er seinen Onkel fragen.
 
Wo soll der Drucker betrieben werden? Selbst PLA stößt
VOC (Volatile Organic Compounds - flüchtige organische Verbindungen)
aus was auf Dauer auf die Gesund gehen kann.

Wird der Drucker im "Kinderzimmer" betrieben muss immer für eine gute Belüftung gesorgt werden. Besser wäre meiner Meinung nach jedoch ein geschlossenes System mit Aktivkohlefilter und/oder der Möglichkeit die schädlichen Dämpfe mittels eines Lüfters direkt aus dem Bauraum nach draußen zu befördern.

Früher oder später wird dein Sohnemann bestimmt auch technische Materialien wie z.B. ABS oder ASA drucken wollen. Diese Filamente brauchen ein geschlossenes Gehäuse um sich nicht zu Verformen und während des Drucks von der Druckplatte zu springen. Daher würde ich direkt den P1S kaufen.

Es ist krank was man für mittlerweile unter 400 € an Technik bekommt.

edit: persönlich würde ich den Bambu Lab X2D mit Dual Düsen kaufen. Stützmaterial ohne Distanz zum Modell drucken zu können ist ein Gamechanger.
 
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